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05.11.2012 09:56 • 24.01.2021 #1


32 Antworten ↓


Hallo Himmel , auf deine Frage wer hat Angst alleine zu sein, eine klare Antwort von mir:
ICH , und es ist zum KOTZEN! und ich WILL es nicht mehr aushalten müssen.

LG krok

05.11.2012 12:59 • #2



Wer hat auch Angst, alleine zu sein?

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Hallo,

ich bin auch dabei!

Manchmal denke ich, wenn ich andauernd jemanden bei mir hätte, würde ich auch keine Angst haben.

Aber das ist ja Blödsinn! Wir sind ja erwachsene Menschen und müssen lernen auch mal alleine auszukommen!

Ich weiss, es ist viel einfacher gesagt als getan!

05.11.2012 14:05 • #3


Hallo kleine Maus und herzlich willkommen im Club derer die wissen wie es geht.... leider nur in der Theorie .....

Lieben Gruß
krok

05.11.2012 14:10 • #4


@krok

DANKE!

Wie schlauf wir doch alle sind, in der Theorie!

05.11.2012 14:19 • #5


Liebe derhimmelmusswarten,

Ja, ich hatte früher zu Beginn meiner Krankheit, also als die PAs anfingen auch große Angst davor alleine zu Hause oder irgendwo zu sein. Ich denke nicht, dass es daher kommt, dass du 28 Jahre lang nie alleine warst, es wird sicher andere Gründe haben. Bei mir liegt es denke ich daran, dass ich in meiner Kindheit öfters alleine gelassen wurde ohne das man es mir gesagt und erklärt hat woraufhin ich mich hilflos und verloren gefühlt habe. Ich habe danach noch lange Zeit, länger als gleichaltrige, auf einen Babysitter bestanden (muss man sich mal vorstellen, wenn das Kind selbst nen Babysitter verlangt! ist ja meistens eher anders rum) Wenn ich dann im Erwachsenen Alter alleine zu Hause war, dann war es letztendlich genau die gleiche Hilflosigkeit, die ich gefühlt habe, die mir Angst gemacht hat, wenn ich alleine zu Hause war. Dieses Gefühl sich selbst nicht helfen zu können, wenn man z.B. wie du auch schreibst, plötzlich umkippen würde oder falls irgendetwas passiert...Deshalb macht es in meinen Augen auch vollkommen Sinn, dass es dir besser geht wenn du weisst, dass dein Mann THEORETISCH jederzeit kommen könnte, wenn er bei einem Freund ist, aber nicht, wenn er auf der Arbeit ist.

Um aber zu deiner Frage zurück zu kommen, heute habe ich überhaupt keine Angst mehr alleine zu Hause zu sein, ich habe es sehr gut geschafft mir das "abzutrainieren" obwohl es am Anfang sogar so schlimm war, dass ich einfach im Bett liegen geblieben bin in Totenstarre "damit mir nichts passiert", bis mein Freund wieder aus der Vorlesung kam. Zunächst mal muss man sich klar machen, dass man heute als Erwachsener Mensch ja "Herr der Lage" ist und nicht mehr so hilflos wie ein allein zu Hause gelassenes Kind. Mir hat es später auch geholfen zumindest in der Theorie zu wissen, dass mir eigentlich nichts passieren kann wie umkippen oder Herzinfarkte. Ich habe stattdessen versucht, mir das "zu Hause alleine", das ja immerhin der vertrauteste Rückzugsort überhaupt ist, so entspannt und angenehm wie möglich zu machen. Ich bin immer direkt in die Badewanne gegangen, wenn alle gegangen sind, das entspannt mich tierisch. Ich habe Radio oder Fernsehen einfach laufen lassen, dann ist es auch nicht so ruhig und "leblos". Und irgendwann lief es ohne Probleme, heute bin ich sogar wieder wie früher auch gerne alleine zu Hause oder auch alleine unterwegs, es gibt mir Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit zu wissen, dass ich damit meine Angehörigen nicht "belaste" und mich in ein totales Abhängigkeitsverhältnis begebe.
Ich weiss nicht, ob dir das hilft, aber sei zuversichtlich, dass es besser wird indem du es "trainierst".
Oh und was den Schwindel betrifft, also ich kann und will zwar keine Tipps geben à la "du brauchst nicht zum Arzt gehen" aber da ich selbst immer wieder unter Schwindel leide seit ich 18 bin und nicht nur in HNO KLiniken sondern bis hin zur MRT Untersuchung alles befundlos durchgemacht habe, bezweifle, dass man bei dir in der KLinik etwas finden würde, wenn du schreibst dass der HNO Arzt nichts gefunden hat. Mittlerweile weiss ich für mich eben, dass Schwindel genauso ein Symtpom einer Angststörung sein kann, wie eine Panikattacke. Das Gleichgewichtsorgan wird genauso durch Serotonin gesteuert wie der Schlaf oder die Verdauung und unsere Stimmung, es ist nur logisch, dass wir Angsterkrankte Schwindel erfahren, nicht nur weil wir uns buchstäblich fühlen "als würde man uns den Boden unter den Füßen wegziehen" sondern auch weil wir ja ohnehin Probleme mit dem Serotoninspiegel haben in der Regel

