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Hallo ihr Lieben,

ich bin seit 3 Tagen wirklich kurz vorm Verzweifeln. Ich habe seit längerem das Problem, dass sich meine Beine komisch anfühlen. Die pulsieren und zucken oft unkontrolliert und ich bekomme wenn das passiert sofort Angst/Panik und manchmal ist es so schlimm das es sich anfühlt als würde mein Ganzer Körper brennen/Kribbeln (merke das hinter den Ohren/Nacken besonders) und ich falle gleich um oder es ist was schlimmes.
Oft habe ich Tage wo ich einfach nur platt bin. Heute war ich eingeladen einen Teppich kaufen zu gehen mit meinem Bruder. Konnte mich kaum zusammenreisen aufzustehen vom Sofa weil mir gleich schwindlig wurde und meine Beine dieses Zucken hatten.
Ich war wegen meinen Panikattacken schon 2x im Krankenhaus und da war ich 4 Tage an diesem komischen Gerät was Herzströme etc. misst und EKG etc. wurde gemacht Nix gefunden und ich wurde mit einer Psychosomatikerin vermittelt. Aber das anderes Thema.
Ich habe wirklich Angst, dass sich in meinen Beinen ein Blutstau oder so etwas ähnliches bildet und ich irgendwann einfach Umfalle. Stechen und Ziehen in der linken Brustseite hab ich auch, jedoch war diesbezüglich jedesmal alles ohne Befund.

Nehme seit einigen Wochen auch Venlafaxin und Amioxid (Früh und abend) und habe das Gefühl es geht mir seitdem schlechter als besser. Sollte ich mit meinem Neurologen mal sprechen zwecks einer Medikamentenänderung?

Ich bin wirklich verängstigt und ganzen Tag nervös. Messe schon 3x täglich Zucker und Blutdruck weil ich wissen will ob da alles in Ordnung ist, jedoch mach ich mich dadurch sicher nur selbst noch mehr verrückt und nervös. Arbeiten gehe ich auch nur quäle ich mich da durch den Tag und ohne Atosil würd ich den ARbeitstag nicht überstehen denk ich....

Ab 04.07.12 werde ich in eine Psychosomatische Klinik gehen für 4-6 Wochen und hoffe dort die Hilfe zu erhalten die ich benötige.

Hoffe ihr kennt diese Symptome und Gefühle die eich habe und könnt mir bissl eure Erfahrungen dazu schreiben um mich vielleicht selbst etwas zu beruhigen, dass ich eigentlich bis auf meinen Kopf gesund bin.

Viele Grüsse
Mortale

P.S. Magnesium nehme ich seit einigen Tagen - bringt jedoch leider nichts gegen die Muskelzuckungen

04.05.2012 20:30 • 23.08.2020 #1


22 Antworten ↓


Grüss Dich,

wann nimmst Du das Venlafaxin ? Sollte man nicht Abends nehmen, da man sonst Probleme beim Schlafen bekommen kann.

Wie hoch ist deine Anfangsdosis bei Venlafaxin ? Zur Einleitung sollte man 37,5 mg nicht übersteigen um das Gehirn nicht zu überlasten. Später dann höher.
Das es Dir nicht gut geht, kann sehr gut an den Nebenwirkungen liegen, die in der ersten Zeit auftreten. Das verschwindet auch wieder. Das Medikament abzusetzen und gegen was Neues zu tauschen, würd ich Dir nicht raten denn laut meines Psychiaters sind die restlichen Antidepressiva Medis von Wirkstoff ähnlich. Ausserdem würde das bedeuten, wieder eine lange Eingewöhnungsphase mit Nebenwirkungen.

Gegen deine Angstattacken solltest Du Dir Travor Tabletten geben lassen. Die wirken als Notfallmedikament sehr schnell und gut bei Panik und Angst.

LG

04.05.2012 21:01 • #2



Schwäche und zucken in den Beinen

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Hi,

ich muss immer früh zum Frühstück eine Venlafaxin 75 nehmen. Habe die ersten 2 Wochen mit 37,5 angefangen wie vom Arzt verordnet. Für Abends habe ich vom Neurologen Amioxid 30mg. Ich habe mit dem 75mg Venlafaxin (Also die erhöhung) und Amiodix fast zeitgleich begonnen.

