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Liebe Leser im Forum,

in meiner Therapie erarbeite ich gerade die Zeit in meinem Leben wo meine schwere Angststörung begann.

Ich wollte einmal Erfahrungen austauschen über Dauerschwindel. Wie empfandet Ihr das ? Wie habt Ihr Euch damit zurecht gefunden und wie konnte man Euch helfen diesen Schwindel loszuwerden ?

Ich persönlich habe inklusive aller Ärzte und Untersuchungen ganze 189 Tage durchgängig den Dauerschwindel ausgehalten, bis endlich die Erlösung kam.


Vielen Dank und die besten Wünsche.


ReTaro

23.05.2014 05:23 • 23.05.2014 #1


21 Antworten ↓


Hallo,

ich bin 18 Monate mit Dauerschwindel rum gelaufen. Die Zeit war furchtbar. Das ganze wurde aber gespeist Durch die schlechte Beziehung in der ich zu dem Zeitpunkt lebte, das weiß ich heute. Nach der Trennung bin ich umgezogen und schon nach vier Wochen war ich den Schwindel los. Wenn mir heute schwindelig wird, dann schaue ich genau hin mit was ich mich gerade plage was ich lösen muss.


Bei mir ist es tatsächlich so das ungelöste Konflikte Schwindel auslösen.


LG

23.05.2014 09:47 • #2



Wer von Euch leidet, oder hatte Dauerschwindel

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Ohmaannn, so lange ? War dieser Schwindel wirklich permanent ? Und das du damit so lange die Plagen musstest hatte keine Auswirkungen auf deine Psyche ? Hattest du schon damals Hilfe angenommen ?

Vielen Dank für deine Antwort. LG

23.05.2014 11:04 • #3


Mir drehte sich alles selbst im Liegen mit geschlossenen Augen. Natürlich hatte ich psychische Probleme damit.

Bei mir fing es an mit Kreislaufproblemen, Herzrasen und Museklzucken. Dann ging es los mit Schwindel und der bliebe halt ganz hartnäckig. Es hieß dann Depression und Panikattacken. Ich konnte damals nicht an die Psyche glauben, das die das auslösen soll. War natürlich in psychotherapeutischer und auch ärztlicher Behandlung. Nun, wie gesagt, meine Seele beutelt meinen Körper wenn ich mich Konflikten nicht stelle.

LG

23.05.2014 13:23 • #4


Und wenn ich dich fragen darf, diese Konflikte betreffen dich selbst oder mit anderen Menschen ? Ist auf jeden Fall interessant, weil es bei jedem etwas anderes zu bedeuten hat. Bei mir ist es vor allem Stress. Emotionaler Stress,wenn ich mich überfordert fühle geht das los.....


LG

23.05.2014 16:47 • #5


Ist so ähnlich, es geht bei mir darum mich abzugrenzen, ich neige dazu es mit mir machen zu lassen.

Heißt ich versuche es allen recht zu machen und lasse mir oft zu viel gefallen.

Wenn der Topf dann kurz vorm überlaufen ist dann meldet sich die Psyche. Meine Grenzen wurden in Kindertagen nicht gewahrt und somit spüre ich es meist erst spät was mir gut tut und was nicht.

LG

23.05.2014 16:51 • #6


Kann es sein das du überbehütet wurdest ? Also bevormundet von einen Elternteil ? Also keine eigenen Entscheidungen fällen ? Sorry, für die Fragen....LG

23.05.2014 16:56 • #7


Ich. Mehrere Jahre. Es gab nur wenige Tage oder Momente, in denen ich mich ganz normal gefühlt hab. Aber irgendwann habe ich mich regelrecht dran gewöhnt. Heute habe ich auch noch phobischen Schwindel, kann aber besser damit umgehen. Richtig schlimm wird es auch heute noch, wenn es "richtige" Schwindelursachen gibt. D.h. wenn es sehr heiß ist, ich nichts gegessen habe, meine Regel habe etc. Da fühle ich mich immer schlecht. Der Schwindel, den da wohl viele empfinden würden, verstärkt sich bei mir eben nur, weil ich mich reinsteiger, statt es einfach auszusitzen.

23.05.2014 17:01 • #8


@ Squirry: Und wie geht es Dir psychisch damit ? Wie kannst du damit umgehen das es dich nicht zu sehr belastet ?

23.05.2014 17:05 • #9


Gute Frage... :-/ So ganz lastfrei bin ich damit ja leider gar nicht. Die Einsicht, dass es nichts Körperliches ist, hat mich aber schonmal entlastet. Wenn dann aber wirklich zusätzlich zum phobischen Schwindel mein Kreislauf schlapp ist, ists nach wie vor übel und führt oft zu einer PA oder zumindest zu Verzweiflungsgefühlen .

23.05.2014 17:10 • #10


Zitat von ReTaro:
Kann es sein das du überbehütet wurdest ? Also bevormundet von einen Elternteil ? Also keine eigenen Entscheidungen fällen ? Sorry, für die Fragen....LG



Komische Erziehung war das, einerseits sollte schon früh Aufgaben übernehmen für die ich viel zu jung war und andererseits durfte ich meine Erfahrungen nicht selber machen.

Ich wurde an so kurzer Leine gehalten das ich direkt mit 18 die Flucht ergriffen habe.

