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D

Dayfrut
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Sammelthema
Hallo!

Nach langem Hin und Her schreibe ich jetzt doch einen eigenen Beitrag.
Finde es übrigens gut hier. Schön, dass man seine Probleme hier mal loswerden kann.

Mir ist meins sehr peinlich.

Also, ich bin mit einer sehr tollen Frau zusammen und wir führen eine gut funtkionierende Beziehung. Läuft eigentlich wie es sein soll.
Nur manchmal, also phasenweise, bekomme ich ziemlich starke Verlustangst. Ich vergleiche mich dann mit anderen Männern und Exfreunden meiner Freundin. Ich habe dann immer Angst, die anderen Männer könnten besser sein(oder sind besser gewesen).

Diese Befürchtungen betreffen zum Beispiel Aussehen, Geld, Hobbies, sexuelle Leistungungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, P., Coolnes, etc. Ich finde da immer was.

Ich schaffe es dann nicht mehr mich selbst zu honorieren. Dieses Vergleichen ist sehr sehr kraftraubend.
Ich kenne zum Beispiel einen ihrer Exfreunde. In schwachen Momenten finde ich ihn dann toller als mich. Ich traue mir dann nicht zu für sie besser zu sein als er.

Mein Selbstbewusstsein hat da dann einen massiven Knick. Aber immer nur in der Beziehungsfrage. Ansonsten bin ich durchaus selbstbewusst.

Oftmals klammere ich dann. Ich verbringe zu viel Zeit mit ihr. Wir sind beides Menschen,die Zeit für sich brauchen. Nur ich habe dann Angst,sie zu verlieren. Dadurch, dass ich dann meine Zeit für mich nicht bekomme, kann ich mich natürlich nicht ganz so entwickeln wie ich möchte. Das schwächt natürlich mein Selbstvertrauen. Wo wir dann wieder beim Vergleichen sind...

Eine weitere Folge der Verlustangst ist, dass ich mich nicht streite. Ich gab dann nach. Ich kann es nicht wirklich aushalten im Streit auseinander zu gehen.

Dieses Problem hatte ich in allen meinen bisherigen Beziehungen. Diesesmal habe ich es viel besser unter Kontrolle. Jedoch wäre es toll,wenn ich es ganz unter Kontrolle bekommen würde. Hab da etwas Angst, dass es irgendwann wieder stärker wird.

Ich will in Zukunft unsere Beziehung besser genießen können ohne mich von so sinnlosen Gedanken ablenken zu lassen.
Ausserdem will ich nicht mehr so abhängig sein!!

Da ganze klingt vllt nicht so schlimm,aber in wirklich akuten Phasen denke ich den ganzen Tag an nichts anderes. Und das über mehrere Tage.
Kennt ihr das auch? Was kann ich dagegen tun?


Danke fürs Lesen

06.01.2021 #1


29 Antworten ↓
J

janni1007
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Liebe Mitforende,

ich werd jetzt, wenn Ihr diesen Beitrag zu Ende lest, einige Zeit von euch in Anspruch nehmen. Ich hoffe, dass Ihr euch diese nehmt und mir vielleicht eine Einschätzung zu meiner derzeitigen Situation geben könnt, die enorm vielschichtig ist. Mir fällt es nicht leicht folgende Zeilen zu schreiben, aber ich bin nervlich am Ende und finde derzeit keinen Therapieplatz, weswegen ich jetzt einfach einmal den Weg des Forums wähle, um auch meine Gedanken einmal zu verschriftlichen.

Kurz zu meiner Biografie: Ich bin 25 Jahre alt, habe nach meinem Abitur für fünf Jahre studiert und meinen Masterabschluss vor zwei Jahren erreicht. Seit meinem 19. Lebensjahr arbeite ich parallel und seit über drei Jahren auch auf einer Vollzeitstelle. Ich bin bei meiner alleinerziehenden Mutter aufgewachsen, kenne meinen Vater nicht und habe sicherlich auch durch jene Aufwachssituation schon frühzeitig Verlustängste entwickelt.

