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Soulache

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Hallo,

Ich leide seit ca. zwei Jahren unter Panikattacken. Damals war meine erste sehr schlimm und da ich Arzthelferin bin auch den Pfad Neurologie und Psychiatrie kenne, wusste ich sofort was los war, konnte mich aber nicht aus der Situation retten.

Später sprach ich mit meiner Chefin darüber und sie riet mir zu eine Verhaltenstherapie. Dies ging ich an, allerdings könnte ich trotzdem nicht mit den Panikattacken umgehen, also bekam ich Escitalopram 20mg. Ich nahm sie fleißig ein und ging zur Therapie.

Die Therapie bzw. Therapeutin ging nicht wirklich darauf ein, wir sprachen über meine Vergangenheit aber nicht darüber was ich tun könnte, wenn diese auftreten.

Also brach ich sie ab. Nach einiger Zeit ging es mir besser und ich reduzierte meine Tabletten, bis ich sie absetzen konnte. Das ging auch ein einhalb Jahre gut. Als ich Mitte diesen Jahres die Arbeit wechselte, fing es wieder an. Die Chefin war furchtbar und sie wurden immer schlimmer. Okay, also entschloss ich mich den Arbeitsplatz zu wechseln, was mir wirklich gut tat, denn da wo ich jetzt bin, bin ich mega glücklich. Allerdings werden sie trotzdem schlimmer ich weiß leider nicht mehr weiter, denn seitdem ich wieder die Panikattacken habe, nehme ich auch wieder Escitalopram ein. Ich habe CBF probiert, Kügelchen, andere Produkte aus der Apotheke. Eine Therapie bekommt man nur alle zwei Jahre von der Krankenkasse bezahlt. Ich weiß einfach momentan nicht mehr weiter
Symptome:
- von jetzt auf gleich Unruhe im Körper
- Hippelig
- Herzrasen
- Luftprobleme
- Brustenge
- Kribbeln in den oberen Extremitäten
- Schwindel
- Magenschmerzen
- Todesangst, also Angst zu sterben im nächsten Augenblick

Ich will das einfach nicht mehr haben, sondern normal sein
Ich habe genug andere Probleme, es grenzt meinen Alltag sehr ein, obwohl ich mich den Ängsten stelle.
Jede körperliche Veränderung löst Panik aus.
Hilfe !

Kennt das jemand auch so? Was habt ihr gemacht?

13.09.2019 21:58 • 16.09.2019 x 1 #1


12 Antworten ↓


IsNichtWahr


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Hallo, ich glaube das kennt jeder, der an einer Angsterkrankung leidet. Hast du evtl mal darüber nachgedacht eine Tagesklinik aufzusuchen?

13.09.2019 22:48 • x 2 #2


Soulache


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Danke für die Antwort.
Nein, leider habe ich mich damit noch nicht auseinander gesetzt, weil ich immer Angst habe, es wirkt sich negativ auf meinen Arbeitsplatz aus. Gerade jetzt wo ich erst seit dem 01.08. dort angefangen habe.

13.09.2019 22:52 • #3


kleiner

kleiner


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Ja genauso is es mir auch, die symptome bei der Angst...sind identisch zu deinen. Ich nehme auch Antidepressiva, früher citalopram jetzt sertralin.

So komplett angstfrei war ich nie, aber etwas stabiler.. Konnte meinen Alltag zumindest bestreiten.

Ich gehe seit 6 Jahren zur psychotherapie.
Bei mir zählt das die Kasse. Ich musste nur zwischendurch wechseln von verhaltenstherapie zu tiefenpsychologie

War vor einigen Jahren auf Reha, dies hat mir gar nichts gebracht.. War sehr oberflächlich.

Viele Grüße

13.09.2019 22:59 • x 1 #4


IsNichtWahr


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Viel Negativer wird sich aber eine evtl viel längere Ausfallzeit bemerkbar machen. Gerade wenn man es nicht behandelt wird es immer Wahrscheinlicher , dass es einen chronischen Verlauf nimmt.
Auch wenn vielleicht einige negative Reaktionen erhalten haben, dass sie dieses Thema auch offen ausgesprochen haben. Ich persönlich habe nur positive Reaktionen erhalten.Außerdem macht man mehr Fehler, wenn man ständig Angst hat. Das ist viel negativer.Auch kannst du mal andere Medikamente ausprobieren. Auch ich persönlich habe von citalopram nachher nicht mehr den gewünschten Effekt erhalten.

