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Hallo zusammen,

ich möchte kurz meine Erfahrung nach 2 Besuchen beim Psychotherapeut wiedergeben und möchte wissen, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt.

Ich hab mir online einen Ansprechpartner rausgesucht, der einfach gut bewertet wurde und von dem ich ein gutes Gefühl hatte.

1tes Gespräch:
Hier hab ich alles erzählt was mir so wiederfahren ist, welche Symtome ich habe und wie es mir so den ganzen Tag geht.
Er hat mir dann versucht zu erklären, dass ich einfach sensibler auf Alarmsignale oder Funktionen des Körpers reagiere als notwendig ist.
Ich bin quasi sehr feinfühlig, was auch stimmt.
Wenn ich nun einen Extraschlag des Herzens merke, bekomm ich angst und steigere mich, auch wenn nicht wirklich bewusst, da rein und mache es schlimmer.
Dann haben wir über die aktuelle Medikation (damals 50mg Opipramol) gesprochen und er meinte, dass man das gerne bis 150 erhöhen kann wenn die Wirkung nicht ausreicht.

ENDE

Danach war ich schon etwas überrascht, dass gar nicht wirklich tiefer auf irgendwas eingegangen wurde oder mehr darüber gesprochen. Nach 20min was alles vorbei. Hab im Anschluss die Medikation auf 75mg erhöht.

2tes Gespräch:
Ich kam hin, er fragt, wie es mir die letzten 4 Wochen gegangen sei. Ich sagte, unverändert, weiter Unwohlsein, immer wieder extrasystolen, manchmal herzrasen, sehr müde und kapput.
Er hat wieder die erhöhung der Medikation angesprochen und mir wieder erklärt, wieso das so ist. Die Müdigkeit ist Gewöhnungssache an das Medikament. Aber recht viel mehr auch nicht.
Nach Rückfrage sagt er mir, dass sich das mit der Zeit wieder legen sollte, dass einfach eine Phase ist, die es gilt, bestmöglich zu überstehen.

Jetzt meine Frage:
Ist das so normal, geht das immer so weiter? Wird nicht mehr auf die Hintergründe eingegangen. Wird hier nur die Medikation richtig eingestellt und abgewartet? Sollte ich den Therapheuten wechseln?

21.03.2018 15:22 • 22.03.2018 x 1 #1


4 Antworten ↓


Schlaflose
Wenn dein Therapeut Medikation verschreibt bzw. erhöht ist er wohl Psychiater. Bei Psychiatern ist die medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Wenn man eine richtige Psychotherapie machen will mit Gesprächen über die Hintergründe und Anleitungen zu Verhaltensänderungen etc., muss man zu einem psychologischen Psychotherapeuten. Das sind keine Ärzte, dürfen auch keine Medikamenten verschreiben.

21.03.2018 15:31 • x 1 #2



Erfahrung beim Psychotherapeut

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Zitat von Korny:
Hallo zusammen,

ich möchte kurz meine Erfahrung nach 2 Besuchen beim Psychotherapeut wiedergeben und möchte wissen, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt.

Ich hab mir online einen Ansprechpartner rausgesucht, der einfach gut bewertet wurde und von dem ich ein gutes Gefühl hatte.

1tes Gespräch:
Hier hab ich alles erzählt was mir so wiederfahren ist, welche Symtome ich habe und wie es mir so den ganzen Tag geht.
Er hat mir dann versucht zu erklären, dass ich einfach sensibler auf Alarmsignale oder Funktionen des Körpers reagiere als notwendig ist.
Ich bin quasi sehr feinfühlig, was auch stimmt.
Wenn ich nun einen Extraschlag des Herzens merke, bekomm ich angst und steigere mich, auch wenn nicht wirklich bewusst, da rein und mache es schlimmer.
Dann haben wir über die aktuelle Medikation (damals 50mg Opipramol) gesprochen und er meinte, dass man das gerne bis 150 erhöhen kann wenn die Wirkung nicht ausreicht.

ENDE

Danach war ich schon etwas überrascht, dass gar nicht wirklich tiefer auf irgendwas eingegangen wurde oder mehr darüber gesprochen. Nach 20min was alles vorbei. Hab im Anschluss die Medikation auf 75mg erhöht.

