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Hallo Ihr,
seit Anfang 2002 leide ich an Depressionen. Ich habe Panikatacken und Angst an einem Herzinfarkt zu sterben.
Mitte des Jahres 2002 habe ich eine Therapie mit Zoloft begonnen. Danach ging es mir besser. Nach 6 Monaten habe ich die Therapie wieder beendet. Jetzt ist alles wieder beim alten. Ich habe ständig Todesangst und Angst an einem Herzinfarkt zu sterben. Ich bin mir nicht sicher ob eine Therapie mit Zoloft auf Dauer wirkt oder ob ich es jetzt ein Leben lang nehmen muss, damit es mir besser geht.

Liebe Grüße
Bibi

21.11.2003 23:03 • 07.12.2003 #1


18 Antworten ↓


Hallo Bibi
ich leide seit 8 Jahren unter Angst und Panikattacken, und habe auch ständig Angst einen Herzinfakt zu bekommen.
Aber Du siehst die Tabletten tun nur im Moment gut, wenn Du Sie absetzt dann beginnt alles von vorne.
Hast Du schon mal eine Verhaltenstherapie gemacht?
Halte die Ohren steif und alles Gute
Liebe grüße Jenny

22.11.2003 22:32 • #2



Weiter mit Zoloft

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hallo jenny,

danke das Du mir geantwortet hast. Darf ich fragen wie alt Du bist? Ich leide jetzt seit meinem 26. Lebensjahr unter Depressionen (ich bin jetzt 28 Jahre alt). Ich bin auch in Therapie, d.h. ich habe Einzelgespräche, obwohl die mir bis jetzt nicht sonderlich geholfen haben.
Ich bekomme immer zu hören das mir in so einer Panikatacke nichts passieren kann. Auch mein Mann und meine Eltern versuchen mir in so einer Situation zu helfen, aber diese Todesangst ist total schrecklich und es hilft mir in diesen Momenten auch nicht, mir einzureden das nichts passieren kann. Ich weis echt nicht mehr weiter. Mein Neurologe rät mir zu einer weiteren Zoloft - Therapie für ca. 6 Monate, aber wenn dann doch alles wieder von vorne beginnt, sehe ich das als sinnlos an. Hast Du schon mal gehört, das jemand nach einer Therapie mit Tabletten geheilt war??

Freue mich auf Antwort
Bibi

24.11.2003 13:47 • #3


Hallo Bibi,
ich leide seit 8 Jahren darunter. Ich habe richtige Todesangst . Wenn andere sagen Dir passiert nichts,dann habe ich trotzdem Angst.
Eine Bekannte war jetzt 12 Wochen in einer Klinik und wurde mit Medikamenten behandelt. Leider gehts Ihr auch nicht besser im Gegenteil.
Das muss aber nicht bei allen so sein.
Also ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und habe eine süsse 3 jährige Tochter und wohne auf der schönen Insel Rügen.
Hier mal meine Handynummer, wenn Du Lust hast mal zu reden.
0174 1826807
Liebe Grüsse Jenny

24.11.2003 19:59 • #4


Hallo Bibbi,

bin zum ersten mal auf dieser seite hier und bin auf euch gestossen. bin im moment etwas hilflos. mein bruder wurde vor einigen wochen aufgrund von angst- panikzuständen und wahnvorstellung in die psychiatrie eingeliefert. seither wird er mit tavor behandelt. kannst du mir dazu irgend etwas sagen? alles was ich bis jetzt im internet gelesen habe, war negativ. es heisst, dass tavor mehr süchtig als ruhig macht. hinzukommt, dass ich mich nicht um ihn kümmern kann, da er in berlin und ich in köln lebe. ich würde ihn gerne zu mir nach köln verlegen lassen, was er auch möchte, allerdings sträuben sich die ärzte dort etwas gegen eine verlegung. da ich jedoch das gefühl habe, dass es ihm mit jedem tag schlechter statt besser geht, würde ich gerne wissen ob tavor das einzige ist, was der meinung der ärzte nach weiterhelfen kann oder ob es hierzu irgendwelche milderen ersatzmedikamente gibt.

Lieben Gruss,
Gloria

25.11.2003 11:41 • #5


Hallo gloria,

leider kenne ich mich mit diesem Medikament überhaupt nicht aus. Bin auch erst selber Neuling auf diesem Gebiet (Depressionen) . Habe auch erst für 3 Monate ein Medikament genommen (Zoloft). Mein Neurologe sagt, das Zoloft z.B. nicht süchtig macht.

Hole Dir auf jeden Fall eine zweite Meinung bei einem Neurologen. Der kann Dir auch sagen, ob ein anderes Medikament genauso helfen würde und vielleicht nicht süchtig macht.

Liebe Grüße
Bibi
sorry das ich Dir nicht mehr helfen konnte.

25.11.2003 13:35 • #6


hallo jenny,

mein Mann und ich planen in naher Zukunft auch eine Familie zu gründen.
Hattest Du in der Schwangerschaft auch mit Depressionen zu kämpfen, oder ging es Dir in dieser Zeit viel besser??

