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Hallo!
Ich habe mich grade hier in dem Forum angemeldet, weil ich nicht mehr weiß was ich noch machen soll

Ich leide jetzt seit ein paar Jahren unter einer Angststörung!
Hat eigentlich ganz harmlos angefangen, aber jetzt ist es für mich unerträglich geworden!

Es ist nicht so, das ich mir den ganzen Tag grundlos irgendwas ausdenke und davor Angst habe.....
Bei mir läuft das wie folgt ab:
Mein Körper zeigt irgendein Symptom...
Am Anfang waren es Kopfschmerzen und zwar so krass das ich nichts mehr machen konnte...
Dann kam Schwindel dazu, wenig später Taubheitsgefühle im Gesicht und Beinen.
Beim Arzt war ich und der meint es ist nichts!
Dann kommt manchmal das Gefühl wenn ich schlafen möchte, das ich komplett die Kontrolle von meinem Körper verliere! Also is schlafen im moment nicht so angesagt bei mir!

Also so gehts mir die ganze Zeit... Ich bekomme Schmerzen und habe Angst vor irgendwelchen schlimmen erkrankungen!
Ich weiß nicht wie oft ich im Krankenhaus oder beim Arzt war, weil ich nicht mehr richtig Atmen kann, oder mir der Brustkorb beim atmen weh tut...
Aber die Ärzte sagen immer, es ist nichts!

Nun habe ich ganz akut, das problem, dass ich wahnsinnige Angst vor einer Eileiterschwagerschaft habe.... Periode war abnormal, habe immer Schmerzen in dem rechten Eileiter.... Ich war auch schon beim Gyn, aber der hat sich noch nicht mal die arbeit gemacht, einen ultraschall zu machen...
Der hat nen Test gemacht, der negativ war, meinen Urin untersucht und einen Harnwegsinfekt festgestellt und mir Antibiotikum verschrieben!
Wo ich dann schon das nächste Problem hatte
Ich konnte es nicht einnehmen, da mir die Nebenwirkungen zu krass waren! Naja... eine woche ist vergangen und ich habe ein neues antibiotikum bekommen und auch genommen! Beschwerden sind immernoch da! Ich lebe mit einer panischen Angst und weiß echt nicht mehr weiter!
Mich nimmt keiner Ernst und ich sitze hier mit der Panik! Es ist echt zum heulen
Und es geht immer so weiter... Ist die eine Krankheit ausgeschlossen, dann kommt ein anderes Symptom! Ich weiß garnicht mehr was echt ist und was nicht!
Mein Freund will sich auch trennen, weil er auf meine Angststörung keine Lust mehr hat...
Vielleicht habt ihr ja ein paar Ratschläge für mich, oder ähnliche erfahrungen..

vlg

12.02.2011 10:30 • 13.02.2011 #1


11 Antworten ↓


Guten Morgen
Der erste Schritt ist, so habe ich es gemacht ..Zum Hausarzt und offen sehr offen über deine Ängste sprechen ...Er wird dich beraten und dir Adressen wo du dich hinwenden kannst geben...
Ich denke eine Therapie wäre zum Vorteil ,da dein Alltag beeinträchtig ist ...
Du mußt jedenfall an dir Arbeiten und Kämpfen , ich kenne ja deinen Freund nicht ,ich denke aber er kann nicht damit umgehen ,wenn er aber sieht du machst was ,dann ist er vielleicht bereit dich zu begleiten ...
Hast du Freundinen mit denen du offen sprechen kannst ? oder Familie? das hatt mir sehr geholfen ...
Du schaffst das
LG
Sandra

12.02.2011 11:02 • #2



Verzweifel so langsam

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cor illustrata
Hallo Sandra!
Danke für deine Antwort.

Vielleicht schreibe ich noch was über meine gesammtsituation:
Also ich habe es geschafft mich in eine abhängigkeit reinzubringen die echt nicht mehr schön ist!
Die Angststörung hat mit dem Autofahren angefangen... Ich fahre garkein Auto mehr... Deswegen habe ich den Tüv ablaufen lassen.....
Mein Freund hat ein Auto, arbeitet aber im 24 Stunden Dienst und wenn es zu hause ist, ist er genervt oder spielt pc...
Ich habe keinerlei Chance hier weg zu kommen..... Somit haben sich auch alle meine Freunde von mir abgewant....

Mein Haushalt ist im moment total verwahrlost (um es schön auszudrücken)

Ich habe schon ein paar mal versucht mich wieder aufzuraffen... Also Haushalt wieder in Ordnung bringen, spazieren gehen....usw.

Ich habe meinen Freund um mithilfe gebeten, aber der zieht nicht mit....
Das heißt ich raffe mich auf, mache alles sauber und spätestens 1 Woche später sieht es genauso aus!
Spazieren gehen konnte ich auch nicht mehr, weil erstens macht das allein keinen großen spaß und zweitens hatte ich da wahnsinnige schmerzen in den beinen (warum auch nicht)
Dann habe ich ihn gebeten wenigstens 1 mal in der Woche schwimmen zu fahren... auch dieses ist nicht möglich!

