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59

S

SchwereGedanken
Gast

Hallo Leute,

haben bei euch auch starke Paniksymptome über Stunden angehalten?

Es ging los heute Mittag um halb vier als ich auf der Liege vom MRT lag wo ich einen Termin hatte wegen dem Sprunggelenk.
Kurz bevor es los ging kam ein starkes Herzklopfen, trockener Mund und Todesängsten.

Zuhause wurde es dann auch nicht besser.
Um 18 Uhr hatte ich ein Mass. Termin den ich wohl besser abgesagt hätte, ich wollte einfach nur das sie fertig wird. Wieder mit Todesängsten, Erstickunggefühlen, dachte ich sterbe das war es jetzt.

Mache seit ein paar Wochen eine Therapie.
Arbeite jeden Tag mit Achtsamkeit und positiven Denken, gehe raus mache alles und es wird nicht besser sondern schlimmer.

LG

25.04.2021 x 1 #1


102 Antworten ↓
Flousen

Flousen
Mitglied

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Nabend,

habe mir jetzt nicht alle Seiten durchgelesen wollte aber gern was dazu schreiben.

Panikattacken über Stunden hinweg hatte ich tatsächlich auch, und fragte mich immer wieso werden sie nicht weniger?
Bis ich dann genau geschaut habe was der Auslöser sein könnte..
Panikattacken kommen zwar aus dem Nichts, allerdings geben wir ihr eine gewisse Sicherheit das sie uns überraschen kann, das ist schon eine unterschwellige Angst vor ihr. Wenn ich jeden Tag aufstehe mit dem Gedanken, es könnte eine Panikattacke auftreten bei egal was ich mache, und fürchte mich dann auch vor ihr, passiert auch genau das woran ich denke.
Es ist wichtig zu lernen keine Angst vor ihr und den Symptomen zu haben..

Ich habe mir immer gesagt, na und dann bin ich extrem unruhig, und wenn du der Meinung bist ich soll umkippen dann soll es eben so sein. Stehe ich halt wieder auf.
Unser Körper ist viel stärker als wir ihm zumuten. Und man muss eben lernen die negativen Gedanken Umzulenken.
Lenkt man seine Gedanken auf das hier und jetzt, und nicht auf das was sein könnte, verschwinden sie auch wieder. Das muss natürlich lange geübt werden.

Ich habe diese Angst und Panik Erkrankung seit 2013 und bei mir ist es Mal so Mal so.
Manchmal habe ich Monate lang fast gar nix (Ab und zu eine Gewisse Unruhe bei Aktivitäten) und dann kommen Rückschläge wo ich dann wieder am Zweifeln bin wozu ich das ganze Jahre lang durch mache?
Doch dann schaue ich hier ins Forum lese meine alten Beiträge, oder rede mit meiner Therapeutin.
Also wirklich weg ging es bis heute nicht.

Stressreduzierung ist wichtig.
Sport und Gute Ernährung umso wichtiger.
Koffeeinhaltige Getränke weg lassen.
Und sich schönen Sachen witmen.

Medikamente habe ich übrigens bis Dato nie dagegen genommen.
Habe Diazepam und Promethazin Zuhause.
Und nur Promethazin 3 Tage genutzt um Schlafen zu können.

24.04.2021 20:29 • x 5 #96


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A


Paniksymptome über Stunden

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M

moo
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@Seal79 Kann Deinen Wunsch gut nachvollziehen - aber ja, die gibt es: Z.B. von @cube_melon , @la2la2 , @Calima und vielen, vielen mehr. Aber das sind halt deren eigene Threads und an die kommt man gar nicht so easy "ran".

Dass es keinen einzelnen Thread für erfolgreiche Bewältigungsstrategien (wie Du sie nennst) gibt, finde ich ehrlich gesagt auch angemessen, denn es sind ja idR keine isolierten, objektiv wirksamen Tätigkeiten sondern immer individuelle Entwicklungsstränge.

Vielleicht wäre eine seperate Rubrik für derlei Threads hilfreich? Dann könnten auch detaillierte Fragen integriert werden.

Ich finde es auch oft mühsam, mich durch die Leidensgeschichten durchzuarbeiten, aber letztendlich finde ich gerade dadurch fast immer einen Punkt, wo meine (!) Bimmel anspringt und ich glaube, einen aus meiner Sicht hilfreichen (weil für mich funktionellen) Gedanken vermitteln zu können.

Du hast auch völlig recht: Die meisten "banalen" Einsichten werden einem in der Therapie vermittelt aber ich für meinen Teil profitiere zu über 50% vom Austausch mit anderen "Kranken" (wie ich sie übrigens niemals nennen würde, da ich eine andere Sicht auf derlei Themen entwickelt habe). Moderierte Selbsthilfegruppen und Gruppentherapie über längere Zeiträume sind nicht für jede/n Betroffenen greifbar. Deshalb unterstütze ich, wie Du, auch finanziell und per Wortmeldung dieses Forum.

