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F

FlorianD
Gast

Hallo!

Ich habe die Erfahrung gemacht und auch schon öfter gemerkt das man für Suchtkranke mehr Verständnis hat als für Menschen mit psychischen Problem.Dabei bin ich der Meinung das Menschen mit psychischen Problemen nichts dafür können im gegensatz zu Suchtkranken.Wer zum Alk. oder zu Dro. greift,macht sich meiner Meinung nach selbst krank.Und was ich ungerecht finde das man Suchtkranke nicht zu einer Therapie zwingen kann,was bei Menschen mit psychischen Probleme laut Gesetz Zwang ist.



Gruß,FlorianD

01.06.2010 #1


58 Antworten ↓
MentaleDispersion

MentaleDispersion
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Hallo Chaosfee

Zitat:
Dro. können doch bei einem gesunden Menschen im Gehirn keine Glückshormone freisetzen oder gar als Belohnung dienen


Ich weiß nicht, wie ich es sonst noch erklären soll....


Zitat:
...wo hört der Genuss auf und fängt die Abhängikeit an?


Zitat:

1. Unerlaubter Gebrauch ist ein von der Gesellschaft nicht tolerierter Gebrauch.
2. Gefährlicher Gebrauch ist ein Gebrauch mit wahrscheinlich schädlichen Folgen für den Konsumenten.
3. Dysfunktionaler Gebrauch liegt vor, wenn psychischen oder sozialen Anforderungen nicht mehr gerecht geworden werden kann.
4. Schädlicher Gebrauch hat bereits schädliche Folgen (Zellschäden, psychische Störung) hervorgerufen.


Kurz und bündig: "Die Sucht fängt dort an, wo die Dro. die Kontrolle über dich gewinnt."

Zitat:
Menschen die sich davon abhänig machen sind in meinen Augen schwach und hilflos.


Dass viele Dro. schwach und hilflos sind, da stimme ich dir zu. Doch ich lese in deinem Satz auch so etwas wie Verachtung gegenüber Dro.. Diese Menschen sind krank und teilweise unter schlimmen Umständen in eine Sucht geraten. Niemand fängt an zu trinken, um davon abhängig zu werden. Ich möchte hier eins klar und deutlich sagen: Wer selbst keine Erfahrungen mit Dro. gemacht hat, sollte nicht mit Vorurteilen um sich schmeißen. Es ist leicht zu sagen, Dro. sind schwach und hilflos. Was ist, wenn eine junge Frau *beeb* geschickt wird, geschlagen wird und keine Familie hat? Sie fängt an Dro. zu nehmen, weil diese ihr helfen, ihre schreckliche Situation zu verdrängen. Ist diese Frau schwach? Wäret ihr in dieser Situation stärker? Es ist ganz einfach: Man kann sich nun mal nicht in jede Person hinein versetzen. Aber es ist leicht von oben herab zu sprechen und mit Floskeln, die man hauptsächlich in den Medien präsentiert bekommt, auf dieses Thema zu reagieren.


Zitat:
Die Beschaffungkriminalität geht doch eindeutig auf das Konto von Dro.....


Du verurteilst mit deiner Aussage jeden Mensch, der Dro. konsumiert. Die Beschaffungskriminalität wird von Dro. ausgeübt, das ist klar, dass steckt ja schon in dem Wortlaut. Nur, jetzt muss ich dich mal fragen, stellst du dir jeden Süchtigen als kriminellen Schwerverbrecher vor? Wieviele Frauen verkaufen ihren Körper, um an Dro. zu kommen? Glaubst du wirklich, dass Jugendliche, die gelegentlich Canna. rauchen, grundsätzlich kriminell werden?

