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döni

20.12.2007 18:22 • 18.07.2015 #1


95 Antworten ↓


Hey,

Du hast ja sicherlich mal mitbekommen das ich in die Tagesklinik gehe.

Und ich sag Dir: Mach´s

Dein Arbeitgeber kann es ja nicht rausfinden, schweigepflicht halt. Und bis April ist ja noch ne weile.

Tagesklinik bricht echt ne menge. Bin super froh diesen schritt gegangen zu sein !

lg
Mel

20.12.2007 18:25 • #2



Tagesklinik Ablauf - was erwartet mich dort?

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döni
aber wenn mein neuer arbeitgeber von der krankenkasse einen fehlzeitennachweis anfordert? dann hab ich total verloren

ich will nich dass mich alle als psycho abstempeln... und ich will keine tabletten reingestopft kriegen ich hab so angst!

20.12.2007 18:27 • #3


arbeitest du denn zur zeit ? wenn nicht gibt s ja auch keine fehlzeiten.

Psycho... hm. Ist nen doofes Wort, aber ist nun mal so das wir Psychisch Krank sind... und die die Dich "Psycho" nennen , auf die solltest du dann eh verzichten meinst nicht ?

20.12.2007 18:43 • #4


hallo
ich würde das mit der Tagesklinik an deiner Stelle auch schnellstens in Angriff nehmen war selber vor ein paar Jahren dort und es hat mir sehr geholfen aber wenn ich höre wie abwertend du selber über dich sprichst oder denkst weiß ich nicht ob du da schon bereit zu bist etwas an deinem Leben zu ändern und Hilfe anzunehmen? Du sagst du willst keine Tabletten reingestopft bekommen....mußt du ja auch nicht aber sie können jemandem der nicht mehr klar denken kann helfen endlich etwas in Angriff zu nehmen und eine Therapie o.ä zu beginnen .
Du machst dir aber zur Zeit mehr Gedanken wie man über dich denken könnte ,aber du möchtest doch sicher auch das es dir wieder besser geht oder nicht?


LG.Tini

20.12.2007 21:03 • #5


Hi döni,

also ich war selbst noch nie in einer Tagesklinik, aber ich kann dir auch nur raten, mach es einfach
Mache gerade eine Therapie und wenn meine Psychotherapeuthin das raten würde, würde ich es auch auf alle Fälle mal ausprobieren.

Lg und alles Gute

Nobodyknows

20.12.2007 23:15 • #6


Hallo Döni,
ich weiss ja nicht an welchen Symptomen du leidest, aber so eine Tagesklinik bietet auf jeden Fall die Gelegenheit intensiv an deinen Problemen zu arbeiten. Ich war auch mal kurz davor, weil ich so durch den Wind war, dass ich meinen Alltag einfach nicht mehr bewältigen konnte. Falls es bei dir ähnlich ist, ist das eine super Chance, weil du einfach nicht mit dem Alltag konfrontiert bist und so schneller etwas bewirken kannst, als wenn du zwar Psychotherapie machst, aber nebenher noch deinen job und vielleicht Familie etc. auf die Reihe kriegen musst. Und wie siehst du denn die Chancen in deinem neuen Job, wenn du bis April nichts tust? Wäre es nicht besser bis dahin pychisch stabiler zu sein?
Ich weiss, als meine Therapeutin meinte "wenn es ihnen so schlecht geht, dann gehen sie doch in eine stationäre Behanlung", habe ich auch voll die angst und Panik bekommen. Was denken meine Kollegen, Chef, Freunde etc. Aber genau da geht es schon los. Nicht die sind wichtig, sondern DU!
Außerdem habe ich festgestellt, dass wenn man mal anfängt von seiner Krankheit zu erzählen, hört man plötzlich von vielen, dass sie selbst auch schon solche Probleme hatten oder jemanden in ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis haben, der psychisch krank ist oder war.

Alles Gute für dich!
Kirstin

23.12.2007 14:35 • #7


Hallo,
ich habe mich (nach jahrelangen panikattachen und angstzuständen) entschlossen, in eine tagesklinik zu gehen. Meine Therapeutin befürwortet das.
Jetzt habe ich in Hamburg bei der Tagesklinik Ulmenhof angerufen. Leider bekomme ich erst in einem Monat einen "Vorstellungstermin" und frei Plätze gibt es eh erst ab Ende September. Das würde ich alles in Kauf nehmen - die Frage ist aber: wird man denn auf jeden Fall aufgenommen, bzw. was sind die Kriterien?
Das hörte sich alles für mich so an, als ob die Klinik eh überfüllt wäre.