Die Nutzung für mich im vernünftigen Rahmen zu halten, traue ich mir inzwischen zu. Das war nicht immer so.

Das Jammern und Nennen der Symptome ist für viele Menschen ein (!) notwendiger Aspekt der Selbstheilung. Ich stelle auch fest, dass jene die "nur" jammern oftmals in unterschiedlicher Weise darauf von anderen Mitgliedern hingewiesen werden. Gerade diese diversen Formulierungen können schwierig aufzunehmen aber auch sehr oft das sein, was der Betroffene gerade braucht.

Ratgeber von "Ex-Betroffenen" in jeglicher medialer Form sind zuhauf vorhanden. Doch gerade das "interaktive" Format eines Formus wie diesem macht aus meiner Sicht den (erfrischenden) Unterschied.

25.04.2021 08:46 • x 3 #102


Zum Beitrag im Thema ↓


Tinebiene
Hallo also bei mir ist das auch so . Eine unterschwellige Angst ist immer da wenn ich mich Aber reinsteigere was bei mir sehr schnell geht dann zieht sich eine Panikattacke über den ganzen Tag. Mir ist dann schwindlig ich bekomme schlecht Luft habe Sehstörungen......die Angst zu sterben bzw. einfach umzukippen kommt dann wie in Wellen. Ich habe das schon seit 30jahren etliche Therapien hinter mir aber nie in den Griff bekommen.

x 1 #2


S
Zitat von Tinebiene:
Hallo also bei mir ist das auch so . Eine unterschwellige Angst ist immer da wenn ich mich Aber reinsteigere was bei mir sehr schnell geht ...


Dann war das MRT wohl heute bei mir der Auslöser Hab es seit 2008 und hatte es zweimal mit Medis gut im Griff.....

x 1 #3


Tabe77
Bei mir auch seit 1 jahr und 9 Monate. Schwindel, Angst, verschwommensehen, herz und umkipp angst, luftnot ... manchmal kurz , oft stunden , oder ganzen tag . Nichts scheint zu helfen

x 3 #4


Tinebiene
Ja ich nehme auch Medikamente ohne denk ich würde gar nix mehr möglich sein. Könnte schon sein das es der Auslöser bei dir war , ich hatte auch schon Panik bei einem MRT vom Kopf und einmal Halswirbelsäule aber das war das Gefühl von nicht rauskönnen aus der Situation weil den knöpf zum abbrechen wollte ich auch nicht drücken. Aber die Attacken beginnen meist grundlos.

x 1 #5


M
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Dauersymptome vor allem dann auftreten, wenn man sich irgendetwas nicht eingesteht.
Bei mir waren das schlichtweg Versagensängste, die ich mir nicht eingestehen konnte und immer von mir weggeschoben habe. Als ich mir innerlich erlaubt habe, Angst zu haben, ging der Druck auf meiner Brust schlagartig weg. Auch wenn mir dieser wahnisnnige Druck davor nicht bewusst war.
War eine faszinierende Erfahrung...

x 3 #6


M
Das kenne ich leider auch. Meistens dann wenn ich versuche die Angst zu kontrollieren. Vielleicht versuchst du dies (unbewusst) auch und ziehst es damit ungewollt in die Länge?

x 2 #7


S
Ich sage mir immer wenn die Panik/Angst oder die Unruhe so stark z.B. " Schön das Du da bist, danke aber ich brauche dich nicht mehr" immer und immer wieder. Schön das es Menschen gibt bei denen sowas wirkt. Ich glaube bei mir leider nicht.....

x 2 #8


misspenny
Meine schlimmen Panikattacken dauern auch oft stundenlang. Manchmal wird es dann zwischendurch kurz etwas besser, kann dann aber auch wieder schlimmer werden. Ich denke der Kopf ist da auch ein Problem, wenn man sich immer wieder fragt "Warum geht es nicht weg?". Hab heute erst ein sehr passendes Zitat dazu gelesen: "Nothing fuels anxiety more than wishing it would go away"

x 2 #9


S
Zitat von Tinebiene:
Ja ich nehme auch Medikamente ohne denk ich würde gar nix mehr möglich sein. Könnte schon sein das es der Auslöser ...