Ich sag es mal so: Menschen, die harte Dro. nehmen, werden von der Gesellschaft automatisch kriminalisiert. Dadurch, dass sie sich den Stoff illegal für viel Geld kaufen müssen, ruinieren sie sich auf Dauer finanziell. Zudem folgt der soziale Abstieg und der körperliche Verfall durch die Dro. selbst, durch gestreckte Ware, dreckige Nadeln etc.. Aber warum muss das alles so geschehen? Der Süchtige ist vom Grundsatz her nur daran interessiert, die Dro. zu konsumieren, ohne jemandem schaden zu wollen (Ich lasse es hier mal außen vor, dass Angehörige und Freunde sicherlich auch einen Schaden bekommen, weil sie eine geliebte Person an die Dro. verlieren). Der Schaden für Andere entsteht erst dadurch, dass der Süchtige kriminalisiert wird. Diese Menschen haben es nicht verdient, von uns ausgestoßen und schief angeguckt zu werden. Anstatt, dass wir Abhängige in eine Schublade stecken und sie gerne ganz weit weg haben wollen, sollten wir ihnen die Chance geben, sich Hilfe zu suchen. Und zwar auch mit gesellschaftlichem Verständnis. Ich möchte das Suchtproblem keinesfalls beschönigen, um Gottes Willen. Aber wie für psychisch-kranke-, behinderte-, und arme Menschen, sollte man versuchen, diese Menschen zu verstehen, anstatt vorgefertigte Meinung zu übernehmen.

Mein Vater kannte vor langer Zeit einen Arzt, der nach zweijähriger Morphinabhängigkeit anhand von gefälschten Mediamentenlisten erwischt wurde. In diesen zwei Jahren bemerkte niemand, dass der Arzt süchtig war, denn er erledigte seine Arbeit sehr gut. Nachdem er erwischt wurde, entzog man ihm die Zulassung und kündigte ihm. Doch die Sucht blieb ihm erhalten und so sah mein Vater diesen Arzt seitdem immer wieder am Bahnhof, heruntergekommen, mit anderen Junkys stehen. Eine tragische Geschichte, in der ein ganzes Leben zerstört wird. Wäre er Alk. gewesen, hätte er weiter praktizieren können, wenngleich er sich hätte Hilfe suchen müssen. Da Morphin aber ein verschreibungspflichtiges und in seinem Fall illegales Medikament war, wurde dem Mann alles genommen. Und anstatt dass man ihm direkt hätte helfen können, wird er nun in eine Schublade gesteckt, kriminalisiert und sozial herabgestuft. Die Fehler, die er in der Vergangenheit gemacht hat, muss er akzeptieren. Was ich nicht akzeptiere ist, dieser Mann war offensichtlich krank, morphinabhängig. Warum wird ihm zusätzlich alles genommen, obwohl er sich selbst schon ruiniert hat? Dass es Hilfsstellen gibt, ist mir natürlich bekannt und auch gut so. Es geht mir hier aber darum, die soziale/gesellschaftliche Sichtweise der Menschen auf Dro. zu verändern. Außerdem kann ich es absolut nicht verstehen, warum Alk. und Tbk legal sind und andere Dro. illegal. Ich bestrafe dadurch Konsumenten, die mit ihrer Sucht ohnehin schon bestraft sind, gleichzeitig wird eine schlimme, legale Dro., nämlich Alk., angehimmelt, beworben und kollektiv konsumiert. Wer hat also das Recht zu entscheiden, was konsumiert werden darf und was nicht?

Und diese Frage ist wohl nicht leicht zu beantworten!

Zitat:
Hier bei uns in der Stadt gibt es öffentliche Plätze wo man lieber nicht alleine herlaufen sollte.....
Und das Gesundheitsystem wird auch enorm dadurch belastet....


Da kann ich dich verstehen. Natürlich bekommt man Angst, wenn man als braver Bürger plötzlich mit Menschen konfrontiert wird, die auf dem besten Weg sind, ihr Leben zu versauen.
Nun, unser Gesundheitssystem wird hauptsächlich durch Raucher und Alk. belastet. Ein Teil der Kosten wird durch die Besteuerung von Tbk und Alk. gedeckt. Im Gegensatz zu diesen gesellschaftsfähigen Dro. machen die illegalen Stoffe nur ein Bruchteil der Gesamtkosten aus, obwohl die Medien natürlich jeden Dro., der durch Dro., Dro. etc. gestorben ist, überproportional verkaufen. Damit unser Gesundheitssystem nicht weiter belastet wird, müssen also Tbk -und Alk. drastisch sinken, es muss noch mehr Aufklärung geben und natürlich muss die Politik endlich richtige Entscheidungen treffen.

Ich bin gegen Dro. und möchte Diese in meinem Text auch nicht verherrlichen. Mein Hauptanliegen ist einfach nur, dass man die Sichtweise auf Dro. ändern sollte. Natürlich gibt es auch genug Idioten, die gleichzeitig Dro. nehmen und denen nicht zu helfen ist. Doch wenn man Alle über einen Kamm schert, bleibt man blind und argumentiert mit Vorurteilen.