Vor vier Jahren habe ich meine damalige Partnerin kennengelernt, mit der ich nach einem halben Jahr zusammen in eine Wohnung gezogen bin. Schon nach kurzer Zeit hat diese mich betrogen und ich über jenen Akt hinweggesehen. Doch seither herrscht Misstrauen in der Beziehung. Niemals von Glück geprägt habe ich sehr lange eine idealisierten Vorstellung festgehalten, welche keineswegs der Realität entsprach. Nun wurde diese Beziehung im Mai durch meine Ex-Partnerin beendet. Für mich brach zu jenem Zeitpunkt eine Welt zusammen. Doch der Verlust dieser Beziehung erwies sich kurze Zeit später als größtes Glück meines Lebens. Ich lernte über eine Online-App meine aktuelle Freundin kennen und durfte erstmals die Erfahrung wahrer Liebe machen. Liebe, die jeden Tag wächst und mich jeden Tag aufs Neue mit tiefer Dankbarkeit erfüllt. Uns trennen 200 Kilometer Distanz, weswegen wir uns meist nur am Wochenende von Freitag bis Sonntag sehen. Seit mehr als einem halben Jahr wechseln wir uns mit den regelmäßigen Besuchen ab und ich kann mich nicht erinnern, dass wir ein Wochenende ausgelassen haben. Seither haben wir viele gemeinsame Erlebensisse gesammelt, tausenden Erinnerungen vergoldet und extrem viel erlebt. Ich durfte ihre Familie frühzeitig kennenlernen, wir konnten Urlaube wahrnehmen und zuletzt ein bilderbuchhaftes Weihnachts- und Silvesterfest erleben.

Meine Freundin teilt die gleichen Interessen, die ähnliche Marotten und ähnliche Ängste. Wir lachen viel, aber wir weinen auch viel. Das ist für mich neu, da ich dies aus meiner vorheringen Beziehung nicht kannte. Ich glaube jedoch, dass die Fallhöhe durch die positiven Extrema höher ist und ich dadurch die Tiefen auch intensiver wahrnehme (Tiefen durch meine Gedanken, nicht durch Anlässe). Frühzeitig haben wir darüber gesprochen, dass wir perspektivisch in eine gemeinsame Wohnung in einer gemeinsamen Stadt ziehen wollen. Sie ist derzeit Studentin im Bachelor (der Master folgt) und ich bereits Arbeitnehmer.

Ich habe ein extrem ausgeprägtes - wahrscheinlich biographisch begründetes - Sicherheitsbedürfnis. Deswegen würde ich schon jetzt gerne planen, wie unsere Zukunft aussieht und an welchem Ort wir zukünftig sein werden. Doch wir können nicht planen: Weil meiner Freundin dies einerseits Stress (sicherlich weil Sie selbst Angst und Sorgen hat) bereitet und andererseits natürlich eine etwaige Planung letztlich auch von der möglichen zukünftigen Universität abhängig ist und hier eine Entscheidung erst im Juli fallen kann. Ich mache mir also massive Gedanken über Dinge, die wir erst in der Zukunft regeln können. Sie hat mir stets zu verstehen gegeben, dass sie zu Kompromissen bereit ist und ich bin dies ebenfalls. Gemeinsam haben wir aber beide stets zu verstehen gegeben, dass unsere Liebe größer als alles andere ist und wir beide alles für unsere gemeinsame Zukunft ermöglichen möchten.

Nun zu meinem großen Problem, das mich zerfrisst: Die Gedanken kreisen unaufhörlich. Meine Gedanken. Ein Karussel, das sich nicht aufhört zu drehen. Die Baustellen sind vielfältig.

1) Die Distanz zwischen uns bereitet mir Bauchschmerzen. Wir verbringen jedes Wochenende miteinander und haben zuletzt auch mehrere Wochen gemeinsam in einer Wohnung verbracht. Doch durch meine Erfahrungen des Betrugs, bin ich ein gebranntes Kind. So sehr ich meine Freundin liebe, es schwingt durch die Distanz immer die Angst vor einem erneuten Betrug mit. Auch wenn ich weiß, dass meine Ex-Freundin nicht meine derzeitige Partnerin ist, kann ich mich von der Angst nicht freimachen. DIES IST MEIN PROBLEM, NICHT DAS PROBLEM MEINER FREUNDIN. Ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss - weiß aber derzeit nicht wie. Wie kann ich Vertrauen finden, obwohl es von ihr nicht missbraucht worden ist? Wie kann ich die Vergangenheit von der Gegenwart abgrenzen? Wie kann ich ihr gerecht werden? Sie hat diese Gedanken nicht verdient, sondern jegliche Liebe auf diesem Planeten.

2) Ich weiß, dass wir eine wundervolle Zukunft haben werden. Ich kann nur meine Ungeduld nicht bändigen. Ich habe das stete Gefühl, dass wenn ich nicht morgen Nägel mit Köpfen mache, dass ich das Warten nicht mehr aushalten kann. Ich will alles und das am liebsten gleich. Ich will meine Zukunft so sehr, dass ich mir meine Gegenwart mit Grübeln kaputtmache. Mit jener Ungeduld setze ich meine Freundin widerum unter Druck.

