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201208.01




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Hallo zusammen

Ich versuche unter diesem Betreff nochmal das Thema zu starten,weil so vielleicht mehr Forenmitglieder darauf aufmerksam werden.

Das Thema beschäftigt mich auf Grund meiner momentanen Therapie sehr und ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet.

Liebe Grüße!

Auf das Thema antworten
Danke2xDanke


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Essen
368
  08.01.2012 18:35  
Also, bei uns zu Hause gab es für mich und meinen Bruder häufiger mal Ohrfeigen von meinem Vater. Bei der schlimmsten, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist, bin ich dann noch rückwärts voll auf eine Treppe geknallt.





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  08.01.2012 18:40  
Das ist schlimm

Bei mir war es auch mein Vater der geschlagen hat. Und meine Mutter hat ihn immer Schutz genommen.

Ist es bei dir auch so, dass deine Probleme wahrscheinlich daher kommen?



7271
3
Essen
368
  08.01.2012 18:48  
Die Beziehung zu meinem Vater ist bis heute schlecht und ich konnte ihm das nie verzeihen. Im Laufe meiner Therapie landeten wir immer wieder bei dem Thema, so dass der Therapeut davon ausging, dass meine Probleme höchstwahrscheinlich mit meinem Vater zusammenhängen.
Meine Mutter stand irgendwie immer so dazwischen. Sie hat zwar versucht, ihn zu beruhigen, aber wirklich davon abhalten konnte sie ihn auch nicht.

Danke1xDanke




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  08.01.2012 18:58  
Ich habe das quasi die ganze Zeit mehr oder weniger verdrängt. Wir sind jetzt in der Therapie dabei das aufzuarbeiten. Meine Therapeutin hat gesagt, dass bei mir halt zusätzlich das Problem war, dass meine Mutter mich nicht beschützt hat, sondern immer zu ihm gehalten hat. Meistens musste ich mich auch entschuldigen, weil ich vorher "böse" war.
Ich hatte trotz allem ,oder gerade deshalb immer ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern. Doch jetzt wo wir in der Therapie alles aufarbeiten , werden mir immer mehr Dinge bewusst. Und es ist im Moment super schwer für mich.

Schlimm, dass einen solche Erfahrungen in der Kindheit so krank machen können.



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3
Essen
368
  08.01.2012 19:04  
Ich frage mich manchmal, wie ich wohl wäre, wenn das nicht passiert wär. Ob das viel geändert hätte?!

Danke1xDanke




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  08.01.2012 19:21  
Das frage ich mich auch

Das Problem ist auch, dass ich mit meinen Eltern über das ganze Thema nicht sprechen kann, aus Angst ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, oder das sie denken könnten ich hätte sie nicht lieb.

Alles schwierig im Moment.



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Baden-Württemberg
1
  08.01.2012 19:25  
Ja also an meinem Hintern und auf meinen Fingern ging so mancher Kochlöffel kaputt usw, aber das Schlimmste war wie mein Bruder geschlagen wurde, fast täglich, ohne Grund, einfach so weil mein Vater ihn gehasst hat.

Ich bin so weit dass ich Sie nie mehr wiedersehen möchte. Sie sind ein sehr schlechtes Vorbild für mich gewesen und sind es immer noch und ich kann es nicht verzeihen. Ich bin da knallhart geworden. Ich gehe meinen eigenen Wege und ich hoffe ich packe das irgendwann voll und ganz durchzuziehen.

Ich habe mit meinen Eltern schon öfters darüber gesprochen und die Lügen die Sie auftischen die Heucheleien die Sie an den Tag legen, wie Sie sich als die Netten darstellen als könnten Sie nichts dafür macht Alles nur noch Schlimmer.

Danke1xDanke




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  08.01.2012 21:17  
Hallo AQDAE2Y,

das du geschlagen wurdest, bist der Kochlöffel kaputt ging ist ja furchtbar.

Ich wurde immer mit der Hand geschlagen,aber dafür immer wahllos, irgendwo hin und mehrfach hintereinander.

Sind deine Probleme auch darauf zurück zu führen?

