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Hallo zusammen,

ich nehme seit einer Woche früh Venlafaxin, die kleinste Dosis und Tavor früh und abends 0,5 mg früh und abends. Ich kann seitdem sehr schlecht schlafen, höchstens nachts 2-3 Stunden. Davor habe ich immer 10-12 Stunden nachts geschlafen. Ich vertrage die Tabletten an sich sehr gut, nur diese Schlafstörungen, Hilfe..

Kann ich noch mit Besserung rechnen oder vertrage ich diese Tabletten nicht, bin ratlos

liebe grüße

danke für Antworten

12.03.2013 15:26 • 28.03.2013 #1


71 Antworten ↓


Schattenbinder
Hallo Blume90,

ich nehme seit drei Jahren Venlafaxin (150 mg) und kann zwar durchaus gut schlafen, habe allerdings sehr lebendige Träume und meistens auch noch recht schlimme dazu. Ich habe gehört, das soll bei Venlafaxin durchaus üblich sein. In der ersten Zeit hatte ich allerdings auch Probleme mit dem Einschlafen, das legte sich aber nach etwa 2 bis 3 Wochen wieder.

Lieben Gruß
Schabi

12.03.2013 15:54 • #2



Venlafaxin und Tavor?

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Danke für deine Antwort, habe mir schon viele Gedanken gemacht deswegen, muss nächsten Dienstag wieder zum Psychiater. Ich hoffe ich kann bald wieder gut schlafen dankeee und liebe grüße

12.03.2013 16:18 • #3


Peppermint
Warum nimmst du denn jeden Tag tavor ?

Sollte man die nicht nur im absoluten Notfall nehmen weil die schnell abhänig machen ?

12.03.2013 16:29 • #4


Jeden Tag Tavor? Wer verschreibt denn sowas? Das ist unverantwortlich. Da kannst du bald einen Entzug machen.Und DER soll heftig sein.

12.03.2013 16:54 • #5


Leute,

seid Ihr Ärtze? Falls nein einfach mal die..... Sowas hier zu schreiben zeugt auch nicht gerade von Verantwortlichkeit...

Ihr Arzt wird es schon wissen...
@Schattenbinder du kannst ja nochmal nachfragen oder eine zweite Meinung einholen

Grüße

Herzphobie

12.03.2013 18:03 • #6


crazy030
Nicht immer so das "Horror Schreckgespenst Benzos" füttern. Ihr werdet es nicht glauben, aber es gibt Menschen, die nehmen immer Benzos und bekommen die auch immer verschrieben, weil es bei bestimmten Krankheiten quasi ganz normale Medikamente sind und so, wie bei anderen Leuten die Blutdrucktabletten. Bei Spastik kann z.B. Tetrazepam (Benzo) ein Dauermedikament sein.

12.03.2013 18:40 • #7


Sollte dem so sein, crazy, ist es ja ok. Aber es gibt viel zu viele Ärzte, die es verschreiben und dann sitzen Angst- und Panikpatienten hinterher auch noch wegen einem Entzug in der Klinik. Und das, liebe(r) Herzphobie, muss nun wirklich nicht sein!

12.03.2013 18:42 • #8


crazy030
Zitat von pumuckl:
Aber es gibt viel zu viele Ärzte, die es verschreiben
Das hört man oft, stimmt aber nicht. Wirklich nicht. Natürlich werden Benzos verschrieben, aber die werden nicht mal eben so jedem hinterher geschmissen. Zu mir sagte mal ein Psychiater, von 100 Leuten die dort wegen Entzug sind, haben 80 die Benzos nicht verschrieben bekommen, sondern sie sich irgendwie besorgt. Ebenso ist es bei Opiaten.

Sucht hat immer mehrere Seiten und eine ist auch die Persönlichkeitsstruktur der Person.

12.03.2013 19:01 • #9


Hallo zusammen,

Ich kann immer noch nicht auf das Venlafaxin schlafen, sind das normale Nebenwirkungen die sich nach ner Zeit legen? Heute ist der 7te Tag der Einnahme...Ich schlaf schon fast im sitzen ein....

Und wegen dem Tavor habe ich sehr Angst weil ich gelesen habe dass es abhängig macht und man einen starken Entzug durchmacht. Aber 2 Wochen Einnahme, ist das schlimm?

freue mich sehr über Antworten

Danke

13.03.2013 14:26 • #10


Ich denke, dass man bei 2 Wochen noch den Absprung selbst schaffen kann! Der Entzug soll wirklich schlimm sein. Also lass am Besten direkt die Finger ganz davon. Und wegen dem anderen Medikament würde ich den behandelnden Arzt fragen.

