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Guten Tag. Hatte eine schwere Kindheit, wurde gemobbt und war krank. Seitdem habe ich schwere Depressionen und Sozialphobi. Hatte auch schon einige Schicksalsschläge.deswegen wurden meine Depressionen immer noch schlimmer trotz Medikamenten und Therapie. Ziehe mich komplett zurück, Da ich noch dazu eine Sozialphobi habe. Alltag zu bewältigen fält mir sehr schwer. Habe oft depressive Phasen. Mein Schlaf ist nicht erholsam. Ohne Schlaftabletten kann ich überhaupt nicht einschlafen. Habe reale Alpträume von meinen Ängsten und Sorgen. Bin quasi gefühlskalt, einfach so kontakte zu knüpfen ist für mich unmöglich, bekomme Panikattacken, bei Gesprächstherapien auch. Habe generell grosse Angst vor Ärzten. Falle den wenig wichtigen Menschen die ich hab nur zur Last, da ich mich nur denen anvertrauen kann und keinem Psychologen wirklich, egal wie sehr ich mich bemühe mich zu überwinden. Lg

06.03.2021 18:19 • 15.03.2021 x 2 #1


45 Antworten ↓


Felix18242362
Zitat von Night1:
Guten Tag. Hatte eine schwere Kindheit, wurde gemobbt und war krank. Seitdem habe ich schwere Depressionen und Sozialphobi. Hatte auch schon einige Schicksalsschläge.deswegen wurden meine Depressionen immer noch schlimmer trotz Medikamenten und Therapie. Ziehe mich komplett zurück, Da ich noch dazu eine Sozialphobi habe. Alltag ...



Hallihallo,

Das tut mir sehr leid zu lesen, dass es Dir zur Zeit so schlecht geht .
Leider sind viele hier im Forum den es auch nicht gut geht Wie mir leider auch.
Aber immer weiterkämpfen den wir besiegen die Krankheit.
Was nimmst Du den für Schlaftabletten. ?
Hast Du auch Körperliche Symptome. ?

Liebe Grüsse

06.03.2021 18:30 • x 1 #2



Kontakte knüpfen ist ohne Panikattacken unmöglich

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Tut mir leid das es dir auch nicht gut geht. Häufig Kopf-, Rücken und Bauchschmerzen, ständig Erschöpftheit. Trittico und Mirtel. Je was grad besser wirkt.

06.03.2021 18:36 • x 1 #3


cube_melon
Zitat von Night1:
da ich mich nur denen anvertrauen kann und keinem Psychologen wirklich, egal wie sehr ich mich bemühe mich zu überwinden.

Hallo und Willkommen im Forum.

Warum empfindest Du das so mit Psychologen?

06.03.2021 18:44 • x 1 #4


Hallo. Verschließe mich komplett, mir ist es unangenehm über meine Krankheit und Probleme zu reden außer ich vertraue jemanden zu 100 Prozent, aber das dauert bei mir lange bis es soweit ist. Kann vor einer Therapie tagelang vorher trotz Schlaftabletten nicht schlafen, weil ich so grosse Angst habe.

06.03.2021 18:48 • x 1 #5


cube_melon
Zitat von Night1:
Kann vor einer Therapie tagelang vorher trotz Schlaftabletten nicht schlafen, weil ich so grosse Angst habe.

verstehe.

ich nehme das das eine teilstationäre oder stationäre Therapie dann gerade auch nicht in Frage kommt?

06.03.2021 18:51 • #6


Das wäre noch schlimmer für mich. Habe früher öfters jemanden in ner Klinik besucht. Und da waren leider sehr schwere Fälle dabei, die quasi in ihrer eigenen Welt leben, sich selbst verletzten etc. Das war richtig schockerlebnis.

06.03.2021 18:56 • #7


cube_melon
Zitat:
Und da waren leider sehr schwere Fälle dabei, die quasi in ihrer eigenen Welt leben, sich selbst verletzten etc. Das war richtig schockerlebnis.

Das kann ich mit vorstellen.

Das man sich als Last gegenüber dem eigenen Freunden/Umfeld/Familie fühlen kann haben einige andere auch.

Es ist die Frage wie man dich so weit festigen kann das Du das später einmal schaffen kannst.
Ein gesunder Mensch kann die Welt in der Mensch mit Symptomen lebt nur sehr bedingt verstehen.
Hier im Forum gibt es sehr viele erfahrene und auch empatische User. Vllt. ist es dir möglich hier Rat und Hilfe zu finden und anzunehmen.

Hast Du eine Frage oder etwas woruber Du gerne schreiben willst?