2tes Gespräch:
Ich kam hin, er fragt, wie es mir die letzten 4 Wochen gegangen sei. Ich sagte, unverändert, weiter Unwohlsein, immer wieder extrasystolen, manchmal herzrasen, sehr müde und kapput.
Er hat wieder die erhöhung der Medikation angesprochen und mir wieder erklärt, wieso das so ist. Die Müdigkeit ist Gewöhnungssache an das Medikament. Aber recht viel mehr auch nicht.
Nach Rückfrage sagt er mir, dass sich das mit der Zeit wieder legen sollte, dass einfach eine Phase ist, die es gilt, bestmöglich zu überstehen.

Jetzt meine Frage:
Ist das so normal, geht das immer so weiter? Wird nicht mehr auf die Hintergründe eingegangen. Wird hier nur die Medikation richtig eingestellt und abgewartet? Sollte ich den Therapheuten wechseln?


Hi,
ich hatte bis dato auch mehr erhofft von fachlicher Seite, aber eigentlich ging es auch immer nur um Dosierungen und dann neue Versuche, - in dem Fall dann auch neue, also andere Medikamente. So ging es dann weiter und geholfen hat nichts wirklich, was aber lt. TV-Dokumentation kein Einzelfall ist, - wie man mir allerdings von fachlicher Seite ganz anders weiss machen wollte.
Laut TV-Dokumentation und dort vorgestellten Personen ist das aber durchaus möglich und zwar aufgrund der "Gehirnschranke".
Des Weiteren sprach man dort von einem Test, der aufzeigt welche Medikamente für einen am ehesten in Betracht kommen hinsichtlich der Wirksamkeit. Sie zeigten auch eine junge Frau bei der es funktionierte und sie endlich eine Medikation bekam, die sie auch nach vorn brachte. Allerdings wurde auch gesagt, dass der Test nicht immer ganz zu 100 Prozent stimmig ist. Um nochmal zu der Frau zurückzukommen, wo es stimmig war, waren auch alle Medikamente, die sie vorher bekam und nicht halfen auch in dem Test für sie als ungeeignet aufgelistet.
Den Test muss man aber selber zahlen, zumindestens war das da in dem Beitrag so.

Ich für mich bin jetzt wieder bei dem Thema Traumatherapie* angekommen.
Meinen Termin, den ich damals dann endlich bekommen hatte, konnte ich dann leider nicht wahrnehmen, weil ich es nicht mehr geschafft habe bis dorthin zu fahren aufgrund des Abwärtstrends, leider.
Wie gesagt, ich bin jetzt wieder bei dem Thema "Traumatherapie" angekommen und habe dazu auch hier ein Thema eröffnet und zwar "Therapie: Traumatherapie und so weiter", wo Bauer-Jani EMDR anspricht, vielleicht interessiert dich das ja und hilft vielleicht sogar.
Ich wünsche dir ALLES GUTE
und hoffe das für dich was dabei war.
In diesem Sinne,
Ciao

* - Sagte ja auch einen keiner - das es sowas auch gibt, neben "normaler" Psychotherapie, weder in den Kliniken, noch sonst wo.

21.03.2018 16:58 • #3


Hey,
ich bin mit der Begrifflichkeit nicht so bewandert sorry.
Die Opipramol an sich stammen vom Hausarzt. Direkt Medikamente verschrieben ab ich noch nicht bekommen.

Mein Doc ist laut Bezeichnung: Arzt, Neurologe, Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie

22.03.2018 09:49 • #4


Schlaflose
Zitat von Korny:
Mein Doc ist laut Bezeichnung: Arzt, Neurologe, Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie


Das ist ein Facharzt, der als Neurologe für körperliche Nervenkrankheiten (z.B. Parkinson, MS usw.) und als Facharzt für Psychiatrie in erster Linie für die medikamentöse Einstellung von psychiatrischen und psychischen Krankheiten zuständig ist. Für echte Psychotherapie, die regeläßmäßig einmal die Woche für 50 Minuten stattfindet, haben solche Ärzte keine Zeit. Dafür sollte man sich, wie gesagt, einen psychologischen Psychotherapeuten suchen. Die haben Psychologie studiert und anschließend eine lange intensive Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht.

22.03.2018 17:36 • x 1 #5




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Dr. med. Andreas Schöpf