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Hallo zusammen.

Ich weiss nicht mehr weiter. Ewig diese Panikattacken, die darauffolgende Müdigkeit, in der nacht nicht schlafen können, die desorientierung, die zwänge die unsicherheit das verwirrtsein, ich weiss nicht wie ich das noch aushalten soll. Jetzt kommt langsam uch meine depression wieder hervor die ich doch endlich mal einigermassen gut im griff hatte nach der Klinik. War das schon alles?
Wieso gibt es menschen wie uns hier die so viel leiden müssen??

Hat jemand von euch die erfahrung gemacht das die Ängste etc nach kurzer zeit wieder wegwaren? oder bleiben die alle so lange?

Seit juni 04 war ich bereits 15 mal in stat. behandlung und 16 mal im kriseninterventionszentrum (stat. zum krisen auffangen max. aufenthaltsdauer 4 nächte)

ich habe keinen bock mehr auf die sch. Seit wochen keine sui gedanken und schon sind sie wieder im anmarsch.

sorry wenn ich mich hier ausheule, weiss grad ned wohin sonst damit. wenn es verboten ist, ruhig löschen.

CaNera

30.05.2009 08:41 • 02.06.2009 #1


6 Antworten ↓


Guten Morgen liebe CaNera..
eine entschuldigung ist sicher nicht nötig
das Forum ist doch dafür da,
das wir uns mitteilen können..
schön, das DU es tust**

bei mir geht es jetzt circa eineinhalb Jahre..
doch das die Ängste so stark sind,
täglich present..das ist noch nicht so lang...
es macht mich auch ziemlich fertig*

Du hast ja schon einige Klinikaufenthalte hinter dir...
Wie läuft das so ab in einer Klinik..?
wenn ich fragen darf..
ich stelle mir vor, das man da ein stückweit " lernt "mit der Angst..
der Panik umzugehen...ist das so?
nimmst Du Medikamente ?

würde mich freuen von Dir zu lesen...
und wünsche Dir..
einen Tag mit " innerer Gelassenheit "...
und das Gefühl von Lebensfreude**

alles Liebe Anne

30.05.2009 09:13 • #2



Kann nicht mehr. Es soll aufhören!

x 3


So leid es mir tut, eine komplette Heilung von den Angstzuständen wird es wohl selten geben, denn je länger die Krankheit dauert, umso mehr hat das Gehirn nunmal abgespeichert.

Du musst lernen, mit dieser Krankheit zu leben und sie zu akzeptieren...zb. als Warnsignal für Stress, für Situationen, die Dir nicht angenehm sind, für belastende Beziehungen oder Arbeitsfelder.

Dein Körper will Dir ja was sagen, wenn es Dir nicht gut geht....und wenn man die harmlosen Signale übersieht, dann greift der Körper zu effezienteren Waffen, um die Notbremse zu ziehen.

Das gemeine daran ist, dass der Körper leider häufig verzögert oder voreilig reagiert....und man dann die Panikattacke ohne vermeintlichen Auslöser erleben muss....das verwirrt und strengt unheimlich an.

Ich habe es seit meiner Kindheit....aber die Diagnose wurde erst 1994 gestellt....
jahrelang habe ich die Krankheit nicht angenommen als das, was sie ist (siehe oben)...mittlerweile kann ich damit umgehen und weiß, was mir guttut und was nicht...

Und dementsprechend habe ich mein Leben eingerichtet....und Du wirst Dich wundern....meine Panikattacken sind weniger geworden, dafür habe ich jetzt andere Symptome, die mir das Leben auch nicht grade leichter machen, so dass ich mir manchmal die "normalen" Panikattacken zurückwünsche.
Mit Panikattacken konnte ich umgehen, da war ich im Training...

Ich nehme z.B. keinerlei Medikamente, ausser mal ne Aspirin oder was gegen den niedrigen Blutdruck.
Antidepressiva und des ganzen Psychokram lehne ich komplett ab.

Und trotzdem habe ich es durch Veränderung meiner eigenen Einstellung und einem anderen Beurteilen der Folgen einer Panikattacke geschafft, diese abzudämpfen.

Es MUSS in Dir ein Wandel stattfinden....nur DU selber kannst diese Krankheit bekämpfen.!!

30.05.2009 18:14 • #3


Hallo Lotus

Ich kann dir vorstellen das es dich fertig macht. Macht es mich ja auch.
In der Klinik habe ich nicht gelernt, wie mit der Angst umzugehen, da dies bisher kein Thema war. Bei meinem letzten Klinikaufenthalt hatte ich diese Ängste noch nicht. Erst seit ganz kurzem. Bin mir ja noch nicht mal sicher ob es wirklich panikattacken sind oder ob ich sonst nicht ganz normal bin. Muss mich erst noch ein wenig informieren, und meine Thera meint, dass es vielleicht auch nur wegen der Umstellung ist.