Puhh. Viel geschrieben. Gruß

23.05.2010 13:24 • #30


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A


Man scheint für Alk. Dro. mehr Verständnis

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MentaleDispersion

MentaleDispersion
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@ Chaosfee

Ist doch kein Problem

Ich möchte euch eine Erfahrung schildern, die ich im Zusammenhang mit Dro. und meiner Panickstörung gemacht habe. Ich fuhr damals in meine Heimatstadt, um mich mit einem ehemaligen Kollegen zu verabreden. Ich wusste von Anfang an, dass ich dort was konsumieren würde (Ich Idiot). Also nach ein paar B. war die Stimmung gelockert und dann wurde Speed auf den Tisch gepackt. Ich hatte vor meiner Angsterkrankung keine Probleme damit gehabt, zumindest konnte ich mich weggschießen ohne in Panick zu verfallen. Wir haben dann die ganze Nacht getrunken, gezogen und der Kollege hat dabei auch noch gek. . Alles war in Ordnung, ich war gut drauf und bin morgens gegen elf Uhr ziemlich vertrahlt nach Hause gefahren. Schon der Weg war sehr unangenehm, aber eine richtige Panickattacke trat nicht auf. Zu Hause legte ich mich dann ins Bett und döste sehr unruhig vor mich hin. Aber so ab 16 Uhr ging es dann los. Mein Puls fing an langsam und stetig zu steigen. Irgendwann wurde ich sehr unruhig und trank 2l Wasser und eine Flasche Apfelschorle. Ich legte mich in eine günstige Position (also Beine erhöht auf einer Ablage), aber es half alles nichts. Mein Herz hemmerte gegen meine Brust wie ein Vorschlaghammer und ich wurde panisch. Ich bildete mir ein, dass ich vielleicht eine Herzmuskelentzündung habe und ich dachte wirklich, jetzt wird gleich was schlimmes passieren. So unangenehm es mir auch war, ich bat meinen Mitbewohner, den Krankenwagen zu rufen . Als ich in dem Wagen lag, dachte ich wirklich, ich werde sterben. EKG und Zucker waren in Ordnung, nur mein Puls glich dem eines Hochleistungssportlers, so einer der Sanitäter. Ich fühlte mich schrecklich. Im Krankenhaus wurde mir natürlich Blut abgenommen und genau in der Situation sank mein Puls dann wieder, allerdings stieg er wieder an, als ich im Zimmer angekommen war. Sie gaben mir dann Diazepam und dann verschwand die Panick. Letzendlich war mit mir alles in Ordnung, alle Werte okay. Ich hielt es auch nur bis zum nächsten morgen aus und ging dann nach Hause. Diese Erfahrung hat bei mir deutliche Spuren hinterlassen, die ich nicht vergessen werde.

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Auch mit anderen Dro.?

23.05.2010 20:25 • #46


Zum Beitrag im Thema ↓


MentaleDispersion
Hallo Florian,

also zunächst mal passt dein Thema nicht wirklich in dieses Forum, denn es geht um Agoraphobie.

Suchtkranke zur Therapie zwingen? Dann könnte man auch irgendwann Menschen zwingen, ihren Glauben zu wechseln, oder in den Krieg zu ziehen.

Man kann Menschen mit psychischen Problemen nicht dazu zwingen, eine Therapie zu machen, außer diese Person stellt eine Gafahr für sich oder andere dar. Das ist laut Gesetz so geregelt, nichts anderes.

Viele Grüße

#2


F
Hallo!

Vielleicht habe ich vergessen was ich damit meine.Ich meine damit das Menschen mit psychischen Probleme diskriminiert werden was man bei Suchtkranken nicht macht.Und was Du da schreibst ist blödsinn,sicherlich sollte man Suchtkranke dazu zwingen eine Therapie zu machen,weil die sich durch Beschaffungskriminalität sich das Geld für ihre Sucht beschaffen.Und ausserdem kenne ich Menschen die keine Gefahr für sich oder andere waren und sind trotzdem in die Klappse eingewiesen worden.

#3


MentaleDispersion
Nicht jeder Suchtkranke wird kriminell! Deahalb kannst du nicht sagen, weil jemand Suchtkrank ist, dass er dann eingewiesen werden muss. Es gibt hier in Deutschland so etwas wie das Grundgesetz und Freiheit. Solange jemand nicht sich selbst oder einen anderen Menschen gefährdet, kann er vom Gesetz her nicht eingewiesen werden. Du solltest es mal nachlesen, dann bist du schlauer. Was du hier forderst, hätte zur Folge, dass der Staat eine gefährliche Macht über die Menschen erlangt. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, ich würde eher empfehlen, bessere Aufklärungsprogramme zu starten und die Politik deutlich zu verändern.

