Pfeil rechts

N
Wer kennt das Problem nicht auch?

Leere im Kopf, Herzrasen, schwitzende Hände, Schwindel im Kopf, vor den Augen scheint alles zu verschwimmen, man verkrampft sich...

So sieht es bei mir aus, wenn ich am Steuer eines Autos sitze.

Zuerst - als ich den Führerschein machte - sah alles noch rosig aus. Es hat dank der Ferienfahrschule sogar sehr gut geklappt. Dann bin ich fast zwei Jahre lang, als ich noch auf dem Lande gelebt habe, durchgehend kleinere Strecken gefahren, mal zum Busbahnhof oder zum Zug, oder zum Einkaufen oder auch bis nach Hause zu den Eltern über die Autobahn. Und auch wenn mir manches Mal mulmig war, ich habe die Angst unter Kontrolle gehabt. Dachte ich.

Dann kam Ortswechsel. Das Auto konnte ich in einer Großstadt nicht mehr gebrauchen, da auch kaum Parkplätze vorhanden waren und ich ließ es bei meinen Eltern stehen. Ich bin dann nur noch ab und an mit meinem Freund gefahren. Mitgefahren. Selber fahren getraute ich mich nur noch, wenn jemand neben mir saß.

Eines Tages kam es bei einer Autofahrt, bei der ich alleine unterwegs war, zu einer extremen Panikattacke. In meinem Kopf wirbelte alles durcheinander. Schwitzende Hände. Herzrasen. Bekam keine Luft. Ich verkampfte meine Hände am Lenkrad.

Lange Zeit fuhr ich dann kein Auto mehr.

Nachdem einige Zeit verstrichen war, dachte ich, es wäre vielleicht hilfreich, mir noch ein paar Fahrstunden bei einer Fahrschule zu gönnen. Leider haben die mir meine Angst auch nicht nehmen können. Ich war einfach am Steuer zu nervös.

Mein Freund versucht mich aber immer noch dazu zu animieren, wieder mit dem Fahren anzufangen. Und dann fahre ich auch nur Strecken, die ich kenne. Gerade Strecken, wo ich weder Radfahrer, noch Straßenbahn noch irgendwelche plötzlichen Gefahren vermute. Aber die Angst fährt immer mit. Und äußert sich immer im gleichen Muster: Herzrasen, schwitzende Hände, kann nicht richtig atmen, zittrige Hände, Verspannung Hände und Kopf.

Und ich leide darunter. Diese Angst macht mich fertig. Ich bin 3 Jahre kaum Auto gefahren. Und dabei war ich einmal so stolz und glücklich, dass ich es trotz meiner Angst geschafft hatte, überhaupt den Führerschein machen zu können.

Vielleicht gibt es ja Gleichgesinnte, die ein ähnliches Problem haben wie ich. Oder haben Tips, wie sie es geschafft haben, doch wieder zum Autofahren zu kommen.

Würde mich freuen!

Gruß Nicola

31.07.2012 10:53 • 27.08.2012 #1


26 Antworten ↓


M
Hallo Nicola!
Ich bin neu hier

Also ich kenn das Problem beim Autofahren nicht, aber ich kenne es, dass man immer und immer wieder die selben Symptome hat und immer wieder drauf reinfällt... Bei mir kommt es meist einfach so, ohne Grund oder Auslöser.

Hast Du denn schon mal einen Unfall gehabt oder so? Was spielt sich in Deinem Kopf während des Fahrens ab?

31.07.2012 10:57 • #2


A


Panikattacke beim Autofahren. Wer kennt das Problem?

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M
Hab das gleiche Problem,alleine fahren kann ich momentan gar nicht und wenn mein Freund fährt und wir außerhalb von Ortschaften sind kommt die Angst.Versuch mich dann mit Lesen abzulenken,klappt manchmal ganz gut.Wär aber auch für Tips dankbar

31.07.2012 11:11 • #3


M
Vor was genau habt Ihr dabei Angst?
Angst einen Unfall zu haben, Angst ohnmächtig zu werden?

31.07.2012 11:14 • #4


N
Hallo MissChin!

Danke für Deine Antwort!

Nein. Einen Unfall habe ich zum Glück noch nicht gehabt. Es gab nur Situationen, die vielleicht auf kurz oder lang diese Reaktionen auslösten.

