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Guten Morgen,

meine Medis habe ich nun komplett abgesetzt. Ich habe das Gefühl, dass die Ängste wieder stärker werden. Häufiger denke ich: Was wenn es mir jetzt schlecht wird/ich die Kontrolle verliere/ich ohnmächtig werde.... Gedanken von denen ich mich ablenken muss.

Nun überlege ich, ist es die Angst die durch die Medis nur unterdrückt wurde oder ist das schon wieder die unterschwellige Angst, weil ich keine Medis mehr nehme....
Auch mit den Medis hatte ich noch Angst, aber nciht ganz so stark.

Aber ich möchte ohne Medis auskommen und will es schaffen......ich hoffe ich werde stark sein.

LG

29.08.2012 08:00 • 30.08.2012 #1


7 Antworten ↓


Ob das funktioniert ist ja ein bisschen davon abhängig was du außer den Medis gegen die Angst getan hast. Wenn nichts dann wird sich auch nichts geändert haben.

30.08.2012 06:23 • #2



Medis abgesetzt - Angst wieder da.

x 3


Siicherlich habe ich versucht das Denken umzulernen. Aber die positiven Gedanken überwiegen leider nicht. Zumindest jetzt nicht.

LG

30.08.2012 08:15 • #3


HeikoEN
Zitat von Lady1988:
Häufiger denke ich: Was wenn es mir jetzt schlecht wird/ich die Kontrolle verliere/ich ohnmächtig werde.... Gedanken von denen ich mich ablenken muss.

Ablenken ist der falsche Weg und zeigt mir, dass die Therapie (gab es eine?) nicht ihr Ziel erreicht hat.

Zitat von Lady1988:
Nun überlege ich, ist es die Angst die durch die Medis nur unterdrückt wurde

Ja selbstverständlich!

Oder was hat Dir der Arzt erzählt?

Das Du ein paar Monate Antidepressiva nimmst und alles wird gut?

Das Wirkmittel bei Angst sind nicht die Medikamente, sondern die zugehörige und zwingend erforderliche Therapie.

Natürlich wäre es auch möglich, den Rest des Lebens Medikamente gegen seine "schlechten" Gefühle zu nehmen...aber nunja, wer will das? Und vor allem, wer will sich so zudröhnen, dass er keine Gefühle mehr fühlt.

Zitat von Lady1988:
Auch mit den Medis hatte ich noch Angst, aber nciht ganz so stark.

Ja, weil es in dem Sinne keine Medikamente gegen Angst gibt, zumindest nicht solche, die Du dauerhaft einwerfen kannst.

Zitat von Lady1988:
Aber ich möchte ohne Medis auskommen und will es schaffen......

DAS ist schonmal gut.

Die Medis sind eigentlich nur dazu da, damit Du einer etwaigen Therapie folgen kannst.

Antidepressiva an sich, "heilen" nichts.

Von daher würde mich interessieren, was Du bislang getan hast für/gegen die Ängste und was der behandelnde Arzt so empfohlen hat.

30.08.2012 08:51 • #4


hallo, lady
ich habe bisher weder Erfahrung mit Medikamenten, noch mit einer Therapie. Meine Erfolge
konnte ich bisher nur so erzielen, dass ganz langsam aber sicher eine Veränderung in
meinem Denkprozess stattgefunden hat. Das Sich-Wehren-Wollen gegen die Angst hat nie
etwas gebracht, noch weniger der zwanghafte Versuch, mich abzulenken. Ein paar Stunden
klappt das vielleicht, unter größter Anstrengung, aber um welchen Preis? Dass das ganze
dann nur umso stärker zurückkommt. Der Druck, den man aufgebaut hat, entläd sich dann
explosionsartig. Seit ich nicht mehr versuche zu kämpfen, spüre ich eine unglaubliche Er-
leichterung. Die Angst kommt immer noch mal wieder auf, ebenso wie gelegentliche
Verstimmungen, aber unglaublicherweise belastet es mich nicht mehr so sehr. Ich lasse die
"Welle" über mich hinwegspülen, statt dagegen anzustrampeln und mir zusätzlich Energie
zu rauben. Dass du immer noch an deine Ängste denkst, bzw. jetzt ohne Medis noch mehr,
ist erst mal völlig logisch. Ich weiß zwar nicht, wie diese Substanzen wirken, denke aber,sie
haben dich halt irgendwie betäubt und nun hast du Angst, deinen Gefühlen wieder schutzlos
ausgeliefert zu sein. Aber wie ist das? Merkst du, wie diese Angst in Schüben kommt, dann
aber auch wieder geht? Richte dich darann auf! Lass es geschehen. Du stirbst nicht an der
Angst. Atme ruhig und sage dir, dass das Gefühl von selber wieder verschwinden wird.
Alles ist gut. Merkst du, wie angenehm es ist, gar nichts tun zu müssen? Egal, wie oft es
kommt, es geht jedesmal von selber wieder. Und umso schneller, wenn du nicht versuchst, es zu verdrängen, wenn du nicht versuchst, dich zwanghaft abzulenken. Ist es
vorbei, dann mach irgendwas, was dir Freude bereitet und stelle fest, dass dich deine Angst nicht daran hindert, "dazwischen" auch richtig gute Momente zu haben. Und wenn
dann die Gedanken an die Angst zurückkommen, dann sag dir: Na und? Was kann denn
schon passieren, dann warte ich halt ab, bis es vorbeigeht. Und noch eins: Nicht verzweifeln, wenn du es nicht sofort und ohne Rückschlag schaffst, positiv zu denken.
Zwischendurch sich auch mal gehen lassen und frustriert sein, kann auch einen Knoten
lösen. Denn, wenn du danach richtig locker bist, stellst du wahrscheinlich ganz von selber
fest, dass es sooooo schlimm dann doch nicht ist. Nicht die Angst an sich ist das Problem,
sondern das Unwissen um den richtigen Umgang damit. Die asiatische Kunst des Krieges
lehrt den Sieg ohne Kampf. Und gegen die Angst kann man NUR so bestehen, lg, eddie

