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Hi!
Hab ein paar richtige schei. hinter mir.
- Kopfweh - Bauchweh - Unruhe - genervt sein - Nervosität - Durchfall ...
Mich regt das dermaßen auf! Ich reg mich selbst ganz schön auf. Hab die letzte Zeit massiv an meinen Problemen gearbeitet. Das heißt: Medikamente, Auseinandersetzung mit der Familie, Therapie, Übungen zu Haus, eigenen Freiraum schaffen. Bla, Bla, Bla ..
Trotzdem wird es einfach nich wirklich besser. Habe übrigens die Diagnose: Reizdarm und somatische Depression. Nur zur Info, kann es selbst kaum mehr hören.
Das durchzuhalten ist so heftig anstrengend. Es ging jetzt einige Zeit schön bergauf und ohne (für mich) erkennbaren Grund, bin ich jetzt wieder voll gestreßt und zeigt ein buntes Symptombild.
Wer von Euch kennt sowas auch? Wie tankt ihr wieder Kraft?
Hab oft das Gefühl, mit fast leeren Akkus mein Leben meistern zu müssen.
Alles Liebe
Phönix

17.08.2007 21:59 • 21.08.2007 #1


8 Antworten ↓


hi phönix,

war bei mir auch so, dass ich einmal das gefühl hatte, es geht mir wieder erheblich schlechter. es hatte aber einen grund.
aber ich denke auch, up's und down's gibts ja immer. und ich kenne es, manchmal so erschöpft zu sein und nicht mehr zu können. aber ich muss mich dann zwingen, die sachen zu tun, die ich gerne machen möchte, auch wenn es mir noch schlechter geht. und wenn ich das auch nicht kann, was ja eigendlich das beste wäre, dann bleib ich einfach zu hause, geniesse das schöne wetter, mache musik, arbeite im garten, spiele mit meinen hunden, arbeite mit ton, schreibe meine gedanken auf, oder ich lese.
ich denke, es ist manchmal nicht schlecht, sich ein bis zwei tage richtig zu erholen und loszulassen und sich dann wieder einen ruck zu geben und volle power weiter zu machen.

liebe grüsse, joya

18.08.2007 09:01 • #2



Trübe Tage

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Hallo Phönix,
wenn es mir richtig schlecht geht, schaffe ich es auch oft nicht, micht zu irgend etwas aufzuraffen.
Dann ruhe ich mich einfach nur aus. ANsonsten versuche ich es mit Musik hören, lesen, im Garten arbeiten oder tanzen. Oder ich telefoniere mit Freunden, die mich meistens wieder aufbauen können und mir Kraft geben. Wenn ich mich erst einmal aufgerafft habe etwas zu unternehmen, egal was, geht es mir danach wieder besser weil ich das Gefühl habe, etwas für mich "getan" zu haben.
Gute Besserung und liebe Grüße
Conny

18.08.2007 09:20 • #3


Ich habe in letzter Zeit auch oft gesagt, ich fühle mich wie ein Akku, den keiner auflädt. Auch familiärer Stress, Therapie und seelische Verarbeitung. Ähnlich wie bei Dir. Leider mache ich auch immer wieder die Erfahrung, daß meine Umwelt nicht mit meinen Panikattacken umgehen kann. Kennst Du das?

Carrie

18.08.2007 16:41 • #4


Hallo Gast,
ich kenn es wohl, dass manche Leute nicht so gut mit psychischen Auffälligkeiten umgehen können. Da wird man ganz schnell als "nervenkrank" und "Spinner" abgetan, macht es den anderen halt leichter!
Zum Glück hab ich einen einen kleinen, super Freundeskreis, der über meine "Zustände" bescheid weiß. Die stehen zu mir wie Pech und Schwefel. Das ist das wichtigste auf der Welt!
Viele meines großen Freundeskreises wissen nicht was ich genau habe, für die hab ich ne Magen - Darm - Erkrankung.
Ist ja auch im weiteren Sinne so.
Liebe Grüße
Phönix