13.03.2013 14:33 • #11


Es ist meiner Erfahrung nach kein Problem, bei Hausärzten daran zu kommen. Ich kenne Leute, die Fernreisen mit dem Flugzeug machen, ihrem Arzt sagen, dass sie durchpennen wollen auf dem Flug und die kriegen auch ne Packung rüber geschoben.
Hier bei uns tobt ein Kampf der Hausärzte um Patienten. In meiner direkten Nähe gibt es 5 Hausarztpraxen. Da hocken insgesamt 9 Ärzte. Bald kommt ein 10. Arzt hinzu. Da weiß man genau, in welcher Praxis man auf Wunsch was bekommt... Ist wirklich so.

13.03.2013 14:37 • #12


Hallo Blume,

Tavor ist kein Schlafmittel sondern ein Beruhigungsmittel. Zum Schlafen gibt es andere Mittel. Ich habe z.B. mal Betadorm genommen und das hat gut geholfen. Kann man ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Ob es sich mit Venlafaxin verträgt müsstest du in der Apo mal nachfragen. Das macht auch nicht abhängig.

Und noch ein Wort zu Tavor: Ich habe es vor 5 Jahren im KH mal 3 Wochen lang genommen und war abhängig. Es wurde langsam abgesetzt und der Entzug war ätzend aber auszuhalten. Die Hilfe die ich vorher dadurch hatte hat die Beschwerden beim Entzug gerechtfertigt. Wäre ich nochmal in der Situation würde ich es genauso wieder machen. Aber das muss jeder für sich selber abwägen. Am Besten immer in Absprache mit dem Arzt. Aber wie gesagt, zum Schlafen würde ich es nicht nehmen.

13.03.2013 14:58 • #13


crazy030
Ich hab vor 4 Jahren bei Entlassung aus dem Krankenhaus auch gefragt, ob man nicht mal paar Beruhigungstabletten hat und ich bekam 2 Diazepam mit. Die hab ich neulich weggeschmissen, weil sie abgelaufen waren nach den Jahren, genommen hab ich sie nie. Wo ist da das Problem?

Mein Neffe hatte gerade ganz übelste Entzündung im Kiefer, muss operiert werden. Weil nichts half, bekam er ne Minipackung Opiate (Morphium) mit. Auch kein Problem.

Amphetamin, in der Dro. auch als Speed bekannt, ich hab hier noch ne volle Flache reinen Amphetamin Saft (200 ml) und 2 große Packungen Riatlin. Ne unbenutzte Flasche Tilidin hab ich neulich weggeschmissen. Alles BtMG Sachen. Weil bei mir die Diagnosen vorhanden sind, bekomme ich es verschrieben, wann immer ich will. Nur nehme ich es nicht oder selten. Mir gefällt der Zustand unter diesen Medikamenten nicht.

Eine 50er Packung Tavor 1.0 mg (die Plättchen von Pfizer die man lutscht ohne Wasser, wirken schneller) hab ich auch noch hier. Die ist 2 Jahre alt und da sind immer noch 47 von 50 Stück drin. Vor 2 Jahren bekam ich mal eine Packung Bromazepam (Benzo) vom Neurochirurg wegen HWS, nie genommen, entsorgt neulich. Dann hab ich noch 2 Packungen Tetrazepam (Benzo) von der Orthopädin. 2 mal genommen vor Monaten, muss ich nicht haben, fliegen demnächst auch in den Müll.

Was ich damit sagen will, verschrieben bekommen kann man alles, ob man dann aber süchtig wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das liegt doch nicht nur am Arzt, am Rezept und Medikament, sondern auch an der Person, also dem Patienten.

Bestes Beispiel Alk.. Manche trinken täglich 3 B. und jedes Wochenende 2 Flaschen Wein und über Monate. Dann lassen sie es weg für Monate oder immer und es ist kein Problem. Andere werden so zu Alk.. Es liegt letztlich an der jeweiligen Person.

Ich z.B. kann den ganzen Schrank voll mit BtMG Medikamenten haben, etliche Packungen Benzos, ich würde NIE süchtig werden. Auch, weil ich mir der Gefahr bewusst bin und Respekt hab vor dem Zeug. Trotzdem, wenn es nicht anders ginge, dann würde ich auch alles mal in Akutfällen nehmen und ich würde auch alles verschrieben bekommen (auch Opiate), weil meine Ärzte 100pro sicher sind und es sein können, ich werd da nie als Süchtiger sitzen.

Und höchstens an dem Punkt könnte man Ärzten einen Vorwurf machen. Nämlich, wenn sie Patienten bestimmte Sachen verschrieben und ohne ihn/sie gut zu kennen. Trotzdem, wenn einer dann einen Packung Tavor o.ä. mit 10 oder 20 Tabletten bekommt, davon kann keiner süchtig werden. Da müsste man dann schon mehrere Rezepte in Folge bekommen.

sonnenblume!

Nach 3 Wochen Tavor hat man keine schwere physische und psychische Abhängigkeit. Ganz sicher nicht. Klar kann es schon nach 1-2 Wochen Probleme machen, wenn man Tavor dann schlagartig weglässt, aber eine schwere Sucht ist es nicht. Ich kennen einen jungen Mann, der nahm 5 Jahre (!) Diazepam und hatte dann von selbst die Nase voll, schlich es über Monate langsam aus und es war relativ ok so.

