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hallo. mir gehts so dreckig momentan.. gestern war ich auf ner veranstaltung, allein das da sitzen, das reden mit leuten, ist für mich total anstrengend. ich fühl mich und denk ich brech gleich zusammen. dann spür ich mein herz irgendwo wieder, obwohl es nich mal schneller pocht, aber irgendwo durch spür ichs. dann denk ich, ich klapp jeden moment zusammen. die nacht dann wieder so seltsam.

ich kann mir langsam nich vorstellen, dass das alles psychisch ist. ich hab beim arzt ruhe/belastungsekg, ultraschall, blutuntersuchung, schilddrüsenuntersuchung gemacht, alles ok. das glaub ich ja sogar, aber WER sagt mir, dass damit alles ausgeschlossen ist? vielleicht hab ich was, was nur ab und an da ist.. es geht mir ja mal gut, und dann sowas, wo ich denk, nur das reden ist anstrengend, weil ich mich sooo elend fühl. und immer dieses herz spüren, obwohl es nich mal pochert. das ist doch nich normal. und vorallem dieser zustand, als wär ich vom trecker überfahren worden.

ist damit wirklich alles ausgeschlossen?
ich mein ein langzeit-ekg würd auch nix wirklich bringen, weil nachher erwisch ich nen tag, wos mir gut geht, ist ja nich immer so. wer kann mir versichern, dass durch o.g. untersuchungen, dass die genügen, um zu sagen JA, ich bin gesund?? vielleicht hab ich irgendwas schwer feststellbares. was gibts denn sonst noch an untersuchungen?

ich dreh noch ab, bin total am ende bald :/

06.12.2008 15:31 • 07.12.2008 #1


16 Antworten ↓


Christina
Hallo Yvey,

sind die klassischen möglichen Mangelzustände ausgeschlossen worden (z.B. Eisen, B-Vitamine, Magnesium, Kalium, Zink, Selen)? Gerade Eisenmangel kann solche Erschöpfungszustände hervorrufen. Und nicht jeder Arzt behandelt sehr bereitwillig, wenn die Werte noch grenzwertig oder sogar "offiziell" noch okay sind, man aber doch schon Symptome hat. Soll heißen: Bei einem niedrigen Ferritinwert, der aber noch völlig in der Norm ist, muss man u.U. sehr auf eine Behandlung pochen.

Auch bei den Schilddrüsenwerten ist meine persönliche Erfahrung leider die, dass man trotz eines ärztlichen Okays besser selbst einen Blick auf die Ergebnisse wirft. Z.B. sind die Grenzwerte für den Schilddrüsenwert, TSH nämlich, recht uneinheitlich. 95 % der gesunden Bevölkerung haben TSH 2,5, viele Labore und damit viele Ärzte gehen aber immer noch erst bei TSH 4 oder sogar 4,5 von einer Unterfunktion aus. Wenn TSH bei Dir mit Deinen Symptomen über 2,0 liegt, solltest Du m.E. der Sache nochmal nachgehen.

Ein Langzeit-EKG würde m.W. genau die Erkenntnisse bringen, die ein Langzeit-EKG bringen soll - nämlich Erkenntnisse über Herzrhythmusstörungen. Um auch seltenere (als tägliche) Herzrhythmusstörungen aufzuspüren, bräuchte man ein sog. Event-Recording. Ich weiß aber nicht, ob das ohne konkreteren Verdacht sinnvoll wäre. Und wenn "nur" ein Langzeit-EKG gemacht wird, könntest Du ja "Glück" haben und keinen guten Tag erwischen. Oder Du besuchst eine Veranstaltung und provozierst Deine Symptome...

Grundsätzlich könnte man sich natürlich auch noch von oben bis unten per MRT durchchecken lassen - wenn man eine kulante private Versicherung hat. Aber auch da gibt es keine 100 %ige Sicherheit. Was heute noch in Ordnung ist, kann demnächst erkranken. Da ist das Bedürfnis nach Sicherheit das eigentliche und rein psychische Problem. Und die Psyche schafft es auch allein, für massive Erschöpfung zu sorgen. Diese ständige Wahrnehmung des Herzens (obwohl es völlig normal arbeitet) ist mit Sicherheit psychisch - das Ergebnis Deiner übersteigerten Aufmerksamkeit.

Liebe Grüße
Christina

06.12.2008 16:25 • #2



Wer sagt mir, dass die untersuchungen genügen?!

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also kein langzeitekg sinnvoll? und wenn ich so herzrythmusstörungen hab?

ja ich sitz hier und kein mensch ist da und bin aufgebracvht und denk ich verreck gleich. weil es fühlt sich SO real an auhc das gestern.. also genügen diese untersuchungen für ne sicherheit? ich mein es ist kein zustand, den ich noch lang aushalte, dass ich denk ich bin nich gesund und es passiert doch was. wüsst ich, ich bin gesund und es kann nix passieren, würd ichs eher aushalten. aber ich hab angst.

06.12.2008 16:28 • #3


achso und so mangelerscheinungen hab ich eher nich, nee.