Genau das abbrechen wäre ja peinlich. Genau so ging es mir bei der Mass. deswegen habe ich es durchgezogen.

x 2 #10


S
Zitat von misspenny:
Nothing fuels anxiety more than wishing it would go away"


Der Versuch sie zuzulassen funktioniert bei mir aber auch nicht, oder ich mache es falsch.

x 1 #11


misspenny
Du schreibst "Versuch sie zuzulassen". Hast du mal versucht die Symptome einfach geschehen zu lassen, ohne ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken (ich weiß wie schwer das ist, glaub mir!) also nicht aktiv versuchen sie "zuzulassen". Gestern hatte ich zB wieder einen leichten Anflug einer Attacke, also meine Beine begannen zu zittern und ich dachte mir einfach kurz "Aha, die Beine zittern, das ist von der Panik" und hab dann einfach meine Lieblingsserie angemacht und mich darauf konzentriert. Wenige Minuten später war das Zittern weg!

x 1 #12


S
Zitat von misspenny:
Du schreibst "Versuch sie zuzulassen". Hast du mal versucht die Symptome einfach geschehen zu lassen, ohne ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken (ich weiß wie schwer ...


Hab ich schon versucht, z.B. im Auto wenn ich merke das die Unruhe aufkommt Fang ich an Verkehrsschilder zu zählen. Und da ich viel beruflich im Auto sitze kann ich dir sagen auf deutschen Autobahnen stehen verdammt viele Schilder.....
Hat auch schon geklappt, aber nicht oft.

x 2 #13


Thomass
Ich habe das leider auch seit 12 Jahren und bekomme das nicht in den Griff mit der Herz Angst. Meine Panik Attacken ziehen sich manchmal durch den Tag und manchmal nur ein paar Minuten ganz komisch. Wurde von paroxitin auf escitalopram umgestellt und habe eine Therapie angefangen hoffe das es hilft. Es kann ja nicht sein das man jeden Tag denkt man muss sterben so ist es bei mir. Ich drücke uns die Daumen!

x 2 #14


S
Zitat von Thomass:
Ich habe das leider auch seit 12 Jahren und bekomme das nicht in den Griff mit der Herz Angst. Meine Panik Attacken ziehen sich manchmal durch ...


Escitalopram hat mir gut geholfen, hab ich von 2018 bis letztes Jahr im Sommer genommen. War in der Zeit komplett ohne Symptome.....Drück dir die Daumen!

x 2 #15


Thomass
Danke ich hoffe das es bei mir auch wird bin jetzt bin 15 auf 20mg hoch gegangen da es da noch nicht so geholfen hat. Nehme ab heute diese 20 hoffe das es hilft. Danke

#16


S

Dieses Gedankenkarussell ist unerträglich

Hallo da draußen,

wer von euch hat den auch dieses Gedankenkarussell so extrem.

Das geht seit Wochen so, alles dreht sich nur noch um Angst. Kopfkino vom Aufwachen bis Abends wenn ich ins Bett gehe, dort fängt es dann richtig an. Die letzten Nächte hab ich vielleicht 2 Stunden geschlafen.

Mache seit fünf Wochen Therapie, lese viel, versuche Gedankenhygiene es bringt alles nichts!Wenn ich versuche zu entspannen wird es noch schlimmer.

Selbst bei Ablenkung mit körperlicher Arbeit, habe heute einem Freund geholfen seine Einfahrt zum zu machen. Steine schleppen und usw., es gab keine Minute in dem mein Kopf Mal frei war.

Ich mag es nicht mehr. .

LG

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
Oh ich kenn das - Dauergast einer jeden Depression.

Ich find es toll, dass Du Deine Freunde nicht meidest, das hätte ich damals nicht gekonnt.

Ich kann leider keine Tipps geben, ich konnte nicht mal mehr lesen.

Hin und her Zappen am TV ging gerade noch so.

x 2 #18


Dunkelschön
Hallo,

oh , ich kenne das nur gut. Auch mir geht es so wie dir. Ich kriege meinen Kopf einfach nicht frei. Ich habe auch schon vieles versucht und ausprobiert. Um ein bisschen abzuschalten, tut mir leichter Sport ganz gut. Da muss ich mich auf die Übungen und meine Körper konzentrieren. Und auch beim Malen und Gartenarbeit kann ich immer besser abschalten. Aber sobald ich dann im Bett liege gehts erst richtig los. Dann versuche ich mit Atemübungen zu entspannen. Das klappt ganz gut.

x 2 #19


Knipsi
Man sagte mir damals mal des spruch

"wenn du immer wieder das gleiche denkst ohne ergebnis, denn bist du fertig mit dem gedanken"

Das hat in mir damals so viel ausgeloest, dass ich dieses karussell tatsaechlich abstellen konnte.

Wenn du es schaffst, das karussell ohne wertung einfach drehen zulassen, denn wirds langsamer und hoert von alleine auf. Steigst du allerdings ein und konzentrierst dich darauf und aergerst dich darueber drehst du es weiter an.. Ewiger kreislauf und schwer sich nicht beeindrucken zu lassen, ich weiss.

x 4 #20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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