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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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bandeline
Ich habe auch Angst alleine. Ich sitze auf dem Sofa und warte auf meinen Mann der natürlich arbeiten ist und habe das Gefühl das mir stromschläge durch den Körper fahren . Also ich spüre das richtig. Nur wenn mein Mann da ist oder irgendjemand habe ich nicht so sehr diese Angst. Ich habe regelrecht Angst zu sterben. Ich nehme schon mirtazapin ne halbe zur Nacht. Hilft nicht. Ich kann dir nur sagen wir brauchen Hilfe denk ich
LG bandeline

#21


T
Würd so Pillen mal weglassen. Geht auch ohne.

Was passiert wenn dein Mann sich trennt? Bist dann nicht mehr Lebensfähig? Warum bist du mit deinem Mann zusammen? Weil du ihn so sehr liebst? Oder weil du nicht alleine sein kannst?

#22


A


Wer hat auch Angst, alleine zu sein?

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bandeline
Frag mich nur wie ich das hinkriegen soll. Diese stomschläge sind so real. Ich spüre die richtig. Immer wenn ich zur ruhe komme.

#23


P

Autophobie / Angst vor dem Alleinsein - wer kennt es?

Hallo zusammen, ich heiße Pauline, bin 40+, verheiratet und habe 2 Kinder (4, 6).

"Kurz" zu mir:
Ich leide seit Mitte November (wieder) an einer Panikstörung. Angefangen hat es beim alleine Autofahren, auf der Rückfahrt vom Büro. Hinzukam ab Anfang Dezember ein schwerer Infekt, sodass ich Mitte Dezember krank geschrieben wurde, was nahtlos in den Urlaub überging. Dann ist meine Mutter Ende Dezember an COPD verstorben (schwieriger, aber regelmäßiger Kontakt, sie war bipolar, aufgewachsen bin ich mit meinen 3 Geschwistern beim Vater). Kurz nach der Beerdigung Mitte Januar ging ich aufgrund meiner starken Unruhe und Schlafstörungen in eine Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, weil ich zuhause nicht zur Ruhe kam und auch meine Familie stark belastet war. Mein Mann hatte sich die ganze Zeit um mich und die Kinder gekümmert. Ich konnte aber such viel mitmachen. Nach 2 Wochen entließ ich mich in Rücksprache mit Ärzten und meinem Mann, da ich mich stabil fühlte. Es folgten 3 gute Wochen, in dem ich mir immer mehr Leben zurück holte (alleine Autofahren, alleine um Kinder und Haushalt kümmern, einkaufen gehen etc. Davor hatte ich seit Klinikaufenthalt Angst bekommen). Mein Mann war aber ständig im "Hintergrund". Also z.B. im nahen Zuhause, wenn ich einkaufen oder Kinder holen war.
Letzte Woche musste er nun wieder arbeiten gehen und mit mir ging es bergab. Schlafstörungen, Unruhe, Panikattacken. Ich musste Tavor nehmen, meine Schwiegermutter kam, um sich um die Kinder zu kümmern und damit ich nicht alleine war.

Samstag war ein sehr guter Tag - da war ja mein Mann auch da - Sonntag, mit Blick auf die einsame Woche und dass ich mich alleine um die Kinder kümmern muss, kam die Panik wieder, diesmal auch verbunden mit großer Angst davor, verrückt zu werden, und so wies ich mich Dienstag (vorgestern) wieder selbst in eine Klinik ein. Mich belastete vor allem auch die Angst, was ich meinen Kindern seelisch antue, wenn ich in dem Zustand zuhause bleibe bzw ging es auch körperlich nicht mehr. Ich hatte 4 Tage nahezu gar nicht geschlafen.

Nun bin ich hier und mir wird klar, dass ich jetzt wohl an Angst vor dem Alleinsein leide. Wobei "allein sein" heißt, "ohne Erwachsenen, der mir beistehen könnte", denn hier in der Klinik fühle ich mich ja auch zumindest sicher.

Seit Ende Dezember nehme ich übrigens in aufsteigender Dosis Citalopram, seit gut 2 Wochen bin ich bei 20mg angelangt.