Liebe Grüße
Bibi

25.11.2003 20:11 • #7


Hallo Bibi,
Du wirst es nicht glauben,aber in der Schwangerschaft ging es mir blendend.Warum aber kann ich auch nicht sagen.
Ich hatte erst richtig Angst vor einer Schwangerschaft,dachte die Panikattacken tun dem Kind nicht gut u.s.w. aber ich weiss das viele in der Schwangerschaft es komplett verlieren.Deshalb nur Mut so ein kleiner Wurm ist toll. Wie gehts Dir momentan?
Liebe Grüße Jenny

26.11.2003 22:49 • #8


hallo jenny,
mir geht es momentan sehr schlecht. Habe mindestens zwei Panikatacken am Tag. Mein Neuroolge hat mir neben Zoloft jetzt auch Insidon verschrieben, da ich die letzten 4 Nächte kaum geschlafen habe. Ich bin am Tag total fertig. Seit dem 15.08.03 arbeite ich auch nicht mehr. Habe meine Stelle gekündigt. Mein Chef war jemand der nur rumgeschrien hat und meine direkte Kollegin hatte mich schon die ganze Zeit auf dem Kicker. Ich habe es 1 Jahr und 7 Monaten dort ausgehalten. Aber meine Depressionen haben sich in dieser Zeit verschlechtert. Ich bin jetzt wieder auf der Suche. Aber in meinem Bereich (ich bin gelernte Steuerfachangestellte) findet man schnell etwas.

Wie hast Du eigentlich die 9 Monate ohne Panik empfunden und plötzlich waren sie wieder da? Man muss doch als Mutter funktionieren? Darüber mache ich mir schon Gedanken.

Freue mich auf Antwort

Bibi

27.11.2003 10:37 • #9


Hallo Bibi,
das mit der Arbeit habe ich auch alles durch. Ich wurde im 7 Monat schwanger von meinem Chef gekündigt.Musste zum Arbeitsgericht um von irgendeinem Geld für den rest zu bekommen.War damals ne ganz schlimme Zeit für mich und heute sage ich diese kleine Maus hat alles geändert.
Gott sei Dank. Man wird durch die Kinder auf trap gehalten, wo ich meine Tochter noch nicht hatte habe ich mich ganzschön gehen lassen und in meinem Körper reingehört, jetzt möchte sie meine ganze Aufmerksamkeit.
Und das ist gut so.Mir gehts seit der Schwangerschaft etwas besser, weil ich nicht mehr die Zeit habe.
Ich habe eine Selbsthilfegruppe gegründet haben uns heute das 2xgetroffen. Das hilft einen auch weiter. Es gibt so viele Leute man solls nicht glauben .
Mach Dir keine Sorgen. Es stimmt das man als Mutter funktionieren muss, aber das klappt wir sind keine schlechteren Mütter und vielleicht gehts Dir danach auch viel besser, denn den meißten gehts besser. Und Du schaffst es auch. Das es Dir momentan nicht so gut geht liegt sicher auch am Wetter, schnell dunkel u.s.w. Aber glaube mir es kommen bessere Zeiten und ich habe Dir ja auch angeboten mich anzurufen, erstmal zwar nur unter Handynummer. Das bewirkt manchmal Wunder. Was sagt Dein Partner dazu? Kommt er einigermaßen damit klar.
Liebe Grüsse und halt die Ohren steif
Gruss Jenny

27.11.2003 21:37 • #10


Hallo jenny,
danke für Deine Mail. Sie hilft mir, etwas positiver in die Zukunft zu sehen. Mein Mann hatte früher selber mal drepressive Verstimmungen, aber das war mit 24 oder 25 Jahren. Und dann auch nur für kurze Zeit. Er ist jetzt 33 Jahre und Ihm geht es gut. Er hat super viel Verständnis. Wir haben im letzten Jahr bei meinen Eltern umgebaut, so das ich immer die Möglichkeit habe, wenn es mir mal schlecht geht meinen Eltern Bescheid zu geben.
Warst Du mit Deinem Mann schon zusammen, als Du die Depressionen hattest? Bei mir hat es erst wärhrend der Beziehung angefangen, so das mein Mann es von Anfang an mitbekommen hat. Wir hatten sehr oft einen Notarzt in der Nacht und ich war zweimal im Krankenhaus aufgrund von Herzproblemen. Aber man hat nie etwas festgestellt. Bis mal ein Arzt sagte, das wären bestimmt Angststörungen oder Depressionen.
Ich hatte bestimmt schon alles vom piepen im Ohr bis Klos im Hals, Knochen schmerzen und totale Verspannungen und alles kam vom Kopf. Ich habe das Gefühl, das nimmt gar kein Ende.
Wie kommt Dein Mann mit der Situation kar?

