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Hallo Ihr Lieben,

ich nehme seit einigen Monaten Opipramol und bin auch in Therapie. Meine Therapeutin und auch der Neurologe dachten, meine Angst und Panik sind - mal wieder - die Nachwirkung meines Trauererlebnisses. Dem ist aber nicht so. Meine Therapeutin hat nun festgestellt, dass ich an einer generalisierten Angststörung leide. Ich selber sehe das genauso.

Kann mir jemand einen Tipp geben, welche Medis da am wirkungsvollsten sind bzw. was für Erfahrungen Ihr habt? Ich habe gemerkt, dass Opipramol wirklich nicht so gut hilft. Ich habe sie damals in der Trauerphase genommen, da haben sie geholfen. Aber jetzt merke ich keine wirkliche Besserung.

Danke für Eure Rückmeldungen und liebe Grüße,
Hannover96

07.10.2008 11:37 • 22.12.2009 #1


14 Antworten ↓


Unbreakable
Hallo Hannover96,

Opipramol ist so ziemlich das älteste Antidepressivum was es gibt.
Ich nehme es auch seit drei Monaten (habe eine Panikstörung und vielleicht auch eine generalisierte Angststörung) und verspüre keine wirkliche Besserung Meine Angstzustände sind nach wie vor präsent und mein Aktionsradius wird von Tag zu Tag kleiner.

Ich nehme ab nächste Woche das Medikament "Trevilor". Trevilor ist das modernste und nach Aussagen meines Psychologen beste Medikament gegen Panikattacken und Angststörungen.

Ich habe mich in letzter Zeit viel in Psychologieforen aufgehalten und hab mir die Beiträge zu Trevilor durchgelesen: erstaunlich viele berichten von einer deutlichen Besserung bis hin zur Heilung Ihrer Angstzustände.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten des Medikamentes z.B. Seratoninsyndrom und andere unschöne Nebenwirkungen, aber ich denke mal, alles ist besser als diese Sch***- Angstanfälle.

Leider kann ich noch nichts zu der Wirkung sagen, aber sobald ich die erste Schachtel auf habe, werde ich wieder berichten

Dir alles Liebe!

LG

Unbreakable

08.10.2008 01:03 • #2



Generalisierte Angst - welche Medis?

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Ein super Medikament was gegen Generalisierte Angst hilft ist Lyrica.
ICh hab es vor zwei Jahren bekommen .
Morgens 75 und abends 75 .Die ersten Tage hat man zwar Nebenwirkungen aber dann wirkt es wirklich gut!!

13.11.2009 15:55 • #3


Das hat mir meine ärztin empfohlen, aber ich habe solche angst das zu nehmen, muss jeden tag arbeiten usw...

Hab angst das es mir schlechter geht dann... teufelskreis...

13.11.2009 17:02 • #4


Also ich hab es zum ersten mal abends bekommen, da man schon ein leicht komisches Gefühl davon bekommt.
Na ja so als hätte man etwas zu tief ins Glas geschaut.
Ich bin nach der Einnahme ein paar Stunden später müde geworden und hab super davon geschlafen.
Und wenn ich nachst nicht aufgewacht wäre hätte ich von der Benommenheit wohl nichts mitbekommen.
Am anderen Tag war alles weg und mir ging es von Tag zu Tag besser.
Gut leider habe ich durch dieses Medikament 10 Kilo zugenommen aber das war auch schon alles.
Mir hat es gut geholfen und ich werde es wohl wieder nehmen da meine Angst zur Zeit sehr stark ist....
Nur Mut zu diesem Medikament es wirkt ja bei jedem anders und viell hast du nicht mal Nebenwirkungen dabei ...

Viel Glück

16.11.2009 10:51 • #5


Hallo Taarja,

darf ich fragen wie lange du Lyrica genommen hast?

Liebe Grüßet

21.11.2009 22:05 • #6


Hallo! Jetzt hab ich Angst bekommen, ist diese generalisierte Angststörung,eine chronische Angststörung? Bleibt es für immer oder verschwindet es irgendwann?

Ich weiss es nicht ob ich generalisierte Angststörung habe, aber mein Gefühl sagt mir, ist AGS! Ich leide seit 3 Monate von unerkläriche Ängste, viele Symptome sind noch verschwunden, aber Schwindel, Benommenheit und Kopfschmerzen habe ich ständig!
Und ich hab das Gefühl, es wird nicht besser! Medikamente nehme ich noch nicht, mein Psychotherapeut erlaubt mir momentan nicht! Ich werde vom Tag zu Tag unsicher und traurig. Ob mir die Therapie hilft, weiss ich noch nicht, hab erst gerade angefangen!

