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Ich bräuchtemal euren Rat...
War wegen Panikattacken und Angstzuständen bei meiner Hausärztin.
Sie hat mir ne Überweisung für einen Psychiater mitgegeben.
Jetzt hab ich im November einen Termin,er sagte mir,dass er mir nur Mediakamente verschreiben könnte.
Aber ich sollte mir noch einen Psychologen suchen,der mir eine Therapie anbietet.
Termine bekomme ich vor einem halben Jahr keine mehr.
In der ganzen Umgebung hier nicht.
Was soll ich tun?
Was bringt mir im November ein Psychiater,der mir (weiß nicht ob ich sie überhaupt brauche) Pillen verschreibt und somit nur die Symptome und nicht die Ursache lindert?
Kennt sich jemand aus? Was seid ihr fürn Weg gegangen?
Ganz liebe Grüße

01.10.2018 13:58 • 19.01.2019 #1


23 Antworten ↓


Icefalki
Nun, man muss sich den Gegebenheiten leider anpassen. Geh zum Psychiater, reden wird der auf jeden Fall mit dir. Medis soll er aufschreiben, ob du sie dann nimmst, oder nicht, ist ja deine Sache. Und dich dann eben auf die Warteliste setzen lassen. Je früher, desto besser.

Angst geht eh nicht schnell weg, je länger man wartet, desto mehr manifestiert sie sich. Medis muss man auch nicht als Fluch ansehen, zumal es ja nicht schlecht wäre, wenn sich deine Symtome verbessern würden. Ohne Angst kann kann auch besser an sich arbeiten und dann eben in 6 Monaten.

01.10.2018 14:14 • #2



Psychiater oder Psychotherapeut?

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Safira
Ja also am besten Du setzt Dich schonmal hin und telefonierst die Therapeuten Liste ab und lässt Dich überall auf eine Warteliste setzen. Das macht der Psychater leider nicht.
Jedesmal wenn ich im Internet lese das der Psychater oder Hausarzt bei solchen Problemen an den Therapeuten überweist muss ich immer herzlich lachen. Ähm, leider geht uns das hier allen so.

Wenn Du Deine Diagnose ja schon kennst und auf keinen Fall Medikamente nehmen willst dann könntest Du auf den Psychater auch verzichten. Das musst Du aber alleine entscheiden.

Wenn allerdings Deine Ängste für Dich sehr stark sind und Dich in Deinen Alltag und/oder Arbeitsleistung behindern würde ich auf jeden Fall den Termin beim Psychater wahrnehmen und eine medikamentöse Behandlung in Betracht ziehen. Medikamente können helfen.

Und wenn Du jetzt nicht sicher bist ob Du ihn brauchst dann schadet der Besuch auch nicht. Danach kannst Du nämlich genauer für Dich sagen ob es gut war oder verschwendete Zeit.

01.10.2018 14:15 • x 1 #3


Delphie
Hallo Tanja,

es ist gut, dass du zu deiner Hausärztin gegangen bist und sie dir schon einmal eine Überweisung mitgegeben hat. Und auch schon einmal jetzt einen Termin dort beim Psychiater hast. Wenn es ein guter Psychiater ist, wird er sich auch noch so mit dir unterhalten ab und zu, also beim Gespräch. Meiner tut das im Gespräch. Sonst suche weiter nach weiteren Psychiatern, du kannst da auch mehrere testen.

Es ist sinnvoll bei Ängsten eine Therapie zu machen. Wichtig ist sich auf Wartelisten zu schreiben, es kann ja auch manchmal schneller gehen. Ja, das ist leider so das manchmal keine so schnell frei sind. Erkundige dich bei deiner Kasse ob die auch das Kostenerstattungsverfahren anbieten.
Du musst die ganzen Absagen dir schriftlich aufschreiben auch per mail sonst wenn du welche mal per mail aufgeschrieben hast. Und wenn du jemanden angerufen hast Anruf protokollieren. Also datum ect. Das bei mehreren machen.
Und dann kannst du das bei der kasse einreichen, also bzw. du kannst dann auch bei einem psychologen hingehen der nur private macht, der das kostenerstattungsverfahren anbietet. Ich gebe hier mal einen link dazu rein: https://www.therapie.de/psyche/info/fra ... rstattung/ Hier ist es alles beschrieben, ich weiß es nur ungefähr also nicht so richtig aus dem kopf. Manchmal bekommt man in Privatpraxen ja schneller Termine.
Vielleicht hilft dir das weiter. Wissen ja einige nicht.