Meine Ausbildung musste ich abbrechen.... da ich es nicht gebacken bekommen habe, da hin zu fahren... und ich immer wahnsinnige Kopfschmerzen und schwindel hatte!

Ich weiß beim besten willen nicht wie ich aus der lage wieder raus kommen soll

Achso... hab mir auch wieder einen neuen Arzt genommen, den ich von meiner Angststörung erzählt habe und der hat mir medikamente verschrieben, die ich natürlich nicht nehmen kann wegen den nebenwirkungen.....

Ich dreh mich echt im Kreis....

12.02.2011 11:28 • #3


Hallo,
ich erlebe die Form der Anggst genauso wie du sie beschrieben hast...bei mir sind nicht erst die negativen Gedanken da, sondern alles fängt mit den Symptomen an. Und wenn diese nicht verschwinden bekomme ich Angst bis zu Panikattacken. Ich denke immer, dass auch normale Menschen sich dann Gedanken machen würden, oder?! Jedenfalls kann ich meist erst beruhigt sein, wenn ich ausführliche Untersuchungen habe machen lassen. Obwohl mein Schwankschwindel trotz Mrt, etc immer wieder kommt . Im Normalfall ist es bei mir so, dass sich nach dem Überwinden eines Symptoms kurze Zeit später das nächste vorstellt.
Es macht einen wahnsinnig...
Bei mir haben die Panikattacken auch im Auto angefangen und es gab Momente, in denen ich nicht fahren konnte. Trotzdem habe ich es immer wieder probiert und irgendwann habe ich meine Angst überlistet...je häufiger du Aoto fährst, umso häufiger erlebst du auch, dass es gar nicht so schlimm war und mit jedem weiteren positivem Erlebnis dahingehend, verliert sich die Angst. Natürlich bekomme ich auch noch hin und wieder Panik beim Autofahren, ich würde auch nur sehr ungern lange Strecken alleine fahren, aber ich bin so zumindest etwas unabhängig. Vielleicht liege ich falsch, aber ich habe beim Lesen deines Textes das Gefühl, dass du dich zu wenig den bösen Situationen stellst und das ist gerade die Gefahr bei Angsterkrankung. Stell dich den Situationen, auch mit Symptomen. Bestimmt werden Momente auftreten, wo du meinst es ist unerträglich, trotzdem kämpfe weiter! Neben diesen Momenten tauchen nämlich auch positive Erlebnisse auf, du bist dann stolz auf dich und langsam traust du dir immer mehr zu. Mach kleine Schritte, aber gehe sie!

Die Angst vor Nebenwirkungen kenne ich übrigens auch, nehme höchstens mal eine Schmerztablette und in Akutsituationen Bachblüten.
Bin seit gut einem Jahr in ambulanter Therapie, es unterstützt mich bei meinem Vorgehen. Es wäre bestimmt ganz gut, wenn du dich dahingehend mal bei dir umhörst.

Ganz liebe angstfreie Grüße

12.02.2011 12:26 • #4


Habe noch was vergessen...
ich finde es schade, dass dein Freund dich nicht unterstützt. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Aber ich glaube niemand, der dies nicht hat, kann im geringsten nachvollziehen wie schrecklich man sich zum Teil fühlt und wie sehr dies an Lebensqualität raubt. Ich wünsche das keinem Menschen...trotzdem habe ich mir schon oft gewünscht, dass Menschen in meinem nahen Umfeld nur mal für einen Tag mein Leben haben, damit sie sehen wie das ist! Aber das geht ja leider nicht! Andererseits darfst du dich nicht zu sehr auf deinen Freund fixieren, du bist für dich verantwortlich und auch nur du schaffst es dich aus dieser Angstspirale zu befreien. Pack es alleine an! Alleine schwimmen würde ich wahrscheinlich auch nicht gehen, aber geh doch mal raus an die frische Luft. Ich habe einen Hund und der zwingt mich immer wieder, auch an angstbesetzten Tagen mit ihm spazieren zu gehen. Ich muss mich auch zwischendurch überwinden, aber das Gefühl, wenn man es geschafft hat, ist besser als ein Sechser im Lotto ! Ich hoffe nicht, dass ich zu lehrerhaft rüber komme, wollte dir nur kleine Anstöße geben. Ich weiß, dass es oft ein harter Kampf ist, aber man muss ihn eingehen, sonst hat man keine Chance zu gewinnen...

Wünsche dir alles Gute!

12.02.2011 12:47 • #5


Hallo!

ich habe ähnliche gedanken,was die Krankheiten anbelangt.Bei mir hat alles mit Schwindel angefangen.Ich steigere mich da so arg rein,dass ich ihn gar nicht mehr los bekomme im Moment...wenn es bei dir aber so akut ist,versuche es doch mal mit einem Klinikaufenthalt.Mir hat es damals geholfen.LG silke

12.02.2011 13:25 • #6


Christina
Hi,

ich fände auch einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik sehr sinnvoll, da würdest du sehr intensiv daran arbeiten, dein Leben wieder auf Start zu setzen, und du würdest aus der Abhängigkeit rauskommen. Und meist lernt man bei der Gelegenheit einen Schwung netter Leute (Mitpatienten) kennen. Ich weiß, welche irre Überwindung das kostet, aber es ist es wert.