05.11.2012 14:21 • #6


Zitat von minimaus:

Wie schlauf wir doch alle sind, in der Theorie!


Hallo minimaus, mich macht meine eigene Unfähigkeit noch verrückt und ich wünsche mir einen Resetknopf an meinem dummen Kopf.
Ich komme mir vor wie eine Schülerin die in der Prüfung alles weiß, 100 Punkte bekommt für ihre hervorragende Leistung und die dann rausgeht und zu blöd ist ihren Namen zu schreiben. Ein für mich kaum mehr zu ertragender Zustand.

LG krok

05.11.2012 14:29 • #7


So geht es mir auch. Ich denke: Es besteht keinerlei Grund, Angst zu haben. Geht raus, und dennoch passiert es wieder. Obwohl ich es mir noch so sehr vorsage. Und das entmutigt.
Und Allein sein betrifft in meinem Fall auch den Tod von Familienangehörigen. Manchmal denke ich, es ist keine gute Idee, im Haus meiner Großeltern zu wohnen. Manchmal glaube ich wirklich an die Geister-Theorie der beknackten Therapeutin, wo ich war.
Ich gehe jeden Tag die Treppe hoch und runter auf der meine Oma fiel. Ich gehe jeden Tag über die Türschwelle, auf der mein Opa fiel und später zu Tode kam. Beide kamen aufgrund dieser Stürze zu Tode. Und aufgrund von Ärztepfusch.
Und hier waren sie ja immer. Hier waren wir immer. Obwohl wir renoviert haben, weiß ich ja, dass hier mein Opa immer saß und da meine Oma.
Manchmal knackt das Holz im Gebälk und man denkt, sie wären noch da. Oder wenn eine Tür knarzt.
Oder wenn man weiß, dass Opa und Oma nun nicht an Weihnachten unterm Baum sitzen und dass sie nicht Geburtstag mit einem feiern.
Einsamkeit kommt halt bei mir noch hinzu. Und meine Ängste wiederum hindern mich dann daran, draußen aktiver zu werden.
Aber ich kann hier auch schlecht weg ziehen. Wir würden bei unserem Einkommen niemals zu einem eigenen Haus kommen. Ich weiß ja auch nicht, ob es mit diesen Erfahrungen zusammen hängt. Aber wenn meine Ängste vorm Allein sein auch daraus resultieren, kann ich nicht viel dagegen tun. Außer weg ziehen. Und das kann und will ich nicht. Allein sein verbinde ich immer mit Gefahr.

05.11.2012 15:03 • #8


sinka
Huhu an alle....


Also Angst vor dem Alleinsein habe ich nicht, bin überwiegend allein im Haus.Mich nervt nur alle anderen arbeitenund ich hab noch keine wieder gefunden ,na gut geduldt übt sich.

derhimmelmusswarten mal zu Dir ,musste eben schmunzeln ,ich hatte die Geschichte mit der Dame ,die meinte Geister wären in Dich gefahren gelesen.
Es kann schon gut möglich sein ,das Dein Opa sowie Deine Oma mal vorbei schauen aber wenn dann nur weil sie mal gucken möchten.
Hört sich blöd an,ich habe vor zehn Jahren einen Menschen verloren den ich sehr geliebt habe, machnesmal kann ich ihn riechen und spüren ,aber inne mich fahren wird er wohl nicht.
Wäre ja auch mal eine Abwechslung oder ? Hehe Spaß beiseite....