3) Ich weiß, dass wir eine wundervolle Zukunft haben werden. Ich habe aber furchtbare Angst davor, dass ich mir selbst im Weg stehe und auf unbewusste Art und Weise diese Beziehung gefährde. Ich möchte meine Freundin nicht bedrängen, aber ich habe das Gefühl, dass ich dies immer häufer mache - im Sinne einer Entscheidungserzwingung. Ich weiß, dass sie sich derzeit nicht räumlich binden kann und zeitgleich fällt ihr eine Trennung von ihrem derzeitigen Wohnort (auch wenn ein Wechsel unvermeidbar, auch im Sinne ihres eigenen Werdegangs, ist) schwer. Freunde, Erinnerungen, da hängt vieles dran. Doch ich A. will für meine eigene Sicherheit am liebsten morgen einen Mietvertrag auf dem Tisch haben - metaphorisch. Ich hasse mich für dieses Verhalten, habe aber teilweise das Gefühl, mich in jenen Gesprächssituationen nicht kontrollieren zu können.

4) Ich hasse Veränderungen. Seit je her. Auch wenn ich die Erfahrungen gemacht habe, dass nahezu alle Veränderungen in meinem Leben etwas positives zum Vorschein gebracht haben, sehne ich mich nach Kontinuität, Sicherheit und Beständigkeit. Ich habe Angst meiner Partnerin zu verlieren, ich habe Angst meinen Job zu verlieren, ich habe Angst vor so vielen Dingen und sehne mich nach Glück. Aber ich glaube ich habe es allen voran nicht in mir gefunden. Wie werde ich glücklich?

5) Mich plagen seit drei Jahren in sehr unregelmäßigen Abständen Panikattacken. Panikattacken, wenn es um das Thema Veränderung geht. Ob Jobwechsel, der Beinahkauf eines Hundes mit der Expartnerin oder auch wohnliche Veränderungen - ich leide brutal. Paradoxerweise wünsche ich mir mehr dennje die Veränderung, den Zusammenzug und die Zukunft mit meiner Partnerin, habe aber auch Angst davor, dass wenn es dann doch konkreter wird, ich wieder von den Panikattacken eingeholt werde. Wie werde ich hier Herr? Gerade bei den aktuellen Wartezeiten auf Therapieplätze. Ich sehe den Bedarf, kann aber nichts alleine verändern - zumindest so mein Gefühl.

6) Mir bereitet das alleine sein riesige Probleme. Ich habe derzeit Home Office, sehe meine Freundin an den Wochenenden, habe coronabedingt aber auch kaum andere Kontakte. Mir fällt im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf. Dann geht das Gedankenkarussel wieder los, auch wenn viel zu tun ist auf der Arbeit. Aber diese Ruhe, dieses Alleinesein macht mich fertig. Auch fernabdessen konnte ich noch nie entspannen, geschweigedenn alleine sein. Wochenenden mussten immer voll sein, damit ich quasi den Raum, der mir sonst zum Grübeln bleibt, eliminiere. Ist ungesund und nur eine Verdrängungstaktik. Aber es hat mir geholfen. Nur muss ich dies jetzt angehen. Sonst klammere ich in Beziehungen auch zu sehr.

7) All diese Sorgen, Nöte und Ängste sind mir seit längerer Zeit bekannt und ich will sie angehen, sie auch durch externe Hilfe verbessern oder verändern. Ich will an mir arbeiten: Für mich und für meine Beziehung. Aber seit wenigen Tagen merke ich, dass diese Sorgen, Nöte und Ängste mich runterziehen und ich in eine depressive Verstimmung abzudriften drohe. Wie kann ich die Spirale (gerade in Corona-Zeiten) unterbrechen? Ich habe Angst in eine Depression und ein tiefes Loch abzurutschen. Heute, sonst würde ich wahrscheinlich hier nicht schreiben, habe ich das Gefühl ich stehe kurz vorm Fall.

Kurzum: Panikattacken, Angst vor Veränderung, Angst alleine zu sein, Angst die Liebe meines Lebens zu verlieren, Angst vor *beep* allem! Ich fürchte mich. Ich könnte diesen Text noch weiter ausbreiten. Aber diese Zeilen schreibe ich in Tränen und mit letzter Kraft. Ich fühle mich leer, ich fühle mich hoffnunglos und ich mich mag mich so keineswegs.