Ich kann meine Eltern nicht dafür hassen. Ich finde es zwar schlimm was passiert ist,aber meine großte Sorge ist, dass wenn ich mit meinen Eltern darüber sprechen würde, sie ein schlechtes Gewissen haben und denken ich hätte sie nicht lieb.

Danke1xDanke


99
3
1
  09.01.2012 08:09  
Hallo an alle,als Kind wurde ich geschlagen und wenn ich nicht Brav war musste ich in die Ecke auf kniehen stehen,das war normal haben damals alle Eltern so gemacht,oder mit einen Gürtel oder mit anderen sachen,was so gerade da war.Ich hab dann mit 23 jahren meine Eltern drauf angesprochen und sie meinten es war in ordnung und ich übertreibe sie wurden in ihrer Kindheit auch geschlagen und ich soll mich nicht so anstellen,auserdem schläge haben bei mir nicht viel gebracht aus mir ist so wie so nix vernunftiges geworde.So ist es.



6112
4
Ruhrgebiet
122
  09.01.2012 08:26  
Guten Morgen
Ich wurde auch geschlagen ,fûr jeden Fehler den ich machte ,gabs Hiebe von meinem Vater.Als meine Eltern entlich geschieden waren,wurde ich seelisch misshandelt von meiner Mutter.
Ich denke nicht ,das meine Panik dadurch kommt,aber das was ich in meiner Kindheit erlebte zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben zb.meine Selbstzweifel.
Wenn man als Kind keine gute Kindheit hatte,hat man eine denkbar schlechte Ausgangsposition für das weitere Leben..
Zu meinen Eltern hatte ich jahrelang keinen Kontakt,in der Zwischenzeit ist mein Vater gestorben,ohne das ich jemals eine Entschuldigung bekommen habe und und um meine Mutter muss ich mich notgedrungen kümmern weil sie pflegebedürftig ist und sonst niemanden hat.



127
3
Baden-Württemberg
1
  09.01.2012 11:05  
Hoffnungsschimmer hat geschrieben:
Hallo AQDAE2Y,

das du geschlagen wurdest, bist der Kochlöffel kaputt ging ist ja furchtbar.


Oh das ist oft passiert. Einer meiner Brüder hat meiner Mutter extra deswegen Kochlöffel zu Weihnachten geschenkt. Er sagte "Kannst sicher gut gebrauchen Mama" Damals fand ich´s nicht so lustig aber Schläge gab´s ja sowieso.

Hoffnungsschimmer hat geschrieben:
Ich wurde immer mit der Hand geschlagen,aber dafür immer wahllos, irgendwo hin und mehrfach hintereinander.

Sind deine Probleme auch darauf zurück zu führen?


Ich glaube es gibt keinen Unterschied zwischen Kochlöffel oder Hand, mit dem Kochlöffel tut´s der Hand halt nicht so weh.

Meine Probleme sind immer irgendwie darauf zurückzuführen. Das Problem mit Gewalt und Aggression, Selbstverletzung. Immer hege ich den Gedanken "Nu muss ich aber mal wieder irgendwo die Sau rauslassen oder mich abhärten, sonst bin ich ein Schwächling und ein Feigling"

Meine Eltern sind vielleicht Intelligent aber ich finde trotzdem dass Sie unglaublich dumm sind.

Hoffnungsschimmer hat geschrieben:
Ich kann meine Eltern nicht dafür hassen. Ich finde es zwar schlimm was passiert ist,aber meine großte Sorge ist, dass wenn ich mit meinen Eltern darüber sprechen würde, sie ein schlechtes Gewissen haben und denken ich hätte sie nicht lieb.


Ich hasse meine Eltern dafür und ich denke mal die wissen das auch, sowieso weil ich nie meine Meinung zurückgehalten hatte als ich grösser wurde.
Überall war die Flower-Power-Generation, überall hiess es Peace und liebt euch und lasst es mit dem Hass. Die halbe Stadt hat es kapiert nur meine Eltern wollten nichts davon wissen, mein Vater hat ja sogar über die gelacht, der hat über viele Dinge gelacht wo ich dachte "Alles bloss das nicht", für ihn ist es eine Schwäche gewesen Frieden zu wollen. Und ich höre ihn immer noch lachen und ich höre sein Lachen wenn er nur daran denkt den Mund zu öffnen und meine Mutter sitzt daneben und findet es toll darüber zu heulen. Meine Eltern sind perv.. Ganz im Ernst das sind Sie und ich möchte Sie nie wieder sehen. Sie sind selber Schuld und ich habe das Gefühl die wollen das so.