06.12.2008 16:34 • #4


Christina
Zitat von yvey:
also kein langzeitekg sinnvoll? und wenn ich so herzrythmusstörungen hab?
Doch, mit einem Langzeit-EKG könnte man Herzrhythmusstörungen feststellen. Das wäre durchaus sinnvoll.

Zitat von yvey:
achso und so mangelerscheinungen hab ich eher nich, nee.
Eher nicht oder definitiv ausgeschlossen?

Zitat von yvey:
wüsst ich, ich bin gesund und es kann nix passieren, würd ichs eher aushalten.
Klar. Aber absolute Sicherheit ist nicht zu haben. Normalerweise verursachen ernsthafte Krankheiten aber auch ernsthafte Symptome, die einen körperlich entsprechend stark beeinträchtigen. Da steht die Angst dann nicht mehr im Vordergrund. Es ist also extrem unwahrscheinlich, dass Du gleichzeitig recht umfassend untersucht wurdest, eine hypochondrisch übersteigerte Körperwahrnehmung hast und eine (fast) symptomlose ernsthafte Erkrankung.

Liebe Grüße
Christina

06.12.2008 20:58 • #5


ja da hast du schon recht.

oh man ich kann keine ärzte mehr sehen und son langzeit-ekg wär horror für mich, da hätt ich glaub ich nur panik mit so dingern an mir und panik vor der auswertung, so dass ich nur nen hohen puls hab. andererseits vllt. sollte mand as machen? hmm

06.12.2008 22:03 • #6


Zitat von yvey:
also kein langzeitekg sinnvoll? und wenn ich so herzrythmusstörungen hab?


Hallo

Nein, ein Langzeit-EKG ist bei Herzrhytmusstörungen wirklich nicht sinnvoll!
Es gibt jedoch die Möglichkeit der EPU - Elektorphysiologischeuntersuchung.
Mit der man mögliche Rhytmusstörungen ausfindig und während der gleichen Behandlung ausfindig machen kann.

Diese Untersuchung musste ich leider auch hinter mich bringen. War die letzte von allen. Aber danach fühlst du dich komplett durchgecheckt.

Würd dir raten zu nen guten Kartiologen zu gehen. Der klärt dann ab, ob du die "nötigen" Symptome hast.

06.12.2008 22:05 • #7


ich dachte ein langzeit-ekg wär dafür da, herzrythmusstörungen ausfindig zu machen? fakt ist ich will das ja garnich ich hab horror vor sowas nur meine angst sagt es.

das was du schilderst ist doch herzkathederuntersuchung, die erst gemacht wird, wenn man sicher herzrythmusstörungen hat?

06.12.2008 22:19 • #8


Hallo yvey!

Wenn Du Herzrythmusstörungen hast, dann ist ein Langzeit EKG auch wirklich sinnvoll, aber ich hatte vor ca. sechs Wochen auch eins und ich habe mich so über den blöden Kasten aufgeregt, dass mein Herz nur noch schneller schlug und es mir wirklich schlecht ging damit. Ich war froh, als ich das Teil am nächsten Tag wieder abbekommen habe. Das Ergebnis war, viel zu schneller Puls und auch einmal Vorhofflimmern. Ich bekam dann von meiner Ärztin einen Betablocker verschrieben.
Drei Wochen später bekam ich dann wieder einen Panikanfall und bin ab ins Krankenhaus, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Dort blieb ich dann drei Tage und bekam alle Untersuchungen. Das Langzeit EKG war dort super, denn ich war meiner Meinung ja auch "gut aufgehoben".
Ich wurde als gesund entlassen.
Der nächste Montag war dann der schlimmste meines Lebens. Mein Herz spielte völlig verrückt. Ich habe in meinem Leben noch nie so schlimme Herzrythmusstörungen gehabt. Dann stellte ich mir die Frage: Und Du sollst gesund sein?
Habe dann selbst zu mir gesagt: Jetzt reiss dich zusammen.
Ich bin dann nochmal zu meiner Ärztin und sie sagte, ich muss wieder das Vertrauen in meinen Körper bekommen. Das ist nur leider einfach gesagt. Habe mir Neurexan in der Apotheke besorgt und nehme es seit einer Woche. Mir geht es damit besser, vielleicht ist es aber auch nur der Glaube.
Vesuche auch, wieder Vertrauen zu bekommen. Es ist schwer, ich weiß.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Liebe Grüße, Sylvia!

07.12.2008 00:59 • #9


Zitat von yvey:
ich dachte ein langzeit-ekg wär dafür da, herzrythmusstörungen ausfindig zu machen? fakt ist ich will das ja garnich ich hab horror vor sowas nur meine angst sagt es.

das was du schilderst ist doch herzkathederuntersuchung, die erst gemacht wird, wenn man sicher herzrythmusstörungen hat?


Ja, aber wie du selber schon gesagt hast. Nicht jedes Herz stolpert genau dann in diesen 24 Stunden.
Ich hatte insgesamt in diesen Jahr schon 3 Langzeit-EKG Untersuchungen.
Bei der EPU werden diese Störungen eben willkürlich ausgelöst und man findet sie.

