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Hallo,

vielleicht gibt es den einen oder anderen hier, der mir einen Tipp geben kann.

Zuerst stelle ich mich mal vor:

Ich bin Desi, 27 Jahre alt und lebe seit nicht so langer Zeit mit den Panikattacken.

Momentan kann ich keinen klaren Gedanken fassen, weil seit heute Morgen ich meine Panika. nicht unter kontrolle bekomme. Es ist so schlimm. Ich habe schon versucht mich abzulenken durch Musik, Aufräumen (konnte heute wieder nicht zur Arbeit gehen), mit Telefonieren (leider ist keiner da zum quatschen), etc.

Mein Leben war auch bis vor zwei Jahren nicht so toll, habe schon viele Therapien hintermir, die mir auch geholfen haben, zumindestens die Klinikaufenthalte. Vor zwei Jahren habe ich meinen Freund kennengelernt und es ging mir bis vor einigen Wochen richtig gut. Von heut auf morgen fingen die PA an.

Natürlich war mein erster Schritt zum Arzt zu gehen, habe viele Untersuchen machen müssen. Soweit ist nichts schlimmes dabei raus gekommen. Ich bin zwar nicht ganz gesund, aber meine Krankheiten sind nicht der auslöser der PAs.

Was kann ich machen? Ich sitze hier wie ein zittriger Angsthase

Würde mich über einen Tipp sehr freuen.

Liebe Grüße Daisy

11.09.2008 10:02 • 15.03.2018 #1


20 Antworten ↓


Schokokeks
hallo daisy (:

Ich kenn das Gefühl... man ist innerlich total nervös, könnte platzen vor Angst.. schrei es raus (;

Was mir auch gut hilft ist, hin un her zu laufen und zu sagen.. Es sind nur deine Nerven, alles wird gut

Geh mal in die Apotheke und lass dir Notfalltropfen (Bachblüten) geben.. das tust du dir auf die Zunge und lass es wirken.. das ist das was mich meistens am besten dazu beruhigt...
Oder sing laut deine Lieblingssong mit, geh zu einer guten Freundin oder jemand Verwandten..

Es geht wieder vorbei glaub mir (:
Es ist nur die doofe Angst, aber du bist stärker
cheers und kopf hoch

11.09.2008 10:51 • #2



Warum hält die Panikattacke so lange an?

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Hallo Desi.

Deine Panik wird so lange anhalten, wie Du ihr Beachtung/Energie schenkst. Du sagst Du warst beim Arzt und er konnte nichts Schlimmes finden, also gibt es auch garkeinen Grund Panik zu schieben. Ich weiss, den Gedanken loszulassen fällt oft sehr schwer. Versuch doch einfach mal an etwas zu denken oder gar etwas zu tun, was Dir sehr viel Freude bereitet. Dies könnten zum Beispiel schöne Stunden mit Deinem Liebsten sein, das hat mich persönlich immer ganz schnell auf andere Gedanken gebracht *lächel*

Oder versuch ein kleines Rätsel zu lösen, lese etwas Lustiges oder etwas Schönes. Schau Dir auf diversen Seiten im Internet diese lustigen Videos/Animationen an. Humor ist meiner Meinung nach die absolute Geheimwaffe gegen AngstPanik. Sobald das erste Lächeln Dein Gesicht ziert, sind fiese Gedanken meist wie weggeblasen

Ich wünsche Dir, dass Du diesen wunderschön sonnigen Tag noch geniessen kannst, so wie es ihm gebührt!

11.09.2008 10:52 • #3


Hallo ihr lieben,

erstmals herzlichn Dank für eure Tips. Werde sie mal ausprobieren. Ein paar tips werden wohl nicht klappen.

Leider ist mein Partner auf Geschäftsreise ;-( und Freunde und Verwandte wohnen zu weit weg. Lebe hier auf dem Lande. Naja, ob ich noch Freunde habe weiß ich nicht. Ich habe manchmal das Gefühl das die noch bestehenden Freundschft einseitig sind. Ich bin immer diejenige, die die Freunde anruft oder den weiten weg auf mich nehme, um sie zu Besuchen.

Seit einigerzeit kann ich noch nicht einmal Auto fahren vor Angst. Während einer PA hatte ich das Auto nicht mehr unter kontrolle und baute einen Unfall. Zum Glück ist niemanden etwas passiert. Naja, seitdem habe ich mich in meinen vier Wänden eingeigelt.

Das schreiben hier tut mir sehr gut. Zwar ist es schwer unter einer PA zu tippen aber ich hoffe, ihr versteht was ich hierso schreibe.

Liebe Grüße

11.09.2008 11:05 • #4


Hallo Daisy27,
ich kann Booob nur zustimmen. Versuche, der Angst / Panik keine Beachtung zu schenken. Es sind nur Gedanken.
Geh mal in dich und frage dich, was du jetzt besonders gern machen würdest, was dir gut tun würde. Und dann mache es.