06.03.2021 19:03 • x 1 #8


Danke für deinen aufbauenden Beitrag. Das Gefühl habe ich auch manchmal das andere Leute es nicht wirklich nachvollziehen können. Für mich ist es Zb schon eine überwindung einkaufen zu gehen, was im Haushalt etc zu schaffen. Ich muss innerlich ständig gegen meine Krankheit ankämpfen, damit sie nicht die überhand hat. Für mich ist es unmöglich arbeiten zu gehen. Manche Menschen verstehen das nicht das es mich im Gegensatz zu faulen Menschen belastet. Wenn ich was nicht schaffe. Was noch sehr deprimierend ist, ich fühl mich oft in Gesellschaft auch einsam. Gibt nur Gan wenige Ausnahmen, wo ich endlich mal etwas meine Krankheit zur Seite schieben kann, sonst ist sie ständiger Begleiter.

06.03.2021 20:09 • x 1 #9


cube_melon
Zitat von Night1:
Für mich ist es Zb schon eine überwindung einkaufen zu gehen, was im Haushalt etc zu schaffen. Ich muss innerlich ständig gegen meine Krankheit ankämpfen, damit sie nicht die überhand hat.

Da bist Du nicht alleine hier drin.
Gegen Symptome, Emotionen auszuhalten und bewusst dagegenuhalten kann so anstrenstrenged wie ein Vollzeitjob sein. Das ist ja auch der Grund warum Menschen auch teilweise oder eine volle Erwerbsminderung haben.

Es ist gut das Du diese Inseln, wo Du ohne Gedanken an deine Symptome bist, zur Verfügung hast.

Wenn man sich unter Menschen bewegt die gesund sind, kann man dazu neigen eine Maske der Normalität zu tragen. Auf der einen Seite fühlt man sich sicher, auf der anderen aber vllt. unfrei. Energie kostet dies jedoch immer - mehr oder weniger.

Das Du deinen Alltag so hinbekommst, ist eine Leistung und eine gute Sache.

06.03.2021 20:19 • x 1 #10


Hatte in der Schule kaum Freunde schon, weil ich anders war und wenn dann welche die mich ausgenutzt haben. Ich verstehe mich mit Männern besser als mit Frauen. Habe ziemlich Angst ua auch weil ich bedenken habe das ein Typ was auf sexueller Ebene will, aber ich in nur als Kumpel sehen kann. Vor ein paar Jahren habe ich mich überwinden jemanden in mein Herz zu lassen, da ich mir bei dem sicher war das er mich auch einfacher als Kumpel sieht. Bei dem hat sich aber vieles geändert und er hat kaum mehr Zeit für mich und mittlerweile belastet ihn meine Krankheit ziemlich. Ich fühl mich dann schlecht wenn ich ihn trotzdem belästige und ich einer sehr depressive Phase habe, in dem Moment bin ich nämlich nicht mehr ich selbst und will nur das der innerliche Schmerz nachlässt.

06.03.2021 20:39 • #11


cube_melon
Schulzeit prägt. Und wenn Du dann negative Erlebnisse und Erfahrungen hattest, kann das solche Auswirkungen haben.

Freunde/Kumpel zu finden ist das eine.
Eine neutrale Person ohne freundschaftliche Bindung etwas anderes.

Menschen leben ihr Leben, ebenso wie sie sich verändern, weiter entwickeln oder gar eine Familie gründen. Das sind alles verständliche und auch legitime Gegebeneiten. Auch wenn das den Verlust der Ressource "Kumpel" bedeutet.

Jeder Mensch geht mit Dingen anders um. Der eine kann mehr "vertragen" oder durch mehr emotionale Distanz mehr "abfedern". Andere können das weniger.
Dennoch sollte man vermeiden sich nur als Belastung zu sehen.

Eines der elementaren Dinge im Leben ist für mich das erschaffen von Optionen. Das erkennen von neuen Wegen und dem gehen dieser.
Weil eben das Leben non-linear ist und eben auch Optionen wegfallen können.
Dein Anmelden hier kann ein dir neue Optionen eröffnen.

06.03.2021 20:51 • x 2 #12


Vielen Dank. Werde mir deine Worte zu Herzen nehmen. Tiere tun mir sehr gut. Muss irgendwie schauen das ich mit der Vergangenheit abschließen kann.

06.03.2021 20:55 • x 1 #13


cube_melon
Tiere sind für viele mehr als eine Ressource. Vielmehr ein Freund der ohne wenn und aber einen begleitet.

Versuche deine Hoffnung, Motivation zu bewahren und deinen Weg zu finden.

