Ich bin in die erste von 3 Langzeitherapien zu je 6 Monaten gegangen mit dem festen Wunsch gesund zu werden und endlich die Ängste, die Herzneurose und die Panikattacken los zu werden.
Letztendlich wurden es 3 Therapien. Aber daran gedacht aufzugeben oder auch nur einen Gedanken daran verschwendet das die Angst irgendwann wieder kommen könnte hatte ich nie.
Dann hätte ich mir die Therapien auch schenken können.
Kann nur von mir sprechen. Das wäre so was von desillusionierend gewesen. Ich glaube da wäre ich dann gar nicht erst hin gegangen.
Wenn man so weit unten ist, hat man eh Angst vor allem. Auch vor einer so langen Therapie.
Wie wird es da, was machen die mit einem usw. usw. Wenn da noch einer gekommen wäre nach dem Motto bringt eh nix. Selbst wenn die Ängste weg sind die können immer wieder kommen usw.
Ich glaub da wäre das bisschen Mut ganz im Ar. gewesen dort hinzugehen.
Was ein Glück das ich mir vorher so gute positive Gedanken gemacht habe und hingegangen bin.
Mir geht es gut seit 26 Jahren. Trotz Problemen Todesfälle. Trennungen usw.
Nehme keine Psychopharmaka seit dieser Zeit mehr.
Ich bin zufrieden. Mal eine positive Nachricht und alles andere als desillusionierend

Können kann alles. Mir kann morgen auch ein Flugzeug auf den Kopf fallen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist nach einer Therapie um 90 % geringer

Und wenn doch, gibt es Kriseninterventionen in der Klinik in der man war. Das heißt man kann dort kurzfristig wieder hin wenn eine Krise besteht bis man wieder gefestigt ist.
Außerdem hat man nach der stationären Therapie anschließend noch die ambulante Betreuung.
Für intensivere Betreuung und für die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt gibt es außerdem therapeutische Wohngeneinschaften in denen mindestens 2 Therapeuten den ganzen Tag da sind als Ansprechpartner.
Einmal die Woche ist auch da Gruppensitzung
Ansonsten hat dort jeder sein eigenes Zimmer was er sich so einrichten kann wie er möchte. Dauer bis zu 4 Jahren. Betonung auf( bis zu. )
Ist man gefestigt genug und zieht von dort in eine eigene Wohnung kann man bei Problemen trotzdem in die WG zurück um sich jederzeit Rat zu holen.
Also es ist nicht unmöglich angstfrei zu werden. Angebote gibt es genug.
War selber in 2 Nachsorge WGs. Nach den Therapien.