Hat das auch jemand? Wie geht ihr damit um? Wart ihr stationär? Ich fühle mich hier zwar gut aufgehoben und bin sehr froh, dass ich Zuhause nicht weiter belaste (Kinderbetreuung ist gut geregelt), habe aber die Sorge, dass mein Aufenthalt hier meine Autophobie weiter verstärkt, da ich ja nicht üben kann, alleine zu sein.

Bin gerade echt verzweifelt und sehe mich nach Beendigung meines Aufenthalts hier nahtlos in ein betreutes Wohnen ziehen, weil ich nicht klar komme, was natürlich zu starken Ängsten führt, ob mein altes Leben nun tatsächlich vorbei ist. Es scheint das zu passieren, wovor ich aufgrund meiner eigenen Geschichte total Angst habe: die Mutter wird "verrückt" und kann nicht mehr am Familienleben teilnehmen.

Kann man aus so einer tiefen Krise überhaupt wieder rauskommen?

Danke fürs Lesen und liebe Grüße
P.

x 2 #24


Maike96
Ich habe auch immer Angst alleine zu sein, falls mir was passiert und keiner da ist..

#25


Sonnenzombie
Ich kann das alleine sein auch gar nicht leiden .
Wenn ich alleine bin hab ich zu viel Zeit zum Nachdenken und die Angst und Panik verstärkt sich sehr schnell.
Ich fange dann meistens an mich mit irgentwas abzulenken aber gut dass du in einer Klinik bist da können sie dir helfen.
Viel Heilungserfolg hoffe du kannst in der Klinik einiges gegen deine Angst lernen !

#26


Elfie
Hallo Pauline.

Mir geht es genauso wie dir und vielen anderen Menschen. Ich bin ohne Partner seit über 4 Jahren und mit meinen Kindern allein. Das macht mich manchmal auch verrückt. Ich frage mich auch ständig, was passiert , wenn ich umfalle. Was wird aus meinen Kindern? Findet mich jemand? Habe ich noch Zeit, einen Notruf abzusetzen, egal ob an Familie oder Freunde.... Es ist zum verrückt werden. Mal geht es mir besser und mal schlechter. Am beruhigtesten bin ich immer, wenn mein großes Kind da ist. Mit ihm habe ich über meine Situation gesprochen und ich weiß, er wird helfen, wenn etwas sein sollte. Aber eigentlich weiß man ja, das nichts passiert.

#27


Gaulin
Hallo Pauline,

Ich weiß genau wie du dich fühlst. Aber ich kann dir sagen, es wird besser. Es ist nie dauerhaft gleich. Aber: Diese Angst lässt sich mMn nicht ganz aufheben, nur verbessern. Ich kann ganz ohne jemanden, auf den ich mich verlassen kann nicht leben. Dennoch kann ich schon für eine längere Zeit allein sein, sofern ich die Sicherheit habe, dass diese Person dann wieder für mich da ist. Es ist eine Gratwanderung. Wir geben uns aus reiner Sicherheit mit zb. Beziehungen zufrieden, die eigentlich nicht 100% ig sind. Sprich es reicht uns die Sicherheit zu haben, dass jemand für uns da ist ( Liebe ist zweitrangig ). Und das schränkt uns enorm ein und macht auf Dauer unglücklich. Trotz diesen Wissens sind wir bzw bin ich nicht in der Lage es zu ändern. Nie und nimmer würde ich diese Sicherheit verspielen oder gar aufgeben. Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt. Wenn diese Person mal wegfällt durch Trennung, Tod etc wäre das sehr fatal und belastend. Dann haben wir nur 2 Möglichkeiten: Entweder so schnell wie möglich eine neue Person finden oder aber durch diese Hölle hindurchgehen und hoffen, dass die Angst irgendwann nachlässt durch Gewöhnung, Therapien usw. Aber freiwillig diese Person aufgeben? NIEMALS! Trotz Therapien ist mir das nie gelungen... ach und klar gibs auch andere Hilfen, aber die sind ja nicht nur für mich und nicht rund um die Uhr und nicht spontan greifbar...
Aber es wird besser, du bist nicht allein.
Alles Gute
Liebe Grüße
Gaulin

x 1 #28


Minkalinchen
Ich bin seit meinen Ängsten auch nicht gern allein. Heute z.B. ist mein Mann bis Morgen weg, habe gerade gemischte Gefühle... Sad .