Einen Einweisungsschein vom Hausarzt und ein Schreiben von der Therapeutin würde ich bekommen.
Kennst sich jemand von Euch damit aus? Oder war jemand, im besten Fall, sogar schon da?

Danke für Eure Tipps und Erfahrungsberichte. Hab grad irgendwie Bammel, das ich vielleicht gar nicht "angenommen" werde...

02.07.2008 17:02 • #8


Hallo und guten Tag.

Die Zeitabstände die Du nennst sind vollkommen normal. Ob Du angenommen wirst zeigt sich beim Vorstellungsgespräch.

Ich war beim Infokaffee und habe da den Vorstellungstermin erhalten. Das dauerte 6 Wochen. Nun muss ich bis zur Einweisung 4 - 8 Wochen warten.
Tageskliniken sind recht begehrt. Zum einen ist man dort wie auf Arbeit (Abends und Nachts sowie an den Wochenenden zu Hause), zum anderen spart man sich das Krankentagegeld.

Wünsche Dir natürlich das Du dran kommst!

Liebe Grüße aus Berlin von: Andreas

02.07.2008 19:04 • #9


danke für deine schnelle antwort!
mich würde einfach interessieren, nach welchen Kriterien man dann wirklich aufgenommen wird.
Einweisung vom Arzt und Bescheinigung der Therapeutin hab ich ja.
und wenn es nicht klappt, was macht man dann....hat man eine chance, sich wieder zu "bewerben"?

falls da noch jemand erfahrung hat, würde ich mich weitere Kommentare freuen.

liebe grüße

02.07.2008 21:14 • #10


ich habe zwar keine eigene erfahrung, aber ich denke, sie nehmen nach "therapeutisch sinnvoll" auf. zumindest hier in der schweiz.

d.h. sie nehmen dich auf, wenn sie auch wirklich sehen, dass ein therapeutischer nutzen für dich dabei ist (also ihm rahmen ihres angebotes therapierbar), und du auch wirklich gewillt bist, mitzuarbeiten.

ich glaube kaum, dass das in deutschland soviel anders ist. hier in der schweiz kommt halt noch dazu, dass du mit einer besseren krankenversicherung noch lieber gesehen wirst.

02.07.2008 21:18 • #11


ZZerRburRuSs
Hallöchen

ich war 8 wochen in einer tagesklinik , was besseres hätte mir nicht passieren können

nach welchen kriterien die aufnehmen oder abweisen kann ich nur vermuten .
dort wo ich war gab es jede art von leuten , also von sehr stark erkrankt bis eher schwach .

ich glaube gar nicht das du dir sorgen machen musst "abgelehnt" zu werden .
man wird meiner erinnerung nach gar nicht bewertet .!?!?!?!

du hast ja eine bescheinigung von einem arzt und einer therapeutin . wenn die es nicht für sinnvoll hielten dich dorthin zu schicken hätten sie dir ja abgeraten .

die vorgehensweise mit einem vorstellungstermin und danach einer einweisung ist ganz normal.
die wartezeiten übrigens auch . überfüllt ist ja alles ob nun tagesklinik oder "normale" therapieplätze .

ist auf jeden fall eine gute entscheidung es mit einer tagesklinik zu versuchen

lg ZZ

03.07.2008 01:23 • #12


Die Kriterien sind in dem Angebot der Klinik zu erkennen. Aber Du willst sicher wissen ob Du "krank genug" bist. Genau das wird im Vorstellungsgespräch abgeklärt. Wenn Du der Meinung bist das es gut ist in die Klinik zu gehen, dann scheu Dich nicht und sag es so auch.
Wenn es nicht klappt fragst Du?
Soweit ist es noch nicht. Warte wirklich erst mal ab und anhand der Begründung die Du bekommst schaust Du dann weiter.
Bei mir war eine sehr nette Psychologin da. Mit ihr hätte ich durchaus darüber reden können, was ich nach einer Ablehnung hätte tun können.

Wir haben einfach zu viele streunende Gedanken in uns, die immer wieder Horroszenarien aufbauen. Die Realität dann sieht häufig ganz anders aus.

Hab Mut!