Beispiel: Auffahren auf eine Bundesstraße ohne Randstreifen. Die Beschleunigungsspur war auch nicht gerade lang gewesen. Und der Lkw, hinter dem eine Autoschlange fuhr, beschleunigte sein Tempo plötzlich, obwohl ich sicherlich noch bei höherer Geschwindigkeit irgendwie davor gepasst hätte. Stattdessen tat dies mein Hintermann und ließ mich dann vor sich einbiegen, nachdem ich am Ende der Spur schon zum Stehen gekommen war.

Solche oder ähnliche Situationen kamen dann ständig vor. Eigentlich nichts, was wirklich dramatisch wäre!

Ja, was spielt sich bei mir im Kopf dann ab? Das ist eine gute Frage!

Es taucht eine Situation auf, die ich zb noch nicht durchlebt habe. Sie ist also neu. Und wie automatisiert, schaltet sich die Angst ein. Die Angst blockiert alle meine Gedanken. In meinem Kopf ist alles dunkel. Ich erkenne zu diesem Zeitpunkt plötzlich nicht mal mehr die Funktionen des Autos, sodass ich mich in dem Moment richtig verhalten könnte.
Eine Art Blackout, denke ich.

Genauso wie ich seit Kindesbeinen an unter Sozialer Phobie leide. Kaum taucht eine mir unbekannte Person auf, wechselte ich sogar schon die Straßenseite, um ihr nicht zu begegnen.

Man glaubt es kaum, aber Angst hat viel mehr Macht, als man glaubt!

Gruß Nicola

31.07.2012 11:20 • #5


D
Hallo Nicola,

MissChin trifft es sehr gut...Du fällst auf die Symptome rein und es wird dadurch immer schlimmer.
Schnapp Dir deinen Freund und fahre Auto und nicht nur dort, wo Du dich sicher fühlst. Er ist doch dabei und im Notfall hälst Du an, ihr tauscht die Plätze und fertig.
Aber diesen Notfall darf es nicht geben, weil Du dann wieder reingefallen bist und die Angst dann gewonnen hat und nicht Du.
Ey, Du kannst das

LG Dirk

31.07.2012 11:25 • #6


A
Hallo,

ich fahre selbst überhaupt kein Auto mehr und am Wochenende habe ich meine erste Autobahnfahrt nach 3 Jahren Abstinenz gewagt. Waren zwar nur 40km, aber besser als nix.

Ich hatte vor 3 Jahren im Auto auf der Autobahn im Stau eine sehr heftige Attacke die sich so sehr in meinen Kopf gbrannt hat. Ich bekomm sie einfach nicht raus da. Als wir am Sonntag auf die Autobahn auffuhren bekam ich total schwitzige Hände, mein Nacken verspannte komplett, ich war unruhig und so ein mulmiges Gefühl. ABer mit jedem Meter ging es besser und zurück , ja zurück dann nochmal 40km Autobahn, ging es mir schon viel besser.

Hinterher war nicht nur ich total stolz auf mich, sondern auch mein Mann, der mich immer und überall unterstützt. Er verzichtet wegen mir sogar auf Urlaubsreisen, da ich sooo Angst vor dieser Fahrt habe. ABer vielleicht bin ich auf dem richtigen Weg, zumindest trau ich mir wieder mehr und mulmige Gefühle lassen mich nicht mehr gleich verzagen...

YES WE CAN......

Liebe Grüße

31.07.2012 11:27 • #7


D
Hallo,

Zitat von Angsthase1965:
ABer vielleicht bin ich auf dem richtigen Weg, zumindest trau ich mir wieder mehr und mulmige Gefühle lassen mich nicht mehr gleich verzagen...

YES WE CAN......



Ja, genau!

LG

31.07.2012 11:34 • #8


F
Dieses Problem kenne ich nur zu gut, aber ich versuche die Angst auszuhalten und da denke ich auch, das du bereits auf dem richtigen Weg bist.

Liebe Grüße
Finja

31.07.2012 11:40 • #9


T
Hallo Nicola!
Ich habe auch manchmal Angst beim Autofahren.
Ich mache dann immer die Fenster auf (auch wenn es kalt ist ) und ich mache Musik an, die ich laut mitsingen kann. Das beruhigt mich dann zumindest soweit, dass ich weiterfahren kann.