Ich hatte all das was ihr akut habt.Heute zurück blickend habe ich mir selbst doch so einiges mit der schei. Angst selbst verdorben und kann es nie wieder zurück holen.
Erst wo ich merkte nur ich allein kann etwas ändern ,würde es besser Stück für Stück.
Heut bin ich mal froh wenn ich allein bin,ich kann tun und lassen was ich will.Mein Tagesablauf so gestalten wie ich es möchte,ich sah einen Sinn im Alleinsein,man hat auch zeit sich um sich selbst zu kümmern ,was sehr sehr wichtig ist.

Meine Kinder sind heute groß und es geht allein sie groß zu ziehen auch mit Ängsten.....
Was ich bei Dir nicht so ganz verstehen kann derhimmelmusswarten,das Du Angst hast mit den Kindern irgendwo hin zu gehen ,zu Hause ist Deine Mutter neben an und auf der Strasse sind Menschen ,also wenn Du Umkippen solltest was ja nie geschah ,so stehen Deine Kids nie alleine da ,es sind immer Menschen da.

Schau doch mal zurück wie oft bist Du bis jetzt umgekippt? Wie oft waren Deine Kinder auf sich selbst gestellt? Bis jetzt hab ich noch nie gelesyen das es mal so passiert ist nur es könnte ist aber nie.......Trau Dir mehr zu ,denke an die Menschen auf der Strasse......


Du bist so ein Starker Mensch ,der sich selber Schwach macht.....

Lg
Sinka

05.11.2012 15:39 • #9


Ich weiß ja selbst, dass das total doof ist. Umgekippt bin ich noch nie. Nur hatte ich unterwegs schon mehrfach ganz ganz schlimme "Ohnmachtsattacken", wo ich denke, dass ich kurz davor stand! Einmal musste mein Mann mich aufgabeln, einmal hat er mich in die Notaufnahme gefahren etc.
Ich denke dann, ich gehe mit den Kindern raus, baue einen Unfall, weil ich am Steuer ohnmächtig werde oder ich falle auf die Straße und werde platt gefahren! Oder ich falle bei Penny um und alle gaffen mich an. So mache ich mich im Vorfeld schon selbst verrückt.
Das ist ja genau meine Angst, die mich beherrscht. Eine reine Phobie davor, in Ohnmacht zu fallen. Wahlweise noch in eine Unterzuckerung. Weil es sich immer so anfühlt, als wäre man unterzuckert. Aber auch bei so einem Anfall war ich es nicht. Der Wert lag bei 119 als mich drei Arzthelferinnen auf ne Liege packten als ich beinah dort vor der Tür aus den Latschen gefallen bin.
Und aufgrund dieser Erlebnisse drehe ich am Rad.
Erlebnis 1: Ich war auf dem Friedhof, hantierte rum und hatte das Gefühl, ich falle nun aufs Grab.
Erlebnis 2: Ich stehe morgens auf und mir geht es so schlecht, dass ich Mann und Mutter alarmiere und in der Neurologie lande.
Erlebnis 3. Im Kindergarten wird mir schlagartig so komisch, dass ich denke, ich falle dort um, brause nach Hause (unter einem Vorwand), mein Mann bringt mich zum Arzt.
Erlebnis 4: Ich wische gerade Staub, als mir ganz ganz komisch wird. Niemand ist zu Hause. Ich zittere an Arm und Bein und halte es für eine Unterzuckerung.
Erlebnis 5: Ich fahre alleine weg. Merke schon beim Auto fahren, dass ich mich so schlecht konzentrieren kann, mein Rücken und mein Kopf kribbeln, ich sehe alles total dunkel und komisch, halte bei der Tankstelle an, will mir was zu trinken kaufen und klappe bald auf der Fahrbahn neben meinen Auto zusammen. Schaffe es IRGENDWIE gerade noch so nach Hause.
Erlebnis 6: Ich will beim Arzt ein Rezept holen, gehe raus, will über die Straße, mir wird so komisch, dass ich denke, ich falle nun sofort dort um, taumele zurück in die Praxis, die legen mich auf ne Liege, mein Mann muss mich holen kommen.