Liebe Grüße
freue mich auf eine Mail
Bibi (Birgit)

28.11.2003 08:58 • #11


Hallo Bibi,
ich bekam die Panikattacken auch während der Beziehung. Warum weiß ich leider nicht, denn ich habe einen tollen Mann.
Bin glücklich deshalb kann ich es nicht verstehen wie ich dazu komme.
In der ersten Zeit konnte mein Mann mich nicht so richtig verstehen.Das hat sich aber mit der Zeit gegeben. Es ist ja auch schwer für einen Partner und wenn er nicht mitzieht dann wirds sicher schlimmer. Auch hatte regelmäßig Nachts einen Arzt weil ich dachte meine letzte Stunde hat geschlagen.
Jedes mal die Diagnose kerngesund. Ich dachte immer sie haben sich vertan und ich bin schwerkrank,denn man hat ja Syntome .
Ja es ist schon eine blöde Krankheit denn viele verstehen einen nicht, die denken alle man ist bescheuert.
Deshalb Kopf hoch denn wir haben ja tolle Partner.
Wie alt bist Du ?
Alles Gute Liebe Grüße Jenny

28.11.2003 18:11 • #12


hallo jenny,

ich bin 28 Jahre alt.

Es tut gut, mal jemanden Schreiben zu können, der das gleiche durchmacht. Wenn mir danach ist, werde ich bestimmt mal zum Telefonhörer greifen und mal durchrufen. Danke nochmals für die Nummer.
Heute geht es mir schon etwas besser. Nehme ja seit 4 Tagen Insidon und die Wirkung tritt langsam ein.
Hast Du nachts auch immer so schreckliche bzw. schwere Träume. Ich habe manchmal Angst davor schlafen zu gehen. Momentan habe ich Probleme mit dem einschlafen, brauche oft über 1 Stunde. Hattest du diese Probleme auch schon mal?

Liebe Grüße
Birgit

30.11.2003 17:21 • #13


Hallo Birgit,
auch mir tut es total gut mich mit Dir zu schreiben.
Ich freue mich jedesmal wenn Du zurückschreibst.Es ist gut zu wissen das man nicht alleine dasteht.Eine Bekannte nimmt aus Insidon und kommt damit gut klar. Ich habe nur immer Angst (Nebenwirkung) Halte mich bitte auf den laufenden ich werde mir wohl auch mal was verschreiben lassen.
Schlafstörungen habe ich auch schon lange. Ich liege manchmal im Bett und mir gehen die unmöglichsten Sachen durch den Kopf und wenn ich dann mal eingeschlafen bin dann wache ich schweißgebadet gegen 3 Uhr auf.
Ich habe auch jede Nacht Angst denn Nachts sind die Panikattacken richtig heftig. Woran das liegt was ich nicht, aber man geht schon mit einem mulmigen Gefühl ins Bett. Wie hast Du denn 1 Advent verbracht.
Von wo kommst Du überhaupt? Ich wohne auf der schönen Insel Rügen.
Freue mich auf eine Antwort
Liebe Grüsse Jenny

30.11.2003 19:47 • #14


hallo jenny,

ich bin aus Mettingen, das liegt in der Nähe von Münster und Osnabrück.

Ich kann Dir nur sagen, dass das Mittel Insidon sehr gut verträglich ist. Am Anfang ist man etwas benommen und müde, aber ich habe das als angenehm empfunden. Paralel dazu nehme ich Zoloft. Bei diesem Mittel hatte ich auch Angst vor Nebenwirkungen, konnte es aber sehr gut vetragen.

Am 1. Advent waren wir morgens mit Freunden frühstücken und am Nachmittag haben wir einen gemütlichen Nachmittag mit lesen und fernsehen verbracht.

Freue mich auch eine Mail
Birgit

01.12.2003 13:41 • #15


Hallo Birgit,
schön das Dir Insidon gut tut, ich werde meine Ärztin auch mal fragen ob sie mir das verschreibt. Wie viel nimmst Du davon und wie viele Zoloft?
Merkst Du eine Gewichtszunahme? Es gibt einige Leute die davon richtig doll zugenommen haben.
Schön das Du einige Sachen unternimmst und mit Freunden unterwegs bist.
Wie verstehen Dich Deine Freunde?
Hast Du schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen?
Bis bald und alles gute
Liebe Grüsse Jenny

02.12.2003 23:12 • #16


Hallo Biggi,
wollt mal hören wie es Dir geht?
Gruss Jenny

04.12.2003 13:40 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hallo jenny,

wir haben einen neuen PC bekommen, der leider nicht sofort lief, darum melde ich mich heute erst.

Mir geht es im Moment recht gut. Habe nur noch ca. 1 mal am Tag etwas Unruhe. Jedenfalls war es heute so. Die Medikamente fangen an zu wirken.

Wie sieht es denn bei Dir aus??

Liebe Grüße
Birgit

05.12.2003 21:20 • #18


Tavor nützt höchstens in der akuten Panickattacke bzw. unmittelbar danach. Ansonsten macht es nur ziemlich "breit", müde, lustlos, aber auch irgendwie angenehm entspannend . Am eigentlichen Problem ändert Tavor (leider) gar nichts. Bei längerer regelmäßiger Einnahme droht Abhänigkeit, die wiederum sehr schwierig zu behandeln ist. Also besser gar nicht erst auf das Pferd Tavor setzen. Andere Medikamente sind da hilfreicher ohne die Gefahr von Gewöhnung oder Sucht, auch bei langfristiger Einnahme nicht (oft erforderlich).

07.12.2003 16:32 • #19



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