Ich verstehe das nicht, hab das Gefühl, dass ich es nie mehr solche Störung bewältigen kann

Was ist eigentlich genau generalisiert? Bin nicht deutsch und verstehe ich nich so ganz,
also ist das so ein tiefen Angst vielleicht in meinem unterbewussten, der ich nicht kontrolieren kann und immer dabei ist?

Und wie stehen die Chansen für eine Heilung?

Würde mich auf paar Antworten von euch freuen! Also ich sehe hier, dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin!

Mfg. Suzi

22.11.2009 01:12 • #7


Zitat von Suzi:
Hallo! Jetzt hab ich Angst bekommen, ist diese generalisierte Angststörung,eine chronische Angststörung? Bleibt es für immer oder verschwindet es irgendwann?


Bei mir ist die generalisierte Angststörung nach etwas über einem Jahr gottseidank komplett verschwunden. Aus der Literatur über dieses Thema weiß ich auch, dass sie normalerweise wieder verschwindet, auch wenn man oft selbst nicht mehr dran glaubt.
Es handelt sich dabei wirklich nur um eine vorrübergehende Phase. Also Kopf hoch!

Zitat von Suzi:
Was ist eigentlich genau generalisiert?


"Generalisiert" heißt, dass die Angst allgegenwärtig, andauernd und nicht auf eine bestimmte Situation bezogen ist.


Zitat von Suzi:
Und wie stehen die Chansen für eine Heilung?


Eigentlich sehr gut. Mir hat es geholfen diese Phase meines Lebens als Erfahrung zu verbuchen.


Zum Thema des Threads:

Ich habe auch längere Zeit Opipramol (Insidon) genommen und kann auch bestätigen, dass die Wirkung kaum spürbar ist!
Wer wirklich unter Ängsten oder Depression leidet, merkt von dem Zeug so gut wie gar nichts! Meine Höchstdosis lag in schlechten Zeiten bei 300mg/Tag, die meiste Zeit aber bei 150mg/Tag.
In den meisten Ländern wird Opipramol schon gar nicht mehr verschrieben, da allgemein bekannt ist, dass die Wirkung kaum vorhanden ist.
Venlafaxin (Trevilor) hat dagegen bei mir sehr gut gewirkt. Die Angst war nahezu komplett verschwunden und auch sonst habe ich gemerkt, dass durch dieses Medi ordentlich in meinem Kopf was "in Bewegung" kommt. Leider hatte es auch ein paar Nebenwirkungen, allerdings nicht so schlimm, dass man nicht damit klarkommen könnte. Mit der Zeit wurden sie zudem immer schwächer.

14.12.2009 21:42 • #8


Zitat von Mila224:
Hallo Taarja,

darf ich fragen wie lange du Lyrica genommen hast?

Liebe Grüßet



Über einem Jahr habe ich es genommen und selbst beim Absetzen habe ich keine Nebenwirkungen verspüht.
Es hat wirklich ungelogen fast nur zwei Tage gedauert bis die angeschlagen haben und es mir besser ging
Man merkte sofort das die Angst sich immer weiter zurück zog....

15.12.2009 08:54 • #9


hast du sie nur abends genommen?

15.12.2009 20:35 • #10


Ich hab morgens 75 mg und abends 75 mg genommen.
Weil meine Angst einfach nicht in den Griff zu kriegen war.
Ich hatte Angstgedanken und die dazugehörigen Gefühle den ganzen Tag über.
Und dadurch habe ich heftige körperliche Schmerzen bekommen und ein brennen auf der Haut was nicht mehr zum aushalten war.
Dann abends meine erste Lyrica bekommen und ab da ging es nur noch aufwärts!!
Ich bin froh das es so ein Medikament gibt

15.12.2009 22:08 • #11


Hast du sie auch eingeschlichen und hochdosiert?