Viele Grüße und danke, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt
Euer J.

05.01.2021 22:16 • x 1 #29


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Verlustangst - Angst nicht zu genügen

x 3


VerloschenerStern

VerloschenerStern
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Hallo Dayfrut,

ja ich kenne das auch. Ich vergleiche mich nicht nur mit seinen Exfrauen sondern mittlerweile selbst mit Desktopbildern! Er hat sich jetzt eins auf den PC geladen - rein objektiv gesehen sehr estäthisch, nicht anzüglich nichts (warscheinlich alles mehr retuschiert und belichtet also real möglich) aber ich bin ausgeflippt. Warf ihn an den Kopf, dass er sich doch lieber so eine Freundin wünscht und das er mich warscheinlich ecklig findet....
Mit Abstand betrachtet - völlig Doof, aber für mich ist das völlig real und die Angst frisst mich an manchen Tagen fast auf. Dann fass ich jedes Wort von ihn als Ablehnung auf.

Also was ich eigentlich damit sagen wollte, ich kann dich gut verstehen.

Gab es einen konkreten Anlass, der dich so denken lässt oder ist das schon immer so in deinen Beziehungen?
Ich weiß leider nicht wie man so was in den Griff bekommt - außer sich selbst zu lieben lernen - was aber lange nicht so einfach ist wie einen die 1000 Selbsthilfebücher sagen. Theoretisch ja - Praktisch

Ich weiß nur, dass dies eine harte Belastung für eine Beziehung ist und dass man damit unbemerkt sogar den Partner auf seine Makel hinweißt , anstelle seine schönen Seiten hervorzuheben.

Ich wünsch dir ganz viel Glück und Kraft.
Und denk daran, sie hat ihren Ex verlassen und sich für dich entschieden!!!


LG Verloschener Stern

08.03.2009 21:16 • #2


Zum Beitrag im Thema ↓


VerloschenerStern
Hallo Dayfrut,

ja ich kenne das auch. Ich vergleiche mich nicht nur mit seinen Exfrauen sondern mittlerweile selbst mit Desktopbildern! Er hat sich jetzt eins auf den PC geladen - rein objektiv gesehen sehr estäthisch, nicht anzüglich nichts (warscheinlich alles mehr retuschiert und belichtet also real möglich) aber ich bin ausgeflippt. Warf ihn an den Kopf, dass er sich doch lieber so eine Freundin wünscht und das er mich warscheinlich ecklig findet....
Mit Abstand betrachtet - völlig Doof, aber für mich ist das völlig real und die Angst frisst mich an manchen Tagen fast auf. Dann fass ich jedes Wort von ihn als Ablehnung auf.

Also was ich eigentlich damit sagen wollte, ich kann dich gut verstehen.

Gab es einen konkreten Anlass, der dich so denken lässt oder ist das schon immer so in deinen Beziehungen?
Ich weiß leider nicht wie man so was in den Griff bekommt - außer sich selbst zu lieben lernen - was aber lange nicht so einfach ist wie einen die 1000 Selbsthilfebücher sagen. Theoretisch ja - Praktisch

Ich weiß nur, dass dies eine harte Belastung für eine Beziehung ist und dass man damit unbemerkt sogar den Partner auf seine Makel hinweißt , anstelle seine schönen Seiten hervorzuheben.

Ich wünsch dir ganz viel Glück und Kraft.
Und denk daran, sie hat ihren Ex verlassen und sich für dich entschieden!!!


LG Verloschener Stern

#2


D
Hey du Stern!

Das mit dem Desktop-Hintergrund ist wirklich ziemlich ähnlich. Rein vom Denken weiss man, dass es übertrieben und irreal ist, aber es beschäftigt einen sehr.
Das Irreale ist es auch, was mich so nachdenklich macht. Irgendetwas läuft da in der Wahrnehmung und Interpretation total falsch.

Zitat:
Gab es einen konkreten Anlass, der dich so denken lässt oder ist das schon immer so in deinen Beziehungen?
Ich weiß leider nicht wie man so was in den Griff bekommt - außer sich selbst zu lieben lernen - was aber lange nicht so einfach ist wie einen die 1000 Selbsthilfebücher sagen. Theoretisch ja - Praktisch schreck


Ne,es gab eigentlich keinen konkreten Anlass. Ist schon immer so. Hatte früher immer wenig Selbstvertrauen. Hab das aber gut hinbekommen. Es kommt immer nur in Beziehungen.
Ich vernachlässige mich aufgrund der Verlustangst. Daraus resultiert dann immer das Nachlassen des Selbstbewusstsein...
Dreht sich im Kreis.