Liebe Grüße
Taddy

31.07.2012 12:37 • #10


N
Hallo zusammen!

Das klingt alles so schön ... und fast so einfach...

Aber wenn es das wäre, säße ich schon längst wieder im Wagen meines Freundes und würde mich daran freuen, dass ich zehn Minuten Autofahrt geschafft habe. Nur fühle ich mich anschließend gar nicht gut.

Bei Autofahrten mit meinem Freund, bei denen er fährt, sehe ich viele - mir schwierig erscheinende - Situationen und wenn ich darüber nachdenke, dass ich diejenige wäre, die sich denen zu stellen hätte, wird mir schlichtweg schlecht.

Autofahren ist ja nicht nur einfach so losfahren und man hat eine gerade Strecke und es passiert nichts und man fährt so vor sich hin. (Also einmal ganz allein mit Tempo achtzig über den Nürburgring flitzen )

Da bin ich mir sicher, dass ich das noch hinbekommen würde.

Aber der Verkehr in der Stadt und auf der Autobahn ist enorm. Und man muss meistens immer auf die Fehler der anderen achten, damit man selber vorwärts kommt.

ZB Auf der Autobahn scheren plötzlich Lkws oder Pkws unvermittelt aus und setzen sich einem kurzfristig davor und hinter einem rast ein Verrückter mit Lichthupe auf einen zu und drängelt dich wieder von der Schnellspur runter. Und dann krieche ich wieder mit 100 hinter dem Lkw hinterher bis zur nächsten Raststelle, wo ich dann fix und foxi bin, obwohl gerade nicht mal 15 Minuten gefahren. Und dann war es das wieder für eine lange Zeit.

Ich glaube, bei mir muss ich auf andere Weise an mir arbeiten, um die Angst abzubauen. Nur weiß ich noch nicht genau, wie.

Gruß Nicola

31.07.2012 12:43 • #11


T
Ich bin auch eine ganz Zeit keine Autobahn mehr gefahren. Aber irgendwann hab ich langsam wieder damit angefangen. Erst nur eine Ausfahrt und das mit 80 km/h
Irgendwann hab ich mich damit wieder sicherer gefühlt und bin dann weitere Strecken gefahren (20 oder 30 km). Ich habe das Glück, dass ich nicht oft Autobahn fahren muss. Aber wenn es nicht anders geht, fahre ich. Man kann ja auch Pausen machen auf dem Rastplatz, um Luft zu holen.
Letztes Jahr habe ich es dann sogar geschafft bis in die Schweiz zu fahren (ca. 550 km von mir entfernt). Natürlich hatte ich Angst davor, aber je länger ich unterwegs war, desto ruhiger wurde ich.
Blöd finde ich immer noch Baustellen, wenn die Fahrbahn dann enger wird. Aber ich fahre dann auf der rechten Spur, auch wenn ich da langsamer vorwärts komme.
Ich fahre halt immer so, dass ich mich sicher fühle und das Gefühl habe, die Situation unter Kontrolle zu haben.
Ich bin mir ziemlich sicher, wenn du regelmäßig wieder fährst, kommt eine Art Routine, die dir wieder Sicherheit gibt

31.07.2012 12:51 • #12


N
Ich bin 1990 zuletzt Auto gefahren... ich hatte keine Panikattacke, aber trotzdem massiv Angst beim Fahren. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder selbst zu fahren... ausser, ich ziehe in ein Dörfchen wo es keine Ampeln, Verkehrsschilder usw gibt, die mich durcheinander bringen.

31.07.2012 13:02 • #13


D
Hey Nicola,

nein, nicht anders versuchen an Dir zu arbeiten. Es gibt auch gar keinen anderen Weg!
Fahre Auto, wie Du dich sicher fühlst.
Wir sind doch alle hier viel aufmerksamer, bekommen viel mehr mit und sind eben für schwierige Situationen empfindlicher.
Dann kriechst Du eben hinter den LKW's hinterher und wartest so lange, bist Du der Meinung bist, ihn sicher überholen zu können.
Ist doch egal
Na und lass sie doch drängeln, die können Dir gar nichts.
Es ist nicht einfach, ich weiß, aber probiere es, es geht...glaub mir.

Lg Dirk

31.07.2012 13:09 • #14


N
Vielen Dank Euch allen für Eure Antworten und Hilfe!