Vielleicht wurde die Person, die du beschreibst, von ihren Eltern eingewiesen, weil sie noch minderjährig war?!! Eine erwachsene Person kann nicht einfach so aus heiterem Himmel eingewiesen werden, genauso wenig "darf" kein Mensch ohne Grund verhaftet werden. Punkt, Ende, Aus.

#4


Christina
Suchtkranke sind doch genauso psychisch krank wie "wir" - nur mit anderen Symptomen. Und diskriminiert werden sie reichlich, sogar von dir, wenn du meinst, auch nur ein einziger Suchtkranker hätte sich seine Krankheit ausgesucht...

#5


C
Zitat von FlorianD:
Dabei bin ich der Meinung das Menschen mit psychischen Problemen nichts dafür können im gegensatz zu Suchtkranken.


Sehe ich etwas anders. Warum kann jeder Alk. was für seine Alk.? Er bräuchte ja nicht anfangen mit trinken? Neee, das ist zu einfach. Genau genommen fängt er ja an, weil er eben psychische Defizite hat.

Anderes Beispiel. Jemand raucht 30 Jahre, bekommt Krebs, wird aber geheilt. Wegen der ganzen Sache entwickelt er aber eine Depression oder Angststörung. Ist er auch selbst schuld, weil der Ursprung war ja das Rauchen?

Die Sache mit der Schuldfrage, also da muss man schon genauer nachdenken.

#6


Christina
Zur Diagnose: Die von der WHO anerkannten Krankheiten werden in der ICD-10 zusammengefasst. Im fünften Kapitel sind die psychischen Störungen, darunter von F10-F19 die Suchterkrankungen:

Zitat:
Kapitel V
Psychische und Verhaltensstörungen
(F00-F99)
Dieses Kapitel gliedert sich in folgende Gruppen:
F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

#7


F
Zitat von crazy030:
Zitat von FlorianD:
Dabei bin ich der Meinung das Menschen mit psychischen Problemen nichts dafür können im gegensatz zu Suchtkranken.


Sehe ich etwas anders. Warum kann jeder Alk. was für seine Alk.? Er bräuchte ja nicht anfangen mit trinken? Neee, das ist zu einfach. Genau genommen fängt er ja an, weil er eben psychische Defizite hat.

Anderes Beispiel. Jemand raucht 30 Jahre, bekommt Krebs, wird aber geheilt. Wegen der ganzen Sache entwickelt er aber eine Depression oder Angststörung. Ist er auch selbst schuld, weil der Ursprung war ja das Rauchen?

Die Sache mit der Schuldfrage, also da muss man schon genauer nachdenken.

Da hat das andere wohl mit dem anderen nichts zu tun.
Ich bin hier wohl fehl am Platz in diesem Forum.Vielleicht sollte ich das mal in einen rechten Forum schreiben,die würden mich verstehen.

#8


MentaleDispersion
Du solltest dir estmal Gedanken machen und dann schreiben.

#9


C
Zitat von FlorianD:
Zitat von crazy030:
Zitat von FlorianD:
Dabei bin ich der Meinung das Menschen mit psychischen Problemen nichts dafür können im gegensatz zu Suchtkranken.


Sehe ich etwas anders. Warum kann jeder Alk. was für seine Alk.? Er bräuchte ja nicht anfangen mit trinken? Neee, das ist zu einfach. Genau genommen fängt er ja an, weil er eben psychische Defizite hat.

Anderes Beispiel. Jemand raucht 30 Jahre, bekommt Krebs, wird aber geheilt. Wegen der ganzen Sache entwickelt er aber eine Depression oder Angststörung. Ist er auch selbst schuld, weil der Ursprung war ja das Rauchen?

Die Sache mit der Schuldfrage, also da muss man schon genauer nachdenken.

Da hat das andere wohl mit dem anderen nichts zu tun.
Ich bin hier wohl fehl am Platz in diesem Forum.Vielleicht sollte ich das mal in einen rechten Forum schreiben,die würden mich verstehen.


