Also noch ganz frisch. Und unglaublich überraschend. Das kann einen schon mal durcheinander bringen und Ängste schüren. Aber das kleine Teil ist dein Lebensretter, immer da sollte er gebraucht werden, bereit in Sekundenbruchteilen auszulösen, wenn nötig, ohne dass du dich drum kümmern oder selbst was tun musst.
Die Angst vor dem Auslösen kann ich verstehen. Hätte ich wohl auch, ich kann dir gern erzählen wie mein Mann das erlebt hat. Aber vorweg, es kann auch sein, dass das niemals passiert. Je nach Erkrankung ist das eine wichtige und richtige Vorsichtsmaßnahme, das heißt nicht notwendigerweise dass er jemals auslösen muss. Bei meinem Mann hat nur der erste jemals ausgelöst, die beiden anderen die danach kamen mussten nie in Aktion treten.
Trigger
Auslösen im Sinne von Schocken ist nach dem was mein Mann erzählt nicht angenehm. Ein großer Schreck und es tut auch weh. Ist aber schneller vorbei als man überhaupt begreift, was passiert ist. Jedenfalls hat er das erste Mal so beschrieben, die beiden weiteren Male hatte er gespürt dass es wohl passiert und das Ganze wohl deutlich besser weggesteckt. Er ist jedes Mal bei Bewusstsein geblieben und es ging im sofort wieder gut danach. Etwas durcheinander von dem Schreck aber sonst fit.
Tritt er kurzfristig als Schrittmacher in Aktion, ist bei meinem Mann einmal passiert, als er ein Medikament nicht vertragen hat, merkt man es wohl gar nicht. Erst als der Arzt ihn beim nächsten Kontrolltermin darauf angesprochen hat, dass er wohl als Schrittmacher an war, konnte er sich anhand des Datums zusammen reimen, was da war.
Ja dein Leben hängt unter Umständen von dem kleinen Teil ab. Klingt vielleicht etwas befremdlich, aber man muss sich an der Stelle bewusst machen, das medizinische Geräte, vor allem solche, keine Massenware sind, bei denen es sowas wie Montagsmodelle gibt. Die sind extrem sicher und verlässlich. Nicht zu vergleichen mit Geräten, die man sonst so nutzt. Nichts verlässt ungetestet den Hersteller und als er dir implantiert wurde, müsste ein Techniker des Herstellers anwesend gewesen sein, um auch da noch mal sicher zu stellen, dass alles in Funktion ist. Wäre das nicht sicher gestellt, hätte man dich nicht entlassen.
Lass dir Zeit dich an die neue Situation zu gewöhnen, ich glaube es ist völlig normal da Ängste zu haben und durcheinander zu sein. Stell den Ärzten alle Fragen die dich beschäftigen, schreib sie notfalls auf, nicht dass du etwas vergisst und es dich dann weiter plagt. Bist ja jetzt noch im Krankenhaus und danach müsstest du in etwa drei Monaten (?) den ersten regulären Kontrolltermin haben.