cleo84Natürlich ist Angst erstmal keine Krankheit und sie gehört zum Leben dazu. Es gibt aber die normale Angst, die auch jeder haben sollte und die krankhafte Angst. Und zur krankhaften Angst gesellen sich nicht selten etliche körperliche Symptome dazu, unter denen viele Patienten dann ständig leiden. Das kann chronische Übelkeit sein mit Erbrechen, chronische Kopfschmerzen, Migräne, hoher Blutdruck und noch viel mehr. Die krankhafte Angst kann (muss nicht) enorme Ausmaße annehmen. Es gibt Menschen, die sind deswegen berentet.
Zitat: oder reden wir hier lediglich über angst?
Und wenn du nun meinst, eine schwere Angststörung labidar runterspielen zu müssen, sorry, aber dann warst du nie betroffen oder jedenfalls nicht schwer betroffen. Mal abgesehen davon, nicht wenige Leute entwickeln im Laufe der Angststörung auch noch eine mittlere oder schwere Depression.
Zitat:aber wie kann angst eine krankheit sein, wenn sie doch nur ein gefühl ist?
Diese Gefühl kann aber, wie oben schon angedeutet, etliche körperliche Beschwerden verursachen.
Zitat:zugegeben, panikattacken oder die erwartungsangst sind absolut unangenehm und je mehr wir uns hineinsteigern, desto schlimmer wird es auch. aber fakt ist nun mal: wir sind weder krank noch werden wir davon sterben.
Totaler Unsinn! Um die 10.000 Menschen nehmen sich Jahr für Jahr bei uns das Leben! Man geht davon aus, ein sehr großer Teil davon sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, von Depression bis Angststörung. Und in Fachliteratur findet man genug Stellen wo zu lesen ist, die Rate der Selbststötungen bei schweren Angststörungen ist nicht niedrig.
Auch das Risiko für andere Erkrankungen steigt und nicht nur bei Depression u.a., sondern auch bei Angststörungen. So z.B. für Herz/Kreislauferkrankungen. Jeder Kardiologe wird dir das bestätigen. Bei jeder psychischen Erkrankung, die ja auch Stress ist, steigt das Herzinfarktrisiko. Wird einigen hier nicht gefallen, sind aber Tatsachen.
Hier also von "nichts" zu reden, ist enorm daneben!
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das was du schreibst lässt nur ein Ergebnis zu, du hast null Ahnung. Und da brauchst du dich nun nicht aufplustern und ne Gegendarstellung verfassen, es ist so. Und, es ist ein Schlag ins Gesicht derer, die wirklich extrem leiden. Weil du es quasi verharmlost und runterspielst, in Richtung "ist ja eigentlich nichts, nur ein Gefühl...".
pumucklNatürlich kann man nicht alles lassen. Allerdings muss man sich auch nicht mit allem konfrontieren. Bei manchen Leuten entstehen ja die PA nur in Stresssituationen. Und wenn z.B. 100% sicher ist, im Supermarkt stehen immer gegen 17 Uhr mindestens 10-12 Leute an der Kasse vor Person X und die bekommt dann extreme PA und dann ist aber 100% sicher, gegen 19 Uhr sind nur 1-2 Leute an der Kasse vor Person X und alles ist easy, warum soll Person X dann nicht sagen, sie geht nun generell nur noch um 19 Uhr?
Zumal man auch sagen muss, selbst einige Menschen ohne Angststörung nerven volle Läden und wenn die dann nicht mehr zu bestimmten Zeiten gehen, ist es ja auch ok. Das ist eine ganz gesunde Stressvermeidung und völlig i.O.
Kein (guter) Psychologe wird sagen, man muss überall durch, jede Situation abkönnen, jedem Stress gewachsen sein. Weil es nicht so ist. Man muss nichts.