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Hallo ihr Lieben.
Eine kurze Frage - Wer von euch hat schoneinmal einen stationären Aufenthalt gemacht weil er seine Angst Panik Störung nicht mehr ausgehalten hat und kann mit über Erfahrung berichten. VG

15.08.2018 11:03 • 16.08.2018 #1


11 Antworten ↓


Da mach ich mal den Anfang:

War 2016 und 2017 in der Psychiatrie und zwischenzeitlich auch in psychosomatischen Kliniken (auch schon vor Ausbruch der Angst und Panikstörung).

Zusammenfassend kann ich sagen,dass es eine schwere Zeit war aber ich würde es wieder so machen.

Hast Du konkrete Bedenken?

15.08.2018 11:11 • #2



Stationäre Behandlung

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Ich schleppe die bewusste Angst Panik Störung auch seit Ende 2016 bewusst bzw. Diagnostiziert mit mir rum. Mache z.zt in IPP an der Uni Bremen eine Verhaltenstherapie mit Ziel Konfrontation.
Mitte letzten Jahre habe ich eine Reha in einer Tagesklinik in der Neuenstr. absolviert.
Dannach war ich einigermaßen stabil.
Jetzt aber entgleitet es mir wieder zusehens und ich habe auch Angst meinen Job nicht mehr nachgehen zu können und belaste auch meine Familie ( denk ich jedenfalls ).
Bedenken kommen da zwangsläufige und ich suche nach Alternativen Lösungen...

15.08.2018 11:37 • #3


Wie sieht es denn mit Medikamenten aus,hast Du da mal was probiert?

15.08.2018 16:03 • #4


Am Wochenende habe ich mir im Krankenhaus in der Notaufnahme promethazin besorgt wovon ich mir täglich nur eine ( gestern keine ) genommen habe. Ich hatte eine Zeit lang immer Tavor für den Notfall welche ich auch nur im Notfall nahm in der geringsten Dosierung. In der Psychotherapie hab ich mit dem Therapeut vereinbart das ich sie abgebe weil sie mein sicherheitsverhaten aufrecht halten würden. Einige Zeit später ging es mir immer schlechter.

15.08.2018 16:17 • #5


Ja,das ist so eine Sache mit den Medikamenten.

Bei mir wurde auch auf Konfrontation gesetzt aber der Schuss ging voll nach hinten los.
Konfrontation ist immer das erste Mittel der Wahl,ist auch richtig so,manchen hilft es.
Aber manchen eben auch nicht.


Medikamente haben natürlich auch so ihre Tücken (Nebenwirkungen etc.) ,mir persönlich haben sie das Leben gerettet.

Mein Rat : Quäl Dich nicht zu lange ohne Medikamente rum.
Ich hab es auch immer ohne schaffen wollen (wer will das nicht...) aber manche Menschen brauchen einfach unterstützend welche und das ist keine Schande.

Da Du auch in Bremen wohnst,kann ich Dir einen wunderbaren,einfühlsamen Psychiater empfehlen:
Dr. Lauer in Walle.(Waller Heerstr. 156,29219 Bremen,Tel.:384351).

Dort würde ich prophylaktisch schonmal zur Sicherheit einen Termin vereinbaren.
Bis dahin kannst Du beobachten,wie es mit der Konfrontation klappt.
Wenn es schlechter geworden ist,gehst Du einfach zu ihm und lässt mal Dich beraten.

Manche Menschen quälen sich "erfolgreich" ohne Medikamente durch die Tage aber das Arbeitsleben und soziale Leben geht dabei flöten.
Das ist es halt nicht wert...

15.08.2018 16:30 • x 1 #6


Danke für Deinen Tip,
werde es auf jedenfall in Erwägung ziehen mich
auch nochmal mit.einem anderem Spezialisten vorzustellen. Das ist auch nicht weit von mir entfernt.
Medikamente habe ich seither wenn nur genommen wenn ich auch akute Probleme hatte.
Also kann ich von deinem Post ausgehen das Du mit dem Psychiater gute Erfahrungen gemacht hast - was ja gut zu wissen ist weil es ja auch bei den Spezialisten wohl sehr große Unterschiede bei deren Qualität gibt.
Und ja - der ganze Prozess ist eine Quälerei, aber das kennst du wohl zur Genüge.
Darf ich fragen ob Du Deine Probleme gut im Griff hast ?