30.08.2012 09:23 • #5


Erstmal Danke für Eure Antworten.

@eddie wahrscheinlich muss ich mir deinen Text ausdrucken und ihn mir jedesmal durchlesen Ja, das merke ich dass es sehr viel Energie kostet gegen die Angst zu kämpfen. Bin dann seh schnell schlapp und müde. Aber die Angst ist ja zur Zeit ständig im Hinterkopf, ja sie ist da, aber strengt auch an. Immer solche Gedanken.... Mein Verstand sagt mir auch, alles wird gut und die Gedanken sind unbegründet. Denn was soll mir passieren, wenn ich ohnmächtig werden sollte, wird mir ja nun geholfen. Nur das Gefühl des Ausgeliefert zu sein ist da.
Meine Angst kommt meist in Schüben, wenn ich Ruhe verspüre und zum Nachdenken komme/kommen kann. Dann wird alles irreal, ich bin wie hinter einer Wand. So ganz komisch. Ich versuche dann meist mich abzulenken indem ich was mache. Halt die Energie rauslasse.

@HeikoEn
Therapie, eigentlich ja seit ca. 3 jahren.... aber ich merke mir hilft es nichts..... Bin bei einen Psychiater, der mit mir auch Therapie macht...aber die Therapie ist mehr wie ein Kaffeekränzchen----wie gehts es dir, alles wird gut, sie dürfen nicht so denken, machen sie sich nicht so einen Kopf...... Floskeln eben.... UND eben die Tabletten. Sicherlich fragst du dich, wieso ich dahin gehe. Er hat mir von Beginn an Tabletten verschrieben, ich musste in die normale Sprechstunde.... 2 Stunden Wartezeit....da kann ich auch zu ihr zur Therapie gehen und komme pünktlich dran und ich hatte Hoffnung das sie doch mal etwas mit mir trainiert und nicht nur Floskeln bringt.... Nun habe ich selbst die Tabletten abgesetzt.... er weiß es nicht.... Ich will nicht schon in so jungen Jahren 3 verschiedene Tabletten nehmen...
eine weitere Therapie war bei einen Therapeuten mit systemischer Therapie... Das hat mir was gebracht.... Wenn die Angst kommt, soll ich mich auf die Körperstelle konzentrieren, wo es noch angenehm ist... Leider kostet die Therapie und als Student kann ich nicht so oft hingehen....

Nun aber komme ich ohne Tabletten aus....ich will wechseln, aber ich kann das nicht so ganz mit mir vereinbaren.... 3 jahre lang hat sie mich begleitet und dann geh ich auf einmal und setze eigenmächtig die Tabletten ab (als ich den Vorschlag machte, meinte er das bringt noch nichts, deshalb habe ich es eigenmächtig gemacht)... außerdem hat mir die Krankenkasse erst wieder 25 Stunden therapie genehmigt, ich weiß nicht ob es dann an den Arzt gebunden ist. Damals war schon eine Wartezeit von einen dreiviertel Jahr...

Auch viele Bücher lese ich.... Mir leuchtet auch alles ein, aber die Umsetzung, wenn die Angst dann einmal da ist. Es ist schwierig. Schließlich denke ich schon seit fast 10 jahren so.

Aber ich schaffe das.

LG

30.08.2012 10:00 • #6


Hallo Lady,

die anderen haben eigentlich schon alles gesagt. Ich kann dir nur nochmal dazu raten, einen Experten für eine Psychotherapie zu suchen. Diese nennen sich Psychologische Psychotherapeuten.

Psychiater sind einfach bessere Pillenverteiler und haben mit einer wirklichen Psychotherapie soviel gemein, wie ein Wal mit einem Vogel. Zu einer Therapie gehört einiges mehr dazu, als ein paar Plauderstündchen zu halten.
Suche dir bitte Fachgerechte Hilfe. Am besten nimmst du wegen den 25 Stunden Kontakt mit deiner Krankenkasse auf und sagst, du möchtest eine Therapie bei der o.g. Berufsgruppe, da das andere ja nichts bringt. Es werden sich schon Lösungen finden lassen, alles Gute.

30.08.2012 11:49 • #7


Zitat von deni1985:
Es werden sich schon Lösungen finden lassen, alles Gute.


ich hoffe es....

30.08.2012 19:36 • #8




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