Tavor habe ich bereits immer dabei und zuhause. Habe die speziellen Tabletten bekommen die sich auf der Zunge auflösen (1mg). Jedoch traue ich mich nicht diese zu nehmen, weil ich Angst vor einer Medikamentensucht habe. Habe oft gelesen das Tavor schnell abhängig macht und die Abgewöhnung sehr schwer ist und mit Rückschlägen zuammenhängt. Nehme deshalb nur im Notfall 15 Tropfen Atosil, jedoch merke ich kaum eine Verbesserung dadurch.

Grüsse
Mortale

04.05.2012 21:07 • #3


Na ja..., man wird nicht einfach so abhängig von Tavor. Ob man sie nimmt oder nicht kann ja jeder selbst entscheiden. Und selbst wenn man sie 3 Tage hintereinander nimmt, dann ist man ja immer noch Herr aller Sinne und kann selbst entscheiden, ob man sie am 4. Tag wieder nimmt (oder was auch immer für ein Tag).

Das Benzos stark abhängig machen können, ist bekannt und wer dann trotzdem drauf hängen bleibt, der kann die Verantwortung nicht abschieben. Nicht zum Arzt und auch nicht auf die Pharmaindustrie. Es liegt an jedem selbst! Es ist genau so wie bei Alk oder Zig., niemand zwingt einen. Und so ist es auch bei Benzos, Morphium etc.

Wer es im Griff hat und immer mal ne Tavor (o.a. Benzo) nimmt, der kann wenig falsch machen. Nur eben nicht ständig.

04.05.2012 22:26 • #4


Zitat von Mortale:
Tavor habe ich bereits immer dabei und zuhause. Habe die speziellen Tabletten bekommen die sich auf der Zunge auflösen (1mg). Jedoch traue ich mich nicht diese zu nehmen, weil ich Angst vor einer Medikamentensucht habe.


Nunja, wenn es Dir dreckig geht und kein Medikament so hilft, würde ich die Tavor mal ausprobieren. Solange Du nicht übertreibst, passiert auch nichts.

05.05.2012 10:52 • #5


Wenn es mir mal wieder richtig schlecht geht werde ich mal wenn ich frei habe eine halbe Tavor versuchen. Aber nur wenns wirklich nicht mehr geht.

Könnt ihr auch was zu meinen Symptomen in den Beinen und der Schwäche sagen? Erfahrungen? oder muss ich mir sorgen machen?

05.05.2012 17:49 • #6


Zitat von Mortale:
Könnt ihr auch was zu meinen Symptomen in den Beinen und der Schwäche sagen? Erfahrungen? oder muss ich mir sorgen machen?


Ich glaube nicht wirklich, dass Du Dir Sorgen machen musst deswegen. Sofern Du keine Schmerzen und Wasser in den Beinen hast, ist alles gut. Vielleicht solltest Du mehr die Beine bewegen gehen (laufen oder walken). Jedenfalls nicht zu sehr drauf versteifen. Die Gewissheit, dass mit deinen Beinen nichts ist, hast Du ja bereits 2x im Krankenhaus erhalten.

LG

05.05.2012 20:18 • #7


Ja habe angefangen jeden Abend 30-45 Minuten spazieren zu gehen um einfach den Kopf bissl freizubekommen. Wenn ich Angst/Panik bekomme sind diese zuckungen in den Beinen besonders, denke es sind die nerven. Genauso wie das Herzstechen und ziehen in der linken schulter.....
Hoffe nach meinem Klinkaufenthalt ab 04.07. ist das weg :-/

Tavor nehmen hab ich mich immernoch nicht getraut. Jedoch hab ich mir Entspannungstechniken angesehen und benutzt und die wirken schon etwas um mich runterzubringen von einer PA.

Was ich jedoch nicht verstehe, ist, dass mich mein Psychotherapeut in 2 Monaten in die Klinik schickt, ich bis dahin jedoch weder Ärztlichen Rat noch Therapie erhalte. Weiss net wie ich die 2 Monate überstehen soll

06.05.2012 12:47 • #8


Die Symptome der beine sind Symptome der Angst. Je besser du die in den griff bekommst und verarbeitest um so weniger werden alle mit der Angst zusammenhängenden Symptome auch dein beinkribbeln.

