Hallo Hoffnung40,
vielen Dank für Deine ausführliche und nette Antwort. Es tut wirklich gut, wenn man weiß, dass man nicht ganz alleine ist, vor allem, wenn man im Umfeld niemand hat, mit dem man sprechen kann. Es gibt hier zwar eine Selbsthilfegruppe, aber ich schaffe es teilweise nicht mit den Arbeitszeiten.
Ich bin mir manchmal ehrlich gesagt gar nicht sicher, ob mein Freund mich noch liebt. Irgendwie ja, dann wieder nein. Für mich ist es derzeit z. B. der Horror alleine Autobahn zu fahren, er wiederum sagt dann, fahre doch einfach, stelle Dich Deinen Ängsten, aber das ist nicht so einfach, sonst wäre ich ja nicht krank. Er hat aber auch noch nie in seinem Leben eine Panikattacke gehabt, von daher kennt er das Gefühl wohl nicht. Es ist wirklich sehr schwer. Ich würde mir von Deinem Ex nichts einreden lassen, tue das, wo Du meinst das es richtig ist, versuche aber auch nicht zu ängstlich mit Deinen Kindern umzugehen. Meine Krankheit habe ich leider erlernt bekommen, da meine Mum immer zu ängstlich war. Die Angsterkrankung liegt bei uns irgendwie in der Familie, leider habe ich sie am schlimmsten abbekommen. Heute bin ich also wieder zu hause geblieben, habe eben bei meiner Chefin angerufen und jetzt gehts mir richtig mies. Es ist nicht so, dass ich kein Gewissen habe, ganz im Gegenteil. Aber die Angst ist einfach zu groß. Ich möchte in kleinen Schritten zum Ziel kommen und nicht ins kalte Wasser geworfen werden. Das klappt derzeit noch nicht. Ich mochte mich auch nicht in Städten bewerben, die weiter als 100 km weg sind. Ich habe die Stelle auch nur genommen, weil ich eine Fahrgemeinschaft habe, aber jetzt merke ich, wie abhängig ich von dieser Fahrgemeinschaft bin. Kaum kann meine Mitfahrerin nicht, so wie heute, schon kann ich auch nicht. Es ist aber nicht nur die Entfernung, der Job passt auch noch nicht. Ich soll dort viele Strukturen aufbauen, das ist mir alles zu theoretisch, mir fehlt das Praktische. Zudem leide ich etwas unter dem Arbeiten in der Wirtschaft. Früher wollte ich dort immer arbeiten, jetzt weiß ich aber, wie gut ich es im öffentlichen Dienst hatte. Ich sehne mich manchmal nach meinem ersten Job zurück. Der war ganz gut, zum Schluss, hatte einen befristeten Vertrag, wurde das Arbeitsklima dort sehr schlecht, aber es scheint sich zu bessern. Es war trotz allem ein nettes Arbeiten, man stand nicht so unter Druck, Du konntest auch mal zu hause bleiben ohne Angst zu haben, den Job zu verlieren. Ich weiß, dass ich meine Papiere bald abholen kann. In der Probezeit dürfen die dich auch rausschmeißen, trotz Attest, zu mindestens habe ich das gelesen. Ich war schon 2 Mal krank in 1 1/2 Monaten, welcher Arbeitgeber macht das mit? Außer im öffentlichen Dienst vielleicht. Gleich will ich noch mal zum Arzt, hoffe sie schreibt mich noch mal krank. Aber sie weiß auch von meiner Angststörung. Meine Hausärztin arbeitet ja mit meinen Therapeuten zusammen. Meine Migräne scheint psychisch bedingt zu sein. Sie kommt von der linken Halswirbelsäule. Mein Physiotherapeut meinte, dass es nervlich bedingt ist, da es mit dem negativen Nervensystem zu tun hat. Wenn ich es schlimm habe, so wie gestern, kann man sich nicht vorstellen, was das für Schmerzen sind. Ich beneide meine Freundinnen, die nur "Kopfschmerzen" haben. Das sind keine normalen Schmerzen mehr. Iboprufen, Asperin und Paracentamol helfen nicht mehr. Ich frage mich manchmal, wie die anderen es hier im Forum machen mit Job und Angststörung? Lg Kad