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kosmo
hallo ihr lieben...
ich weiss momentan einfach nicht weiter...ich bin 42 jahre alt (jung) weiblich komme aus essen..ich bin ein borderliner mit angstzuständen,depressionen..insomie..bulemie..ja so das ganze paket...bekomme paroxetin,stangyl,carbamazepin,,
eigentlich läuft alles gut momentan...bis auf eine immer wieder kommende angst...es hat vor jahren angefangen..da hab ich rein seelisch immer tief durchatmen müssen..oder gähnen...das hat ne zeit gebraucht bis ich begriffen habe das ich das selber bin..und keine körperliche erkrankung...
das hat mich so mitgenommen..das ich jedesmal wenn ich zeit zum nachdenken hatte ich selber gedacht ,,,nicht das ich wieder luftprobleme bekomme..sie kommen dann und sobald ich abgelenkt bin hab ich auch nichts...das ging jetzt ne ganze zeit gut ..aber sobald ich zeit zum denken habe hole ich diese angst hoch..und denke da war doch was..und schon muss ich ständig durchatmen oder gähnen...immer wenn es weg ist hole ich diese angst wieder...ich verzweifel auch dran..ich weiss nicht wie ich damit aufhören kann ..ich mach mich selber fertig..und fühle mich so alleine damit
ich hoffe ihr könnt mir helfen liebe grüße kosmo

20.12.2014 18:38 • 02.01.2015 #1


19 Antworten ↓


kosmo
überschrift ein h vergessen sollte sehr heißen

20.12.2014 18:39 • #2



Mir geht es ser schlecht

x 3


Olli91
Versuch es mal mit der Schauspielerei hat mir damals schon einmal aus meiner Herzangst rausgeholfen kein Witz


Theaterauffführungen usw stärken das Selbstwertgefühl und steigern deinen Mut du lernst dadurch halt sehr gut dich ab zu lenken und durch Training wieder mehr in deinen Körper zu vertrauen


lg Olli

20.12.2014 18:51 • x 1 #3


kosmo
Ich glaub ich bin damit echt alleine

21.12.2014 09:52 • #4


Schlaflose
Nein, ganz im Gegenteil. Lies dich doch mal durch andere Beiträge. Hier geht es fast allen so wie dir.

21.12.2014 10:12 • #5


kosmo
ich fühle mich gefangen im eigenen körper...das ist so schlimm ...ich verstehe nicht das es angst vor der angst gibt..

21.12.2014 17:45 • #6


Hotin
Hallo kosmo,

verstehen kann ich Dich sehr gut. So wie Du Deine Situation beschreibst, hast
Du sicher schon einige Therapieerfahrung.

Angst (Sie ist unser Gefühl) ist ja etwas ganz normales. Du kannst sie nicht beseitigen sondern nur in der Stärke
verändern.
Um eine Besserung bei Deinen Ängsten zu erreichen ist es notwendig einiges über
Ängste zu wissen und sehr, sehr viel Neues zu lernen und auch umzusetzen.
Hättest Du Lust dazu?
Was weißt du über Angst? Wärst Du bereit Deine Denkweise und Dein Verhalten
zu überprüfen und eventuell an der einen oder anderen Stelle etwas abzuändern.
Keine Angst. Deine Persönlichkeit änderst Du dadurch nicht.

Was hast Du denn in den letzten Jahren bei Deinen Ängsten schon positives erreicht oder hast du das Gefühl,
Du kommst immer tiefer rein?

Viele Grüße

Hotin

21.12.2014 18:21 • x 1 #7


kosmo
hallo hotin ,danke für deine liebe antwort...ich habe therapie erfahrung --aber eher erfolglos,,,,da man mich immer stationär auf borderliner behandelt hat,,,ich bin schon acht jahre bei meiner ärztin,,,,wir kommen aber zusammen nicht mehr vorwärts...ich bin jeder zeit bereit etwas zu ändern..es ist nur so das ich durch die angst auch körperlich leide sprich meine atmung überwache und dadurch ständig gähnen muss oder tief luft holen..das bleibt dann auch tage lang..wenn ich abgelenkt bin ist alles ok