x 1 #29


Elfie
Ich hätte jetzt auch gern jemanden bei mir. Aber leider geht das nicht. Bin so angespannt und steh hier ständig vor der nächsten PA. Wenn Mann eine liebevolle Person an seiner Seite hätte, wäre das für mich alles nicht so schlimm

x 1 #30


P

Starke Probleme mit alleine sein

Hallo, ich hab schonmal so einen ähnlichen Post verfasst wo ich mein Problem angeschnitten hab. Mein Partner und ich führen eine Fernbeziehung im Moment (Arbeitsbedingt) wir sehen uns aller 2-3 Wochen von Freitag Abend bis Sonntag Mittag/Nachmittag. Das Problem ich das ich sobald er heim fährt komplett alleine und einsam fühle. Ich fühl mich total schrecklich und einsam wie gerade im Moment. Dazu kommt daß ich private Probleme hab mit der Familie (keinen Streit) alle zu denen ich mit meiner Angst kann haben im Moment keine Zeit, ich bin in ärztlicher Behandlung mit meinen Ängsten und Problem aber mich macht alles fertig. Ich hab fast den ganzen Tag geweint ich komm da einfach nicht drauf klar alleine zu sein. obwohl es ja nur 2 Nächte sind indem er da ist. Das Gefühl gibt sich nach 3-4 Tagen aber ich fühl mich bis zu dem Zeitpunkt Vorallem Sonntag komplett beschissen. ich versuche mich zwar aufs nächste Treffen zu freuen und mir das auszumalen aber es hilft einfach nicht

#31


B
ich kenn das total mit dem Vermissen und dem Gefühl, nicht alleine sein zu wollen oder zu können - besonders in den ersten Tagen alleine ist das wirklich immer schlimm!

ich weiß nicht, ob du diese Dinge nicht vielleicht ohnehin schon machst, aber mir hilft es total, offen darüber zu sein, dass ich die andere Person vermisse - es ihm also zu sagen wenn er noch da ist oder ihm später zu schreiben, wenn ich ihn vermisse. Wir sehen uns tatsächlich noch seltener (ist aber auch keine Beziehung sondern "nur" ein sehr enger Freund), aber ich denke die Zeitspanne macht keinen Unterschied, vermissen kann man jemanden so oder so. Was mir auch immer hilft, ist es mir so richtig gemütlich zu machen in den ersten Nächten ohne ihn, also mit Wärmflasche einkuscheln, Musikhören, Tee trinken, vllt. noch ein T-Shirt am Start haben, das nach ihm riecht - da schlaf ich direkt besser.
Ansonsten viel texten, telefonieren, einfach reden auch wenn man nicht an einem Ort ist hilft mir ungemein - und Ablenkung! Wenn du eh schon weißt, dass es dir Sonntag immer am schlimmsten geht, vielleicht kannst du vorher schon einen Plan aufstellen, wie du deinen restlichen Sonntag verbringen kannst, damit es nicht zu schlimm wird?
Ich hoffe, irgendwas davon hilft dir vielleicht!
LG

x 1 #32


P
Zitat von Beautiful_wreck:
ich kenn das total mit dem Vermissen und dem Gefühl, nicht alleine sein zu wollen oder zu können - besonders in den ersten Tagen alleine ist das wirklich immer schlimm!ich weiß nicht, ob du diese Dinge nicht vielleicht ohnehin schon machst, aber mir hilft es total, offen darüber zu sein, dass ich die andere Person vermisse - es ihm also zu sagen wenn er noch da ist oder ihm später zu schreiben, wenn ich ihn vermisse. Wir sehen uns tatsächlich noch seltener (ist aber auch keine Beziehung sondern "nur" ein sehr ...


Vielen lieben Dank für die wundervollen Tips, ich werde alle testen und hoffe doch das was hilft Smile ich wünsch euch beiden auch ganz viel Kraft und nicht so viele vermissen Very Happy

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A


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Dr. Reinhard Pichler
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