Hallo,
mal wieder bin ich es. Ich weiß momentan einfach wieder nicht, was mit mir los ist. Vielleicht hatte ja mal eine ähnliche Situation und ich kann mich wenigstens etwas beruhigen. Es nimmt mich echt sehr lange mit.
Ich leide nun seit einem Jahr an einer Panikstörung. Dazu kam im Verlauf der Therapie auch Agoraphobie hinzu, da ich merkte, dass ich mich zu Hause viel wohler fühle und Schwierigkeiten habe, rauszugehen. Nichtsdestotrotz "zwinge" ich mich nach draußen, fahre Auto, gehe einkaufen und kann meinen Nebenjob ausführen (Nebenjob: 2 Tage in der Woche). Hauptsächlich studiere ich. Allerdings kann ich keinen Zug mehr fahren und mache weitgehend vieles online. Ich traue mich nicht mehr alleine zu reisen und habe draußen das Gefühl, dass ich keine Luft bekomme und sterbe.
Diese Gedanken um den Tod quälen mich zurzeit sehr. Ich versuche mich zwar abzulenken, dann geht es auch, jedoch nur für eine Weile. Zudem muss ich sehr oft weinen. Die ganze Situation ist einfach sehr anstrengend.
Am schlimmsten ist es gegen abends, wo es dunkel wird. Ich bin sehr gereizt, bekomme eine quälende innere Unruhe (so ein komisches Gefühl in der Brust, Engegefühl, als ob ich keine Luft kriegen würde). Zudem bin ich total angespannt und die Gedanken drehen sich nur darum, dass ich vielleicht gleich sterben könnte, dass das Leben zu schnell vergeht, dass der Tag bereits zu Ende ist.
Was mich zurzeit auch sehr stark beeinträchtigt ist die extreme Lustlosigkeit. Ich muss mich echt aufraffen, um irgendwas zu machen. Meistens will ich einfach nur rumliegen und nichts tun. Manchmal bin ich in einer echten Tiefphase. Es fühlt sich auch alles komisch und unreal an.. So, als würde ich auf etwas warten, aber es kommt nie. Keine Ahnung?! Das ist echt verrückt
Ich bin sehr verzweifelt und kann das Leben so überhaupt nicht genießen. Vor irgendetwas habe ich Angst und ich schiebe sehr oft Panik, kann es mir aber nicht erklären. Meistens geht es dann darum, dass ich sterben könnte.
Wieso bin ich dermaßen in diesen Gedanken gefangen, obwohl ich alles dafür tue, um nicht in diese Schiene reinzurutschen? Wieso kriege ich solche Gedanken?
Es macht mich total fertig, mit den gesundheitlichen Symptomen will ich sowieso erst recht nicht anfangen.
Ich hoffe, dass mir evtl. jemand einen Rat geben kann - ich wäre so dankbar und freue mich jetzt schon auf die Rückmeldungen.
Zudem bedanke ich mich fürs Lesen und hoffe darauf, dass wir alle diese "Phasen" (?) gut überstehen.
Liebe Grüße und einen schönen Abend noch!