Was soll man denn verstehen? Das man für Alk. und Dro. kein Verständnis haben sollte, aber für psychisch Kranke?

#10


W
Ich denke schon, daß Florian in gewisser Weise recht hat.
Nur die Aufrechnung gegen Suchtkranke halte ich für bedenklich.

Recht hat er deshalb, weil sich kaum jemand in der Gesellschaft darum schert zu hinterfragen, warum es immer mehr psychisch Kranke gibt. "Gelöst" wird dieses Problem weitgehend mit Symptombehandlung und nicht mit Ursachenbekämpfung.
Um sich mit der Frage der Ursachenbekämpfung ernsthaft auseinanderzusetzen bräuchte es ein Umdenken, das aber für die meisten sehr unbequem ist. In der Gesellschaft geht es immer mehr nur ums totale Funktionieren und teilweise gehen ja sogar diverse Psychotherapie-Angebote genau in diese Richtung (das würde ich mal als marktorientierte Psychotherapie bezeichnen - die Gesellschaft will funktionierende Leute, deshalb verkaufen wir Psychotherapien, die suggerieren, daß die Leute in der Sekunde wieder funktionstüchtig sind).
Weitreichende gesellschaftliche Probleme, die man schon auf 1000 km Entfernung als Laie erkennen kann, bleiben leider völlig unberührt. Und damit meine ich jetzt z.B., daß es Leute trotz aller PTs nicht glücklich machen kann, wenn sie z.B. von der Hand im Mund leben oder sich ständig fragen müssen, was morgen eigentlich sein wird, wenn sie nicht funktionieren.

Recht hat aber auch Christina, wenn sie meint, daß auch Dro. psychisch krank sind. Das sind Leute, die eben keine andere Lösung für ihre psychische Not gesehen haben als Dro..
Insofern hat es für sie schon vor dem Dro. niemand gegeben, der auf ihre psychischen Probleme eingegangen ist, um überhaupt erst das Dro. zu verhindern.

#11


D
Zitat von winston:
Ich denke schon, daß Florian in gewisser Weise recht hat.
Nur die Aufrechnung gegen Suchtkranke halte ich für bedenklich.

Recht hat er deshalb, weil sich kaum jemand in der Gesellschaft darum schert zu hinterfragen, warum es immer mehr psychisch Kranke gibt. "Gelöst" wird dieses Problem weitgehend mit Symptombehandlung und nicht mit Ursachenbekämpfung.
Um sich mit der Frage der Ursachenbekämpfung ernsthaft auseinanderzusetzen bräuchte es ein Umdenken, das aber für die meisten sehr unbequem ist. In der Gesellschaft geht es immer mehr nur ums totale Funktionieren und teilweise gehen ja sogar diverse Psychotherapie-Angebote genau in diese Richtung (das würde ich mal als marktorientierte Psychotherapie bezeichnen - die Gesellschaft will funktionierende Leute, deshalb verkaufen wir Psychotherapien, die suggerieren, daß die Leute in der Sekunde wieder funktionstüchtig sind).
Weitreichende gesellschaftliche Probleme, die man schon auf 1000 km Entfernung als Laie erkennen kann, bleiben leider völlig unberührt. Und damit meine ich jetzt z.B., daß es Leute trotz aller PTs nicht glücklich machen kann, wenn sie z.B. von der Hand im Mund leben oder sich ständig fragen müssen, was morgen eigentlich sein wird, wenn sie nicht funktionieren.

Recht hat aber auch Christina, wenn sie meint, daß auch Dro. psychisch krank sind. Das sind Leute, die eben keine andere Lösung für ihre psychische Not gesehen haben als Dro..
Insofern hat es für sie schon vor dem Dro. niemand gegeben, der auf ihre psychischen Probleme eingegangen ist, um überhaupt erst das Dro. zu verhindern.


#2

Ich kann die Darstellung von Winston nur rautieren. Egal welche psychischen Probleme ein Suchtkranker hat, er versucht sich mit den Dro., legalen, ebenso wie illegalen zu betäuben um die Wahrheit auszublenden. Dies ist seine Art der "Therapie" um alles zu überstehen.

Was meinst Du wohl, wie viele Depressive und auch Angstpatienten schon in die Alk. bzw. Dro. abgerutscht sind, weil sie glaubten, dies sei der einzige Ausweg - ihr Ausweg. Ich gebe aber zu, dass auch ich viele Vorurteile gegen Leute habe, die sich in Dro. flüchten. Im Endeffekt haben sie das Kämpfen aufgegeben und sind schwach geworden.