Ich hatte auch Therapie und aber auch einen Psychiater. Bin auch in einer Selbsthilfegruppe. Auch das kann helfen. Wäre das zusätzlich denkbar als Hilfe und Unterstützung?

Mit lieben Grüßen,
Delphie

01.10.2018 14:25 • x 3 #4


Vielen Dank Delphie,
das ist schon mal eine große Hilfe
Ich schließe nicht aus,Medikamente zu brauchen,denn es geht mir körperlich richtig besch....
Habe sogar schon Haarausfall,Unruhe,Magen-Darm-Beschwerden u Schwindel,rund um die Uhr.
Ich will unbedingt etwas dagegen tun,erste Panik kam Ende Mai u hatte gehofft es allein in den Griff zu bekommen,aber das schaffe ich nicht.
Bin nur noch platt und müde,es ist ein ständiger,innerer Kampf.
Ich danke dir!

01.10.2018 15:19 • #5


Safira
Tanja gibt es denn irgendwelche Auslöser?

01.10.2018 15:27 • #6


la2la2
Zitat von Tanja123:
Habe sogar schon Haarausfall,Unruhe,Magen-Darm-Beschwerden u Schwindel,rund um die Uhr.

Hmm wurde schon augeschlossen, dass z.B. ein Eisenmangel die Symptome verursacht - also mal der Ferritin Wert bestimmt (und natürlich auch die ganzen anderen üblichen Werte mal kontrolliert: großes Blutbild, Leber, Nieren, Schilddrüse, etc. pp.)?

01.10.2018 15:37 • #7


Wurde alles getestet als es anfing.
Körperlich u organisch wurde alles ausgeschlossen.
Mir schlägt es heute auch dermaßen auf Denkmale ,dass ich heftige Krämpfe habe.
Der erste Auslöser war ein Stechen in der Brustgegend,den ganzen Tag. Hab mich dann verrückt gemacht zweck Herzinfarkt u so,dass ne Panikattacke kam. Die Erste!
Seitdem bin ich sehr empfindlich mit meinem Körper.
Jedes Ziehen könnten Anzeichen auf schwere Krankheiten sein.
Mittlerweile macht mich jede Stresssituation voll fertig.
War heute allein im Geschäff,das kann der Grund für die Magenschmerzen sein.
Auslöser können alles mögliche sein momentan,ein bevorstehender Geburtstag,Elternabende ect.
Eigentlich überall wo ich natürlich keine Panikattacke bekommen möchte.
Setze mich dann unheimlich unter Druck.
Betreue fünf unter Dreijährige Kindee u allein die Verantwortung macht mich nervös,das hat mir vorher nie etwas ausgemacht.
Bin total hilflos gerade.
Habt ihr paar gute Tipps?

01.10.2018 19:45 • #8


Auf den Magen schlägt es mir,meinte ich.
Aber sagt mal,kann einem die Psyche dermaßen auf den Magen schlagen u an die Substanz gehen?
Klar,viele körperliche Symptome kommen wenn du inneren Stress hast.
In meinem Fall ist es halt die Angst.
Nur noch Rücken,Nacken und Kopfweh.
Bin eigentlich überhaupt nicht wehleidig,aber seit es angefangen hat bei mir,bin ich völlig übertrieben in der Selbstbeobachtung.
Kennt das jemand von euch?
Bei diesen heftigen Bauchkrämpfen seid Stunden denke ich auch gleich wieder an einen Herzinfarkt (bei Frauen kündigt es sich eher in der Bauchgegend an als in der Brust)....

01.10.2018 19:56 • #9


Safira
Bei mir hat es Jahre gedauert bis ich wußte was alles bei mir von der Psyche kam. Jetzt bin ich grad ein Wrack und habe täglich Stressreaktionen, selbst dann wenn es eigendlich gar kein Stress ist. Aber ich scheine es wohl zu glauben oder befürchte irgendwas.
Bei mir gets leider auch voll auf den Magen. Hab extrem Appetitverlust und es schmeckt einfach gar nichts. Zwinge mich dann auch oft zu essen sonst bin ich bald ein Gerippe. Bin eh schon sehr dünn von Natur aus.
Tipps für den Notfall kann ich Dir die Telefonseelsorge geben und den Psychosozialen Krisendienst. Der ist sogar bis spät Abends mit einer Telefonhotline erreichbar und Du kannst dort persönliche Gespräche und Hilfe bekommen zur Überbrückung bis Du einen Therapieplatz hast. Die können auch bei der suche helfen.

