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Ich hatte eigentlich nur 3 - 4 wirklich schlimme Panikattacken.

Dennoch plagt mich eigentlich ständig ein Schwindel, Atemprobleme usw.
das wechselt sich immer ab.

Ist das dann auch Psychosomatisch oder muss ich mir da Sorgen machen?

15.08.2012 12:09 • 28.08.2012 #1


22 Antworten ↓


Hallo Makaay,

bei mir ist es auch so! Ich habe auch zwischen den Panikattacken ständig irgendwelche Symptome, ich hab den ganzen Tag über Herzrasen, Übelkeit, Schwindel. Ich denke, es ist die Erwartungsangst. Dadurch, dass wir Angst vor einer erneuten Panikattacke haben, ist unser Körper ständig in einem Alarmzustand und wir können nicht zur Ruhe kommen. Und manchmal schaukelt sich das dann hoch und wir kriegen eine Attacke.
Gerade Schwindel und Atemprobleme sind Angstsymptome! Du musst dir da keine Sorgen machen, vor allem nicht wenn alles organisch abgeklärt ist.

Du solltest vllt mal über eine Verhaltenstherapie nachdenken. Ich werde auch bald eine beginnen.

Ich wünsche dir alles Gute!

LG

15.08.2012 13:34 • #2



Ständige Symptome - sind das auch Panikattacken?

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Zitat von --Makaay--:
Ich hatte eigentlich nur 3 - 4 wirklich schlimme Panikattacken.

Dennoch plagt mich eigentlich ständig ein Schwindel, Atemprobleme usw.
das wechselt sich immer ab.

Ist das dann auch Psychosomatisch oder muss ich mir da Sorgen machen?


Bei mir ist das seit ein paar tagen auch so.
Denk aber das es von der Hitze kommt.

15.08.2012 13:43 • #3


Ja ich habe schon wieder Angst weil wieder eine gewaltige Hitzewelle zu uns kommt :/

15.08.2012 15:09 • #4


Hallo..

Ich denbke auch,dass das von den PA kommt! Ständig stehen wir unbewusst unter Druck und Angst,das die nächste PA kommt! Das kann es auch den ganzen Tag auslösen,schwer Luft zu bekommen. Ich habe das auch ständig.

War bei mehreren Ärzten usw. alles okay!

Mir fällt es auch manchmal echt schwer zu glauben,dass das "Normal" ist. Doch leider ist das so..

LG und Kopf hoch

24.08.2012 23:09 • #5


Und gibt es da eigentlich Hoffnung das man des wieder wegbekommt oder bleibt des chronisch?

25.08.2012 11:31 • #6


Zitat von --Makaay--:
Und gibt es da eigentlich Hoffnung das man des wieder wegbekommt oder bleibt des chronisch?


Mit zunehmender Desensibilisierung werden auch viele Paniksymptome mit der Zeit nachlassen und verschwinden. Das ist aber vermutlich bei jedem anders.

Ich z.B. habe aufgrund einer Panikstörung + folgender Depression ständig irgendwelche Leiden gehabt. Herz, Bauch, Skelettmuskulator, Kopf usw. Erst die Verhaltenstherapie hat Besserung gebracht. Heute ist mir nur noch selten schwindelig, Übelkeit auch fast keine mehr usw.

Aber natürlich hängt mir auch das eine oder andere noch an, mal mehr, mal weniger stark. Meine Empfehlung: mache am besten eine Verhaltenstherapie wenn es um eine Panikstörung geht, diese hilft nachweislich am besten.

25.08.2012 14:42 • #7


Ich muss dani1985 recht geben.. Irgend wann lässt alles nach,irgendwann!

Wann und wie ist bei jedem unterschiedlich. Denke auch,das erst eine Therapie wirklich abhilfe schaffen kann.. sehe ich ja bei mir! Leider muss man so lange versuchen damit zu Leben. Aber das kannst du.. Auch wenn es unangenehm ist,keine Frage

25.08.2012 19:00 • #8


Heute hatte ich auch den ganzen Tag sympome.
Körper krippeln, Pudding Füße, schwindlig, schwitzen und negative gedanken.
Und jetzt, alles OK wieder

25.08.2012 19:33 • #9


Das Irgendwann kann auch das ganze Leben sein oder?? :/

Ich bin da ein wenig ungeduldig.... die Dauer macht micht am meisten fertig und die ständige Angst....

