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Hundefreundin
Hallo Ihr alle,

geht es Euch auch manchmal so? Ich gehe einkaufen, vorher ohne Angst und Bammel, und plötzlich wird mir im Supermarkt schwindlig, ich möchte mich am liebsten festhalten - kurz darauf ist der Spuk vorbei, dafür zittern mir die Beine und ich habe Schiss, dass das nochmal passiert. Ich bemühe mich, Ruhe zu bewahren, tief durchzuatmen und den restlichen Einkauf samt Warten an der Kasse durchzustehen - aber trotzdem bin ich froh, wenn ich den Markt verlassen kann...
Ich gehe davon aus, dass viele von Euch das kennen - aber wie kann ich da raus, ohne dass sich das in meinem Gehirn manifestiert? So ein Mist aber auch....

Liebe Grüße
Hundefreundin

19.12.2011 17:07 • 21.12.2011 #1


19 Antworten ↓


O



Oh wie oft schon

Da hilft Ablenkung . Flirten Unterhalten Ablenken

Der Tipp ist Gold wert . Er bringt Vertrauen in die Mitmenschen zurück und so macnh spaßiger Vogel bringt einen noch zum lachen . Dann merkt auch das widerspenstigste Unterbewußtsein das es unütz ist Supermarkt gleich einer Gefahr zu setzen und die Angstmaschinerie umsonst in Gang zu setzen

Komm wir gehen mal einkaufen.

19.12.2011 18:05 • #2


A


Schwindelig im Supermarkt / gehe nicht gern einkaufen

x 3


Hundefreundin
Danke Dir, lieber Ozzy, für Deine Ratschläge. So versuche ich das ja auch immer zu machen. Aber was ich eben nicht kapiere - wieso passiert das überhaupt? Vorher ging es mir doch noch gut, da gab es keinerlei Anzeichen! Das ging mir schon einige Male so - taucht dieser Quatsch aus dem Nichts heraus auf! Ich hatte vorher sogar noch einen wichtigen Termin, da ging alles glatt...oder waren das evtl. doch Nachwirkungen? Keine Ahnung, jedenfalls will ich diese Sache los sein, koste es, was es wolle...
Einfach rein in die Gefahr, die keine ist...
Ja, Ozzy - wenn Du bezahlst, gehe ich gern mit Dir einkaufen !

LG

20.12.2011 09:05 • #3


B
Hallo Hundefreundin

Ich denke, in Stressmomenten konzentriert sich das Bewustsein
auf das Hier und Jetzt um zu funktionieren.
Erst in Ruhemomenten (z.B. dem Einkauf nach einem Stresstermin)
kommen dann emotionale Faktoren (Angst) zur Wirkung.

Ozonik hat recht wenn er zur Ablenkung rät, allerdings sollte aus
der Ablenkung keine Verdrängung werden, denn Verdrängen kommt
von dringlich. Genauer gesagt, was man heute verdrängt, das könnte
morgen um so dringlicher werden.

Liebe Grüsse, Der Beobachter (Katzenfreund)

20.12.2011 11:23 • #4


Hundefreundin
Danke, Beobachter,

wie schafft man es, dass aus Ablenkung keine Verdrängung wird?

Nachdem mir das nun gestern passiert ist, habe ich Bedenken vor Donnerstag - da will ich mich mit meiner Familie auf einem Weihnachtsmarkt treffen und habe nun natürlich Bammel, dass mir dort wieder so etwas passiert. Ich sollte mir bestimmt jetzt gar keine Gedanken darüber machen und mich so weit es geht abzulenken bzw. mich auf das Treffen zu freuen - ich habe rigendwie Schiss, dass ich nicht durchhalte und jemandem zur Last fallen könnte. Kennt Ihr das auch? Und wie sieht die sinnvollste Vorbereitung auf so ein Treffen aus?