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  09.01.2012 15:09  
Hallo

Das ist ein oft heikeles und komplexes Thema.

Ich selber wurde wurde von meiner Mutter früher regelmässig geschlagen.
Schlimmer waren jedoch die permanenten verbalen Abwertungen ("kranke
Missgeburt" etc.).
Aufgefallen sind die Folgen damals in der Schule. Lehrer haben beobachtet,
dass ich jedesmal panikartig zusammenzucke, wenn sich hinter mir jemand
bewegt.
Auch meine Halbschwester wurde von ihrer Mutter geschlagen, damals hat
sogar die Schule (wegen sichtbarer Verletzungen) die Behörden informiert.

Ich selber habe heute einen Abschluss zu dieser Sache (Mutter) gefunden,
meine Schwester allerdings nicht. Trotz jahrzehntelanger Psychotherapie
und enormer Folgen, vergöttert und pflegt sie diese Rabenmutter, kommt
emotional nicht los, hat dadurch immer noch grosse psychische Probleme.

Die Sätze: "Man muss doch seine Eltern lieben, ihnen dankbar sein", oder
"Man darf doch seine Eltern nicht belasten, nicht mit ihnen über diese Dinge
reden", sind falsch und führen nur zur Selbstverletzung.
Man darf, ja man muss sogar, in bestimmten Fällen seine Eltern zur Verant-
wortung ziehen.
Denn nur so kann man einen Abschluss dieser Vergangenheit finden, und
auch verhindern, dieses Verhalten an die eigenen Kinder weiterzugeben.

Liebe Grüsse, Der Beobachter



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Baden-Württemberg
1
  09.01.2012 15:24  
@Beobachter.

Wie bei mir. Mein Bruder macht auch Therapie und verzeiht Alles, da hatte die Lehrerin auch die Polizei angerufen so wie mein Bruder aussah, nur die Beleidigungen waren eher lieb und nett gehalten (Rotzer, Früchtchen, Plagegeister und Schlonzgesicht usw) Ich weiss noch wie mein Vater sich aufgeregt hat "Nun gelte ich überall als Assozial und wer ist schuld?" Poa so ein Idiot dabei hatte er auf ihn eingeprügelt nicht mal dort konnte er es einsehen.

ABER: Mein Bruder möchte nicht mehr mit mir reden. Plötzlich bin ich das schwarze Schäfchen obwohl ich nur mit Menschen nichts zu tun haben möchte die ihre Kinder schlagen usw. Ist denn das so schwer zu verstehen?



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  09.01.2012 16:05  
Huhu AQDAE2Y

Das "edele Verzeihen" wird oft gepredigt, auch in Therapien.

Meine Schwester (heute 38 Jahre alt) hat nach Magersucht, Medikamentenmissbrauch
und fast völliger Selbstzerrstörung mehr als 10 Jahre in diversen Therapien verbracht.

Heute hat sie eine eigene Familie und erwartet gerade ihr erstes Kind.
Doch ihre Zeit und ihre ganze Kraft verbraucht sie immer noch damit, ihre heute schwer-
kranke Mutter (Parkinson) zu pflegen, und dabei immer wieder psychisch von der allzu
belastender Vergangenheit eingeholt zu werden.
( "Sie ist doch die Mutter, man muss ihr verzeihen und sie lieben und ihr helfen ... " )

Ich sage ihr immer wieder ein klares NEIN dazu, nicht auf Kosten des eigenen Lebens
und schon gar nicht auf Kosten des eigenen (noch ungeborenen) Kindes.

Liebe Grüsse, Der Beobachter




127
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Baden-Württemberg
1
  09.01.2012 17:11  
Beobachter hat geschrieben:
Ich sage ihr immer wieder ein klares NEIN dazu, nicht auf Kosten des eigenen Lebens
und schon gar nicht auf Kosten des eigenen (noch ungeborenen) Kindes.