26.08.2012 20:12 • #10


Zitat von --Makaay--:
Das Irgendwann kann auch das ganze Leben sein oder?? :/

Ich bin da ein wenig ungeduldig.... die Dauer macht micht am meisten fertig und die ständige Angst....


Das denk ich auch. Hab aber hoffnung

26.08.2012 20:52 • #11


Zitat von --Makaay--:
Das Irgendwann kann auch das ganze Leben sein oder?? :/

Ich bin da ein wenig ungeduldig.... die Dauer macht micht am meisten fertig und die ständige Angst....


Ganz ehrlich, nicht die Angst oder die Symptome machen dich fertig, sondern deine Einstellung denen gegenüber. Ich habe auch eine lange Zeit so gedacht, ich habe die Angst als Feind angesehen, die Symptome gehasst und letzten Endes auch mich.
Die Angst ist aber nicht das Problem, die Symptome schon gar nicht, es liegt an deiner Sichtweise. Klingt komisch, ist aber so.
In der Verhaltenstherapie findet dann ein schrittweiser Umdenkprozess statt. Im Laufe dessen, werden Sachverhalte, die man noch vor Monaten als problematisch angesehen hat, plötzlich zur unwichtigen Kleinigkeit und in folge dessen gehen auch Symptome zurück, Gedanken werden positiver etc. Probiere es einfach, alles Gute.

26.08.2012 21:29 • #12


*LittleAngel*
Ok, ich hatte auch alle Symptome die letzten Zeit auch durchgängig, meistens erst abends besser werdend. (meistens kam es nachts wiede und ich konnte nicht mehr schlafen) Ich habe mich die ganzen letzten zwei monate schon wieder so aufgeregt (Rückfall meiner PAs nach einem Jahr symptomfreiheit), dass ich meinen Magen so verkorkst habe (unregelmäßig essen, viel rauchen, ständiger Konsum von irgendwelchen Dreck, zusätzlich kommt dann noch die tägliche Aufregung), dass ich mir eine Magenschleimhautentzündung zugelegt habe. Ein schwacher Trost liegt darin, dass ich anscheinend nicht die einzige war, die bei dem wechselhaften, anstrengendem Wetter am durchdrehen ist, denn es ist natürlich blöd für euch, dass ihr auch so darunte zu leiden hattet

Mir fällt es echt schwer, positiv denkend an die Sache heran zu gehen, ich war ein jahr lang symptomfrei und ärgere mich soo seehr, das es wieder da ist -.- ! Vllt regt mich das sogar am meisten auf jeden Tag! Wie schafft man es denn die Angst zu akzeptieren? mit den PAs ein bisschen besser klar kommen, sodass man besser Ruhe bewahren kann, ok, das versteh ich noch, aber die Angst akzeptieren, es als einen Teil von sich ansehen und das für den Rest seines Lebens? für mich irgendwie schwer vorstellbar... Vllt sollte ich auch mal eine Verhaltensthera machen...

26.08.2012 23:58 • #13


Hi LittleAngel,

ist eine sehr gute Frage, wie man es schafft, seine Angst zu akzeptieren. Ich bin nicht sicher, ob ich die Frage so beantworten kann.
Ich glaube es war eine Mischung aus Verzweiflung, Mut, Gleichgültigkeit, Hoffnung und letzten Endes die Veränderungen während der Verhaltenstherapie.