Es gibt viele verschiedene 1.Hilfe Methoden um Dich zu beruhigen und besser mit der Angst umgehen zu können und auch die Attacke selbst.
Ich mache gern die Bauchatmung, denn wenn man so angespannt ist atmet man flacher. Bauchatmung beruhigt das Nervensystem. Mit sich selbst beruhigende Selbstgespräche sind auch gut.
Jedem hilft aber nicht alles. Man muss es ne weile üben bis es funktionieren kann.

01.10.2018 20:11 • #10


Ja,habe schon einige Entspannungsübungen gemacht (Yoga,Meditation,Traumreisen ect.)
In solchen Momenten kann ich mich drauf einlassen,aber sobald die Übung beendet ist,bin ich wieder der alte Angsthase ,schrecklich.
Denke viel ans Sterben,denn selbst wenn ich nicht auf der Stelle umkippe,dann halt später. Aber ich (und meine Familie,Freunde usw) kommen nicht drum herum.
Der Gedanke macht mir eine höllische Angst.
Denn Krankheit u Tod kommen ohne Ausnahme.
Werde noch verrückt.

01.10.2018 20:28 • #11


Safira
immerhin sind wir nicht allein damit. Hab das jetzt auch paar Monate das ich wirklich vor allem irgendwie Angst bekomme. Ich würde mal behaupten, bei der ersten Richtigen Panikattacke dreht das Gehirn so durch und wir selbst sind so dermaßen darüber fassungslos schockiert und überfordert das wir es einfach nicht mehr vergessen können und Angst vor der Angst bekommen.
Es gibt aber Wege daraus. Es ist also nicht ganz hoffnungslos.

Das Du es schaffst Dich auf die Übungen zu konzentrieren und Dich darauf einzulassen ist ein sehr gutes Zeichen. Mach das immer wieder, so oft es eben geht und nötig ist. Auch wenn es Dir gut geht.
Was mir oft hilft in wirklichen Krisensituationen die ich leider noch habe im moment ist das word Case Szenario zu akzeptieren wenn es eh schon in meinem Kopf fixiert ist. Ergründe Deine Angst, entdecke sie. Wovor genau hast Du Angst. Akzeptiere sie

01.10.2018 20:33 • x 1 #12


Safira
was ich im Moment mache. Ich führe ein Angst Tagebuch. Beginnend mit einer Angst Bestandsaufnahme. Die Liste wird immer länger Danach wird sie nach dringlichkeit sortiert, bewertet nach dem ABC schema und danach Gedanklich umstrukturiert.
Und dann werde ich all meine großen und kleinen Angsterlebnisse protokollieren, welches Ereignis, welche Strategie hat funktioniert, was habe ich gedacht und gefühlt, möglicher auslöser, wie hoch war die Angstskala usw. Das ist auch sehr gut für den späteren Therapeuten.

01.10.2018 20:45 • x 3 #13


Ich bin 43 und habe auch eine Angststörung seit 8 Monaten, ich hatte letzte Jahr ganz viele Stresssituationen, die mich so belastet haben, dass ich die Störung entwickelt habe, vorher war mein Leben toll und es ist mein Ziel, dass es wieder so toll wird wie früher, ich kämpfe dafür, ich gebe niemals auf, genauso wie ich nie aufgegeben habe Nichtraucherin zu werden (seit 2 ½ Jahren) und meine 13 Kilo Übergewicht wieder loszuwerden aufgrund des Nichtrauchens, (es fehlen noch 7 Kilo).

Ich führe auch das Angsttagebuch und sortiere die Tage auch nach "guten" und "schlechten" Tagen. Bei mir haben die Angstzustände auch vor ca. 8 Monaten begonnen, ganz schlimm wurde es im Mai. Das Angsttagebuch hilft mir wahnsinnig, denn so realisiere ich, dass ich nicht täglich schlechte Tage habe und sehe auch, welche Situationen mich stressen.