Das waren die schlimmsten Attacken, die ich im vergangenen Jahr hatte. Und die haben mich so in Angst und Schrecken versetzt, dass ich mich nun nicht mehr viel traue.

05.11.2012 16:34 • #10


...fast umgefallen, fast ohnmächtig geworden...irgendwie nach Hause gekommen...
Es ist aber immer gut gegangen..oder?
Wenn die Ohnmachtsgedanken uns einholen und uns niederstrecken würden, wären die Zeitungen voll von...aus unerklärlichen Gründen vor den Baum gefahren..vor der Fahrbahn abgekommen..etc.
Passiert aber nicht!
Komisch ist es, das wenn jemand in der Nähe ist, es halb so schlimm ist. MMhhh...also sind wir Schisser doch eher auf Aufmerksamkeit aus oder suchen nach Anerkennung, Mitgefühl und Wertschätzung.
Selbstbewußtsein ....ist es das was uns fehlt? Vertrauen in die eigene Kraft und Leistungsfähigkeit?
Machen wir uns selber klein?
Was passiert hier im Forum? Jemand postet ein Problem und viele von uns antworten mit guten Ratschlägen und Erfahrungen. Manche lesen dies und fragen sich danach, ob sich dieses Problem auch ins eigene Angstbild passt, ob sie vielleicht etwas übersehen haben. Dann rattert das Hirn und öffnet so die "Angstdose"
...was wäre wenn..ach ja..das auch noch...ach du meine Güte....da kribbelt es ja auch bei mir...
und schon haben wir neue Symptome.
Ich finde das belastend.
Jeder von uns hat gute Erfahrungen in dieser Krankheit gemacht. Diese hilfreiche Tipps könnten wir alle weitergeben und uns so viel besser Mut machen.
@dhmw- du wirst nicht umfallen, auch wenn du alleine bist. Du hast soviel Kraft in dir, die du unnötig mit deinen sorgenvollen Gedanken verschwendest. Raff dich auf und stelle dich dem Alltag! Wir alle schaffen das!!

05.11.2012 17:08 • #11


Na Gott sei Dank habe ich das nicht, dass ich mir dann einbilde, ich hätte irgendwas auch, wenn hier jemand schreibt. Bei mir ist es halt (und das ist ja schon schlimm genug) eine reine Phobie davor, in Ohnmacht zu fallen! Aber das an sich ist ja schon schlimm genug. Klar denke ich oft, ich hätte eine Krankheit wegen meiner Symptome. Aber das steht nicht so im Vordergrund und ich googele auch keine Krankheiten etc.
Du wirst lachen. Ich habe schon oft Meldungen im Radio gehört von Leuten, die aus unerklärlichen Ursachen in Menschenmengen gefahren sind, am Steuer ohnmächtig wurden etc. Und dummerweise höre ausgerechnet ICH immer diese Meldungen. Letztens meldeten sie: Kreislaufzusammenbruch oder Unterzuckerung am Steuer oder: gesundheitliche Probleme am Steuer. Dann geht bei mir die Alarmlampe an und ich denke: großer Gott. Siehst du. Und einmal kam so eine Meldung als ich mit den Kindern allein im Auto unterwegs war. Ich hätte am Liebsten los geheult.Ich male mir das dann so richtig aus. Wie ich umfalle, wie sich andere Leute darüber unterhalten usw. Nach dem Motto: Hast du gehört? XY ist umgekippt, die Kinder blablabla

05.11.2012 17:24 • #12


sinka
Ja,diese blöde ANGST vor der Angst macht einen das Leben zur Hölle.Ich kann das sehr gut verstehen ,ich habe mich früher auch schon vorher immer verrückt gemacht.
Das Gefühl mit der Untezuckerung kenn ich auch aber ich war einfach zu dünn für meine Größe,so das mein Körper wegen zu wenig Nahrungsaufnahme in die Unterzuckerung geriet.Dann faste das eine in das andere.

Aber viele von euch sind schon ziemlich weit gekommen,da sie wütend sind auf ihre blöden Ängste,Wut bringt einen eine ganze Ecke weiter.