Nebenbei würde ich an deiner Stelle mal hochdosiert Magnesium nehmen - so viel, wie du verträgst, ohne Durchfall zu bekommen. Damit kannst du dir nicht schaden, aber es erledigen sich vielleicht ein paar Symptome. Außerdem würde ich den Vitamin-D-Spiegel, Vitamin B12 und Eisen (Ferritin) prüfen lassen. Davon ist bei deinen befundlosen Untersuchungen garantiert nichts gemacht worden. Außerdem: Wurde die Schilddrüse vernünftig untersucht (Ultraschall, TSH, fT4, Antikörper)? Lass' dir im Zweifelsfall die Ergebnisse aushändigen und dich nicht mit alles in Ordnung abspeisen.

Liebe Grüße
Christina

12.02.2011 13:43 • #7


cor illustrata
Huhu nochmal!
Ja ich muss dazu sagen, das ich eine Schilddrüsenerkrankung habe!
Erst war es Morbus Basedow und bei meinem neuen Arzt ist es jetzt Hashimoto... Verwirrt mich irgendwie total...
Und Diabetiker bin ich auch!

Aber das mit der Schilddrüse habe ich schon lang.... und nehme medis..... bei meiner letzten untersuchen waren die werte in Ordnung... nur die Schilddrüsenantikörper sind extrem hoch....

Da wäre schon die nächste überlegung
Wenn die Angsterkrankung von der Schilddrüse kommen soll, warum is sie dann noch da wenn die Werte in ordnung sind....

Vor allem hab ich das mit der Schilddrüse schon gut 6 Jahre und die Angststörung erst seit etwas über 2 Jahre?

vlg

12.02.2011 16:06 • #8


wird deine schilddrüse immer dicker?

12.02.2011 19:36 • #9


Christina
Hi nochmal,

wer Läuse hat, kann auch Flöhe haben. Die Angststörung muss nicht von der SD kommen, aber eine suboptimale SD-Einstellung macht es schwerer, mit der Angststörung klar zu kommen. Und vielleicht konnte sich die Angststörung auch nur entwickeln, weil du SD-bedingte Symptome hattest, die du nicht einordnen konntest. Werte in Ordnung heißt nur, dass die Werte in der Norm liegen, nicht, dass sie für dich optimal sind. Da muss man mitunter ein bisschen rumprobieren. Die Antikörper sind eigentlich nur für die Diagnose relevant, für den Verlauf nicht. Schau da mal rein. Wenn die sich bei der Diagnose nicht einig sind, wäre das ein weiterer Grund, den Ärzten intensiv auf die Finger zu schauen. Und mit einer autoimmunen SD-Erkrankung und Diabetes würde ich möglichen Vitamin- und Mineralstoffmängeln erst recht nachgehen.

Liebe Grüße
Christina

12.02.2011 20:13 • #10


ja, da muss ich christina recht geben. schilddrüse schon mal gestegestellt... das macht den ganzen prozess echt schwierig. ich bin ja eher immer typ, der alles auf die psyche schiebt, aber wenn schon auffälligkeiten bei der SD festgestellt worden sind - obacht!

12.02.2011 21:05 • #11


cor illustrata
Meine Schilddrüse war bei der letzten untersuchung (vor 1Jahr) vergrößert...
Ich weiß halt nicht wie der zusammenhang zwischen SD und der Angststörung besteht...
Ich weiß nur.. wo ich damals die medis nicht genommen habe, weil ich immer fetter wurde, ging es mir BLENDEND!
Jetzt wo ich die Medis genommen habe, das die Werte wieder in Ordnung sind gehts mir beschissen!

Mein Problem ist, das ich nicht mehr weiß wie ich aus der Lage wieder raus komme!
Mir gehts körperlich beschissen (auch wenn psyschich bedingt ist) so das ich nichts mehr machen kann!
Die häufigsten Symptome die ich habe sind:
Kopfschmerzen
Schwindel
Taubheitsgefühl im Gesicht
Engegefühl in der Brust (manchmal mit Schmerzen beim einatmen)
Durch dieses Gefühl nicht ausreichend Sauerstoff zu bekommen, muss ich die ganze Zeit zwanghaft gähnen...
Dann das Gefühl die Kontrolle über den Körper zu verlieren
Mein Herz stolpert dann meistens auch noch.
Und die Symptome von der jewaligen Krankheit, die ich meine zu haben...
Ändert sich so zwischendurch mal.

Desweiteren denke ich immer die Ärzte würden mich nicht richtig untersuchen und somit was übersehen.

vlg

13.02.2011 01:07 • #12



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