06.05.2012 12:54 • #9


Ich gehe ja noch regelmäßig arbeiten und der Arbeitstag ist die reinste quahl für mich. Schiwitze sehr, Druck auf Ohren und Brust etc. nur geht das auch nicht nach ner halbe stunde weg. Es ist so ein permanenten Unwohlsein. Die ersten Stunden sind besonders schlimm Will mich aber natürlich auch nicht krankschreiben lassen, weil ich diesen festen Tagesablauf nicht aufgeben will vorerst. Und wenn ich zuhause sitze und nachdenke wirds auch nicht besser....

06.05.2012 18:21 • #10


Zitat von Mortale:
Ich gehe ja noch regelmäßig arbeiten und der Arbeitstag ist die reinste quahl für mich. Schiwitze sehr, Druck auf Ohren und Brust etc. nur geht das auch nicht nach ner halbe stunde weg. Es ist so ein permanenten Unwohlsein. Die ersten Stunden sind besonders schlimm Will mich aber natürlich auch nicht krankschreiben lassen, weil ich diesen festen Tagesablauf nicht aufgeben will vorerst. Und wenn ich zuhause sitze und nachdenke wirds auch nicht besser....



Ich versteh nicht dass Du Dich so quälen tust. Probier doch mal die Trevor aus wenn es Dir wieder richtig schlecht geht. Die hast Du ja nicht zum Spass bekommen.
Hast Du deinem Psychiater das mitgeteilt, das deine Zustände noch nicht besser sind ? Du musst dann mit der Dosis Venlafaxim auf 112,5 mg wohl rauf.

Zu deiner Frage mit der Therapie und dem Psychiater:
So denke ich wird das wohl daran liegen, das man Dich erstmal auf Medikamenten einstellen möchte, weil Du wohl vorher nicht für eine Therapie entsprechend aufnahmefähig bist. Wie gesagt, dies sind nur Erfahrungswerte wie es auch bei mir war. Wenn Du es genau wissen willst, so musst Du deinen Arzt selbst fragen.

Nochmal zu deinen Beinen:

prinzessin22589 hat es ja auch bereits geschrieben. Das Unterbewusstsein und die Psyche sind in dieser Hinsicht sehr stark. Zu Beginn meiner Angsterkrankung habe ich mich so dermaßen reingesteigert, dass ich in meinen Beinen die Hauptschlagadern pumpen gesehen/gefühlt habe. Daher vergess nicht, dein Kopf ist die Zentrale und Du steuerst das.

07.05.2012 15:07 • #11


War heut mal beim Allgemeinarzt und habe mit ihm gesprochen. Er hat mir empfohlen das Venlafaxin auf 2x75mg früh zu steigern und abends das Amioxid (das ich von der Neurologin verschrieben bekommen hab) wegzulassen. Jetzt bin ich mir total unsicher, ob ich das so machen soll, oder lieber meine Neurologin/Psychaterin zu Rate ziehen soll, weil ich einfach denke das sie da mehr Ahnung von hat....

Der Allgemeinarzt hat mir das mit den Beinen auch nochmal bestätigt und mein Brustdruck/stechen ist Nervlich bedingt. Meine Pumpe arbeitet wie ne 1 hat er gesagt. Das hat mich schon sehr beruhigt. Wobei mein Puls viel Höher geworden ist seit den Attacken, aber das denk ich auch völlig normal, da man ständig nervös/angespannt ist

07.05.2012 22:50 • #12


Hallo Mortale,

ich würde vorher nochmal mit deinem Psychiater sprechen wg. der Erhöhung. 2x 75 mg find ich schon ziemlich hoch. Mein Psychiater hat mich selbst von 75 mg auf 75 mg + 37,5 mg hochgestellt. Eine Erhöhung sollte immer langsam erfolgen. Ist besser für das Gehirn.

08.05.2012 10:19 • #13


So ich muss sagen die letzen 2 Tage (gestern und heute) waren eigentlich sehr gut. Habe mich gut gefühlt, keine Symptome oder PA´s gehabt. Glaube die erneute Bestätigung vom Arzt das alles OK ist mit meinem Herz hat da schon etwas geholfe. Und gehe jeden Abend seit ner Woche ne Stunde spazieren. Jedoch habe ich seit heute Pfeiffen auf den Ohren.

Ist es bei euch auch so, dass kaum ein Symptom verschwindet, sich das nächste schon ankündigt?? Macht mich noch irre. Jedoch versuche ich mich nicht drauf zu konzentrieren und Ruhig zu bleiben. Wird schon nix sein, weil ich ganz normal höre und es zum Glück recht leise ist. Mal sehen wie es wird wenn ich im Bett liege..... da wird es mich sicher sehr stören beim einschlafen.