20.12.2011 13:06 • #5


Peppermint
Mache Dir am besten jetzt gar keine Gedanken darûber ,was passieren kônnte....denn es wird nix passieren,Du schaffst das....
Ich hatte das Problem frûher auch,zb.an langen Schlangen mich an zu stellen oder in Stadion zu gehn...irgendwie war mein Gedanke immer....jetzt komme ich nicht mehr da weg.
Habe mich dabei dann auch immer abgelenkt,zb.mir Rechenaufgaben gestellt oder das ABC aufgesagt,natûrlich nur in Gedanken....das hat mir geholfen die Situation zu ûberstehn...

geniesse den Ausflug auf den Weihnachtsmarkt ...schau dir die Stände an oder beobachte die Leute...das wird Dich ablenken...

20.12.2011 13:17 • #6


Hundefreundin
Hallo Peppermint,

ich werde Deine Ratschläge beherzigen. Am meisten bin ich immer darüber froh, dass es andere Leute gibt, die solche Situationen kennen. Das ist irgendwie beruhigend.
Ja, nicht daran denken ist gut... Ich werde es versuchen!

Liebe Grüße!

20.12.2011 16:54 • #7


B
Huhu

Das Nicht daran denken kann eine ähnliche Gratwanderung werden,
wie die Sache mit Ablenkung und Verdrängung.
Denn wenn man versucht daran zu denken nicht daran zu denken, also
bewusst versucht Befürchtungen zu unterdrücken, dann denkt man oft
leider nur noch intensiver an das Abzulenkende.

Mir persönlich hat Bewusstmachung, Akzeptanz und auch einige wenige
aber gute Meditationsübungen (Bodyscan und/oder Atemübungen) sehr
in solchen (Vor)Situationen geholfen.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

20.12.2011 17:35 • #8


Hundefreundin
Ja, da gebe ich Dir völlig recht, lieber Beobachter. Abgesehen davon, dass es mir sowieso schwerfällt, nicht daran zu denken - ich will es halt sich nur nicht in den Vordergrund drängen lassen, sondern als normalen Bestandteil dieses Tages ansehen.
Atemübungen mache ich schon, auch progresssive Muskelentspannung. Und suggeriere mir täglich ein, dass es eine schöne Sache ist und ich mich darauf freue..

20.12.2011 19:53 • #9


Peppermint
ich meint damit ....nicht daran denken....sich nicht das schlimmste ausmalen ,was sowieso nicht eintrifft und sich voher verrückt damit machen...

20.12.2011 21:39 • #10


Hundefreundin
Ist schon okay, Peppermint, ich weiß, was Du meinst! Es ist eben wirklich eine Gratwanderung - wie Beobachter schon schrieb.

Liebe Grüße!

20.12.2011 21:53 • #11


B
Huhu

Wenn wir ihm einmal genau zuhören, dann merken wir, dass unser
Gehirn oft auf zwei Ebenen gleichzeitig denkt.
Die eine Ebene sind unsere bewussten Gedanken, die wir steuern
und beeinflussen können, die andere Ebene sind Bilder (Gedanken,
Vorstellungen etc.) die im Hintergrund immer wieder zum Vorschein
kommen.

Auf der ersten, der bewussten Ebene sollten wir uns wirklich ablenken,
aber wir sollten nicht damit versuchen, Bilder (Vorstellungen, Ängste)
auf der zweiten Ebene unterdrücken zu wollen. Denn dies erzeugt nur
zusätzlichen Stress, und kann psychologische Angstreaktionen sogar
langfristig noch verschlimmern (Zusätzlich zur Angst kommt auch noch
die Enttäuschung/Frustration sie nicht kontrollieren zu können, es ent-
steht vermehrt Angst vor der Angst).

Daher ist das Akzeptieren der Angst, und das Lernen vom Umgang mit
der Angst, langfristig der bessere (und erfolgreichere) Weg.

