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einsam58
Bin mir unsicher und frage deshalb mal nach. Leider seit einiger Zeit unter heftigen Panikattacken. Schlafen nicht mehr möglich, kein Appetit verliere Gewicht. Mein Körper zittert und krampft. Am schlimmsten ist es nachts und morgens innerhalb einer Sekunde bin ich klitschnass dann Schüttelfrost, stehe vollkommen neben mir habe das Gefühl Körper gehört mir nicht. Hat das mal jemand erlebt. Ich finde einfach kein Therapeuten, entweder nehmen keine neuen Patienten an oder Wartezeiten liegen bei 1 Jahr. Muß dazu sagen habe noch andere Baustellen und nehme schon viele Medikamente auch Opioid. Versuche jetzt mit Opipramol. Kann mir jemand helfen ich drehe langsam durch. Fühle mich von den Ärzten allein gelassen

04.07.2022 19:53 • 05.07.2022 #1


15 Antworten ↓


Zitat von einsam58:
Bin mir unsicher und frage deshalb mal nach. Leider seit einiger Zeit unter heftigen Panikattacken. Schlafen nicht mehr möglich, kein Appetit ...

Hallo an dich,
passen deine Schilddrüsenwerte und Hormone?
Eine Angststörung kann auch Schweißausbrüche beinhalten.
Ich kenne das leider auch.
Liebe Grüße an dich

04.07.2022 20:54 • x 1 #2



Schweißausbrüche und starke Panikattacken

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doremon
Zitat von einsam58:
Bin mir unsicher und frage deshalb mal nach. Leider seit einiger Zeit unter heftigen Panikattacken. Schlafen nicht mehr möglich, kein Appetit verliere Gewicht. Mein Körper zittert und krampft. Am schlimmsten ist es nachts und morgens innerhalb einer Sekunde bin ich klitschnass dann Schüttelfrost, stehe vollkommen ...


Das sind alles typische Symptome von Panikattacken. Die meisten davon kenne ich. Die derzeitige psychotherapeutische Versorgungslage ist wirklich katastrophal. Ich würde nicht davon ausgehen, dass du rechtzeitig was bekommst. Hast du es mal in einer Tagesklinik versucht? Einfach mal anrufen und nach Erstgespräch fragen. Ansonsten bliebe noch die Notaufnahme. Nicht schlafen können und Gewicht verlieren kann je nach Ausmaß schon ein Notfall sein. Ich weiß persönlich nicht, wie die Notaufnahmen das bei dir handhaben, aber ich habe schon von einigen gehört, die einen stationären Platz bekommen haben. Die waren nicht lang dort, haben aber vernünftige Medikamente bekommen (nicht Opipramol) und dann wurde geschaut, wie es weiter geht.

04.07.2022 21:09 • #3


einsam58
Lieben Dank für schnelle Antworten. In die Klinik möchte ich eigentlich nicht, die hier ist hat kein guten Ruf. Patienten werden nur mit Medikamente ruhig gestellt. Leider kann ich durch Opioide keine allgemeine Depressiva nehmen, hatte schon 2x versucht mit Mirra und Duloxetin, da bekam ich Serotoninsyndrom war heftig. Es ist so beängstigend wenn der Körper von einer Minute auf der anderen völlig entgleist. Was kann man denn noch machen gegen die extremen Schweißausbrüche vorher habe ich immer das Gefühl Fieber zu haben, der Kopf wird heiß. Muß mich innerhalb von 10 min. 2x umziehen. Nach ca 30 min beruhigt sich etwas kommt aber auch tagsüber immer wieder. Das ist eine große psysische Belastung, habe ja durch meine vielen Vorerkrankungen Angst das wieder irgendwas ernstes sein könnte. Ich bin dann total ruhelos.

04.07.2022 21:19 • #4


Butterfly-8539
Zitat von einsam58:
Lieben Dank für schnelle Antworten. In die Klinik möchte ich eigentlich nicht, die hier ist hat kein guten Ruf. Patienten werden nur mit Medikamente ruhig gestellt. Leider kann ich durch Opioide keine allgemeine Depressiva nehmen, hatte schon 2x versucht mit Mirra und Duloxetin, da bekam ich Serotoninsyndrom war ...

Welche Vorerkrankungen hast du denn?

Trigger

1. Es können Ursachen eines Knötchens in der Schilddrüse sein habe ich aktuell, aber er wird in 3 Monaten nachkontrolliert.
2. Es könnten Wechseljahrsbeschwerden sein, Hormonstörungen, die ggf. zu niedrig sind.
3. Was ich vor Jahren extrem hatte, waren schwere Blockaden der Brustwirbel, in Höhe des vegetativen NS, sowie eine heftige Blockade des Atlas zum Schädel. Das kombiniert löste bei mir die wildesten Störungen im Körper aus. So auch heftiges Schwitzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Schwindel, Sehstörungen, Erbrechen, einseitige schwerste Kopfschmerzen, Druck auf den Kopf, Durchblutungsstörungen..............................................

