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Hallo ihr,

ich bin erst 18 jahre alt und leide unter ständigen Angst-Attacken...

Sehr schlimm ist es meistens, dort wo viele Menschenmengen aufeinandertreffen (sei es im Kino, einer vollen S-Bahn oder bei einer Präsentation vor einem Publikum zum Beispiel) mir wird auf einmal so mulmig /schwindelig, ich bekomm ein beklemmendes Gefühl usw.

Ich bin gerade mit dem Führerschein dran und besonders große Angst habe ich vor dem Autofahren Ich bekomme als Beifahrer, sobald ich, bei egal wem, auf eine Autobahn auffahre totale Angst und würde am liebsten, dass der Fahrer rechts ranfährt und mich rauslässt.
Ich weiß nicht, wie ich das dann mit der Praxis in der Fahrschule schaffen soll, wenn ich auch noch selber aufeinaml hinter dem Steuer sitzen soll und wohlmöglich noch auf die Autobahn geschickt werden

Mich plagen diese Ängste schon länger, sie treten ja nicht nur beim Autofahren auf, sondern auch bei alltäglichen Dingen (wie Kaufhausbesuche, Busfahrten oder oder)

Da ich noch "so jung" bin, bin ich wirklich am rätseln, ob ich mir nicht Hilfe durch einen "Psychologen" holen soll, denn so ist das Leben ganz schön schwierig.
Es tritt auch in Situationen auf, wo ich mich frage: "warum zum Teufel, jetzt doch nicht schon wieder!"

Es ist zwar schon besser gewurden, als es vor ein paar Monaten war, jedoch kann ich glaube ich so den Führerschein und gute Präsentationen vor einem größerem Publik knicken...

Ich wäre sehr sehr dankbar für eine Antwort oder Hilfestellungen und Tips!

08.01.2010 04:00 • 08.01.2010 #1


7 Antworten ↓


Hallo brownie,

hört sich wirklich nach typischen Symptomen einer Angststörung an bei dir. Falls es nicht einschneidende Erlebnisse bei dir gibt, welche tiefenpsychologisch behandelt werden sollten, suchst du dir am besten- gerade weil du noch so jung bist- einen guten Verhaltenstherapeuten. Sonst chronifizieren sich deine Ängste nur noch weiter, und du wirst immer größere Schwierigkeiten haben dagegen anzugehen. In der Verhaltenstherapie wirst du dich überwinden müssen mit therapeutischer Hilfe deine Ängste anzugehen. Das ist aber der einzige Weg sie aufzulösen und falsch angewöhnte Verhaltensmuster, die deine Ängste aufrecht erhalten (Vermeidung, Warten auf die Angst...) abzulegen.

Ich wünsche dir viel Glück und suche dir bitte bald Hilfe, damit du dir dein Leben nicht von Angstzuständen verbauen lässt.

Alles Gute!

08.01.2010 04:37 • #2



STÄNDIGE ANGSZUSTÄNDE

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Zitat von bettinaisabelle:
Hallo brownie,

hört sich wirklich nach typischen Symptomen einer Angststörung an bei dir. Falls es nicht einschneidende Erlebnisse bei dir gibt, welche tiefenpsychologisch behandelt werden sollten, suchst du dir am besten- gerade weil du noch so jung bist- einen guten Verhaltenstherapeuten. Sonst chronifizieren sich deine Ängste nur noch weiter, und du wirst immer größere Schwierigkeiten haben dagegen anzugehen. In der Verhaltenstherapie wirst du dich überwinden müssen mit therapeutischer Hilfe deine Ängste anzugehen. Das ist aber der einzige Weg sie aufzulösen und falsch angewöhnte Verhaltensmuster, die deine Ängste aufrecht erhalten (Vermeidung, Warten auf die Angst...) abzulegen.

Ich wünsche dir viel Glück und suche dir bitte bald Hilfe, damit du dir dein Leben nicht von Angstzuständen verbauen lässt.

Alles Gute!


Hallo bettinaisabelle,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe mir gerade erst einmal ein Buch bestellt ("Angstfrei leben") und werde es damit zunächst probieren.
Wenn ich zu einer Therapie antreten würde, müsste ich doch zunächst zum Hausarzt und mir dort eine Überweisung geben lassen oder?