13.09.2019 23:04 • x 2 #5


kleiner

kleiner


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Also bei mir wird seit 17 Jahren behandelt und es ist trotzdem ein chronischer Verlauf.
Vielleicht bin ich ein schwerer Fall

Das mit dem outen auf arbeit ist so ne Sache. Ich würde es vermeiden wenn möglich. Musste es leider auch mal mitteilen als es nicht mehr vermeidbar war.

Ich arbeite selbst im HR Bereich und kann nur sagen dass psychische Krankheiten immer noch stigmatisiert wird und es auch teilweise einfach nicht geglaubt wird.

Traurig.

13.09.2019 23:19 • x 2 #6


bb123456

bb123456


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leider sind Medis, Antideppressiva oft nur eine Hilfe aber keine Versicherung das es davon weg geht oder besser wird. Bei Psychischen Sachen gibt es 100derte verschiedener Medikamente da es wie ein puzzlespiel ist welches beim welchem menschen wirklich gut hilft leider. habe das alles selbst erlebt.

16.09.2019 09:20 • x 1 #7


Flor


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Zitat von Soulache:
Nein, leider habe ich mich damit noch nicht auseinander gesetzt, weil ich immer Angst habe, es wirkt sich negativ auf meinen Arbeitsplatz aus. Gerade jetzt wo ich erst seit dem 01.08. dort angefangen habe.


Ich kann dich verstehen, aber kein Chef der Welt ist dankbar für das was man tut. Wenn du funktionierst, kriegste die Tageszeit gesagt und wenn nicht dann ist man zu nichts mehr zu gebrauchen. Leider wird sowas gar nicht ernst genommen, denn ein Beinbruch sieht man, aber Seelischen und Psychischen Schmerz, das sieht keiner.
Selber hab ich auch Angst vor meinem Arbeitgeber. Bin krankgeschrieben diese Woche wegen Magen-Darm Beschwerden und als ich den das am Telefon mitteilte, wurde ich gefragt "meinste nur diese Woche?" Tolle Aussage, hab das Gefühl mein Magen verkrampft sich. Um Ratschläge zu geben bin ich ein Profi, nun scheitere ich immer wieder wenn ich diese Ratschläge selber folgen muss.
Schau ob du das ganze im Griff bekommst und wenn nicht such dir Hilfe und nimm das an, denn nichts ist so Wertvoll wie die Gesundheit.

16.09.2019 10:42 • x 1 #8


Finn1306

Finn1306


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Oh Soulache, wie gut kenne ich sie, die von dir beschriebene Symptomatik . Und irgendwie hat bisher nicht wirklich etwas geholfen... ich versuche mich dann immer so gut es geht abzulenken, aber oft ist die Angst stärker...

16.09.2019 13:39 • #9


Orangia

Orangia


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Vielleicht mal den Psychiater wechseln ?
Einfach mal eine zweite Meinung einholen ?
Manchmal ist das Medikament richtig, nur die Dosierung stimmt nicht ?

16.09.2019 14:18 • #10


Finn1306

Finn1306


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Hallo Trulla,

bekam erst Citalopram, irgendwie bewirkte es das Gegenteil, dann Umstellung auf Opipramol, es wurde besser... natürlich auch Gesprächstherapie.... jedoch habe ich das Gefühl, daß ich mich irgendwie gewöhnt hab ab Opipramol und es nimmer wirkt (kann das sein?)...

16.09.2019 14:23 • #11


Orangia

Orangia


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Da kann ich nichts zu sagen, außer dass ja auch eine Gewöhnung eintreten KANN.
Also besser Psychiater fragen.

16.09.2019 14:27 • #12


Finn1306

Finn1306


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Termin steht schon , dachte nur ihr habt bezüglich dessen vielleicht Erfahrungen gemacht

16.09.2019 14:29 • #13



Dr. Christina Wiesemann


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