Liebe Grüße aus Berlin von: Andreas

03.07.2008 01:31 • #13


hallo!

ich denke auch nicht, dass du dir sorgen machen musst, nicht aufgenommen zu werden! ich bin gerade seit montag in einer tagesklinik. ich hatte vorher 3 ambulante termine dort, wo sich ein psychologe ein bild von mir gemacht hat. ich war bis ende märz schon 8 wochen vollstationär in ner andren klinik und hab neben meinen ängsten noch ne essstörung, wo ich dem auch erzählt hab dass es mir momentan sehr schwer fällt an der zu arbeiten. und die haben mich trotzdem aufgenommen, innerhalb 1 monat! sie hätten ja auch sagen können, nö, dann bringts nix oder sie ziehen jemand anderen mir vor, weil ich schon stationär war. aber die haben mich wirklich ohne mit der wimper zu zucken aufgenommen, worüber ich sehr froh bin!

viel glück!

04.07.2008 19:54 • #14


wie ist es so in einer tagesklinik? was machst du dort den ganzen tag?

ich kann mir den tagesablauf irgendwie nicht vorstellen, war aber auch noch nie stationär. wollte das nicht, weil ich die vielen leute nicht ausgehalten hätte.

04.07.2008 20:07 • #15


hi leaina!

also in der klinik wo ich bin läuft das folgendermaßen ab:
um 8 uhr morgens müssen die tagesklinischen patienten da sein. dann machen wir eine sogenannte morgenrunde, d.h. wir sitzen im stuhlkreis alle zusammen mit einem pflegetherapeuten und jeder sagt mal kurz wies ihm gerade geht, was ihn beschäftigt usw. das geht etwa 15 minuten
dann kommt die triade,da treffen sich dann feste gruppen aus 3 patienten, da reden wir dann über sachen die man in ner großen gruppe nicht so ansprechen will/kann.
hinterher sind dann meistens irgendwelche gruppentherapien z.b. gestaltungstherapie, musiktherapie, SKT (Soziales Kompetenz Training/selbstsicherheitstraining), physiotherapie, KBT (konzentrative bewegungstherapie) etc...
12:30 - 13:00 mittagessen, nachmittags dann wieder irgendwelche therapiegruppen.
natürlich hat man zwischendrin auch mal zeiten,wo man nix zu tun hat. und man hat noch einzelgespräche 1x pro woche mit nem psychologen und 1x pro woche mit nem pflegetherapeuten (krankenpfleger mit psychotherapeutischer zusatzausbildung)
find die einzelgespräche leider viel zu wenig. da helfen schon die gespräche mit den mitpatienten fast mehr, weil man die immer um sich hat. in 30 minuten pro woche kann man mit nem psychologen wohl schlecht seine problematik erörtern, das find ich ziemlich doof
aber ansonsten find ichs da toll. bin aber jetzt auch erst 1 woche da und hab an den meisten therapien noch gar nicht teilgenommen...
na ja, um viertel vor 4 machen wir dann nochmal ne abendrunde und um 16 uhr is schluss und es geht nach hause.

lg, pinxi

05.07.2008 09:07 • #16


ist ja volles programm.

30 min. pro woche gespräch mit dem psychologen ist wirklich wenig. aber wenn man im prinzip den ganzen tag schon irgend eine form der therapie hat, werden sie vielleicht auch unwichtiger. weiss nicht!

05.07.2008 10:14 • #17

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Saliera
also ich geh ab nächste woche in eine tagesklinik und bei mir war es so, dass ich eine relativ kurze wartezeit von zwei wochen hatte, da ich mich vor einer weile in eine geschlossene akutstation im selben haus einweisen lassen habe und ich damit erst einmal soweit stabilisiert wurde, dass eine tagesklinikbehandlung überhaupt möglich ist und andererseits schneller an einen platz gelangte, da mein mich auf der station behandelnder arzt mich in der tagesklinik angemeldet hat, eine diagnostik und ähnliches schon durchgeführt war, und so weiter...
mal schaun, was die zeit bringt

07.07.2008 20:41 • #18


28.09.2008 19:20 • #19


hallo
ich war vor ein paar Jahren in einer Tagesklinik und habe mich dort eigentlich sehr wohl gefühlt ,dort werden verschiedene Therapien gemacht Gruppentherapie Einzeltherapie malen Musik Entspannung das sind nur einige .Man wird am Anfang erst mal genau unter die Lupe genommen um zu sehen in welche Gruppe man gehört in der Klinik wo ich war gab es 3 verschiedene Gruppen . Dort wo ich war ging es von Montags bis Freitags immer von 8.30 bis ca 17.00.Uhr. Würde es jederzeit wieder machen wenn es mir wieder so schlecht gehen würde wie damals .Ich war dort 5 Monate.


LG.Tini

28.09.2008 20:29 • #20



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