Schläge gabs auch reichlich. Ich könnte jetzt jammern über meine furchtbare Kindheit, aber das bringt nichts, habe damit auch abgeschlossen im großen und ganzen.

Heute geht es einfach darum auch damit zu leben und ja ich wurde auch durch die ganze Struktur abhängig erzogen.

Habe mir viel erarbeitet in den letzen Jahren und wenn mich heute der Schwindel packt, dann schau ich noch mal hin was da gerade wohl falsch läuft und mit der Erkenntnis krieg ich dann auch die Kurve.

Neige durch eher niedrigen Blutdruck eh zum Schwindel. Bei manchen Menschen geht der Blutdruck unter Stress hoch bei anderen runter ich bin der zweite Typ. So hat unser Körper uns mit seinen Symptomen auch immer was zu sagen.

LG

23.05.2014 17:12 • #11


@lila70: Bei mir ist die Biografie ähnlich; in der Therapie kam das Wort "Unterdrückung" zu sprache. Ich habe sehr unter meinem Stiefvater leiden müssen, der nicht zimperlich war und meine Mutter hat mich in Schutz genommen und mich Einseitig überbehütet. Erlernte Hilflosigkeit. Stichwort.

23.05.2014 17:33 • #12


@Squirry: mich persönlich hat es so sehr belastet das ich auch irgendwann nicht mehr konnte.....alles hat dann gestreikt. Mit der Arbeit und dem Stress war es für mich zu viel....

23.05.2014 17:35 • #13


Ja, ist wohl ähnlich dann. Wie gesagt mir hat es geholfen die Dinge in die Hand zu nehmen und meine Misshandlungen und Überforderungen auf zu arbeiten. Ganz raus aus der Nummer komme ich nicht mehr, das war zu lange und zu prägend, aber es hat sich um 70% verbessert und ich bleibe am Ball.

Du machst eine Therapie?!

23.05.2014 17:36 • #14


@ ReTaro
Klingt so, als sei es jetzt besser/weg? Wie hast du es denn angegangen?

23.05.2014 17:38 • #15


@LILA70:

Ja ich mache Therapie, die hat mir geholfen meinen Schwindel zu besiegen. Ich habe Heute zu 100 % Schwindelfreiheit. Natürlich leide ich noch unter psychischen Symptomen, wie Depersonalistation. Vieles läuft jetzt Unterbewußt ohne körperliche Beschwerden. Aber ich habe gelernt Neue Glaubenssätze zu "installieren"....das hilft auch loszulassen.....

@Squirry:

Ja der Schwindel ist Weg. Wichtig ist, da der Schwindel eine Daueranspannung ist, habe ich viel Physiotherapie gemacht, damit sich die Muskeln auch entspannen können. Der Rest war Gesprächstherapie. Die hat am meisten geholfen.....und ja man brauch Geduld....viel davon.....

23.05.2014 17:49 • #16


Das klingt gut
Glückwunsch, da hast du ja schon viel geschafft.
Wie lange hats bei dir gedauert, bis sich eine Besserung einstellte?

23.05.2014 17:54 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

@Squirry: ufff.....ehrlich das hat schon knapp 1 Jahr gedauert, also als es Angefangen hat, waren es knapp 7 Monate Dauerschwindel, also Tag für Tag, bis er wirklich Weg war: ja nochmal 1 Jahr.....aber es lohnt sich dran zu bleiben....

23.05.2014 17:56 • #18


Zitat von ReTaro:
@LILA70:

Ja ich mache Therapie, die hat mir geholfen meinen Schwindel zu besiegen. Ich habe Heute zu 100 % Schwindelfreiheit. Natürlich leide ich noch unter psychischen Symptomen, wie Depersonalistation. Vieles läuft jetzt Unterbewußt ohne körperliche Beschwerden. Aber ich habe gelernt Neue Glaubenssätze zu "installieren"....das hilft auch loszulassen



Das ist ja super, mir hat man das so erklärt das man im Gehirn neue Bahnen anlegen kann, die dann neben den alten herlaufen.

Ich verirre mich manchmal noch, heißt ich fahre schon mal noch ein Stückchen alte Autobahn bis ich merke die Stasse ist schlecht , dann nehme ich die nächste Ausfahrt und fahre auf die Neue.

Die Depersonalisation kenne ich leider auch, sowie auch schon mal depressive Abstürze die aber zum Glück nie lange anhalten.
Es holpert halt noch immer hier und da. Ich hoffe das ich es schaffe diese Holpereien auf ein Minimum irgendwann beschränken zu können.

23.05.2014 19:18 • x 1 #19


Es ist eigentlich Simpel. Du holst Dir das alles zurück, was die deine Erkrankung genommen hat. Leben; Lebensqualität....und wenn man es hat, dann ist das Leben wieder so Lebenswert das man sich von diesem bissl Rest auch nicht mehr aus der Ruhe bringen lässt. Deine Aufmerksamkeit ist dann auch wieder eine andere und du nimmst die Symptome nur noch als "Kleines Übel" war. Klar es gibt Tage dies sind halt "schei."...aber es zählt die gesamte Strecke....je mehr gute Tage, desto weniger schlechte Tage. Und ehrlich, jeder wird dann auch mal einen schlechten Tag haben, wie vor der Erkrankung auch. Normal.

23.05.2014 22:59 • #20



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