Ich kenne es, wenn es wunderschöne Tage gibt, an denen ich nicht einmal an Angst denke.
Ich kenne aber auch die dunklen Tage, wo sämtliche Energie von den schönen Tagen weg zu sein scheint.
Aber es hilft weiter nichts, als immer weiter machen und sich soviel gutes zu tun, wie man benötigt.

Liebe Grüße
engelchen106

11.09.2008 11:20 • #5


Na siehst Du. Dass Dir das schreiben hier gut tut, ist doch schonmal ein schöner Anfang

Genau das meine ich. Tue bzw. denke an die Dinge die Dir eine Freude bereiten. Wenn ich versuchen würde mich mit Aufräumen (keine besonders angenehme Tätigkeit in meinen Augen) abzulenken, hätte ich zur Panik gleich noch schlechte Laune mit dazu. Dein Liebster ist immer nur so weit von Dir entfernt, wie Deine Gedanken an ihn entfernt sind. Ihr werdet in Eurer Beziehung sicher viele schöne Momente gehabt haben, hole Dir genau diese wieder vor Augen und versuch Dich an die schönen Emotionen dabei zu besinnen.

11.09.2008 11:20 • #6


mensch ihr seit lieb hey ich bekomme wieder ein schmunzeln hin.

es ist schwer mit solchen momenten umzugehen, weil die vielen Symtome bei einer PA einen es nicht leicht machen. Ich weiß das ich der Angst nicht die Beachtung geben soll.

Warum bekomme ich nach den PAs immer so Kopfschmerzen? Will nicht wieder Kopfschmerzen bekommen.

Was hält ihr eigentlich von Therapie? Habe am 19. einen Termin. Er soll gut sein nur er kostet für 45 min 65€, ist schon hammer, weil nach einer knappen Stunde bin ich ja nicht geheilt, also wird es auf dauer ganz schön teuer, wenn ich bei dem bleiben will.

Freue mich jetzt schon auf eure Antwort.

lg

11.09.2008 11:31 • #7


Hi Daisy,

mach unbedingt eine Therapie. Du kommst die Sache umso leichter in den Griff, wenn Du die PA`s noch nicht so lange hast.

Was die Kosten betrifft, ich nehme mal an dass diese von Deiner Kasse übernommen werden.

Schöne Grüße

Janus

11.09.2008 11:55 • #8


Hallo Janus,

leider ist der Therapeut nicht an den gesetzlichen Krankenkassen angeschlossen. Ich muss die Kosten selber tragen, dafür kann ich sie steuerlich gelten machen als außergewöhnliche Belastung.

Machst du gerade eine Therapie?

Liebe Grüße

11.09.2008 12:06 • #9


Hallo Daisy,

vielleicht solltest Du dann den Therapeuten wechseln ?

Ja ich mach meine zweite Therapie, aber eigentlich gar nicht mehr wegen den PA`s sondern nur reine Kontrollmaßnahme, gehe ca. alle 3 Wochen zu ihm. Meine erste Therapie hat mir sehr geholfen, kann alles machen, Reisen, Ausgehen, usw. Natürlich habe ich manchmal meine Angst als Begleiter dabei, versuche aber nicht viel dafür zu geben.

Grüße

Janus

11.09.2008 12:12 • #10


Hallo Janus, und was machst du wenn du PAs hast?

11.09.2008 12:16 • #11


Hallo Daisy,

zunächst einmal sehe ich die PA`s nicht als einen Fremdkörper an, sondern als etwas dass ein Teil von mir ist. Ich akzeptiere sie also und versuche nicht krampfhaft gegen sie anzukämpfen. Wenn sie da sind versuche ich sie, ohne Aufregung, noch zu verstärken, gehe also in die Offensive. Ich möchte sie dann so heftig wie noch nie haben, also eine Art Kräfte messen, zwischen der PA und mir. Nur dann ergibt sich das Gegenteil, dass die PA langsam aber sicher verschwindet. Es ist wichtig dass man endlich daran glaubt dass man während einer PA nicht stirbt, umkippt oder verrückt wird o.ä. Das ist m.E. wirklich die halbe Miete.

Ich versuche z.Zt. meine Erwartungsängste besser in den Griff zu bekommen. Als Golfspieler habe ich letztens in einem Golfbuch rumgeblättert. Da stand etwas interessantes drin. Wenn man zum nächsten Schlag ausholt, soll man darüber nicht negativ denken, weil sich das Gehirn dann automatisch auf einen misslungenen Schlag einstellt. Naja so ähnlich ist es ja auch bei unserer Erwartungsangst, dass wir uns schon vorher verrückt machen dass wir in einer bestimmten Situation wohl eine PA bekommen werden. Ich sehe hier eine Parallele, dass unser Gehirn sich ja schon vorher auf die PA einstellt.