22.12.2014 19:03 • #8


trudeherr1912
Hi, bin auch gerade mal wieder in einer Panikphase und da es mir immer hilft, Beiträge von anderen Betroffenen zu lesen, bin ich auf Deinen Eintrag gestossen. Ich gehe mal davon aus, daß Du jetzt weisst, das Du nicht alleine bist mit Deinen Ängsten. Ich lese immer wieder Beiträge von Menschen die es viel schlimmer getroffen hat, mit der Angststörung. Du schreibst, dass Du auch eine Borderlinestörung hast und da kenne ich mich nicht so aus. Vor allen Dingen stelle ich mir die Kombination sehr schlimm vor. Die Angst begleitet mich seit 20 Jahren, mal mehr mal weniger. Irgendwie habe ich sie in mein Leben integriert. Fast schlimmer, wie die Panikattacke selber, ist die Angst davor.....................und Angst macht krank. Durch Therapien und verschiedene Rituale habe ich gelernt von 10 PA, bei 6 bis 7 den Abbruch zu schaffen, so das die Spitze nicht erreicht wird. Aber bei den PA, die übrig bleiben, habe ich dann doch immer wieder das Gefühl erneut am Anfang zu stehen...............und dann geht sie erneut los..............die Angst vor der nächsten PA und ich laufe wieder ständig mit diesem Unwohlsein herum und kann mich der Gedanken nicht mehr erwehren ( obwohl ich es besse weiss ), dass ich vielleicht doch an einer PA sterben könnte, weil mein Herz, dass nicht mehr mitmacht. Wie oft hätte ich in den letzten 2 Jahrzehnten dann schon tot sein müssen. Es ist nicht einfach, aber glaub mir, es ist trotzdem machbar ein eingermassen schönes Leben führen zu können.................und ich sage das in einer schlimmen Phase und kurz nach einer recht heftigen Panikattacke. Was machst Du, wenn die Panik kommt?

22.12.2014 19:47 • x 1 #9


kosmo
meine angst ist nonstop da rund um die uhr ...ich laufe dann 24 stunden mitangst rum..und zwar die angst ständig gähnen zu müssen oder der zwang ständig durchzuatmen---wenn ich abgelengt bin hab ich nichts...teilweise hab ich gar keine atemprobleme...aber so schlimme angts das es wieder kommen könnte...ich wer bald irre im kopf

23.12.2014 18:07 • #10


trudeherr1912
Ich kenne das sehr gut!
Wenn Du sagst, das Du 24 Stunden die Angst spürst, kannst Du auch nicht schlafen?
Was machst Du ausser rumlaufen?
Das mit dem ablenken ist in der Panik sehr schwer und ganz oft auch nicht mehr möglich.
Hast Du das Gefühl, daß Dir das Schreiben mit anderen Betroffenenen hilft?
Ich habe auch immer so eine Art Notfallmedikamente dabei.
Für die evtl. Atemnot Asthmaspray und Diazepam Tropfen. Alleine das Gefühl das ich immer etwas dabei habe, hat mir in vielen Situation geholfen. Das Spray habe ich vielleicht 3x benutzt, die Tropfen noch nie.
Man muss ganz viel ausprobieren, bis man etwas findet was hilft. Ich habe mir diesbezügl. schon viele Anregungen in diversen Foren geholt und es war immer mal etwas dabei, was ich noch nicht kannte und geholfen hat.

23.12.2014 19:12 • x 1 #11


Hotin
Hallo kosmo.

Zitat:
meine angst ist nonstop da rund um die uhr ...ich laufe dann 24 stunden mitangst rum

Wie meinst Du das? Angst (wir nennen es auch Gefühl) ist bei jedem Menschen 24 Stunden am Tag vorhanden.
Tiere und Menschen sind gefühlsgesteuerte Lebewesen. Angst ist unser Steuersignal, wie das Lenkrad im Auto.
Du kannst Dein Gefühl doch nicht abschaffen. Was möchtest Du denn erreichen?
Dein Körper funktioniert ohne Dein bewusstes kontrollieren viel besser, als mit äußerer Kontrolle.
Bitte mal jemanden, schnell eine Treppe hinauf zu laufen und darauf zu achten, dass er den Beinen immer die
passenden Signale gibt. Der fällt dabei garantiert auf die Nase. Und langsamer ist er damit auch.
Welchen Vorteil hat also Dein Versuch den Körper bei seiner Arbeit zu behindern?

Zitat:
wenn ich abgelenkt bin ist alles ok

Das lässt schon mal hoffen!
An welcher Stelle kommst Du nicht weiter?

Viele Grüße

Hotin

23.12.2014 22:53 • #12


trudeherr1912
............... also, wenn ich schlafe verspüre ich die Angst nicht, aber wie auch immer, wünsche ich schöne, geruhsame Tage und Nächte. Seit gut zu EUCH.