Ich muss mich selbst stärken und mehr auf mich achten. Vielleicht auch indem ich zu nem Thearpeuten gehe.

Schönen Abend und Danke für deine Antwort!

#3


VerloschenerStern
Eine Therapie wäre sicherlich ratsam. (Hatte leider kein Glück bei meiner Therapeutenwahl)
Aber trotzdem. Du muss unbedingt an deinem Selbstbild arbeiten sonst zerstört deine Eifersucht vielleicht noch deine Beziehung.

Zitat aus einem Buch......

"Eifersüchtige Menschen sind sehr unsicher, sie besitzen kein gesundes Selbstwertgefühl, kein Selbstvertrauen. Wenn jemand eifersüchtig ist, sagt er damit eigentlich: " Ich bin nicht gut genug. Ich verdiene es nicht geliebt zu werden. Darum weiß ich genau, dass mein Partner mich betrügen oder wegen eines anderen verlassen wird." Das führt zu Wut und Schuldgefühlen. Wenn Sie mit einem eifersüchtigen Menschen zusammen sind, sagen sie damit, dass Sie keine wirkliche liebevolle Beziehung verdienen...........

LG VerloschenerStern

#4


H
Hallo

Eifersucht und Verlustangst hat nicht unbedingt nur etwas mit dem eigenen Selbstbewusstsein zu tun. Es ist auch manchmal eine Frage des Vertrauens zu anderen Menschen.

Liebe Grüsse, Helpness

#5


S
Helpness ein ganz wichtiger Faktor und aspekt sogar,

LG Schutzengel

#6


H
Ja !

Und genau an diesem Punkt stellt sich eine wichtige Anschlussfrage:

Wenn z.B. eine Therapie das (Ur)Vertrauen in einem wiederherstellt, öffnen sich dann neue Wege zum Glück, oder öffnen sich dann Tore zur Enttäuschung und zum Schmerz ?

(Die Frage ist nicht negativ gemeint)

Liebe Grüsse und viel Spass beim Nachdenken, Helpness

#7


S
Sowohl als auch, war meine Erfahrung,


LG Schutzengel51

#8


VerloschenerStern
Hey da gebe ich euch absolut recht - meine Eifersucht ist wirklich begründet aber wenn ich genug Selbstbewusstsein hätte, würde ich das mit mir nicht machen lassen.
Und meine Passage aus dem Buch sollte auch darauf hinweisen, wie schwer es für den Partner ist mit Eifersucht umzugehen. (letzter Satz)
Aber hier ging es ja auch um unbegründete Eifersucht auf völlig irreale Dinge.

Sich auf eine Therapie einzulassen bedeutet sicherlich tief in sein innerstes zu Blicken und das ist garantiert nicht immer "lustig". Hatte leider sehr großes Pech - zweimal!!

LG VerloschenerStern

#9


H
Ja, das war auch meine Erfahrung im Jahre 2001, nach einer 6 monatigen stationären Therapie.

Aber egal, es geht nur mit Vertrauen (samt Restrisiko), denn ohne andere Menschen, Austausch, Zärtlichkeit und Liebe, sind wir sowieso nicht mehr wirklich am Leben.

Nachtrag (Themenbezogen):
(Ur)Vertrauen = weniger Verlustangst und weniger Eifersucht zulassen.

#10


VerloschenerStern
Meinst du wirklich, dass wir unbedingt einen Partner brauchen (versuche mir gerade einzureden ich wäre alleine Besser dran!)
Dabei habe ich vor nichts mehr Angst als Alleine zu sein (total verrückt!!)
Reicht es nicht Freunde zu haben und Familie??
Ich will irgendwie niemanden mehr so nah an mein Herz lassen.

Würd so gern mal ne Therapie machen aber nachdem ich zweimal an totale Idioten geraten bin........VORSICHT!

LG Verloschener Stern

#11


H
Hallo VerloschenerStern

(Herkunfts)Familie habe ich nicht (ist alles kaputt). Freunde haben sich im Laufe der Zeit (Lebensalter, sie haben Familien und dadurch auch andere Interessen etc.) auf Null reduziert.

Deine Ansicht habe ich über 40 Jahre lang gelebt, ich dachte auch, es ginge ewig so weiter.
Aber dann kam der Punkt, wo alleine absolut nichts mehr einen wirklichen Sinn gemacht hat (Depressionen bis hin zum nicht mehr Leben wollen).

