Welcome to my world ^^
Die Problematik kenn ich (mehr oder weniger ähnlich). Irgendwann merkt man, wann die Probleme psychosomatisch sind und wann sie organisch sind. Momentan gehts mir etwas besser damit, was hoffentlich noch anhält.
Ich glaube, man darf der ganze Sache einfach nicht so eine große Bedeutung beimessen. Nur das durchbricht den Teufelskreislauf. Bevor man locker draußen rumlaufen kann, muss man das erstmal im Kopf schaffen. Solange auch, wenn man rausgehen soll, der erste Gedanke Richtung Bauch geht bzw dort bleibt und der Hauptgedanke ist, hat man schon verloren.
Mir hilft es, mich hauptsächlich auf anderes zu konzentrieren, weg von allem was Angst auslöst, hin zu etwas das meine Gedanken möglichst gut beschäftigt. Und das ist nahezu unmöglich bei mir. Aber richtige Musik hilft schon viel. Sich auf die Atmung mal zu konzentrieren auch. Auch einfach mal bewusst etwas positives denken (auch wenn man sich nicht so fühlt) wie zb äh das die Blätter an dem Baum sehr schön grün sind und dann versuchen die Blätter genau zu betrachten.
Das ist natürlich eine Geduldsspiel, denn die Gedanken die man nicht will, kommen permanent wieder. Das heißt man fängt andauernt neu damit an, sich auf was zu konzentrieren, an was andere zu denken und dazwischen kommen die negativen Gedanken immer wieder. Aber dann muss man sie wieder versuchen weg zu schieben.
Auch mit mir selbst oder dem Bauch zu reden hilft ^^ ihm einfach zu sagen, er soll die klappe halten und ihn dann versuchen zu ignorieren. Oder ihm auch mal erklären, dass er das nicht tun muss und das nicht seine Aufgabe ist. Probier durch was dir hilft, was dir so einfällt. Jedem hilft da ja etwas anderes.
Du kannst auch mal hier ins Reizdarmforum schaun, dort sind einige mit ähnlichen Problemen

Ps: Zu dem alleine üben... Ja und nein. Wenn es dir einfacher fällt mit anderen unterwegs zu sein, dann würde ich damit anfangen. Damit kannst du vllt eine gute Basis schaffen.
Und sonst würde ich es auch nur in dem Maße üben, wie ich mich fähig dazu fühle. Es hat kein Sinn, sich durch eine Situation durchzuquälen und hinterher mit einer negativen Erfahrung rauszukommen. Wir müssen positive Erfahrungen machen. Unser Hirn muss lernen, rausgehen ist was schönes! Versuche darum, jedesmal rausgehen mit was gutem zu verbinden soweit möglich. Und wenn es nur ist, dass du einfach stolz bist, dich 3 Meter draußen bewegt zu haben. Sei stolz drauf, genieß die frische Luft und schließe mit dem positiven Gedanken (bewusstes Denken siehe oben^^) das rausgehen ab.