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Sehr gehrte Frau Dr Wolf,

ich würde Ihnen gerne mein Problem schildern, da ich im Moment nicht wirklich weiter weiß.
Ich habe seit 7 Jahren Angst und Panik, die ich unbehandelt selber in den Griff bekommen wollte und es auch so lala geschafft habe. Ich hatte immer noch hin und wider Panik, aber nicht so stark und ich hatte mich fest im Griff. Nicht die schlauste Strategie, wie ich Dank Ihres Buches, entdeckt habe. ich hab die Panik einfach ausgehalten, bis sie vorbei war, habe aber an den Ursachen nichts verändert.
Seit 2 Monaten ist die Angst nun immer stärker geworden, Belastungen ( Arbeit, Studium, Beziehungsstress, Umzug, Mutter ins KH gebracht...) die nicht weniger werden, aber meine Kräfte bis auf eine Minimum reduziert. Ich bin jetzt in Behandlung und meine Therapuet denk ich leide unter einem Burn-out und an meiner Angst und Panikerkrankung. Er denkt, dass ein Kur ganz gut wäre. Da ich aber zur Zeit so erschöpft bin, kann ich mich auch nur schwer erholen, da die Angst immer da ist und weiß jetzt nicht was zu tun ist. Zur Zeit kann ich fast nichts tun, da ich zu erschöpft bin.
Ich weiß, dass Burn-out nicht unbedingt Thema hier im Forum ist, aber mein Angst macht mir zu Zeit auch noch mit zu schaffen.
Meine Frage nun an Sie: Worauf ist zu achten, wenn man eine psychosomatische Klinik auswählt und gibt es irgendwo ein Verzeichnis von "braucbaren" Klniken. (Arbeite selbst im Krankehaus)?
Ich weiß auch nicht genau, ob eine Kur oder so das Richtige ist, aber ich komme so schlecht zur Ruhe und möchte eientlich keine Tabletten einnehmen. Meine Neurologin hat mir Cipralex verschrieben, die ich aus Angst vor Nebenwirkungen noch nicht genommen habe. Ich habe das gefühl, wenn meine Ängste nichtmehr so schlimm wären, kann ich mich erholen und wenn ich mich erholen kann, könnte ich auch wieder besser mit meinen Ängsten umgehen.

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar,
mit freundlichen Grüßen,
C

24.05.2007 13:35 • 31.05.2007 #1


5 Antworten ↓


Dr. Doris Wolf
Hallo C,
wenn die Angst schon 7 Jahre dein Begleiter ist und du immer weiter nach außen hin "funktioniert" hast, dann zehrt das an deinen Kräften. Kommen noch außerordentliche Ereignisse dazu wie der Klinikaufenthalt deiner Mutter, kann das Fass einfach zum Überlaufen kommen.Eine Auszeit, Zeit, über eigene Denk- und Verhaltensmuster nachzudenken, kann dann sehr hilfreich sein. Es besteht auch die Chance, generell neue Einstellungen zu entwickeln. Ich halte den Weg in eine psychosomatische Klinik für sehr empfehlenswert. In der Behandlung von Ängsten und Depressionen haben sich verhaltenstherapeutische Kliniken wie z.B. die psychosomatischen Kliniken in Prien, Windach oder Bad Dürkheim bewährt.
viele Grüße
Dr. Wolf

25.05.2007 09:45 • #2



Angst und Erschöpfung

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Hallo Frau Dr. Wolf,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich denke auch, dass es mir gut tun würde, solch eine Klinik auszusuchen. Dummerweise kreisen meine Ängste um das Thema verrückt werden bzw in eine geschlossene Abteilung eingewiesen zu werden. Meine erste Panikattacke hatte ich, als ich während meiner Ausbildung in der Psychatrie gerbeitet habe, in einer geschlossenen Abteilung. Daher bin auch nie zum Arzt.
Kann ich diese Situation auch ohne Klinikaufenthalt bewältigen? Gibt es auch ambulante Ansätze?

Danke nochmal für Ihre rasche Antwort,
liebe Grüße,
C

25.05.2007 11:00 • #3


Dr. Doris Wolf
Hallo C.,

kurz gesagt: Wer sich über die Auswirkungen seines Verhaltens Gedanken macht, ist gewöhnlich nicht verrückt.In einer psychosomatischen Klinik gibt es keine geschlossenen Abteilungen, die Behandlung basiert auf Freiwilligkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass die erste Panikattacke in der Psychiatrie auftrat, weil du dachtest, hier nicht rauskommen zu können. Eine psychosomatische Klinik könntest du jederzeit verlassen.
Eine ambulante Therapie machst du bereits, dann könntest du nur deinen Körper noch durch z.B. Yoga, Shiatsu oder ähnliches unterstützen.
viele Grüße
Dr. Wolf

29.05.2007 11:15 • #4


Hallo Frau Dr. Wolf,

vielen lieben Dank für Ihre Worte. Ich werde es ertsmal ambulant mit meinem Therapeuten versuchen, aber dann wohl doch in eine Klinik gehen, wenn ich merke, es geht nicht ambulant. Ich habe mir die von Ihnen vorgeschlagenen Kliniken im Netz mal angesehn und war doch eher positiv überrascht. Sehr schöne Häuser, gar nicht düstern.

Vielen Dank nochmals und ich hoffe Sie haben weiterhin so viel Kraft und Nerven, dieses Forum und auch die Möglichkeit mit einem Profi zu kommunizieren helfen meist schon sehr viel.

Liebe Grüße
C

30.05.2007 21:17 • #5


Dr. Doris Wolf
Liebe C.,

danke für dein Einfühlungsvermögen und deine netten Worte.
viel Kraft und viel Erfolg
Dr. Wolf

31.05.2007 08:48 • #6




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