07.12.2008 09:31 • #10


Huhu,

ich denke mal das es rein psychisch ist, denn sonst hättest Du ja nicht mal Tage dazwischen wo es Dir gut geht.

Wenn Du ernsthaft was hättest, dann wären die Symptome immer da.

Jetzt zur Zeit bist du sehr fokussiert und dadurch ändern sich die Symptome nicht.

An einem Langezeit EKG kann man auch Durchblutungsstörungen feststellen und ich würde es einfach machen, damit Du ein wenig mehr Sicherheit hast.
Wenn Du Angst davor hast, dann ist es doch sogar gut, denn dann wird es dir nicht so gut gehen damit und man kann es dann genaus sehen.

Du möchtest gerne ABSOLUTE Sicherheit - die gibt es nicht und die wirst du auch mit 100.000 Untersuchungen nicht bekommen.
Das Leben ist nunmal keine Sicherheit - ich denke das ist die Hauptsache, mit der Du Dich abfinden musst und wenn Du das geschafft hast, wird es Dir auch besser gehen.

Seitdem ich meinem Körper mehr Vertrauen schenke und mir immer sage, wenn es nunmal soweit ist für Dich dann ist es eben so gehts mir besser und ich hab auch megaschlimme Zeiten hinter mir.
Genau Deine Gedanken hatte ich auch - hab mir aber nun gesagt ich kann es eh nicht ändern.

Lg
Gabi

07.12.2008 10:46 • #11


ja ich werd mal schauen - eigentlich ist das für mich wie gesagt der horror. und wenn ich hier was les mit vorhofflimmern.. eben, nachher bekomm ich wegen meiner panik und komischen werten schei. ergebnisse und hab DANN erst wirklich panik.. und letzendlich wars aber nur die angst, sprich dann müsste noch eins folgen, und noch eins.. und dann werd ich richtig panisch. hätte ich nich so ne ekg-phobie, wär das sicher anders.

07.12.2008 12:02 • #12


aber ich denk dann vielleicht konnte der das was man im langzeit-ekg sehen würd im ruhe/belastungs-ekg ja garnich erkennen und war machtlos? schwachsinn? ich mein im langzeit-ekg werden ja rythmusstörungen aufgezeichnet und die hat man ja normal nur bedingt (also krankhaft bedingt, extrasystolen sind ja harmlos) durch ne herzerkrankung, oder? und die wurde ja aber vorher vom internist ausgeschlossen. ist das so?

ich mein, wie kann der internist sonst ohne langzeit-ekg sagen sie sind gesund!?

07.12.2008 12:26 • #13


Huhu,

ein EKG stellt ja nicht fest das Dein Herz komplett gesund ist, sondern dass keine Durchblutungsstörung vorliegt, die zu einem Herzinfarkt führen kann.

Wenn also Dein EKG ok ist, dann ist deine Durchblutung des Herzens auch ok.

An einem BelastungsEKG kann man eben Herzrhythmusstörungen feststellen und wenn die krankhaft wären, dann hättest Du sie IMMER - also kann es nicht sein, dass Du dann (an einem guten Tag) keine hast.

Ein Herzultraschall kann feststellen ob dein Herz in Ordnung ist - also keine Klappenfehler oder so - die kann man nämlich an den EKG's manchmal nicht sehen.....können dann aber nicht so schlilmm sein, denn sonst würde man sie an einem EKG sehen.

Ein normales EKG sagt schon sehr viel aus - denn erst bei einer Auffälligkeit beim normalen EKG macht man ein BelastungsEKG oder bei bestimmten Beschwerden.

An Deinen Zweifeln kannst Du ja auch sehen, das es psychsisch ist.

Ich würde wirklich mal an Deiner Stelle versuchen, Dich nicht so zu beobachen.
Kein Puls fühlen, kein Blutdruck messen - nicht googeln.
Das hat bei mir auch gedauert, aber ich hab es geschafft und es geht mir wirklich seit der Zeit besser.

Denk einfach nicht so viel nach - dein Körper ist supifit - sonst würde er das ganze gar nicht durchhalten !

Lg
Gabi

07.12.2008 12:34 • #14


danke für die schilderungen.
also hätte der arzt irgendwas gesehen ansonsten? sprich langzeit-ekg gedanklich abhaken? mich verunsichert das halt, weil viele ja auch schreiben sie hätten das gemacht und dann denk ich, müsste ich es vllt. auch.. arzt meinte ja ich hätte extrasystolen, aber die wären normal, hätte fast jeder. sind extrasystolen denn nich herzrythmusstörungen bzw. können die nich leicht zu welchen werden, wenn man sich psychich reinsteigert?

sorry für die vielen fragen

07.12.2008 12:42 • #15


Hallo Yvey,

das Herz ist ein normaler Muskel und kein Roboter - also hat man da auch häufiger mal Extrasystolen oder Stolperer.
Die sind völlig normal.

Wenn Du was hättest, dann würde Dein Herz die ständigen Herzrasen und Symptome gar nicht mitmachen.

Dein Herz ist stark - vertraue ihm mal.

LG
Gabi

07.12.2008 15:02 • #16


jaa ich versuche es.
danke dir!

07.12.2008 15:15 • #17



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