Sorry war jetzt unfreiwillig lang

Schöne Grüße

Janus

11.09.2008 12:31 • #12


Halloo Jaus, so schlecht ist das doch gar nicht mit dem Vergleich bzgl. des Golfartikels. Irgendwie logisch. Aber wie soll ich mich mit meiner Angst messen? Sie ist doch nicht greifbar. ...prügeln kann ich sowieso nicht
Bin auch ein schlechter Streiter

LG Desi

11.09.2008 12:41 • #13


Genau Daisy, was andere bei einer blöden Sportart als Hobby vermeiden sollten, ist für uns ein harter Teil des Genesungsprozesses, so sehe ich das zumindest als nicht Mediziner.

Was Deine Angst betrifft, durchlebe sie einfach, wünsche Dir dass sie stärker als jemals zuvor kommt, aber Du musst dazu auch bereit sein. Das erfordert etwas Training, aber es funktioniert. Wenn Du eine PA hast, dreh den Spieß um, fang an zu lächeln, neutralisiere die PA indem Du Dir sagst dass es nur ein Gefühl ist, dass Du im Moment hast. In der letzten Stufe, empfinde die PA als etwas angenehmes, was sie natürlich nicht ist. Aber wenn uns unser Körper etwas vorgaukelt und uns Stress macht, dann faken wir halt zurück und positionieren uns damit gegen die Angst. Ich weiß dass klingt verrückt und vielleicht auch etwas zynisch. Aber mir zumindest hilft es ungemein. Habe ich alles nicht von heute auf morgen geschafft, aber mit er Zeit. Mein Therapeut ist da sehr zufrieden mit mir.

11.09.2008 12:53 • #14


mensch janus, es hört sich alles so einfach an. Nur bei Autofahren mit meiner Angst in die Offensive zu gehen, ist glaube ich nicht wirklich gut, weil ich ja schon den blöden Unfall hatte. Ich möchte keinen gefährden.
Zwar ist mein wunsch wieder nach draußen sehr groß, aber hier in meinen vier Wänden fühle ich mich ziemlich sicher , zwar sehr einsam, aber sicher. Heute habe ich das Gefühl, durch zu drehen, vor allem weil ich heute auch solange mit meiner PA kämpfe. Ich bekomme es irgendwie nicht hin. Bin total verzweifelt. Ich danke dir für deine Mails hier, es ist schon das man hier nicht alleine ist, vorallem haben wir hier alle eine Gemeinsamkeit.

Ganz liebe Grüße

11.09.2008 13:04 • #15


Will Dich zwar mit meinen Mails nicht nerven, aber vielleicht noch das zum Schluss Es hört sich einfach an, war es am Anfang aber gar nicht und ist es heute zum Teil auch nicht. Ich habe PA`s seit drei Jahren. Am Anfang war ich genau wie Du, wollte noch nicht mal auf den Balkon, geschweige denn rausgehen. Aber sich einsperren, bringt gar nichts. Auch wenn es am anfang schwer ist, geh raus für eine kurze Zeit und dann wieder. Du wirst erkennen, dass es Dir besser bekommt, als in der Wohnung. Und mach bitte auf jeden Fall die Therapie.

11.09.2008 13:10 • #16


Nein Janus du nervst mich absolut nicht mit deinen Mails, ich bin froh mit jemanden darüber zu quatschen. Du machst einen echt Mut. Warum sind hier alle so nett? Schön das es hier so viele nette Menschen gibt. Danke! Will dich aber auch nicht abhalten, bei dem schönen Wetter was zu unternehmen, geschweige denn vielleicht von deiner Arbeit. Wie alt bist du eigentlich? Darf man das hier fragen?

Lieben Gruß

11.09.2008 13:13 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Nun, wir haben hier alle ein gemeinsames Problem und versuchen uns gegenseitig zu helfen, geht eben nur mit Nettigkeit

Klar darfst Du mich fragen wie alt ich bin Ich bin 39.

LG

Janus

11.09.2008 13:17 • #18


bist ja noch ziemlich jung, was machst du denn beruflich? Hey dann will ich es mal ändern, dass du nicht gleich vor deiner Arbeit einschläfst.

Hast du Kinder? Was machst du in deiner Freizeit? Wo lebst du?

Ich weiß ich bin neugierig hihi

Du musst mir auch nicht die Fragen beantworten, wenn du nicht willst. Nein sagen ist verdammt wichtig, hey das kann ich z.B. sehr gut!

11.09.2008 13:21 • #19


Ähm, sagen wir so, ich schreib Dir eine pn ok ?

11.09.2008 13:23 • #20



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