Ein Therapeut kann einen das alles nicht nehmen ,nur Tips geben aber leider verlässt man die Praxis nicht das man wieder Angstfrei ist.
Medis unterdrücken nur die Ursache und helfen für den Moment aber dann ist man die Angst los und hat hinter damit zu tun das man von den Medis wieder klar kommt.

Man schafft es wirklich nur damit ,das man sein Denkmuster umstellt,was nicht von heute auf morgen geht.
Kleine schritte im Alltag bringen einen schon wieder ein Stück weiter....
Im Grunde weiss man ja was mit einem nicht Stimmt.Nur die anderen Gedanken das was passieren könnte den muss man ein Bein stellen,jeder macht es auf seine Art.....

Es gibt immer wieder Rückschläge ,man darf daran nicht verzweifeln ,sondern an die Tage denken wo alles geklappt hat.

05.11.2012 18:14 • #13


Auch ich gehöre in den Club derer, die nicht alleine sein können. Nicht zu Hause, nicht unterwegs.

Ich schrieb ja schon was im Vorstellungs-Thread dazu.

Seit meiner Teenagerzeit leide ich mehr oder weniger an Agoraphobie, konnte aber die letzten 25 Jahre erfolgreich "vermeiden", bin nur mit Ausreden mit meinem LG `raus gegangen und mache es heute auch so. Aber er weiß nun, was mit mir los ist. Meine Mutter starb vor 5 Monaten, sie war immer da, und nun habe ich den Super-Gau, sie wohnte nämlich nebenan. Ich kann auch nicht alleine sein. Damals habe ich alle möglichen Medis probieren müssen, es ging mir noch schlechter. In den letzten fünf Monaten bin ich von Arzt zu Arzt gepilgert, zudem gibt es keine Therapeuten-Termine unter einem halben Jahr. Ich machte dann eine Weile privat "Systematische Therapie", 70€ die Stunde, nichts geholfen, sie hat nur den Lehrbuchquark erzählt, was ich selber schon weiß. Dann war ich jetzt 6 mal zur Hypnose bei einer Ärztin, 90€ die Stunde.
Ob es geholfen hat, weiß ich nicht. Mir scheint im Moment nicht, aber meine Ärztin sagte, ich müsse alleine zu Hause ausprobieren, ob es geholfen hat. Und ganz genau da liegt mein Problem, ich kann mich einfach nicht überwinden aus Angst vor der Angst.

Mittlerweile sehe ich keine Ausweg mehr.

06.11.2012 10:02 • #14


Sagen wir so: ich bin nicht gerne. Aber ich muss es ja sein. Auch, wenn es nicht schön ist.
Worrylein, ich habe dir ja schon in deinem Thread geschrieben. Du hast einen schweren Schock.
Wie ist deine Mutter gestorben, wenn ich fragen darf. Hat es etwas damit zu tun? Ist sie zu Hause gestorben? Oder unter anderen schlimmen Umständen?
Du kannst da wieder raus. Ganz bestimmt. Es ist behandelbar bei dir. Und ich wette, sogar sehr gut. Überwinde ich und such dir Hilfe. Bitte deinen Mann endlich, dass er etwas unternimmt. Mach so nicht weiter.

06.11.2012 17:08 • #15


Das Verhältnis zu meiner Mutter war hochkompliziert, nur kurz, ich habe erst einige Wochen vor ihrem Tod herausgefunden, wie sie wirklich ist, intrigant und verlogen, egoistisch und selbstsüchtig. Ich habe mich fast fünf Jahre um sie gekümmert, als sie krank wurde, alles war nicht genug, und sie ist gestorben, ich blieb mit Schuldgefühlen zurück, die nun aber aufgearbeitet wurden. Es war eine kranke Symbiose, sie hat mich und meine Angst,alleine zu bleiben, ausgenutzt, aber auch das habe ich erst in der Thera herausbekommen. Es ist nicht schön, aber ich kann damit leben inzwischen. Meine Mutter kränkelte immer, aber sie hat auch nichts für ihre Gesundheit getan, sie hat 50 Zig. geraucht, egal, was ich vorschlug, sie hat mich nur benutzt, um alles für sie zu erledigen. Ich bin einen Tag vor ihrem Tod noch zu einer Beratungsstelle gegangen, weil ich es einfach nicht mehr aushielt, ich wollte mit ihr brechen. Nunja, keiner hat damit gerechnet, daß sie so plötzlich starb. Schuldgefühle waren das Ergebnis. Aber ich habe, wie geschrieben, losgelassen. Das war nur kurz, aber mehr möchte ich auch nicht schreiben, denke, Du weißt, was ich sagen will.