Mir wurde klar, dass ich im Endeffekt die Angst zu einem Problem gemacht habe. Denn ich habe sie in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt, habe sie glorifiziert und diesen Schleier über alle Bereiche des Lebens gelegt. Außerdem habe ich versucht gegen sie anzukämpfen. Aber ganz ehrlich, wie willst du etwas bekämpfen, was ein Teil von dir ist. Funktioniert nicht, also habe sie toleriert und mit der Zeit hatten wir eine Art Status-Quo.
Dann kam die Therapie, da konnte ich dann einige Dinge aufarbeiten. Ich konnte einige Dinge in meinem Umfeld verändern, Selbstvertrauen tanken und "musste" auch einige Dinge machen, wovor ich Angst hatte. Hat eine Menge Überwindung gekostet. Ich glaube, viele Veränderungen bekommt man auch nicht bewusst mit. Sie entwickeln sich, neue Faktoren greifen und der "Sturm" Angst, wurde zu einem "Lüftchen". Also die Akzeptanz kommt von allein, aufgrund von gemachten Erfahrungen, Verhaltensänderungen,Überwindungen, verschiedene Sichtweisen. Das positive und auch realistische Denken entwickelt sich dann.
Natürlich gibt es Phasen, in denen es nicht so läuft. Aber die erinnern mich, welche Fortschritte ich gemacht habe und wohin ich noch möchte.

Natürlich ist jede Behandlung irgendwo anders, da jeder Mensch anders ist. So war es zumindest bei mir. All dies führt dazu, die Angst so zu sehen, was sie ist, nämlich nur Angst und kein Horrorszenario.

Ok, langer Text geworden, schönen Abend/Tag noch.

27.08.2012 00:46 • #14


Wie ist es denn mit dem Akzeptieren, wenn man immer nur die Symptome hat,...und erst darauf die Angst bzw Panik folgt?
Bei mir ist es immer so, dass ich extreme Symptome habe und die lösen dann irgendwann, wenn die ganz stark werden die Panik aus....es ist dann auch sehr schwer mich zu beruhigen. Vor allem ist es fast immer das gleiche Symptom.

27.08.2012 11:14 • #15


Zitat von Qashqaimaus:
Wie ist es denn mit dem Akzeptieren, wenn man immer nur die Symptome hat,...und erst darauf die Angst bzw Panik folgt?
Bei mir ist es immer so, dass ich extreme Symptome habe und die lösen dann irgendwann, wenn die ganz stark werden die Panik aus....es ist dann auch sehr schwer mich zu beruhigen. Vor allem ist es fast immer das gleiche Symptom.
Die Symptome gehören aber zur Panikstörung und der krönende Abschluss kann dann eine PA sein. Es sind nicht irgendwelche körperlichen Symptome, die nichts mit der Angst/Panikstörung zu tun haben, nein, die kommen von der Psyche und in vielen Fällen sind die schon chronisch. Das muss man halt begreifen.

Und weil danach gefragt wurde..., wie kann man sie los werden? Mir half auch Gleichgültigkeit und akzeptieren.

27.08.2012 11:31 • #16


dem kann ich nur zustimmen. Im Unterbewußtsein kommen nur Gefühle an, kein gutes
Zureden. Man muss es einfach selber erfahren und irgendwann verinnerlichen, dass die
Angstzustände ja nie ewig anhalten. Und dass das Dagegen-ankämpfen nix bringt.
Die angstfreien Momente dazwischen sind es, die einem irgendwann zeigen, dass es aufwärts geht. Klar, nachts kommt es dann besonders gern auf, weil man sich denkt:
Jetzt bitte nicht, ich will schlafen. Wenn es dann kommt, fürchtet man sich, dass man nun
nie wieder schlafen kann, aber das ist unrealistisch. Auch die schlimmste panik lässt nach,
die Erschöpfung siegt, der Körper holt sich den Schlaf den er braucht von selber, mit der
Zeit kommt die Gleichgültigkeit, dann denkt man, es geschafft zu haben, aber die Hoffnung,
dass es nun nie wieder kommt, lässt einen schon wieder verkrampfen, die Angstt steigt
wieder, das Unterbewußtsein erinnert sich aber daran, dass es auch wieder vergehen
wird, und so ist es ein Auf und Ab, bis man endlich kapiert, dass alles nur halb so schlimm ist
Und das ist gemeint mit Akzeptieren. Nicht, dass man begeistert sein muss, wenn die Angst
kommt, es ist nur so ein gleichgültiges Hinnehmen, wie bei einem Schnupfen. Dieser ist
auch nie willkommen, aber man weiß ja, dass er sich irgendwann wieder verpißt und nimmt
ihn gezwungenermaßen an. Und bei der Angst ist es so, dass sie schneller wieder geht, wenn man nicht dagegen strampelt. Ist ein Lernprozess und kann nicht erzwungen werden, wie gesagt, im Unterbewußtsein kommt das nur über die Gefühle an, die man
beim Aufsteigen der Angst hat. Deshalb: Angst kommt und geht, dazwischen gibt es auch
gute Momente, der Körper holt sich den Schlaf von selber, man muss gar nichts aktiv tun
gegen die Angst, also nicht im Sinn von Kämpfen. Diese Fakten helfen schonmal, um ein
bißchen locker zu werden und los zu lassen. Ohne Verkrampfung- weniger Angst