24.12.2014 13:49 • #13


kosmo
also mein problem ist das ich phasenweise angst vor meiner atmung habe ..dann muss ich ständig gähnen oder tief luftholen..aber dann tagelang..dann ist es so das ich gar keine atemprobleme hab ....mich aber so reinsteigere bis ich sie bekomme..mein hirn erinnert mich ständig daran nicht ohne angst zu sein..warum?

30.12.2014 20:00 • #14


trudeherr1912
Ich glaube, das hängt bei den meisten PA Patienten mit "Kontrolle" zusammen.
Alles was nicht kontrolliert werden kann, macht Angst.
Ich lese in den Foren immer wieder, dass viele Leidengenossen auch Angst vorm fliegen, vorm Auto fahren als Beifahrer, irgendwie Angst vor allen Situationen haben , aus denen man nicht so ohne weiteres flüchten kann. Ich hatte das schon im Nagelstudio, beim Frisör, im Kosmetikstudio..............und musste mich dann winden wir ein Aal um eine Erklärung zu finden, ohne mich total zum Affen machen, warum ich sofort aus der Situation raus muss.
Atmung kannst Du auch nur bedingt kontrollieren.
Wir PA Patienten neigen auch dazu Situationen, Orte, Begebenheiten, wo eine PA stattgefunden hat, generell als "bösen" Omen für die nächste PA anzusehen und meiden diese Umstände/Plätze dann.
Das geht beim Atmen natürlich nicht und ist auch generell für ein Leben ohne PA`s schlecht.
Wie auch immer, es bleibt schwer und ohne professionelle Hilfe ist es noch schwerer.

30.12.2014 22:24 • x 1 #15


Hotin
Hallo kosmo,
Zitat:
also mein problem ist das ich phasenweise angst vor meiner atmung habe

Kann es so sein, wie Trudeherr das schreibt.
Zitat:
Alles was nicht kontrolliert werden kann, macht Angst.


Warum willst Du in Deine automatische Steuerung eingreifen. Was kannst Du denn besser als Deine Automatik. Die funktioniert ja sogar noch wenn Du ohnmächtig bist!

Verstehe ich das falsch?

Viele Grüße

Hotin

31.12.2014 01:53 • #16


TimTim
Angst ist ein Gefühl wie jedes andere auch - aber es hat den Menschen so sehr im Griff wie kein anderes. Du hast 2 Möglichkeiten: Aufgeben (das willst Du nicht) oder Dich fragen, warum Du hier postest: Weil Du kämpfst. Mach es doch mal ganz anders: Sieh die Angst eben als Teil Deines "Ich`s". Steh morgens auf und sag: "Herrlich gepennt, na, Angst, auch da?" Ich meine das absolut ernst. SPRICH mit Deiner Angst. Denn die Angst bist DU. Du kannst aus Deiner Haut nicht raus, aber Du kannst es Dir in der "Wohnung Seele" gemütlich machen, Dich arrangieren. Da wohnt ein Gast... nimm ihn an - dann wohnt es sich gemeinsam entspannter... Try it! Übrigens: Die Medikamente die Du da nimmst: Weiß irgendjemand Deiner Ärzte, welche Wechselwirkungen die untereinander haben? Bei ALLEN finde ich auch "Angstzustände".... Wenn Du abgelenkt bist: Ist die Angst ja weg, seltsam, oder? Wenn Du den "Gast" nicht beachtest: Stört er nicht. Lerne Deinen Fokus neu zu ordnen. Bewusstes atmen, bewusst mal eine Stunde die Augen schließen und alles, wirklich alles was an Gedanken und Bildern kommt: DARF kommen. Es ist die Frage, wie sehr DU DICH von dem was da ist und kommt beeinflussen lässt.

31.12.2014 10:54 • x 3 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

trudeherr1912
Was soll ich sagen Tim Tim, ich habe nach 20 jahren Panikattacken tatsächlich heute das erste Mal mit meiner Panik gesprochen.
Schaun wir mal was die Gespräche künftig bringen. Dein Beitrag hat mir sehr gefallen.

Hotin ist in seinen Antworten ja immer sehr streng und forsch. Würde mich interessieren, wie er sich in einer PA verhält und was er gemacht hat, um diesen Status zu erreichen.

31.12.2014 20:06 • #18


TimTim
Hallo,

danke für Deine Rückmeldung... egal wie lächerlich sich das vielleicht für Dich selbst anhört: Sprich mit Deiner Angst... immer mal wieder... sag nett guten Morgen, sag nett "komm, wir gehen jetzt einkaufen", sag auch ruhig mal: "Hab Dich lieb!".