15.08.2018 16:47 • #7


Genau,Dr. Lauer ist mein Psychiater und er ist ein ganz toller Arzt,gibt es nicht so oft.

Ich nehme seit Juli letzten Jahres täglich 300 mg Lyrica und konnte mich damit gut stabilisieren.
Seitdem brauche ich auch kein Tavor mehr,habe so gut wie null Angstgefühle mehr geschweige denn Panikattacken.
Das ist eine riesen Erleicherung.
Zwischenzeitlich hatte ich auch andere Medikamente probiert und von einem hab ich stark zugenommen.
Insgesamt habe ich in den letzten 2 Jahren 30 kg zugelegt und das belastet natürlich.
Aber ich kann wieder arbeiten,meine Ehe ist gerettet (war stark durch die Ängste belastet) und die Depressionen sind stark zurückgegangen.

Ab und zu hab ich schlechte Tage oder auch mal 1-2 Wochen erhöhte Anspannung aber schlimmer wird es nicht.
Und ich habe zusätzlich auch noch ein Bedarfsmedikament,das ich aber sehr selten brauche.

15.08.2018 17:06 • #8


Hallo nochmal und auch Danke für die Antworten.

Ich denke ich werde mich heute einmal bei dem Dr.Lauer vorstellen für einen Termin und dann gucken ob es passt.

Vieleicht sieht er ja die Dinge die zu den Problemen führen und kann mir weiterhelfen.
MfG.

16.08.2018 08:45 • x 1 #9


@flame.


Und die Dosis Lyrica bleibt stabil über die Monate, hast du es eingeschlichen? Keine Toleranzentwicklung bisher?

16.08.2018 09:02 • #10


Zitat von Acanthurus:
Und die Dosis Lyrica bleibt stabil über die Monate, hast du es eingeschlichen? Keine Toleranzentwicklung bisher?


Ich nehme Lyrica seit Juli letzten Jahres.
Anfänglich 400 mg,was ich dann zuhause auf 300 mg reduzieren konnte.

Die letzten Wochen litt ich unter erhöhter Anspannung und dachte da auch schon an eine Toleranzentwicklung.
Es hat sich aber jetzt wieder gegeben.

Denke,auf lange Sicht (mehrere Jahre) kann sicher eine Toleranzentwicklung stattfinden.
Man weiss das eben nicht,ob und wann das einsetzt.

Ich könnte notfalls aufdosieren.
Würde das sehr ungerne machen aber ich weiss,dass das evt. irgendwann nötig ist.

Es ist von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich,wie stark und wie lange die Medikamente wirken.

Ja,es wurde eingeschlichen.
Erste Woche 50 mg morgens und abends (da war ich echt platt).
Zweite Woche auf jeweils 100 mg hoch und so weiter.
Das wurde in diesem Tempo stationär gemacht (Pschiatrie).
Ambulant sollte man das in deutlich kleineren Schritten machen.

Bei mir hat es mehrere Monate gedauert,bis es seine Wirkung voll entfaltet hat.
Dachte schon,es wirkt nicht aber es wurde von Woche zu Woche besser,fast unmerklich.

16.08.2018 14:44 • #11


Zitat von Wolf25:
Hallo nochmal und auch Danke für die Antworten.

Ich denke ich werde mich heute einmal bei dem Dr.Lauer vorstellen für einen Termin und dann gucken ob es passt.

Vieleicht sieht er ja die Dinge die zu den Problemen führen und kann mir weiterhelfen.
MfG.


Ja, mach das einfach mal,Du hast nichts zu verlieren.

Ich halte grosse Stücke auf ihn,er ist wirklich was besonderes.
Habe im Laufe meines Lebens ca. 5 Psychiater kennengelernt,er hebt sich mit Abstand positiv ab.

Für was Du Dich dann letztendlich entscheidest,bleibt ja Dir überlassen.

16.08.2018 15:24 • #12



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