04.07.2022 22:10 • x 1 #5


Schlaflose
Zitat von einsam58:
Am schlimmsten ist es nachts und morgens innerhalb einer Sekunde bin ich klitschnass dann Schüttelfrost,

So war das bei mir auf dem Höhepunkt der Wechseljahre. Die Schweißausbrüche kündigten sich jedesmal mit Panikattacken-ähnlichen Zuständen an (Herzrasen, Atembeklemmung, starke innere Unruhe) Ich habe in deinem Profil gesehen, dass du 59 bist. Wäre zwar sehr spät, aber könnte möglich sein.

05.07.2022 05:59 • x 1 #6


einsam58
@Butterfly-8539 meine Vorerkrankungen sind Rheuma, Fibromyalgie, Osteoporose usw. Dadurch immer schwer bei schmerzen noch Unterschied zwischen Panik und realen Schmerzen zu unterscheiden. Viele Medikamente machen Nebenwirkungen und Wechselwirkung aber die Ärzte gehen nicht drauf ein. Ich bin vorsichtig geworden wenn Arzt neues Medikament verschreibt.

05.07.2022 07:22 • #7


Icefalki
Hallo einsam58 , ich bin dafür, dass du erstmals Richtung körperliche Probleme denkst.

Rein intuitiv würde ich in Richtung Opioidentzug denken, da sich ja nach einiger Zeit eine Toleranz entwickelt.

Bei regelmäßigem Konsum von Opioiden entwickelt der Körper eine Toleranz gegenüber diesen Stoffen, da er zusätzliche Opioidrezeptoren ausbildet. Infolge muss die Dosierung kontinuierlich erhöht werden, um die gewünschte Wirkung zu erlangen. Eine Toleranz gegenüber Opioiden entwickelt sich hinsichtlich der schmerzlindernden Wirkung nur langsam, aber hinsichtlich der berauschenden Wirkung schnell. Die Gewöhnung hängt von Dosis, Dauer und Häufigkeit der Verwendung der Substanz ab. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass von außen ständig Opioide zugeführt werden, und entwickelt bei unzureichendem oder ausbleibendem Konsum spezifische Symptome, sogenannte Entzugsreaktionen.

Leichte Symptome bei Opioid-Entzug sind: Unruhe, Energiemangel, Kopfschmerzen, Schwitzen, Gähnen, eine laufende Nase, leicht erweiterte Pupillen, Tränenfluss, Gänsehaut und ein starkes Verlangen nach Opioiden (Craving).

Stärkere Entzugssymptome können sein: Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck, Herzrasen, grippeähnliche Beschwerden mit Schüttelfrost und Fieber, Gliederschmerzen, stark erweiterte Pupillen, Angst und psychotische Symptome.


Da du ja diese Medis nehmen musst, frag mal deinen Schmerztherapeuten, ob hier ein Zusammenhang besteht.

05.07.2022 08:27 • x 1 #8


einsam58
@Icefalki wäre möglich aber ich möchte nicht mehr erhöhen. Ist doch kein Leben mehr. Das Problem viele Medis gehen auf die Knochen und das ist wieder bei Osteoporose nicht so gut. Meine letzte Knochendichte war so schlecht das ich ehe schon Angst habe und mich frage wann bricht der nächste Wirbel. Die Schmerzen die Angst das macht ein kaputt, Lebensqualität gleich null. Aber Danke für die ausführliche Beschreibung, nehme schon seit 10 Jahre Opiate. Finde es nur komisch weil die extremen Schweißausbrüche immer früh morgens aus dem Nichts kommen am Tag ist es nur zeitweise und nicht so extrem mit krämpfe und zittern. Glaube dieses klitschenass sein geht auf die Psyche. Kein Arzt getraut sich mehr mir noch was zu verschreiben da ich eben schon soviel nehme. Immer wieder Wechselwirkungen. Es ist schön sich hier austauschen zu können und zu wissen man ist nicht allein.

05.07.2022 09:48 • #9


Icefalki
Zitat von einsam58:
nicht mehr erhöhen.


Das glaube ich dir absolut. Mir ging es da eher um die Möglichkeit eines unbewussten Entzuges. Ich kenne das von mir: Ich kann besser mit allem umgehen, wenn ich die Ursache kenne.