Und: Jeder geht anders mit Angst um... die einen direkt, aggressiv, forsch, mit Ar.. Andere mit Schmusekurs und Händchentätscheln... Die Erfahrung zeigt: Händchen tätscheln bringt zwar kurzfristig was, aber auf lange Sicht ist "Stell Dich nicht so an" besser - wenn auch härter...

31.12.2014 20:09 • #19


Hotin
@ trudeherr1912

Hallo trudeherr1912

Zitat:
Hotin ist in seinen Antworten ja immer sehr streng und forsch. Würde mich interessieren, wie er sich in einer PA verhält und was er gemacht hat, um diesen Status zu erreichen.


Deine Frage habe ich rein zufällig gelesen. Sicher erreichen mich Deine Fragen nur,
wenn Du Deinen Text an mich mit @ hotin beginnst.
Oder als PN – Persönliche Nachricht schreibst.

Leider kann ich keine Verhaltensempfehlung in Panikattacken aussprechen und erklären. Dafür fehlen mir die exakten Kenntnisse bisher überwiegend.

Außerordentlich interessante und anschauliche Informationen findest Du hier im Forum bei unserem Mitglied "dont_panic" unter der Rubrik "dont_panic - als wenn das so einfach wäre!"


Streng und forsch wirke ich, weil ich davon überzeugt bin, heute sehr gut zu wissen,
wie wir Menschen und unsere Gefühle zusammenspielen. Und wer Rechnen lernen möchte, sollte von Beginn an
wissen. 58 und 13 ist nicht 74. Es gibt nur eine richtige Lösung.
Angefangen habe ich vor ca. 40 Jahren mit einfachsten Kenntnissen und ausprobieren.
Meine Mitmenschen und meine eigenen Reaktionen habe ich jahrelang beobachtet und regelrecht "studiert".

Leider habe ich in den Jahren erst mal viele Illusionen verloren. Der Umbau meines Weltbildes war schwierig.
Vieles machte für mich keinen Sinn. Es sah für mich trostlos aus. Auch heute noch sieht es manchmal so aus,
als wenn Menschen nichts anderes im Sinn haben, als sich gegenseitig zu zwingen, zu erpressen, zu betrügen usw..
Heute weiß ich jedoch besser, wie unser Leben so spielt.
Ein besonderer Dank gilt hier meiner Freundin für gutes und ehrliches Feedback. Dies hat das völlige Abgleiten in die
Theorie verhindert.
Ich weiß ganz gut, wie man sich selbst und andere zufrieden und glücklich oder auch garantiert unglücklich machen kann.
Und ich bin davon überzeugt:

Selbstbewusstsein entsteht nicht durch "Denken" sondern durch "Etwas tun", also handeln. Und –

Dauerhafte Zufriedenheit kann nicht durch "Nehmen entstehen". Dies geht vermutlich nur, wenn man etwas für andere tut.

Vermutlich etwa ab dem 20. Lebensjahr fangen die meisten Menschen an,
ihre Bereitschaft "Neues zu Lernen" einzustellen. Sie meinen sie sind jetzt erwachsen. Brauchen außer der
technischen Bedienung von Geräten nichts Neues mehr im Leben zu lernen.
Dies sind allerdings meist die ersten, die psychische Probleme bekommen.

Sie stumpfen oft schon als junge Menschen ab. Leider geht der Prozess sehr langsam.
Das keiner mehr mit ihnen zu tun haben will und sie gar nicht mehr wissen wie sie noch
glücklich werden können, merken sie also noch.

Und jetzt beginnt erst das eigentliche Problem.
Kaum einer wird freiwillig zugeben das sein Gehirn eingeschlafen ist. Diese Vorstellung ist auch nicht so einfach.

Also verweisen sie auf ihren gesellschaftlichen Status.
Rechthaberei – Ich bestimme, was hier passiert.
Sie verweisen auf ihr auswendig gelerntes Wissen. Abitur, Studium, Doktorwürde.
Gesellschaftlich bin ich verpflichtet eventuell auch eine "Dumpfbacke" als
Herr Dr. "soundso" anzusprechen.
Vor intelligenten Menschen, bei denen meine Kenntnisse höchstens dafür reichen
würden ihre Schuhe zu putzen, habe ich jedoch allerhöchsten Respekt.

Und Menschen werden oft sehr neidisch und unfair. " Ich habe alles getan"
"Glaube mir. Ich ich hatte keine Chance".
Schuld haben fast immer die anderen.




Glücklicherweise kann nach meiner Überzeugung fast jeder,
für sich im Bereich Angststeuerung Berge versetzen - Wenn er will.


Viele Grüße

Hotin

02.01.2015 03:20 • x 1 #20



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