Ich befürchte , ich werde wohl nicht drumherum kommen und meinen inneren Schweinehund (mit der Angst) auch überwinden müssen.

Am Wochenende fahren wir in die Eifel, dann habe ich sicherlich Gelegenheit in aller Ruhe wieder mit dem Fahren (zuerst mal für mich nur Autobahn) anzufangen.

Um die Panikattacken zu mildern, muss ich mir aber noch speziell etwas ausdenken. Denn diese werden sich so einfach nicht beruhigen lassen. Ich hatte da auch schon mal an die sogenannten Notfall Tropfen gedacht, die es ja auch in Pastillenform gibt zum Lutschen.

Gruß Nicola

31.07.2012 15:09 • #15


D
Hey Nicola,

Zitat von Nicola32:
Ich befürchte , ich werde wohl nicht drumherum kommen und meinen inneren Schweinehund (mit der Angst) auch überwinden müssen.


.

Mach ruhig...okay, erst die Autobahn. Schön eins nach dem anderen. Du hast alle Zeit der Welt.
Wenn Du was hast, was hilft...okay, nimm es mit, aber nehme es nicht, sonst rennst Du ja wieder weg und die Krankheit ist immer genauso schnell wie Du.
Beim nächsten mal ist sie dann wieder die Stärkere.
Du willst aber die Stärkere sein und das musst Du ihr zeigen.
Ich habs neulich mal wieder geschafft.
Die Angst ist ganz schön sauer auf mich, weil ich schon wieder gewonnen habe

LG Dirk

31.07.2012 15:48 • #16


K
Ich finde wir sollten uns alle mal auf einem Rasthaus treffen und die Autobahn unsicher machen , bissi cruisen

Bei mir hatte ich schon Problemchen vor ca. 5 Jahren festgestellt, wusste damals aber nicht woher das kam. (Glaube das war auch gut so es damals nicht gewusst zu haben...). Damals hatte ich auf einmal Schiss zu überholen (Nicht immer - aber war ab und zu der Fall und ich machte mir nicht viel draus)

Nachdem ich (zufällig) herausgefunden habe das ich anscheinend an Agoraphobie / Panikattaken leide tue ich mir auch mit dem Autofahren schwer/schwerer. Grundsätzlich ist es kein Problem eine kurze Strecke zu fahren. Habe aber gerade Nachts/Abends Probleme da ich dann meist irgendwie schlecht sehe (bedingt durch die Panikattacken). Nach ca. 30 Minuten Autofahrt geht das mulmige Gefühlt / Klos im Hals / Atemnot / Schwitzen zurück . Trotzdem reicht manchmal ein kleiner Stau oder ne Rote Ampel oder ne Fahrbahnverengung zu einer mehr oder weniger kleinere Panik. Lustig ist bei mir immer Autobahnausfahrt die noch oben hoch geht und oben ist ne Ampel....natürlich ist sie immer wenn ich komme ROT -
Dann fängt das schöne Spielchen bei mir an O.k. fahr langsam , wird schon grün...dann muss ich aber meist doch immer anhalten. Halte aber immer paar Meter hinter dem hintermann sodass ich ein einzigartiges Kupplungs/Gasspiel Inszeniere....das solltet Ihr euch mal unbedingt anschauen - das blöde ist meist, das die Ampel nach paar Sekunden wieder auf Rot umschaltet. So fängt das nette Kupplung/Gas Spiel wieder an. Das ganze ist nicht immer der Fall, mal klappt es besser, mal ist es kein Problem, mal ein Horror.

Fahren tue ich immer lieber alleine da ich bedingt durch Autogespräche mich dann schlechter konzentrieren kann (Auf die Gespräche und das Autofahren - bedingt wieder durch Sozialphobie/Redeangst - Kloß im Hals die dann auf einmal eintrifft) - Aber auch hier - wenn jemand an Board ist dann bleibe ich cool solange es halt geht und lasse mir wenig anmerken (versuche es zumindest).

Es ist immer verschieden - mal klappt es besser , mal nehme ich ne Landstrasse. Also ein guter Mix. Was mir hilft ist auch manchmal laute Musik und mitsingen (obwohl ich kein Sänger bin).