#12


T
Hallo alle zusammen!!

Was ist Krankheit?

Selbst merken wir als letzter das wir Krank sind, für uns oder den jennigen ist es ja normal.
Man merkt vieleicht durch vergleiche anders zusein, man merkt aber nicht sofort krank zu sein.

Und warum beginnen leute zu trinken?
Weil sie Angs, Probleme Verluste haben, dass gleiche wie manche hier nur verarbeiten wir das ganze anders.

Warum nehmen leute Dro.?,

Klar manche wegen der Neugier, aber man bleibt hängen weil man die Welt in Dro. schöner findet, sich geborgen fühlt und geschützt.

Alles beginnt mit Angst, Verlust und Problemen!!


nur jeder verarbeitet es auf seiner art. Wir versuchen es ja auch hier!!


lg

#13


C
Wie ich schon schrieb, Dro. nimmt man, weil man psychische Defizite hat.

#14


T
ja und was alles diskriminieren Leute, weil sie nicht denken.

Oder wei sie angst davor haben weil sie es nicht kennnen....

manche leute sind so dumm das sie Diskriminiert gehören damit sie sehen wie es sich anfühlt.!!!

#15


MentaleDispersion
Wir sind halt Menschen mit einem Belohnungssystem. Dro. gaukeln uns eine Belohnung vor wie beim Essen, Schlafen oder Sex. Wer von uns will nicht einfach glücklich sein.

#16


T
als belohung??

so habe ich das noch nie gesehen, aber nach langen überlegen hat es was.

Aber Dro. als Belohung...wozu?

Sex als Belohung? Das ein Bedürfniss nach Körpernähe nach Leidenschaft ich sehe die Belohnung mehr darin das nach dem Sex man fühlt sich meist gut und gelassen.

Essena als Belohung? Ich bin Frustmampfer vielleicht für mich nicht zu verstehen.
Aber ich glaube man isst, weil man hunger hat und genießen möchte.

Trinken als Belohung sehe es eher als Flucht der Realität , angst sich ihr zu stelllen.

#17

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C
Alk. und chemische Dro. haben nichts mit Belohnung zu tun. Es wird lediglich der Zustand künstlich verändert, aber für begrenzte Zeit. Die Grenze zur Sucht ist nahe, wenn man den Zustand toll findet und auch noch arge Probleme hat und das kann alles sein, Überlastung, Arbeitsstress, Sorgen, Minderwertigkeitskomplexe, Schüchternheit.

Ich nehme seit gut 6 Jahren absolut nichts mehr, aber trotzdem sage ich für mich, ja, irgendwo war der Zustand unter Dro., Dro. oder Dro. schon toll, wenn man in Clubs unterwegs war. Machen würde ich es aber heute nicht mehr. Ich kann aber nachvollziehen, dass das Gefühl viele Leute anspricht. Es ist eine Art Flucht vor der Realität. Ähnlich ist es beim Alk., nur eben völlig legal.

Einzig Zig. (oder Tbk überhaupt) bedienen das Belohnungszentrum im Hirn, was dann zur Sucht führt. Es wird auch behauptet, Nikotin wirkt beim Raucher in gewissem Maße antidepressiv. Es soll Raucher geben, die wurden nach dem Aufhören depressiv. Trotzdem finde ich Aufhören sinnvoll.

#18


MentaleDispersion
Zitat:
Alk. und chemische Dro. haben nichts mit Belohnung zu tun


Natürlich haben Alk. und andere Dro. etwas mit Belohnung zu tun. Sie gaukeln unserem Gehirn einen Zustand vor, in welchem wir uns besser/wohl fühlen. Bei vielen Dro. wie z.B. Dro. und Amphetaminen wird direkt das Belohnungssystem in unserem Gehirn stimuliert. Das ist doch erst der Grund, warum wir Dro. nehmen (nicht ausprobieren), ausgenommen psychoaktive Substanzen wie Dro.. Diese Flucht vor der Realität zeigt deutlich, dass uns Dro. in dem Moment ein besseres Gefühl geben, weil wir den Normalzustand nicht mehr ertragen. Wir belohnen uns also mit künstlichen Hilfsmitteln, weil uns die Belohnung in der Realität nicht mehr genügt. U know?

#19


C
Du hast recht, hab mich gerade mal belesen.

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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