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NaFu
Hallo zusammen,
Bei mir wurden erst vor wenigen Tagen Panikattacken festgestellt. Angststörung, im Sinne von Hypochondrie, habe ich jedoch schon lange.
jetzt hätte mich mal interessiert, welche Körpersymptome bei euch Attacken auslösen können? habe festgestellt, das es bei mir echt verschiedenste Dinger sind.
- Herzrasen
- Stich im Kopf
- starker Herzschlag
- komisches Gefühl im Kopf

Manchmal auch ohne erkennbaren Auslöser oder aber wenn ich meine, ich hatte ne Sehstörung oder ähnliches und dann gehts auch gerne mal los. Und wenn ich eh grad nervös bin oder weiss ich kann nicht weg, dann reicht eine Kleinigkeit und zack, die Panik bricht los.

Es ist so, als wenn die Psyche sich ständig was neues sucht. Und mir ist aufgefallen, jedesmal wenn ich gerade dabei bin zu akzeptieren, das es Panikattacken sind, kommt wieder was neues.

Wie ist es bei euch?

28.09.2018 10:10 • 29.09.2018 #1


3 Antworten ↓


Gandalf der Graue
Als es ganz schlimm war, könnte eigentlich fast alles bei mir ne Panikattacke auslösen. Schmerzen in der Brust, ein Pieksen in der Wade, Kribbeln im Finger... Aber eben auch aus dem Nichts kam es manchmal, ohne dass ich vorher irgendetwas wahrgenommen hätte. Zumindest nicht bewusst. Vor einiger Zeit bin ich 5-mal in der Nacht aufgewacht, jedes mal mit einer Attacke. War nicht so toll.

Ich bin echt froh, dass es mittlerweile etwas nachgelassen hat. Die Angst vor der Angst ist auch weniger geworden.

29.09.2018 13:34 • #2


A


Unsere Körperwahrnehmungen als Auslöser von PA

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NaFu
hey, auch wenn es doof klingt, aber schön, das man nicht alleine damit ist und es auch andere Leute kennen. Könnte aktuell meine Geschichte sein . Wie hast du es geschafft, eine Besserung zu erzielen? Ich bin grad an dem Punkt, wo ich akzeptieren muss oder es versuche, das es alles Panikattacken sind bei mir. Fällt mir nur unfassbar schwer, weil es ständig neue Symptome sind.

29.09.2018 18:21 • #3


Gandalf der Graue
Ich hab meine Symptome beim Arzt klären lassen, kam nie was schlimmes raus. Und ganz wichtig: Alles nur einmal checken, nicht wegen den gleichen Symptomen dreimal zum Arzt.

Was mir auch gut getan hat ist nicht mehr Dr. Google zu fragen. Im Zweifelsfall habe ich lieber hier im Forum nachgeschaut, ob schon mal jemand so was ähnliches hätte. Das hilft auch oft, wenn man nicht alleine da steht und eben auch liest, dass nichts Gefährliches dahinter steckt.

Die Therapie hat mir sicher auch geholfen. Noch bin ich nicht ganz über den Berg und die Behandlung geht weiter, aber man bekommt nochmal ganz andere Blickwinkel gezeigt, auf die man von selbst nicht immer kommt.

Und ich glaube, ich habe es auch geschafft mich ein bisschen mehr zu entspannen. Durch weniger Anspannung verschwinden auch viele Schmerzen die schlicht und einfach muskulär bedingt sind. Weniger Schmerzen = weniger Symptome.

Manches ist natürlich immer noch da oder kommt immer mal wieder. Dann bin aber eher genervt davon, als dass es mir Angst macht. Zuletzt hatte ich irgendwann so ne Unruhe. Das kam im letzten Jahr auch häufiger vor, diesmal habe ich einfach versucht mich abzulenken und es hat funktioniert.

Ich sag mir halt auch immer wieder die gleichen Sachen: Das ist nur die Angst, es würde alles abgeklärt, die Wahrscheinlichkeit ist viel zu gering, was Ernsthaftes zu haben und so weiter. Das braucht natürlich seine Zeit, aber durch Wiederholung lernt man eben und nach und nach brennt es sich im Gehirn ein und man reagiert nicht mehr so schnell panisch.

29.09.2018 18:49 • #4





Dr. Christina Wiesemann