Was soll ich dem Hausarzt sagen? Die Symptome die mir im alltäglichen Leben begegnen oder meine Angst (dank diesem Forum mehr Informationen erfahren) sofort näher konkretisieren? Wissen Hausärzte im Regelfall um diese Probleme der "Angst"?

Sorry für die Fragen, aber bislang hatte ich noch nie in Erwägung gezogen zu einem Psychologen gehen zu müssen


Gibt es auch andere junge Leute, die unter diesen Problemen leiden?


lg
brownie

08.01.2010 13:55 • #3


Hallo brownie,


das Buch kenne ich, und es ist bestimmt eine gute Unterstützung. Aber bitte such dir einen guten Therapeuten! Ich kenne die Hemmschwelle zum Psychologen zu gehen, aber wenn du früh genug gegen deine Angsterkrankung etwas unternimmst, dann ersparst du dir unter Umständen viel. Ich habe auch zu lange gezögert, wollte es allein probieren, und habe nur umso länger und heftiger mit Panik zu kämpfen gehabt (inklusive stationären Aufenthalten...).

Hausärzte kennen sich mit dem Thema gut aus, denn psychosomatische oder psychische Erkrankungen werden ja immer häufiger. Sag einfach, das du unter Angstzuständen leidest, schildere wo und wie häufig und was deine Symptome sind. Du wirst auf jeden Fall eine Überweisung zum Psychologen bekommen. Am besten lässt du dir gleich ein paar Adressen geben, um Probesitzungen zu vereinbaren. Du musst ja nicht gleich jeden nehmen.

Ich wünsche dir viel Glück!!

08.01.2010 14:48 • #4


Hallo,

ich kann dir nur raten eine Therapie zu beantragen, du bist noch so jung da ist eine Heilung sicher.
Also warte nicht lange, du tust dir selber einen Gefallen.

Alles Gute

Peter

08.01.2010 14:59 • #5


Hey,

joa auch wenn der Besuch zu einem Psychologen große Überwindung kostet, denke ich, ich werde es einmal damit versuchen!

Aber irgendwie wird man ja nie das Gefühl los, dass man sich in eine Art "Klapse" einweisen lässt, grad wenn das Kumpel hören

Und ihr meint, die Sitzungen helfen wirklich, dass ich KEINE Angst mehr vor dem Autofahren, Reden vor vielen Leuten und Auftreffen auf viele Menschenmassen habe?

08.01.2010 17:03 • #6


Zitat von browny:
Hey,

joa auch wenn der Besuch zu einem Psychologen große Überwindung kostet, denke ich, ich werde es einmal damit versuchen!

Aber irgendwie wird man ja nie das Gefühl los, dass man sich in eine Art "Klapse" einweisen lässt, grad wenn das Kumpel hören

Und ihr meint, die Sitzungen helfen wirklich, dass ich KEINE Angst mehr vor dem Autofahren, Reden vor vielen Leuten und Auftreffen auf viele Menschenmassen habe?


Ich habe damals auch gedacht... Psychologe... nein danke... jetzt bin ich in Behandlung einer Verhaltenstherapie und siehe... es geht langsam voran... bevor es schlimmer wird bei dir (und es wird kommen, bei mir auch), gehe lieber direkt hin bevor Du die Haustüre gar nicht mehr verlässt...

Gruß Inge

08.01.2010 21:13 • #7


MentaleDispersion
Hallo browny,

Ich bin auch erst 22 und habe Panickattacken seit einem halben Jahr. Größere Menschenmengen oder Situationen in denen ich nicht flüchten kann, oder es mir peinlich erscheint zu flüchten, sind Auslöser für diese Attacken. Das nervigste an meiner Angst sind nicht einmal die schlimmen Attacken - die ich mittlerweile gut im Griff habe - sondern vielmehr dieses dauernd anhaltende Gefühl von leichtem Schwindel und Unkonzentriertheit.

Ich werde es jetzt mit Mediakamenten versuchen, obwohl das sicherlich nicht der beste Weg ist, aber beim Psychologen gibts immer so um die 3-4 Monate Wartezeit.

Wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!

08.01.2010 21:18 • #8




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