06.03.2021 21:01 • x 1 #14


Hallo. Wie macht ihr es bei einer schweren Depression damit ihr euch nicht zu viel reinsteigerst. Muss sehr iel dabei weinen und fühl mich völlig kraftlos. Habt ihr Tipps wie ihr euch davon relativ schnell erholt?

07.03.2021 16:19 • #15


cube_melon
Mir persönlich hilft meine Notlaufstruktur und eine bewusste, aufgeschriebene Tagesstruktur.
Gedankenhygiene, wozu auch positives Denken gehört.
Bewusstes Handeln
Eine der eigenen Kraft angepasste Aufgaben. Anfordernd genug damit man seinen Stand beibehalten kann und so niederschwellig das man Überforderung vermeidet.
Achtsamkeitsübungen
Imaginationsübungen

07.03.2021 16:31 • x 2 #16


Liebe Night1,
all die Leiden, die du erlebst, sind auch Ergebnisse von Schutz. Schutz ist gut und richtig, doch viel zu viel Schutz führt leider in diese Isolation. Du entscheidest, wem du von deinem Leiden erzählst und wem nicht, es geht niemanden etwas an, wenn du nicht willst. Ich bin sicher, dass du eigentlich ein fröhlicher Mensch bist und gerne lebst. Aber all die Gedanken, Rückzüge und das Misstrauen (verletzt zu werden) führen natürlich in die Gegenrichtung. Nicht alle Menschen sind eine Gefahr. Ich würde sogar sagen, dass die meisten Menschen guten Herzens sind. Denn das ist unsere wahre Natur. Was auch immer du in der Vergangenheit erlebt hast, kann man nicht ungeschehen machen. Aber es ist kein Gesetz, dass du weiter darunter leiden musst und es dein ganzes Leben bestimmt. Ganz im Gegenteil: gerade verletzte Seelen haben viel mehr Tiefe, Verständnis für seelische Vorgänge und innere Kraft, wodurch gerade sie ein reiches Leben verwirklichen können. Für jede/n ist es ein anderer Weg, es gibt keine Fahrscheine ins Glück, die man am Automaten ziehen kann. Ich empfehle dir zwei Dinge, einen Gedanken und ein Buch. Der Gedanke lautet: Die Menschen, die dir begegnen, haben auch Ängste und Zweifel, auch sie haben Probleme und wissen manchmal nicht mehr, was richtig ist und wie es weiter gehen soll. Denk mal darüber nach. Wie sitzen alle im selben Boot. Das Buch, das ich dir zum Lesen empfehle, heißt "Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen - Bericht einer Heilung" von Hannah Green.
Liebe Grüße

07.03.2021 16:55 • x 2 #17

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Danke ihr beiden für eure hilfreichen beiträgen. Verschließe mich leider komplett Menschen gegenüber. Am liebsten würde ich allen aus dem Weg gehen. Sogar bei verwandeten kostet es mich jedesmal überwindung mich in Gespräche ein zu bringen.

07.03.2021 18:54 • #18


cube_melon
Zitat von Night1:
Verschließe mich leider komplett Menschen gegenüber. Am liebsten würde ich allen aus dem Weg gehen.

Wenn Du solche Blockanden gegenüber anderen hast, ist es verständlich das dies emotional schwer ist auf andere zuzugehen. Das habe ich auch so verstanden.

Das was ich zuletzt geschrieben habe, sind alles Dinge die Du für dich machen kannst.

Mit Achtsamkeit gesagt - ein sinnvoller Weg ist an sich zu arbeiten. Schaffst Du das alleine ist das gut. Brauchst Du dabei Unterstützung von aussen, ist es eine sinnvolle Aufgabe sich so weit zu stabilisieren und auf sich einzugehen das man es irgendwie hinbekommt.

So viel zur Theorie. Mir ist durchaus bewusst das ich es im Vergleich zu dir leicht habe. Denn ich sitze hier in meinem Stuhl und deine (sinnvolle) Aufgabe ist das aushalten deiner Emotionen und das Handeln.

Keiner kann in deinen Schuhen laufen und somit nicht die schwere deines Leidens fühlen.
Dennoch weiß ein Betroffener, der da auch durchgegangen ist, wie sich so etwas anfühlen kann. Wie die Gedankenkreisel arbeiten, wie sich Depressionen und Schmerzen sich in so einer Situation anfühlen können.

Es würden dir vermutlich viele alle sagen, das der einzige Weg nach vorne führt. In angepasster Geschwindigkeit, so das man vermeidet dich zu überfordern. Und das man manchmal auch irgendwie es für sich schaffen sollte Hilfe von aussen zu holen.

07.03.2021 19:22 • x 2 #19


Will aufjedenfall an mir arbeiten, muss einen für mich passenden Weg finden....

07.03.2021 19:39 • x 1 #20



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