27.08.2012 12:27 • #17

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Richtig, man muss es begreifen bzw. verstehen, dass Symptome nur ein Teil des gesamten Bildes Panik/Angst sind, Wissen allein reicht in den meisten Fällen vielleicht nicht.

Es ist wirklich der berühmte Teufelskreis, Symptome kommen und man schaukelt sie, wenn auch nicht gewollt, weiter hoch. Am Ende steht dann eine Panikattacke.
Diesen Sachverhalt muss man schlicht und einfach verstehen. Aber bis dahin ist es meist ein individualer Prozess, der sich in Form von Selbsthilfe, Therapien etc. abgezeichnet hat. Man therapiert ja nicht das Gefühl Angst, sondern den Umgang mit Gefühle/Symptome usw. Je besser man damit zurecht kommt, umso weniger belastend wird das Ganze und umso weniger wird letzten Endes die unangemessene Angst und Symptome.

27.08.2012 12:36 • #18


Zurechtkommen... Na ja, wobei das so ein Sache ist.

Bei mir kommt es ja schon seit gut 1,5 Jahren zu keiner PA mehr, aber es sind etliche körperliche Symptome da, die ich zu PA Zeiten schon hatte und wo ich denke, die kommen daher. Die Symptome verschwanden aber nicht mit den PA. In wenigen Fällen, wie wohl bei mir, können sich bestimmte körperliche Symptome quasi verselbstständigen und für sich allein weiter existieren und nicht selten chronisch werden.

Das wird auch in der Fachliteratur an einigen Stellen erwähnt.

Wie das passieren kann, ist mir nicht klar, weil versucht hab ich genug. Nun bin ich ja bei Profis in der Berliner Charité, nach fast 1,5 Jahren Wartezeit. Und da sagt man mir nun, es ist eine Störung im Nervensystem, von psychiatrischen Diagnosen ist keine Rede (mehr). Was man darunter nun verstehen soll, ist mir bisher nicht klar.

Ich kann also leider nur von mir sagen, ohne Angst machen zu wollen, diese körperliche Symptomatik kann zum Problem werden. Und das bekommt man scheinbar wesentlich schlechter weg, als normale PA.

27.08.2012 12:57 • #19


Richtig crazy, man muss jeden Fall individual sehen.
Die von mir aufgeführten Punkte bezog ich allein auf eine Panikstörung, wie ich mit ihr umgehe.
Ich habe auch noch von Zeit zu Zeit Symptome, mal Herzstolpern, Bauchschmerzen, Schwindel....
Allerdings bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie zu Zeiten schwerer Attacken. Ich registriere sie, weiß etwas damit anzufangen und damit hat es sich auch innerhalb von ein paar Minuten meistens erledigt.

Bei dir, crazy, scheint ja die Ausgangslage eine andere zu sein als z.B. bei mir. Ich wünsche dir aber das Beste, du scheinst ja trotz allem, keinen schlechten "Job" zu machen, wie es sich so liest.

27.08.2012 13:29 • #20



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