Ich weiss, das Ganze klingt im ersten Moment etwas verwirrend, aber
mit geeigneten Methoden kann man es verstehen und erlernen.
(z.B. Bodyscanmeditation, keine Esoterik, gezielte Selbstbeobachtung)
Der Lohn dafür ist zwar nicht absolute Angstfreiheit, aber man kann der
Angst ein grosses Stück ihrer Macht und ihres Schreckens nehmen.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

21.12.2011 08:26 • #12


Hundefreundin
@ Beobachter

Du hast sicher ganz recht mit dem, was Du schreibst. Ich finde es nur so schwer, den richtigen Weg zu finden. Allein wird man es nicht schaffen, da kann man noch so üben, und mit einem Therapeuten hatte ich bisher noch kein Glück, bekomme evtl. ab März 2012 einen Termin.
Ich habe es selbst versucht anhand eines Übungsbuches für kognitive Verhaltenstherapie - aber ich denke mal, unter Anleitung bringt so etwas mehr.
Irgendwie ist man doch in einem Teufelskreis.
Wo kann man diese Bodyscanmeditation erlernen und kann man das evtl. auch ohne fremde Anleitung?

LG
Hundefreundin

21.12.2011 09:02 • #13


B
Huhu

Mir hat das Buch Gesund durch Meditation von John Kabat Zinn
diese Technik aufgezeigt.

http://martin-bohn.suite101.de/stressbewaeltigung-durch-achtsamkeit-a59488

21.12.2011 09:44 • #14


Hundefreundin
Auch huhu,

danke für den Link.

Wenn ich mir das alles so ansehe, vor allem die Sache mit der Achtsamkeit, dann erinnert mich das an meine Progressive Muskelentspannung, von der ich täglich einige Übungen mache.

Hast Du gleich selbst mit den Übungen angefangen oder hattest Du professionelle Hilfe?

21.12.2011 09:50 • #15


B
Nochmalhuhu

Bei mir fing es mit einem Buchtipp hier im Forum an.
( John Kabat Zinn Gesund durch Meditation )

Anfangs konnte ich mit diesem Tipp nichts anfangen,
denn das Wort Meditation hat mich zu sehr an Eso-
terik erinnert, mit der ich nicht viel anfangen kann.
(Hokus-Pokus, Handauflegen und Zaubertränke ...)

Habe dann aber das Buch geschenkt bekommen, mich
wirklich damit befasst, und die Übungen auch erfolg-
reich (abgeändert/angepasst) anwenden können.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

21.12.2011 13:59 • #16


Hundefreundin
Hallo,

aha, also kann man tatsächlich auch allein damit was anfangen.
Danke für den Tipp, ich werde mir das mal zu Gemüte führen - Versuch mach kluch!

Liebe Grüße
Hundefreundin

21.12.2011 14:48 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hundefreundin
So, Beobachter - Buch ist bestellt (als Weihnachtslektüre ?).

Ich werde berichten!

Liebe Grüße!

21.12.2011 14:58 • #18


B
Das Buch lohnt sich tatsächlich.

Es braucht am Anfang etwas Übung, und (meine persönliche
Erfahrung) man darf die Übungen auch ruhig nach eigenen
Bedürfnissen etwas abwandeln.

Das erlernen von Achtsamkeit (Bodyscan/Konzentration) auf
den eigenen Körper (und das Denken, die Psyche), gibt bald
ein Gefühl auch kontrolliert etwas tun zu können, also nicht
mehr hilflos seinen Ängsten ausgeliefert zu sein.

Besonders zur Vorbereitung von Stresssituationen (Konfront-
ationen) habe ich gute Erfahrungen damit gemacht.
Atmen (aufmerksame und konntrollierte Bauchatmung) gehört
auch zu den Übungen.

Deine Amygdala (das Angstzentrum -Mandelkern- im Gehirn)
wird dir dieses Weihnachtsgeschenk an dich sehr danken.

Liebe Grüsse, Der Beobachter (der sonst keine Buchwerbung macht)

21.12.2011 15:27 • #19


Hundefreundin
Danke!

Nach Deiner Beschreibung freue ich mich jetzt richtig darauf! Es wäre klasse, wenn es mir gelingen würde, tatsächlich etwas für mich zu entnehmen.

Liebe Grüße zurück
Hundefreundin

21.12.2011 16:18 • #20


A


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