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Hallo,
mein Thementitel ist vielleicht nicht sehr einfallsreich, dennoch weiß ich nicht, wie ich ihn hätte treffender formulieren können.
Am Dienstagabend habe ich mich mit einem Freund getroffen. Er erzählte mir u.a., dass sein Vater eine schwere Krankheit hat und nicht mehr lange zu leben hat.
Außerdem sagte er mir, dass der Vater seines Freundes in der gleichen Nacht gestorben sei wie mein eigener Vater (Ende Juni diesen Jahres).
Wir haben nicht nur über traurige Dinge gesprochen, aber diese beiden Mitteilungen haben mich wohl ziemlich aus der Bahn geworfen.
Schon während der Unterhaltung bekam ich eine Art Schwindel, ich fühlte mich unruhig und versuchte mich durch ruhiges Atmen zu entspannen. Wir zahlten dann aber und draußen an der frischen Luft ging es mir schon ein wenig besser. Ich fuhr dann nach Hause zu meinem Freund, doch schon während der kurzen Fahrt fühlte ich mich unwohl. Ich war dann schnell zu Hause und da ging es erstmal, weil mein Freund mich irgendwie ablenkte.
Als wir dann zu Bett gingen, ging das ganze los- auf einmal schreckte ich auf, da ich eine Enge in meinem Brustkorb verspürte und meinte, nicht richtig atmen zu können. Ich wurde sehr hektisch und panisch, mein Puls ging immer schneller und mein Blutdruck war sicher auch ziemlich hoch.
Es wurde immer schlimmer, da ich mich durch nichts beruhigen ließ. Ich habe auch an nichts anderes denken können, außer an diese Panik. Das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren...oder umzufallen. Ich verfiel in ein regelrechtes Zittern, was mich nur noch mehr aus dem Konzept brachte...nachdem ich um 03:30 nachts immer noch keine Verbesserung verspürte, zog ich ins Wohnzimmer um und schaute ca. bis 6 Uhr früh fernsehen. Dann kroch ich ins Schlafzimmer, schlief bis ca. 12 Uhr.
Dann habe ich mich schnell fertig gemacht und ein paar Sachen gepackt, mein Freund sollte mich ins Krankenhaus fahren- ich hatte immer noch ein Engegefühl in der Brust und Probleme, ruhig zu bleiben und mich auszuruhen.
Im Krankenhaus wurde dann mein Blutdruck und Puls gemessen- 148/98 und Puls 136. So hab ich mich auch gefühlt.
Ich bekam etwas zu trinken, konnte mich hinlegen. Der Doktor kam, sprach mit mir. Er meinte, dies könnte an einer Unterdrückung meiner Gefühle liegen und zu viel Stress. Er gab mir eine halbe Betablocker, um den Puls und Blutdruck zu verringern.
Heute war ich dann noch bei meiner Hausärztin, die mir noch Muster Betablocker gegeben hat- ich habe heute allerdings nichts eingenommen, da mein Puls und Blutdruck normal sind und ich eher bald eine Therapie anfange, anstatt diese Tabletten zu nehmen (nur im äußersten Notfall).

So, nun die Ursachenforschung:
Ich neige zu Verdrängung. Schönfärberei. Wenn etwas Schlimmes geschieht, tue ich dies immer ab und meine "Ach, wird schon irgendwie klappen, man muss ja weiter machen" etc. Richtige Trauer/Wut/.. lasse ich eigentlich fast nie raus. Ich weine zwar, aber eher alleine und wenn ich mit Menschen über den Tod meines Vaters spreche (ich bin vor kurzem 20 geworden), dann bin ich meist (zwangahft) beherrscht und kontrolliert, damit ich nicht weine o.ä.
Auch auf der Beerdigung meines Vaters habe ich nicht geweint. Daher kenne ich dieses Zittern, was ich während der Panikattacke auch hatte. Ich zittere wie Espenlaub, ohne das irgendwie stoppen zu können, egal an was ich denke oder wie ruhig ich zu atmen versuche.

Also, mein Vater ist im Juni verstorben. Ich bin mit 18 zu meinem Freund gezogen, nach Niedersachsen, meine Familie wohnte die ganze Zeit noch in NRW (400km Distanz).
Ich hatte sehr viele (unausgesprchene) Konflikte mit meinen Schwiegereltern in spe, da diese mich bei meinem Freund oft schlechtgemacht haben und über mich gesprochen haben, bzw. - ich bin wohl nicht gern gesehen,da ich ihnen ihren Sohn wegnehme (seine Mutter denkt so, keine Frau ist so gut wie sie)
Jedenfalls habe ich den ganzen Ärger runtergeschluckt, um keinen Stress zu verursachen. Ich habe immer die Klappe gehalten, was ich eigentlich gar nicht kann. Dadruch habe ich mich selbst vergiftet.
Ich habe Abi gemacht. Am Sonntag ziehe ich um, in meine heimatstadt zu meiner Mutter. Das findeich schön. Aber da mein Freund psychische Probleme hat (ebenso Ängste, Panik), weiß er nicht, wann er nachkommt.
Das alles macht mir zu schaffen. Seitdem mein Vater Tod ist, stimmt irgendwas nicht mit mir. Er war mir sehr, sehr wichtig und wir hatten eine enge Bindung. Wir haben immer viel unternommen (er war schon 70, aber immer noch genauso "cool" wie ein 40 Jähriger), sind essen gegangen, auf Flohmärkte, haben uns Filme angeschaut. Ich liebe ihn sehr.
Und alle Probleme kommen aufeinander, und mir ist das alles zu viel.
Wenn ich am Sonntag umziehe, werde ich sofort Montag in meiner Heimatstadt verschiedene Psychologen kontaktieren, um einen Termin zu bekommen. Ich brauche eine Psychotherapie.
War 2008 schon wegen einer Essstörung in psychsomatischer Klinik, wegen Scheidung der Eltern und auch Verdrängung.

Kann diese Panik durch meine unterdrückten Gefühle ausgelöst worden sein?
Können meine vielen "Stressherde" dies erklären?

Tschuldigung für evtl Fehler-

Danke im Voraus,
jigglypuff

22.09.2011 18:17 • 25.09.2011 #1


3 Antworten ↓


kann mir denn keiner was dazu sagen?
vermutlich ist mein text zu lang

23.09.2011 19:57 • #2



Panik, Zittern, Atemnot, Herzrasen- verdrängte Konflikte?

x 3


Ich hätte gerne mal eiene. Rat bekommen

25.09.2011 11:08 • #3


3fach_daddy
Mit dem verträngen und sozusagen in einen alles hineinfressen kenne ich wollte es immer allen recht machen und konnte nicht nein sagen dann hatte ich auch noch mit der schei. schule Probleme mit moppen und das hefftig bis zum Messer am hals halten zu bekommen. Ausbildung war auch nicht gut Chef war ein Schwein. Weinen konnte ich auch nie nicht mal beim Tod meines beiden Opas haben beiden das leben gerettet.
Also ich weiss wie du dich fühlst kam bei mir auch plötzlich
Lg

25.09.2011 11:19 • #4




Dr. Hans Morschitzky