13.03.2013 15:20 • #14


Und was willst du mir jetzt damit sagen? Das ich mir die Entzugserscheinungen eingebildet habe oder was? Wenn du so klug bist dann solltest du auch wissen dass es Menschen gibt die schneller abhängig werden als andere. Das gestehst du denen die Alk. trinken doch auch zu.

13.03.2013 15:24 • #15


crazy030
Zitat von sonnenblume!:
Und was willst du mir jetzt damit sagen? Das ich mir die Entzugserscheinungen eingebildet habe oder was? Wenn du so klug bist dann solltest du auch wissen dass es Menschen gibt die schneller abhängig werden als andere. Das gestehst du denen die Alk. trinken doch auch zu.
Das du nach 3 Wochen noch nicht die Abhängigkeit haben kannst, wie nach 3 Monaten. Entzugserscheinungen kannst du aber auch nach 2 oder 3 Wochen haben. Ja. Es ist aber anders, als wenn du Tavor etliche Monate oder Jahre genommen hättest.

Und so ist es mit allen vergleichbaren Medikamenten. Wenn man 3 Wochen täglich und nicht wenig Tramal nimmt, dann merkt man es auch, wenn man die plötzlich weglässt und das kann schon unangenehm sein. Es ist aber nicht der Horror, wie es nach 1 Jahr Einnahme wäre.

13.03.2013 15:32 • #16


Das war doch hier auch gar nicht das Thema und ich wollte nur helfen und habe Blume meine subjektiven Erfahrungen mitgeteilt.

13.03.2013 15:34 • #17

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crazy030
Zitat von sonnenblume!:
Das war doch hier auch gar nicht das Thema und ich wollte nur helfen und habe Blume meine subjektiven Erfahrungen mitgeteilt.
Ist doch auch ok.

Nur sollte man es beim Thema Bonzos oder Opiate nicht immer zu sehr dramatisieren. Alles hat mehrere Seiten. Letztlich sind es aber unverzichtbare Medikamente, die definitiv ihre Daseinsberechtigung haben.

13.03.2013 15:38 • #18


crazy, bei dir sind ja auch ganz andere Indikationen gegeben. Meiner Meinung nach braucht aber niemand mit reinen Panikattacken Benzos! Denn gerade bei reinen Angstpatienten ist meiner Meinung nach das Abhängigkeitspotential sehr hoch. Denn diese Medikamente sind halt zunächst hoch wirksam und das ist sehr verlockend. Das ist meine Sicht der Dinge. Niemand will einem Krebskranken oder einem anderen Schmerzpatienten so etwas verübeln. Aber bei Panik und Schlafproblemem ist das doch nicht Sinn der Sache, oder? Ich denke, dass du genau das sagen wolltest.
Ich kenne auch Leute, die auf Dro. "hängen geblieben" sind und ich kenne Leute, die haben einfach so damit aufgehört... Aber da spielt halt auch der Wille eine Rolle und die Motivation. Wenn dann noch eine Depression dazu kommt, ist es schon schwierig, da noch die Überhand zu behalten!

13.03.2013 15:47 • #19


Halli Hallo,

ich habe meine Erfahrung mit Tavor auch schon "unfreiwillig" machen müssen.
Ich lag im KH wegen körperlichen Beschwerden & habe plötzlich einen beninger Lagerungsschwindel bekommen.
Da ich ja eh unter Angstzuständen leide, habe ich total Panik bekommen durch diesen heftigen Schwindel und weil ich plötzlich nicht mehr laufen konnte. Mein Puls ist auf 160 hoch gegangen (wohl eine Panikattacke). Die Krankenschwester hat mir Tavor zu Beruhigung angeboten. Ich kannte das Medikament nicht und habe es genommen. Hat auch wirklich gut geholfen und ich bin eingeschlafen. Am nächsten Tag kamen die Angstzustände noch schlimmer als sonst zurück und meiner einziger Gedanke war: Ich brauche noch eine Tablette davon!Die bekam ich auch und am nächsten Tag wurde es noch schlimmer.Das hat mich sehr gewundert und erschrocken. Ich habe dann meine Therapeutin angerufen und dir hat mir gesagt ich soll sofort die Finger davon lassen, es ist nur ein Akutmedikament und macht abhängig. Jetzt bin ich da ganz vorsichtig mit.
Ich hatte teilweise Panikattacken, wo ich dachte gleich den Verstand zu verlieren und aus dem Fenster zu springen, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Ich habe nie mehr Tavor oder Ähnliches genommen (nur Baldrian,pflanzlich!) und ich habe jede Panikattacke überlebt und lebe immer noch!
Also gut Überlegen, ob man Tavor WIRKLICH DRINGEND nehmen muss.

LG

13.03.2013 15:55 • #20



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