Mein LG ist mit den Nerven durch, er hat auch soviel Arbeit, ich bin schon froh, wenn er mich nicht anmotzt. Wir reden kaum noch.. Ein Trauerspiel...

06.11.2012 19:13 • #16


Egal, wie das Verhältnis war. Es war dennoch ein Schock für dich. Und nun ist dein Notanker nicht mehr da, den du dir "erschaffen" hast. Ohne den Tod deiner Mutter wäre es ja niemals zu der Situation gekommen, in der du nun bist.
Bitte doch deinen Lebensgefährten, dass er morgen mit dir zu einer Ambulanz fährt. Anstatt dich erneut in diese Situation zu begeben. Sonst wird es ewig dauern bis du dort raus kommst. Irgendwann würde es sowieso nicht mehr gehen. Jeder wird mal bettlägerig krank, jeder hat mal einen Termin, den er nicht aufschieben kann. Jeder muss mal dringend zum Zahnarzt etc. Aber willst du wirklich auf diesen Zufallstag warten? Dein Lebensgefährte kann auch mal krank werden und ins Krankenhaus müssen etc. Du hast es in der Hand, wie schnell dir geholfen wird. Nur du. Du hast Angst vor dem Allein sein. Aber in dem Auto bist du auch alleine. Bitte ruf auch bei der Krankenkasse an und frage nach, was sie für dich tun können. Wenn dein Arzt dir ein Attest schreibst, kannst du auch eine Haushaltshilfe bekommen. Oder ihr kümmert euch, wie schon mal geschrieben, um einen Pflegedienst. Da ist das Alter mal zweitrangig. Dann weißt du, dass jemand bei dir rein schaut. Und dir nichts passieren kann.
Wenn ihr es euch finanziell leisten könnt, könnt ihr auch eine Anzeige schalten nach einer Frau, die täglich oder paar Mal die Woche bei euch rein schaut. Die mit dir den Haushalt macht oder die einfach nur da ist und vorbei schaut.
Wie lebst du denn? Lebt ihr in einem Einfamilienhaus? Oder in einer Mietwohnung? Also hast du Nachbarn? Auch dort könntest du dich überwinden. Man könnte notfalls einen Schlüssel hinterlegen. Du musst ja nicht sagen, was genau du hast. Gesundheitliche Probleme und für den Notfall einen Schlüssel hinterlegen etc. Es gibt viele Möglichkeiten. Du musst sie nur ergreifen.

06.11.2012 20:15 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Leute habe eine frage ich hab angst alleine zu sein ohne Familie und Freunde es klappt nicht jeden Tag die Angst irgendwann niemand zu haben ich habe Angst da ich mein kindisches Verhalten behalten möchte und Angst habe erwachsen zu werden ich habe einen Verhaltenstherapeuten gesucht und bin unschlüssig mir zu vertrauen was würdet ihr an meiner Stelle machen mit freundlichen Grüßen Tony

10.02.2018 02:17 • #18


Hotin
Hallo Tony,

willkommen im Forum.
Zitat:
ich habe Angst da ich mein kindisches Verhalten behalten möchte und Angst habe erwachsen zu werden


Dann hast Du ja vermutlich zu Recht Angst. Was verbindest Du denn Negatives mit
dem Erwachsen sein?
Hat es nicht viel, viel mehr Nachteile, nicht alles selbst entscheiden zu dürfen?

Viele Grüße

Bernhard

10.02.2018 14:03 • #19


Hallo alle an alle ich habe schon seit Kindheitstagen Angst alleine da ich als Kind aus schlechte Erfahrung gemacht haben alleine zu sein ist schrecklich da ich Angst habe immer meine Familie Freunde und andere Leute zu verlieren die mir sehr nah stehen was würdet ihr an meiner Stelle machen Verhaltenstherapie Psychologe darüber sprechen oder was würdet ihr sagen

12.02.2018 00:46 • #20



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