Ich bin auch bei einer Psychologin, sie hat mir bislang sehr helfen können. Ich hatte bislang 5 Sitzungen. Ich kann dir mal sagen, was mir hilft, denn irgendwann breiten sich die Ängste aus, zuerst war es ja nur die Angst in der Strassenbahn, dann kamen weitere Ängste hinzu (Menschenmengen, Kino, mit jemandem essen gehen usw.). Ich habe im August meine Therapie begonnen. Im Moment recherchiere ich aber auf viel im Internet, gib mal "Serotonin Werden Sie zum Meister Ihres Seelenlebens" ein und lies mal, ist sehr interessant.

Also, mir hilft im Moment folgendes:

Sport im Fitnesszentrum. Unterschätze den Sport nicht (Serotoninmangel für Sportfreaks ein Fremdwort). Seit ich Sport im Fitnesszentrum mache, geht es mir tatsächlich erheblich besser, die Anspannung ist weniger geworden.

Dann nehme ich 3 mal täglich 20 Tropfen Schüsslersalz (Nr. 2, 5, 7, 13 und 21), auch hier habe ich das Gefühl, dass mir das sehr hilft. Im Moment nehme ich wieder täglich eine Vitamin D Tablette und eine Eisentablette, bei beiden hatte ich einen Mangel.

Dann mache ich progressive Muskelrelaxation, du findest im Youtube ein Entspannungsvideo, geht etwa 20 Minuten, finde ich super, fährt mich auch runter.

Dann achte ich auf meine Ernährung, ist auch ganz wichtig. Werde nun auch noch die Inkakost ausprobieren auf den leeren Magen am Morgen, damit das Serotonin einfacher in mein Hirn gelangt.

Dann wissen viele in meinem Umfeld, dass ich an einer Angststörung leide, das hilft mir auch, dass ich einfach erzählen kann, dass ich z.b. letzte Woche mit einer ehemaligen Arbeitskollegin essen war und mich unwohl fühlte und 45 Minuten lang nur Schwindel hatte, als ich mich ihr dann auch anvertraut hatte, war der Schwindel nach 10 Minuten verschwunden, ich habe einfach gemerkt, wie gut es tut, diesen schei. aus mir rauszureden.

Gerne sage ich dir auch, was ich bei meiner Psychologin in den 5 Sitzungen gelernt habe, da du ja doch noch ein paar Wochen warten musst mit deiner Therapie.

Also, das Tagebuch welche ich im Auftrag der Psychologin führe ist wie folgt unterteilt (ich führe es auf dem PC im Excel):

1. Situation
2. Gefühle
3. Automatische(r) Gedanke(n)
4. Rationale Antwort
5. Resultat

Der automatische Gedanke unter Punkt 3 ist massgebend, an dem muss du arbeiten.

Seit ich dieses Tagebuch führe, geht es mir so viel besser, weil ich erkennen konnte, dass meine Gedanken das ganze Übel ausgelöst haben.

Ich dachte so: Heute gehe mit xy in den Ausgang, hoffentlich fühle ich mich wohl, hoffentlich fühle ich mich nicht unwohl und kriege eine Panikattacke. prompt fühlte ich mich unwohl und habe Angst bekommen. Der automatische Gedanke war also: hoffentlich kriege ich keine Panikattacke.

Mit dem Protokoll denke ich nun so:

1. Situation: heute gehe ich mit xy in den Ausgang
2. Gefühle: ich freue mich (bin freudig)
3. Automatische(r) Gedanke(n): das wird ein schöner Abend mit xy, ich freue mich.
4. Rationale Antwort: es war immer schön mit xy (da holst du die Vergangenheit nach vorne).
5. Resultat: der Abend war schön.

Im Protokoll musst du unter jedem Punkt noch eine Bewertung abgeben, z.b. unter Punkt 2: Stufen Sie die Intensität des Gefühls auf einer Skala 1 - 100 ein.

Wenn du willst, kann ich dir das Raster des Protokolls schicken. Mir hilft das wirklich. Ich sehe auch, dass wenn ich Sport mache, ich bessere Tage habe und wenn ich 1 Woche keinen Sport mache, ich schlechtere Tage habe.