Liebe Grüsse, Der Beobachter


Ja man die Sache ist echt bescheuert man könnte echt drüber weinen, wenn´s nicht eher zum Aufregen wäre.

Ja die Therapien. Ist ja nicht so dass ich keine hinter mir habe. Im Gegenteil, 2 Jahre "stationär" (4 Monate Klinik und den Rest betreutes Wohnen). Auch dort immer dieses "Aufarbeiten" und "Drüber reden". Aber doch wurde ich unterstützt aus dem Umfeld zu entkommen. Für mich hatte sich das mit der Familie dort schon erledigt gehabt von dem her hatte sich das Thema auch für die Therapeuten erledigt. Ich sagte immer "Nur weg von dort" und die haben das verstanden.

Ich glaube die sagen zu Allem irgendwie "JA" was sich eventuell gut anhören könnte geben paar Tips mit und mehr können die auch nicht machen oder? Die machen ihren Job und eine Therapeutin sagte in der Gruppensitzung immer gerne "Wir sind auch nur Menschen" und das stimmt ja auch

Ein Therapeut kann ja nicht sagen "Verlassen Sie ihre arme kranke Mutter, Hauptsache Ihnen geht es gut" Dazu haben die viel zu viel Verantwortung, die können nur auf den Patienten eingehen, alles Andere könnte fatale Folgen für Sie haben.

Und das ist ja auch okay so. So´n therapeutischer Blitzkrieg bringt sicher auch nicht viel.

Deswegen sage ich auch gar nichts mehr. Irgendwo hört´s auf. Ich gehe lieber eigene Wege auch wenn´s wehtut, aber mir geht es viel besser so.



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  09.01.2012 18:07  
Ja die beleidigenden Worte machen das ganze, oder geben den ganzen noch eins drauf.meine Muter hat mich oft blöd genannt und mein Vater hat mich immer auf übelste beschimpft.Vor meiner Hochzeit TaG darauf ich hab nur meine meinung geausert wie ich abgeholt werden möchte zu Standesamt,der hat angefangen mich anzuschreien und beschimpfen,ich war 22 jahre alt,alle sassen da,meine Mama,meine oma und Tante,keiner hat sich getraut ihm was zu sagen.Ich hab dann so geweint und am nahsten Tag ruft er an als wäre nix passiert und Gratiliert.Und so ging es weiter auch als ich geheiratet war,ich konnte nie was gegen sagen,bis ich vor zwei jahren an Angst und Panik erkrankte,ab denn Tag habe ich beschlossen mein Leben in meine Hände zu nehmen,es war schwer und ist immer noch,da wir mit meinen Eltern ein Haus zusammen haben,Ich arbeite daran sie zu verzeihen,es ist aber nicht leicht,aber ich muss es für mich machen sonst tut es meine Seele nicht gut,ich will aber noch ein Gespräch mit meiner Mutter führen,das aber später wenn ich ganz fit bin.Ich habe eine neuen jahrige Tochter und es geht ohne zu schlage und ohne beschimpfen.Ich bin nicht Perfekt aber ich kann diese gränze nicht überschreiten wo mir meine Hand ausrutschen soll.





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  09.01.2012 18:32  
Danke für eure vielen Antworten!


Ja es ist ein heikles Thema und es beschäftigt mich zur Zeit wie gesagt sehr.

Ich denke auch, dass es ein großes Problem ist, dass man seine Eltern ja liebt und dann diesen Vertrauenbruch erlebt. Immer und immer wieder!

Bei mir war es halt so, dass meine Mutter immer meinen Vater in Schutz genommen hat und ich immer die Schuldige war.

Ich fange jetzt erst an, das alles aufzuarbeiten.



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Baden-Württemberg
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  10.01.2012 00:20  
Hey Focus.
Du machst das schon. Was ist ein Haus wert im Vergleich zu deiner Tochter? Gar nichts.



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  10.01.2012 08:14  
@AQDAE2Y
Das ist natürlich auser frage,meine Tochter ist für mich immer an erste stelle das war so und das wird immer so bleiben und sie schlagen oder po klaps geben natürlich bin ich mal sauer,es ist normal.....Ich frage mich ob ich irgendwann meine Eltern angucken kann ohne Wut und ohne Angst.....


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