Auch hilft mir persönlich einfach spontan irgendwo hinzufahren. Ich kann das jedem wirklich nur empfehlen. Hat man einen Termin den ma(n) wahrnehmen muss machen sich viele meist hier und dort , mehr oder weniger tage zuvor schon Sorgen. Fahrt SPONTAN ! rein ins Auto - kurz überlegen wohin es gehen soll und ab geht die Luci. Auch wenn es nur Tanken ist oder Reifendruck checken - Oder für die ganz verrückten unter uns ... Einkaufen fahren - Ihr müsst versuchen Euer Gehirn auszutricksen! Spontan. Letztens kam mir beim Zähneputzen um 22Uhr die Idee, los gehts ne halbe Stunde Autofahrn! Es war wunderbar und ich habe die Angst überrrascht - nicht andersrum.

Kleine Ziele Stecken , die Abfahren , Haken dahinter machen - und sich mal belohnen!

Somit - Ihr seid nicht alleine. Macht euch von der Kack Angst keine Angst. Kackt auf die dann wird es besser.
(Sorry für die letzen zwei Kack Worte - aber ich denke ihr versteht mich)

Gruß und nen schönen Abend Euch.

02.08.2012 21:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

A
Dieses Gas-Kupplungsspiel kenne ich auch lach
ich dachte schon, ich sei völlig bescheuert. An jeder roten Ampel oder im Stau mach ich das. Vor lauter panik... Mir geht es genau so.... sobald ich auf eine rote Ampel zufahre, denke ich auch soooo jetzt fahr was langsamer gleich wirds grün und du musst nicht stehen bleiben ))

03.08.2012 07:33 • #18


P
Mir geht es genauso! Ich habe seit einem guten Jahr große Probleme beim Autofahren, die ich schwer erklären kann. Es hat mit meinen Augen zu tun, ich sehe oft ganz komisch beim fahren. manchmal beult sich was aus, die straße bewegt sich, oder mein räumliches sehen verändert sich. so dass mir alles entgegen kommt oder irgendwas in den vordergrund tritt was da nicht hingehört.

Ich denke manchmal immernoch ich habe einen tumor oder so, aber da ich es inzwischen seit einem jahr habe und es sich nicht verschlimmert hat oder ich andere symptome dazu bekommen habe, denek ich mal dass es psychisch ist. ich habe das auch fast nur beim autofahren.

Ich fahre trotzdem ganz normal, bin letzte woche sogar im sinne der konfrontation selbst nach augsburg gefahren (600 km), allerdings mit beifahrer, und gestern wieder zurück. war okay eigentlich, also es war zwischendurch schlimm, aber es ist nichts passiert, ausser dass ich heute total verspannt bin von der aufregung.

LG Eure Püppi

03.08.2012 21:40 • #19


M
Hallo Nicola,

das kenne ich auch.
Ich selbst bin seit 15 Jahren unfallfrei und hatte nie Probleme mit Autofahren. Bis auf Staus auf Autobahnen habe ich auch nichts gefürchtet bisher.
Anfang März hatte ich während der Autofahrt genauso eine Panikattacke wie du. Herzrasen, Kribbeln in den Händen, der Mund war so trocken, dass ich dachte ich muß verdursten.
Es wurde immer schlimmer. Habe dann eine Autofahrerin angesprochen ob sie mir helfen kann. Die kümmerte sich dann um mich, bis mich mein Mann dort abholte.

Ich war daraufhin fast 4 Monate in einer Tagesklinik in Behandlung.

Und was soll ich sagen?
Heute wollten wir meine Familie besuchen, mußten wieder die gleiche Strecke fahren. Mein Mann ist gefahren und meine kleine Tochter war auch dabei. Aber trotz irgendwelcher Übungen um die Panik loszuwerden wurde es immer schlimmer. Irgendwann mußte ich nur noch aus dem Auto raus. Gottseidank war eine Apotheke in der Nähe. Ich traute mich nicht mehr vor noch zurück. So riefen die einen Krankenwagen und ich wurde in eine Klinik gebracht. Nach Einnahme von Bedarfsmedikation ging es dann wieder.

Aber das schlimme ist, dass ich mich nie wieder trauen werde, diese Strecke zu fahren. Wie und ob ich nun meine Familie noch einmal besuchen kann ist somit unklar.

Ich finde es so schlimm, dass ich meinen Radius von der Angst so stark einschränken lasse. Hoffe, dass ich irgendwann nicht nur noch zu Hause sitze.

04.08.2012 18:45 • #20


A


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