Ich habe meine Psychologin gefragt, wann ich wieder den Mut habe in die Bahn zu steigen und sie meinte, dass ich das üben muss, na ja, im Moment will ich das nicht üben aber ich übe andere Sache wie z.b. mit meiner Kollegin was trinken zu gehen und im Moment geht das immer besser, es wird wieder zur Normalität, man muss einfach positive Erfahrungen machen.

Ich finde diese Angststörung auch mühsam, vor allem wenn man sich vor Dingen fürchtet, die nicht gefährlich sind. Diese Nervosität ist so mühsam, aber sie wird immer weniger und dann gibt es wieder Rückfälle, ist einfach so. Aber wenn ich denke, wie es mir im Mai, Juni und Juli ging, dann bin ich echt dankbar, wie es mir jetzt geht.

Sich alles von der Seele reden tut einfach auch gut, ich hoffe, du hast Menschen um dich herum, die dir zuhören.

Liebe Grüsse

02.10.2018 09:55 • x 3 #14


Au ja gerne Rosenstrauss,
Per Mail oder hier?
Das mit dem Tagebuch ist eine sehr gute Idee.
Hab im Moment das Gefühl,nichts auf die Reihe zu bekommen.
Jede kleinste Stresssituation (einkaufen,nach der Arbeit mit den Kids zum Doc) macht mich im Vorfeld total verrückt.
Das kenn ich von mir garnicht.
Habe eine super liebe Kollegin ,die damals ein burnout hatte und erzählt,dass die Symptome die Gleichen sind.
Sie hat wohl durch ein Burnout auch Angstzustände bekommen.
Wann bekomme ich Angst?
Kein Plan,manchmal völlig überraschend wenn ich mal zur Ruhe komme.
Manchmal wenn ich im Stress bin,beim Einkaufen,Daheim aber auch wenn ich in fremde Gegenden bin u vorallem wenn ich alleine bin.
Denke dann immer,dass niemand bei mir ist,der im Notfall Hilfe holen kann.
Haben viel mitgemacht in den letzten Jahren,
Schwiegermutter hat den Kampf gegen den Krebs verloren nach fünf qualvollen Jahren,Schwiegervater hätte einen Schlaganfall (wohnen mit im Haus,haben ihn gefunden), musste meinen Hund einschläfern lassen (im März war das,im Mai erste Panikattacke),er war die letzten 14 Jahre bei mir.
Habe mich vor drei Jahren selbständig gemacht,viel Arbeit,zwei Kinder u keine Familie hier,die uns unterstützen kann.
Außer Schwiegervater,aber er ist nach dem Schlaganfall selbst nicht fit,nach ihm schauen wir auch,mein Mann u ich.
Aber es ist eine Spirale,ich kann mich da nirgends rausziehen.
Arbeiten muss ich,die Kinder großziehen natürlich auch,nach meinem Schwiegervater schauen ebenso,ist sonst niemand da....
Eigener Haushalt,Termine in Schule u Kiga und mein Mann hat kein Verständnis wie es mir mit der Angst geht.
War beim Hypnotiseur,er meinte das mein Hund mein Beschützer war u mich durch viele schwierigen Zeiten begleitet hat.
Seid er nicht mehr da ist,tja....klingt ganz logisch auch wenn ich es bisher nicht so gesehen hab.

02.10.2018 17:31 • #15


Im Moment habe ich die meiste Zeit Angst vor der Angst.
Die Angst im allgemeinen ist so einnehmend u die körperlichen Empfindungen einfach nur schrecklich.
Wenn ich nur an die Angst denke (die meiste Zeit des Tages),dann wird mir wieder total schlecht.
Gestern u heute Nachmittag habe ich solche Magenkrämpfe,dass ich kaum stehen kann.
Ob auch das durch die Angst kommt?

02.10.2018 17:41 • #16


liebe tanja, schreib mir doch auf meine mai: rosenstrauss@hotmail.com, dann können wir uns etwas austauschen, würde mich freuen, bis bald, liebe grüsse

02.10.2018 21:24 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Delphie
Hallo Tanja,

Angst vor der Angst ist auch nicht einfach und schön. Ich verstehe es, dass du sagst, dass auch die körperlichen Empfinden schrecklich sind. Ich kenne auch ab und zu körperliche Empfindungen, wenn die Angst stärker ist. Wie gestern, da war meine Angst serh stark und mir wurde sehr übel. Das auszuhalten, die Übelkeit war für mich sehr schwer. Also kann ich es sehr nachempfinden.

