Ihr beide werdet gut von mir verstanden, die Macht der Gedanken hat uns fest im Griff.
Es ist schwierig Dinge zu akzeptieren, die man sich nicht erklären kann, die dem Geist nicht zugänglich sind, die man nicht in seinem Raster hat.
Wir brauchen immer eine kausale Handlung, also ein Ereignis, das wir klar einem Erfolg zuordnen können. Wenn wir uns auf den Finger mit dem Hammer hauen, dann tut das weh...so haben wir das gelernt, so kennen wir das.
Eure (und meine zuhauf solcher Erfahrungen sind anders).
Es geschehen Symptome und Gefühle, die man sich nicht scheinbar zuordnen und damit vorhersehen lassen.
Warum wurde Euch schlecht in der Disko? Warum schwindelig? Warum bleibt der Schwindel, warum diese Unsicherheit, warum warum warum...ja, alles bekannt und man fragt sich, ob diese Unbedarftheit irgendwann wieder kommt, damit ich ohne diese Reminder (das sind die Knoten im Kopf, die einen davor warnen, irgendetwas zu tun, das schon einmal mit einem dieser Gefühle "ausgegangen" sind, z.B. bei Euch "Disko").
Und natürlich kann man es nich akzeptieren (das wäre der beste Weg;), dass man nun ein Mensch ist, der diese Erfahrung(-en) in sich trägt (und somit auch nach dieser ganz instinktiv handelt).
Das Problem bzw. die Lösung ist also, wie bekomme ich es wieder hin, dass ich meinem Körper wieder vertrauen kann, dass er genauso reagiert, wie ich es will und möchte, wie es für mich "logisch" ist, die Gefühle nachvollziehbar und damit berechenbar werden, wenn ich ganz bestimmte Dinge tue...
Ja, altes Thema...ich hatte damals immer Angst, mir würde das Herz stehen bleiben (denn es raste einfach andauernd aus für mich unerklärlichen Gründen,im Sitzen etc...einfach so, wie man als normaler Mensch das nicht kennt... ), maß ständig den Puls und nervte meine Umfeld mit dem Messen ständig;).
Ich kann nur für mich reden, aber mir half die Entscheidung:
Ich wußte, ich will an dieser Gesellschaft wieder teilnehmen, mich nicht mehr verkriechen und andauernd Angst haben, das Herzrasen könne sofort und unerklärlich kommen, im Meeting, beim Flirten mit der Bäckereifachverkäuferin oder beim Aushandeln eines Vertrages...ich wußte, nur wenn ich wieder "unbedarft" in das Leben gehe, es darauf "ankommen" lasse...dann ist es für mich lebenswert.
Der Entschluss war da, ich besorgte mir (nachdem ich bestimmt 5 Kardiologen besuchte und ganz sicher war, dass dieses Herz vollkommen ok ist) ganz leichte Betablocker und "lernte" ganz langsam wieder, auf meinen Körper zu vertrauen, immer im Wissen, dass dieser Betablocker mich nur ins Leben zurückschießen sollte (was er auch tat).
Als ich wieder Boden unter den Füßen hatte, ich bemerkte, dass ich durch das Wissen um die Substanz einen Teil meiner Unbedarftheit wiederbekam (z.B. vollkommen vergaß, dass diese oder jene Situation schon mal mit plötzlichem Herzrasen und anschließender Panikattacke begleitet wurde) kam der wichtigste Teil: Das Absetzen und Wagen.
Ich wußte also, ich bin gesund und der Körper hält auch mal ein schnelleres Herz aus...ich brauche also nicht in Panik verfallen, wenn es einfach mal schneller schlägt, und das tut es auch einfach mal so...ohne dass man es als Laie nachvollziehen kann, warum...
Ein paarmal kam das Rasen dann wieder...und die Angst tot umzufallen auch, aber ich achtete nicht drauf...bewußt...und von da an kapierte ich, dass nicht das Herz die alleinige Ursache war, sondern die Gedanken.
Ich kümmerte mich ab sofort gar nicht mehr darum, maß den Puls nicht mehr und ging jeden Morgen den Tag an, als ob mir nichts passieren könne...und ab unan merkte ich den schnellen, für mich nicht kausalen Puls, aber ich ließ ihn gewähren...und dann kam das gar nicht mehr...dsas Vertrauen in den Körper bzw daran, dass nichts passiert, ist wieder da...und die Symptome verschwinden.
Ich denke, ihr habt eine schwierige Zeit vor Euch, bis ihr wieder Vertrauen in Euch fühlt und etwas Unbedarftheit wiedererlangt.
Natürlich muss jeder seinen Weg finden, aber ich habe von mir erzählt, damit ihr seheen könnt, dass nicht kausale Gefühle mit anschließenden Panikattacken in den Griff zu bekommen sind.
Bitte keine Antidepressiva (generell), arbeitet am Verhalten...probiert es immer wieder und wieder aus, geht in die Situationen bis ihr Erfolge bekommt (und die kommen!) und diese im Hirn abgespeichert werden.
Als Unterstützung (und nur das bitte) sind ganz leicht dosierte Betablocker vollkommen ok und unschädlich (keine Abhängigkeitsgefahr).
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