Liebe Grüsse, Helpness

#12


VerloschenerStern
Und jetzt?? Hast du jetzt jemanden an deiner Seite bei dem du dich wohl und geborgen fühlst? Dem du Vertraust?
Hatte auch schwere Depressionen, Selbsthass und den Wunsch dem allen ein Ende zu machen.
Jetzt habe ich mein Herz fest verschlossen, dass es manchmal sogar für meine süßen Kinder schwer ist ranzukommen - ist das nicht furchtbar. Du hast Recht, meine Kinder werden ihr eigenes Leben leben und Freunde habe ich seit meinem Umzug eh keine mehr.

LG VerloschenerStern

#13


H
Leider nein, zu Zeit habe ich absolut niemanden (real) an meiner Seite.
Kinder habe ich keine (woher auch).

Es gibt aber ein Menschen, der mir sehr wichtig geworden ist, mit dem ich Reden kann und dem ich vertraue, auch wenn wir uns noch niemals persönlich begegnet sind.

(Ich muss jetzt kurz offline) Liebe Grüsse, Helpness

#14


F
hallo Helpness!meinst nicht,dass vielleicht auch durch Hobbies noch nette Menschen kennenlernen könntest?Wär Dir ja echt zu wünschen.Liebe Grüße

#15


H
Hallo Frau

Eher weniger.
Ich habe absolut kein Geld für Out-Door Hobbys.
Ich hoffe aber, bei meiner evtl. neuen Arbeit wieder Menschen kennenzulernen.

Liebe Grüsse, Helpness

#16


L

Angst vor Ablehnung, Verlustangst

Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem helfen:
Ich bin mir nicht wirklich sicher,ob ich tatsächlich Verlustängste habe,aber ich bin mir wenigsten einigermaßen sicher.
Ich habe aber nicht etwa davor Angst,meinen Partner zu verlieren,sondern mache mir auch bei neuen Bekannschaften Sorgen,dass diese mich nicht leiden können,wenn sie nicht so freundlich wie gewohnt antworten oder sich lieber mit meinen Freunden treffen,als immer nur mit mir. (Ein Bekannter wollte z.B. die Handynummer einer Freundin und schreibt jetzt häufiger mit ihr,während sich zwischen uns kein wirkliches Gespräch mehr aufbaut)

Ein anderes Beispiel: Meine beste Freundin (wir sind eine Clique mit ca. 6 Leuten,aber wir sind unterschiedlich stark befreundet ) verbringt oft Zeit mit einer anderen guten Freundin, und ich habe Angst,dass sie mich einfach ersetzen will,obwohl ansonsten nichts darauf hindeutet.

Ich weiß zwar, dass das eigentlich ziemlich lächerlich ist,kann aber leider nicht viel für mein Empfinden.

Ich hoffe jemand kann mir einen Rat geben,oder vielleicht genau benennen,was mein Problem ist.
Vielen Dank euch,
Euer Linux

#17

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Szegfue
Hallo Linux, ich glaube Verlustangst trifft es ganz gut.
Aber erstmal ist es doch sehr schön, dass du eine Clique hast. Hast du eine Idee, was die Gründe für diese Ängste sind? Bist du mit dir nicht zufrieden? Oder hast du schon schlechte Erfahrungen gemacht mit deinen Freunden?

x 1 #18


L
Danke für deine Antwort!
Tatsächlich könnte es daran liegen,dass ich mit mir selbst ziemlich unzufrieden bin und insgesamt relativ große Selbstzweifel was meinen Charakter betrifft habe. Außerdem bin ich sozial immer sehr unsicher. Mir ist es immer wichtig,was andere von mir denken, da ich Angst habe,jemand könnte glauben,ich könne ihn nicht leiden.
Zum Beispiel :
Sollte mir jemand etwas positives zu meinem Charakter sageb, gibt es da eine Stimme in meinem Kopf die vehement widerspricht.

#19


Szegfue
Dann sind vielleicht die Selbstzweifel der Grund für die Ängste. Zu Selbstzweifeln kann ich nur sagen, dass sie nichts bringen. Also einfach ignorieren, würde ich sagen. Oder sich die Selbstzweifel genauer betrachten und ggf. mit einem deiner Freunde besprechen. Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung liegen oft weit voneinander entfernt. Sobald du Klarheit darüber hast, könntest du sie vielleicht einfach abstellen Smile

x 1 #20


A


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