19.08.2007 19:58 • #5


Hallo Conny,
ist ja lustig, das viele sich mit den gleichen Sachen ablenken bzw. Kraft tanken.
Ich gehe gern in den Garten, sing gern, Werkle viel d.h. Filzen, Töpfern und lese.
Manchmal gibt es halt Tage, an denen ich einfach gar nichts für mich machen kann, dann ist alles so anstrengend, sogar die schönen Sachen. Und ich pack es dann nicht unter Leuten zu sein, weil ich ständig mein, die erwarten lustige Gespräche etc. und meinen ich hab einen an der Klatsche, wenn ich halt mal wieder weiß wie die Wand werd, weil mein Magen krampft.
Tja das doofe Gedankenkarusell dreht sich halt von allein.
Heute war jedoch kein trüber Tag, obwohls geregnet hat. Ich war heut auf einem Ritterfest und hatte sehr viel Spaß!
Wie gehts Dir denn?
Grüße Phönix

19.08.2007 20:02 • #6


Hi Joya,
schön wieder von Dir zu hören. Ich lenk mich mit fast den gleichen Sachen ab, ich hab auch Haustiere: zwei Katzen und zwei Hasen.
Die Katzen sind super, wenns einem nicht so gut geht, die riechen das richtig.
Dann heißts schmusen.
Heute war wieder ein feiner Tag, hatte wenig Bauchweh. Meine Schmerzgrenze ist hier auch inzwischen hoch. Wenn man jeden Tag Schmerzen hat, leidet man nur noch wenns richtig weh tut.
Ich war heut mit meinen Leuten auf einem Ritterfest, hab mich richtig "verkleidet". War saulustig. Ich steh nämlich ziemlich auf Mittelalter (Kleider, Musik, Stimmung). Da konnte ich mal richtig relaxt hingehen, obwohl viele Leute da waren.
Meine Hochs und Tiefs hab ich wohl trotzdem weiterhin. Eine Freundin hat mal gemeint, ich soll das nicht als "Rückfall" sondern als "Vorfall" werten. Find ich persönlich auch positiver. Wörter machen manchmal so viel aus!
Laß mal wieder was hören!
Phönix
P.S. Ich nehm auch ein Antidepressiva - Citalopram 20mg - hilft mir sehr, nicht zu weit abzurutschen und beruhigt meine flirrenden Nerven.

19.08.2007 20:24 • #7


Hi Phönix!

*"Ritterfest"*, tönt ja nach total Spass! Ich verkleide mich auch gerne. Wenn ichs mir recht überlege, würde mir das sogar Sicherheit geben. Ich glaub, ich geh morgen als Clown zur Schule
Also diese Woche ist die 2. Schulwoche seit den Sommerferien, und es ist heute das erste Mal so richtig toll gelaufen (zwar mit Hilfe von Medis), aber ich bin total zufrieden, ist mir schon lange nicht mehr so gut gelaufen in der Schule!
Und heute war ich einkaufen nach der Schule, und in einem Musikgeschäft, habe Drumsticks gekauft. Es macht mir Freude, nach der Schule auch noch was machen zu können ohne das Gefühl zu haben, meine Zeit zu verschwenden, richtig tolll

liebeliebe grüsse, Joya

20.08.2007 19:23 • #8


Hi Joja!
Find es super, dass Du Musik machst. Mein Freund spielt auch Schlagzeug, mein Bruder Gitarre. Ich selbst versuch mich auch immer wieder an der Klampfe.
Leider nehm ich mir hierfür nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte.
Immer ist irgendwas zu tun! (Bin leider ein Perfektionist in vielen Dingen, das raubt mir oft Zeit fürs Wesentliche)
Nimm das mit den Medis nicht so schlimm, ich sag immer das sind die "Stoßdämpfer" für mich.
Sie ermöglichen mir, ich selbst zu bleiben und nicht zu viel Kraft zu verlieren.
Wenn man eine "Erkrankung" hat, steht es einem auch zu, die entsprechenden Medikamente zu nehmen.
Bis demnächst - lass es Dir gutgehen
Phönix

21.08.2007 20:56 • #9




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