16.12.2009 15:31 • #12


Nein ich habe sie nicht eingeschlichen.
Ich bin direkt mit 75 mg angefangen.
Es gibt sie auch noch in den größen 25mg und 50mg.
du kannst sie natürlich erst in einer kleinen Dosis nehmen aber meine Therapeutin meinte das würde nichts bringen.
Ich habe sie auch nicht erhöht.
Ich bin bei 75 morgens und abends geblieben und es hat super geholfen.
Es war als wenn sich im Gehirn alles entspannen würde.
Eigentlich hat sich dadurch der gesammte Körper entspannt.
Das Gefühl hatte aber nichts mit ruhig stellen zu tun oder so.
Es war einfach wieder ein ganz normales Körpergefühl vorhanden.
Und die Angstgedanken und dazugehörigen Schmerzen wurden immer besser und nach ungefähr 2 Wochen konnte ich Dinge machen wo ich vorher nicht mal gewagt hatte an sie zu denken
Dieses Medikament ist extra für schwer behandelbare Ängste.
Also nur Mut zu diesem Medikament es kann dir echt nichts passieren
Na ja ausser das du eventuell ein paar Kilos mehr auf den Rippen hast

17.12.2009 10:58 • #13


Na hört sich auf jeden fall prima an, jetzt bin ich bei fast 5 wochen paroxetin und es geht eigendlich ganz okay bis jetzt, nun warte ich mal noch bis ende januar da hab ich auch wieder nen termin bei meiner psychaterin und dann sieht man ja weiter, sind ja noch paar wochen bis dahin, da hoffe ich wird sich noch einiges tun zum positiven mein ich halt.

drück mir die daumen das es auch so wieder wird gelle hehe

lg

17.12.2009 21:53 • #14


Bei mir wurd vor etwa 1 3/4 Jahren eine generalisierte Angststörung diagnostiziert. Vermutlich ausgelöst (nicht ursächlich!) durch eine Panikattacke an meinem Arbeitsplatz.
Alle weiteren "Missempfindungen" dürftet Ihr kennen .
Nach Konsultation mit einer Psychiaterin (erstmaliger Kontakt zur Seelendoktorin ) erbat ich Medis, um mich von meiner ständigen Unruhe und schon zwanghaften Gedanken herunter zu bringen.
Sie verschrieb mir Sertralin, eingeschlichen mit 25 mg, dann auf die Dosis von 50 mg erhöht (ich glaube, dass war nach 2 Wochen).
In den ersten Tagen der Einnahme verstärkte sich meine innere Unruhe und ich telefonierte (verstärkte Angstsymptomatik) bestimmt 2 Mal mit meiner Psychiaterin (ich hatte Sorge, dass ich verrückt werde, aber das dürftet ihr kennen).
Sie hat mir sehr deutlich mitgeteilt, dass diese Unruhezustände nur vorübergehend auftreten, was sich nach wenigen Tagen auch bestätigte.
Neben einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie nahm ich die Medis ca. ein halbes Jahr.
Schon nach etwa 4-6 Wochen (so meine Erinnerung) verspürte ich eine schon fast unglaubliche Lebenskraft und entwickelte eine starke Aktivität (positive).
Nach 6 Monaten wollte ich dann die Medis absetzen, da ich mich ausreichend stabilisiert fühlte. Das Ausschleichen bei 25 mg dauerte etwa einen Monat.
Beim Ausschleichen und auch danach konnte ich eine leichte Unruhe wahrnehmen, die aber im Vergleich zu meiner Ursprungssymptomatik sehr schwach ausgeprägt war.
Meine Psychotherapie läuft jedoch immer noch weiter, ich hatte vor etwa 2 Wochen eine Panickattacke, die mir schwer zu schaffen machte (Angst vor Kontrollverlust, aber wem sag ich´s ). Da lief im ersten Moment wieder ein Deja Vu ab (ich erinnerte mich an meine erste Panickattacke vor der Behandlung). Letzlich konnte ich herausarbeiten, dass diese Panikattacke durch beruflichen Ärger ausgelöst wurde (nicht verursacht!). Offensichtlich kann ich meinem Ärger noch nicht so Luft machen, wie es vielleicht sinnvoll ist, aber das wird schon noch.

Letzlich zeigt sich die jetzige Angstsymptomatik trotz des Rückfalles als nicht so ausgeprägt, wie beim Ursprung.
Einziger wirklicher Nachteil von Sertralin bei MIR:
Ich habe in dem halben Jahr der Einnahme ca. 4 - 5 kg zugenommen.
Allerdings sind die schon längst wieder runter, weil ich sportlich recht fleißig war und auch ein wenig auf meine Ernährung geachtet habe.

In der Hoffnung, dass ich Euch nicht all zu sehr zugetextet habe

Gruß Manni

22.12.2009 13:41 • #15



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