Ja, auch starke Magenkrämpfe können von der Angst kommen. Der Stress kann einem auf den Magen schlagen. Ich habe auch schon vom ganzen Stress immer leichte Magenprobleme. Nehme deswegen immer schon etwas ein, so Iberogast, dass hilft mir für mein Sodbrennnen oder Magenkrämpfe oder so. Also wenn der mal Stress wieder macht, ist ja auch nur pflanzlich. Oder Tee oder Wämflasche hilft auch sehr gut dann.

Hast du mit einem AngstTagebuch angefangen, hilft es dir weiter? Ich hoffe sehr.

Ja, es ist sicher viel für dich gewesen in letzter Zeit, dann können natürlich auch Panikattacken und so auftreten. Und Ängste. Irgendwann sagt auch die Seele sie braucht Hilfe und äußert sich halt so. Es ist traurig, dass dein Hund nicht mehr da ist.
Hast du dir schon mal überlegt, dir noch mal einen neuen Hund zu holen, wenn du diesen Verlust irgendwann verarbeitet hast? Vielleicht täte dir das gut? Tiere haben ja immer eine gute Wirkung, gerade wenn es einem eh nicht gut geht.

Mir helfen meine Skills immer noch sehr gut. Ich habe da verschiedene Sachen für mich, wenn die Angst zu groß wird und ich sie gar nicht mehr aushalten kann oder sie mir zu stark wird. Skills können unterschiedlichste Sachen sein, sie sollen einen kurzfristig von der Angst runterholen, wenn es gar nicht mehr geht und man nur noch in Panik ist.
Es können Sinnesbezogende Sachen sein, aber auch Sachen sein wo du nachdenken musst( kreuzworträtsel oder so was) oder was ganz anderes. wenn du unterwegs bist, kannst du auch was mitnehmen wenn du für dich was gefunden hast, was dir hilft. Also wenn es klein ist der skill und du sitz wie z.b. beim arzt kannst du diesen skill rausholen und benutzten(habe da ein logikspiel für mich gefunden oder mp3 player, also wenn ich beim arzt manchmal sitze, also können die unterschiedlischsten sachen sein für jeden menschen).
Schicke dir mal die liste: erfolgserlebnisse-f59/skillsammlung-t64455.html

Du hast hier geschrieben, dass dein Mann kein Verständnis hat, wie es dir mit der Angst geht. Ich glaube manchmal ist das natürlich auch schwierig für Angehörige es zu verstehen. Aber es ist nicht schön, dass er natürlich dafür kein Verständnis dann hat. Hast du ihm das mal gesagt, wie du dich damit fühlst, wenn er kein Verständnis zeigt? Oder versteht er es einfach nicht? Vielleicht braucht er mehr Hintergrundwissen, was Ängste sind, wie man sich damit fühlt, also damit er sich mehr damit reinversetzt kann. Rechtfertig natürlich nicht, dass er dann kein Verständniss zeigt, aber vielleicht macht er das weil er selbst nicht genau weiß was es ist und sich hilflos fühlt?
Vielleicht ist es wichtig das ihr darüber redet. Habt ihr das getan?

Hast du Freunde mit denen du reden kannst ab und zu, also mit denen du offen reden kannst wie es dir momentan geht? Die für dich da sind und dir zuhören?