09.05.2012 20:55 • #14


Also ich muss sagen, dass ich langsam das Gefühl hab, dass mich die Angst noch verrückt macht. Immer hab ich andere Symptome und weiss mir langssam nicht mehr zu helfen.
Das pfeiffen im Ohr ist weg, jedoch habe ich seit Tagen immer Stechen/Brennen in der Brust und Schwindel. Bissl Kurzatmigkeit hab ich auch ab und zu. Also fühlt es sich so an als würde sich mein Hals zuschnüren Esse dann immer scharfe Minzbonbons und die helfen auch recht gut. Druck auf dem Kopf/NAcken habe ich auch ständig, vor allem auf Arbeit...

kennt ihr das auch? Muss ich deswgen nochmal zum Arzt? War ja im Oktober schonmal zum Check und Ultraschallt, Echo etc. alles vollkommen OK gewesen und im April war ich im Krankenhaus und Herzenzyme und EKG etc. alles schick. Kann sich da seit Oktober so viel geändert haben?

30.05.2012 19:33 • #15


Hallo Mortale

Kannst Du dieses brennen beschreiben wovon du schriebst?

Hatte nämlich vorgestern vom Nacken bis zum Oberarm das Gefühl gehabt, da läuft was ganz heisses runter

31.05.2012 10:01 • #16


Ich hab das schon über 2 Jahre und fast dauerhaft. Es ist, als wenn ich immer mal Stromschläge in den Beinen hab oder ziehen, kribbeln. Wenn es mal kurz wäre, ok, aber ich hab das oft Tage am Stück und dauerhaft, was irgendwann nur noch nervt.

Ich hab schon ewig keine Panikattacken mehr, Angst auch nicht, untersucht ist alles (Nervenmessung etc.), auch alles ok. Das es 100% Symptome der Angst sind, kann definitiv nicht sein. Von meinem Bandscheibenvorfall kann es laut Orthopäde auch nicht sein, weil dann hätte man noch andere Symptome. RLS ist es auch nicht.

Vor 2 Monaten hatte ich mal die Neurologin in einer Migränepraxis gefragt, ob es psychisch sein kann und sie sagte ja, aber in der Häufigkeit und Dauer eher selten und bei Angst/Panik dann auch nur in akuten Situationen, aber nicht ohne Angst/Panik und dann noch über Tage am Stück.

Die Frage was es ist, ist also nicht beantwortet. Ich nehme es aber nur noch hin, ist halt wie es ist und ändern kann man es scheinbar auch nicht, selbst durch Sport nicht.

31.05.2012 10:21 • #17

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Also dieses brennen ist eigentlich ganz schwer zu erklären. Es sticht mal kurz in der Brust und es fühlt sich an als würde hitze sich über mein Körper verteilen. Merke es vor allem im Nacken und im Mund. So Art wie ne Hitzewallung und dann hab ich Druck auf der Brust. Denke das ist vielleicht ganz normal, nur versetzt es mich in eine PA weil ich da besonders empfindlich drauf reagiere? Mein Arzt meint mein Herz ist vollkommen OK. Hatte Ultraschall im Oktober 2010 mit Echo etc und vor net mal nem Monat EKG zur Kontrolle. Einzige was verändert war war mein Puls der hoch ist. Aber das liegt an der Angst meinte der Doc.....

01.06.2012 20:06 • #18


habe auch erst in 2 Monaten einen Termin zur Therapie.. Als es mir wieder total schlecht ging (herzrasen, zittern, unruhe) bin ich zum hausarzt und habe den gefragt wie ich das 2 Monate aushalten soll, ob es nicht was zum Überbrücken gibt.. die gab mir auch tavor mit (für NOTFÄLLE) habs nur ein mal genommen, als es mir an dem tag soooo schlecht ging, aber war super

02.06.2012 12:00 • #19


Habe auch noch seit Monaten ne volle Packung Tavor hier liegen. Diese speziellen die sich im Mund auflösen und besonders schnell wirken. Habe jedoch noch nie eine genommen, weil ich Angst habe süchtig zu werden. Und die Meinung wann man Abhängig wird davon gehen auch sehr weit auseinander.

02.06.2012 19:20 • #20



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