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Hallo, ich bin 31 Jahre alt und habe vor 7 Jahren Panikattacken bekommen. Trotz einer mehrjährigen Verhaltenstherapie und einem insgesamt sehr stabilen Zustand ist es mir nicht gelungen, die Medikamente, die mir verschrieben wurden, wieder abzusetzen. Ich nehme 0,75mg Xanax und 1 Dragee Insidon.
Mein Mann und ich wünschen uns nun schon fast 2 Jahre ein Kind, es klappt aber nicht. Nun habe ich mit einer hormonellen Stimulation begonnen und deshalb noch mal versucht, wenigstens das Insidon abzusetzen. Aber ich habe so einen Rückfall bekommen, dass es mir nicht möglich war, das durchzuhalten.

Hat von auch jemand Erfahrungen mit Insidon in der Schwangerschaft (bzw. auch mit Xanax)? Bei Xanax weiß ich, dass es definitiv nicht fruchtschädigend wirkt, aber wohl ein niedriges Körpergewicht und Trinkschwäche zur Folge haben kann.

Bitte sagt mir jetzt nicht, dass ich erstmal mit mir selber klar kommen soll.Mein Kinderwunsch besteht schon so lange und die Zeit rennt mir davon. Außerdem kämpfe ich schon so lange gegen die Angst bzw. gegen die Medis, habe sie auch schon reduziert, aber ganz absetzen kann ich sie nicht.

Ich danke euch für Ratschläge,

Schokokuchen

14.07.2007 00:58 • 18.07.2007 #1


4 Antworten ↓


Hallo Schokokuchen,

ich kan dich verstehen, finde dies aber schon sehr gewagt, denem Kind schon gleich eine Medikamentendosis zuzumuten. Kannst du nicht nochmals Kontakt zu deiner therapeutin aufnehmen und auf diesem Wegd ie Panikattacken in den Griff bekommen? Deine Hormone stellen sich ja auch um und dies kann sich auch auf deine Angst auswirken.
grüße Tini

16.07.2007 08:13 • #2



Medis gegen Angst und Kinderwunsch

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Hallo Schokokuchen

Beide Medikamente, Insidon als auch Xanax können das Ungeborene schädigen. Beim Xanax käme noch hinzu, daß der Säugling nach der Geburt Entzugserscheinungen bekäme.

Quellen:
Insidon ( gelbe Liste )
Schwangerschaft: Strenge Indikationsstellung!
Stillzeit: Kontraindiziert!

Insidon ( Arzeimittelkompendium der Schweiz )
Schwangerschaft: Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für den Foetus gezeigt, aber es gibt klare Hinweise für Risiken von Entwicklungsstörungen für den menschlichen Foetus. Daher ist die Anwendung von Insidon während der Schwangerschaft zu vermeiden und nur dann in Betracht zu ziehen, wenn der therapeutische Nutzen das potentielle Risiko für den Foeten überwiegt.
Stillzeit: Nach therapeutischen Dosen tritt Opipramol in so kleinen Mengen in die Muttermilch über, dass für den Säugling keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten sind. Trotzdem sollte der Nutzen einer fortgesetzten medikamentösen Therapie bei stillenden Müttern gegen mögliche Risiken für das Kind abgewogen werden.

Xanax ( Arzneimittelkompendium der Schweiz )
Schwangerschaft/Stillzeit
Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für kongenitale Missbildungen des menschlichen Foetus nach Verabreichung von Benzodiazepinen im ersten Trimester. Xanax Tabletten sollen daher während dieses Schwangerschaftsabschnittes nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.
Werden Benzodiazepine in der späten Phase der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression (sog. «floppy infant syndrome») und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen. Wenn Xanax während der Schwangerschaft eingenommen wird, oder die Patientin unter der Behandlung mit Xanax schwanger wird, sollte sie über das potentielle Risiko für den Foetus informiert werden.
Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Xanax während der Stillperiode nicht angewendet werden, oder es muss abgestillt werden.

Gruss mücke

18.07.2007 15:41 • #3


Ich danke euch für eure Mühe.

Bin aber echt fix und fertig und ratlos. Meine Atacken werden grad immer schlimmer, obwohl ich sie eigentlich schon los war. Wahrscheinlich kommt jetzt einfach diesder Druck dazu, sie nicht nehmen zu dürfen und lässt damit meinen Konsum nur steigen. Meine Frauenärztin fand dass meine Medis in meiner geringen Dosierung zu verantworten sind aber natürlich bin ich selbst verunsichert und habe auch Angst vor Schuldgefühlen, falls eine Schwangerschaft eintritt. Denn schließlich möchte ja jeder seinem Kind ebste Startmöglichkeiten ins Leben ermöglichen.

Nun ja, noch bin ich nicht schwanger, und werde es vermutlich auch nicht. So wie ich zur Zeit drauf bin, kann ich mir kaum vorstellen , dass mein Körper eine Schwangerschaft zulässt, zumal er es seit fast zwei Jahren schon nicht tut. Aber genau das belastet mich ja auch wieder.
Scheoß Teufelskreis.
Am besten gehe ich erstnmal ein parr Wochen auf Entzug in ne Klinik und dann widme ich mich dem Kinderwunsch. Das geht aber auch nicht, weil ich dann meinen Beamtenstatus los bin (Probezeit). Toll!

18.07.2007 16:00 • #4


Lieber Schokokuchen,

rufe doch bitte mal bei Google Embryotox auf.
Da müsste eine Seite geöffnet werden, die das Berliner Institut für Embryonalforschung betreibt.
In diesem Institut bekommst du kompetente Auskunft, welche Mittel du in der Schwangerschaft nehmen darfst und welche dem ungeborenen Leben schaden.
Ich habe in der Schwangerschaft Citalopram genommen und mich vorher auch in Berlin schlau gemacht.

Viel Glück und liebe Grüsse,
Sandra

18.07.2007 17:11 • #5




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