Mit ganz lieben Grüßen,
Delphie

30.10.2018 15:54 • #18


Hallo Delphie,
war schon ne Weile nicht mehr im Forum.
Ich freue mich sehr,dass ihr so eine Anteilnahme zeigt,obwohl ihr selbst mit euren Problemen zu kämpfen habt.
Mein Mann hatte kein verständnis,weil er nichts damit anfangen kann.
Er will,weiß aber nicht wieso ich mich da so sehr anstelle.
Mir wurden AD verschrieben,aber sich vor der Einnahme habe ich Angst.
Ist doch echt ein Graus.
Vielleicht helfen sie mir ja.
Die Ärztin sagte,dass in den ersten zwei Wochen Nebenwirkungen auftreten können.
Die innere Unruhe u Angst kann dann erstmal verstärkt werden (wovor ich natürlich wieder Angst habe)....
Sie braucht ein aktuelles EKG vom Herz,weil es wohl Herz-Rythmus-Störungen verursachen kann.
Auch Libidoverlust und Gefühlstaubheit können auftreten. Sie wollte mich nur darauf gefasst machen,habe keine Nebenwirkungen gegoogelt.
Aber allein ihre Aussagen halten mich davon ab,diese zu nehmen.
Sie könnten mir natürlich auf die Dauer helfen,aber es erstmal verschlimmern,was grässlich ist.
Was soll ich tun?
Momentan gehts mir ganz gut.
Natürlich haben wir uns nach vier Hundelosen Monaten einen neuen geholt,ohne gings einfach nicht.
Und diese kleine Fellnase macht mich sehr glücklich,endlich habe ich wieder angefangen joggen zu gehen und fühle mich danach echt viel besser. Die Unruhe ist dann kaum noch spürbar.
Aber ich bin so empfindlich mit allem,überfordert (was ich von mir nicht kenne).
Bei den Medis habe ich vorallem vor der Gefühlsabstumpfung Angst,denn ich möchte ja trotzdem noch Freude u Traurigkeit empfinden können.
Kennt ihr euch damit aus?
Vielen Dank für eure Antworten!

16.11.2018 21:20 • #19


Delphie
Hallo Tanja,

erst mal dir ein ganz frohes neues Jahr 2019!
sorry das ich erst jetzt antworte. Ich habe auch deine PN bekommen, werde dir darauf noch antworten, aber erst mal jetzt hier.

Ja, für Angehörige ist es häufig auch schwierig, denn sie können es häufig nicht nachvollziehen oder wissen nicht wie sie damit umgehen können. Manchmal hilft es ihnen, wenn man sie mitnimmt zum Arzt bzw. Therapeuten und der erklärt den dann was los ist oder er liest ein Buch darüber über die Krankheit, kann manchmal helfen. Oder versuchen zu erklären, was mit einem los ist bzw. wie man sich fühlt.

Das kann ich verstehen, dass du Angst hast vor der Einnahme mit dem Antidepressiva. Wie heißt deins? Meins heißt Fluoxetin. Ich hatte auch immer Angst da was zu nehmen. Habe mich nun aber freiwillig dazu entschieden. Und wir haben mit einer ganz niedrigen Dosis angefangen, mit 5 mg obwohl 10 mg eigentlich die kleinste Dosis ist. Aber da ich so angst hatte vor Nebenwirkungen ist er da so vorsichtig wie möglich dran gegangen. Und jetzt mit 10 mg merke ich auch kaum was an Nebenwirkungen. Es ist also alles okay.
Nebenwirkungen treten halt sonst in den ersten zwei Wochen auf. Können auftreten. Müssen aber nicht. Das die ein EKG machen will ist ja auch gut. Das ist ja zur Vorsichtig, damit man das sehen kann ob alles okay ist halt.
Es muss also nichts passieren, bei mir ist auch nichts passiert. Aber kann deine Ängste halt verstehen.
Mir hat es geholfen, als ich diese Tabletten genommen habe, dass ich mich gleich danach abgelenkt habe mit etwas das ich dann halt gar nicht nachdenken konnte über diese Ängste der Nebenwirkungen.

Das klingt gut, dass ihr euch wieder einen Hund geholt habt. Das tut dir sicher sehr gut. Was ist es für eine Rasse?
Ja, damit kannst du jetzt auch raus gehen und regelmäßig. Und das du dann auch joggen gehen kannst mit dem Hund. So Hunde brauchen ja auch regelmäßig frsiche Luft. Das ist der Vorteil an so einem Haustier. Und man bekommt ganz viel Liebe von ihnen, wenn es einem mal nicht gut geht, so haustiere sind schon gut.

Hast du das mit dem Arzt besprochen das dir das mit der Gefühlsabstumpfung Angst macht? Vielleicht gibt es sonst noch ein anderes Antidepressiva wo es nicht so ist, jedes Antidepressiva hat ja auch andere Nebenwirkungen. Bei meinem wurde mir das nicht gesagt. Vielleicht soll das nur am Anfang dann so sein also könnte. Aber muss ja nicht. Aber das würde ich auch nicht wollen. Also ich spüre noch jedes Gefühl, egal ob Freude, Trauer, Scham, Schuld ect. Meins dämpft da kein Gefühl.

Mit ganz lieben grüßen,
Delphie

01.01.2019 15:50 • #20



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