05.07.2022 09:54 • #10


einsam58
@Icefalki ja da gebe ich dir Recht, ich möchte auch immer die Ursache kennen um damit besser umgehen zu können. Leider habe ich hier Pech mit Ärzte, die suchen keine Ursache sondern verschreiben nur Mittelchen

05.07.2022 10:34 • x 1 #11


Icefalki
Zitat von einsam58:
@Icefalki ja da gebe ich dir Recht, ich möchte auch immer die Ursache kennen um damit besser umgehen zu können. Leider habe ich hier Pech mit Ärzte, die suchen keine Ursache sondern verschreiben nur Mittelchen


Da triffst du voll meine Meinung, obwohl ich beim Arzt arbeite. Es hat tatsächlich etwas mit Glück zu tun, einen Arzt zu finden, der was taugt. Der mal hinter alles schaut und auch mal ums Eck denkt.

Wenn man medizinisch eine Ahnung hat, kann man sich bissle besser helfen. Hast du denn einen Schmerztherapeuten, oder nur den normalen Hausarzt ?

05.07.2022 10:55 • x 1 #12


einsam58
@Icefalki Rheumatologe, hier ein Schmerzarzt zu finden ist schwer. Das Hauptproblem ist durch die vielen Vorerkrankungen wird man bei neuen schmerzen nicht ernst genommen, keine Untersuchungen nur die Antwort nehmen sie Schmerzmittel, sie haben nun mal Rheuma und Osteoporose. Die Angst ist eben was ist wenn es mal was anderes ist. Außerdem tun Medikamente nur die Schmerzen überdecken aber die eigentliche Ursache bleibt. Zudem habe ich durch die Medikamente das Problem nicht mehr wirklich am Leben teil zu nehmen, nur noch müde, Schwindel und erschöpft. Es ist ein nie endender Kreislauf, Wirklich am Leben teilhaben ist nicht möglich.

05.07.2022 11:41 • x 1 #13


Icefalki
Zitat von einsam58:
hier ein Schmerzarzt zu finden ist schwer.


Und wahrscheinlich bist du alleine, heisst, keiner da, der dich mal bei weiteren Strecken begleitet.

Mich nervt unser Gesundheitssystem auch ohne Ende. Heutzutage keine Zeit mehr, und man muss nehmen, was im Umfeld angeboten wird. Und wenn du Pech hast, dann ist es ein Arzt, der null Bock hat und mit Schema F arbeitet.

Kannst du nicht mal beim Arzt deutlich sagen, dass du am Ende bist und mit und ohne Schmerzmitteln leidest. Evtl. Wäre ein Klinikaufenthalt zur korrekten Dosierung und Einstellung angezeigt?

05.07.2022 18:02 • #14


einsam58
@Icefalki ja da hast du Recht, ich war vor 1 Woche in Notaufnahme gelandet, mir ging es richtig schlecht. Was ich da erlebt habe war der Gipfel. War 16 Uhr dort, nicht ein Arzt hat mich angesehen oder mal befragt. Eine Krankenschwester hat entschieden Panikattacke nach 7 Std kam eine Psychologin und sagte mir das ich mir Therapeuten suchen soll. Nachdem ich ihr erklärt habe das ich seit 1 Jahr suche und bei uns nirgends Patienten neu annehmen und wenn Warteliste 1 Jahr, da brauche ich niemand mehr. Es kam nur Achselzucken und wurde gesagt bleiben Sie dran. Wurde dann mit den Schmerzen ohne Untersuchung nach 10 Std entlassen. Ich habe das Vertrauen in Ärzte verloren. Wohne auf dem Dorf und durch die vielen Medikamente ist es mit Auto fahren schwierig. Busse oder Bahn Fehlanzeige. Bin immer auf Hilfe angewiesen aber das interessiert den Ärzten auch nicht. Mein HA ist im Frühjahr verstorben war der einzige der geholfen hat habe zwar eine neue aber da fühle ich mich nicht gut aufgehoben. Also alles Katastrophe. Man darf nicht krank werden. Aber ich freue mich über jede Zuschrift dann fühlt man sich nicht so allein.

05.07.2022 18:26 • x 1 #15


Icefalki
Du darfst nicht aufgeben und lasse dich nicht abspeisen. Notfalls rufst du bei deiner Krankenkasse an und schilderst mal dein Dilemma. Vielleicht gibt es da Hilfsmöglichkeiten. Gerade bei Ängsten hilft es, dass man aktiv wird. Bewusst die Situation verbessern wollen und nicht locker zu lassen.

Vielleicht bist du über- oder unterdosiert oder Medis vertragen sich nicht, oder nimmst viel zu viel Medis. Oder du gehst in eine Klinik. Nur nicht aufgeben, bleib da dran.

05.07.2022 18:37 • x 1 #16



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