Ja ich nehme Medikamente. Doch ausgerichtet auf meine Depression un meine starken Stimmungsschwankungen. Neu habe ich etwas dass gegen das verwirrt sein (siehe "kleines Kind") und die desorientierungung, das dissozieren hilft. Leider aber nicht gegen die Angst


Liebe Zamira
Ich kann ja gar nicht genau sagen, wie lange die Ängste schon gespeichert sind bei mir. Es ist ja völlig neu für mich.

Das mit dem Wandel stimmt schon, ich kenne das ja auch vn den Depris her. Doch du wirst mir sicher beipflichten wenn ich sagen: "Leichter gesagt als getan!"
Das mit dem akzeptieren... muss ich mir nicht zuerst im klaren sein, was es eigentlich ist? Ich kann doch so etwas grosses, mir unbekanntes nicht völlig blind akzeptieren?
Das mit dem einrichten versuche ich auch. Doch aus der klinik kommen, sich von der depri einrichten, in der Tagesklinik sich neu einrichten und anklimatisieren und dann noch gleichzeitig die Angst kennen lernen, akzeptieren, damit leben und das leben danach einrichten.,.... Sorry, aber für mich ein bisschen viel auf einmal.

Darf ich fragen wieso du Psychopharmaka ablehnst? (nicht neg. gemeint, einfach intresse)

Es muss sich bei mir etwas verändern, ja das sage ich auch. Doch ich arbeite leide und gehe seit über 5 jahren dran zugrunde. Ist es nicht endlich genug?

CaNera

31.05.2009 17:04 • #4


Das die Ängste neu für Dich sind, war aus Deinem ersten Posting für mich leider nicht ersichtlich...sorry

Ich kann immer nur von mir persönlich reden, von mir und meinen Erfahrungen...und ich weiß heute, dass ich nicht so einen qualvollen Weg bis zu meinem heute relativ "ruhigen" Leben gehabt hätte, wenn ich mich einfach mal mit dem Ist-Zustand abgefunden hätte.

Abgefunden in dem Sinne, eben zu Akzeptieren.

Es reicht doch erstmal, zu akzeptieren, dass es einem nicht gut geht und man eben mal nicht 100% geben kann.

Glaub mir, ich frage mich auch ständig, womit ich diese Strafe verdient habe und was das Leben mir noch an Überraschungen bringen wird....und da denke ich leider nicht an positive Dinge.

Psychopharmaka...für mich ein sehr heikles Thema....ich gebe einfach mal grob eine Richtung an:

Ich vertraue nix und niemandem...warum soll ich dann auf ein Medikament vertrauen, dass von einem Menschen entwickelt wurde, der meine Probleme nicht ansatzweise kennt und das mir von einem Menschen verschrieben wird, der auch nicht kontrollieren kann, was in meinem Kopf vorgeht?

Ich habe keine Virus, keine Schnupfen oder einen Mückenstich...ich bin krank in meiner Seele.....und da kann es für mich nur eine Selbstheilung geben.

31.05.2009 18:54 • #5


Heja da kommt mir ja einiges bekannt vor. Vor allem der Wunsch die Panikattacken wieder zurückhaben zu wollen weil sie „besser“ kontrollierbar sind, den kenne ich gut. Ich hänge derzeit wieder mal in Angstzuständen drinnen die mir sehr bekannt sind, leider aber auch sehr unangenehm sind. Dann überkommt mich gerade wieder so eine dramatische Traurigkeit die eventuell in Weinkrämpfe ausartet. War aber alles schon mal da, ich weiß was mich erwartet und ich werde es einfach schön hinnehmen und warten bis es vorbei ist. Hab das schon mal eine ganze Woche durchgemacht. Bin nie richtig runter gekommen und hab es trotzdem geschafft. Werde es diesmal auch schaffen. Hingeben aber nicht aufgeben. Obwohl ich derzeit wieder voll auf das Drama einsteige - kann passieren. Manchmal gelingt es mir gut diese Zustände auszuhalten ohne mich reinzusteigern, diesmal bin ich wieder mal voll mit dabei. Das nächste Mal wird’s wieder besser sein. Aber ich kann damit leben und mich drauf einstellen. Ich schätze mal dass ich heute die ganze Nacht heulen werde und im Kreis laufen und verzweifeln werde. Aber das geht auch vorbei.
LG Happy

31.05.2009 20:44 • #6


Hallo CaNera...
danke für Deine Antwort*
..auch für mich, war nicht ersichtlich, aus Deinem ersten Posting...
das die Ängste " neu " sind für Dich*
Hatte gedacht, das sich Deine Klinikaufenthalte darauf beziehen**
Ist ein bescheidenes Gefühl, nicht zu wissen..
was jetzt " woher " kommt...
ist bei mir ähnlich..
erst Burnout - dann kam Depression dazu...und danach Angst/ Panik..
WAS jetzt wie genau..ob überhaubt..usw. ?
ach ja, Wechseljahre...Homonumstellung..Asthma..ist ja auch noch vorhanden..WAS kommt jetzt von WAS..?
Da steht man schon manchmal echt " Ratlos - Hilflos " da..
auch erlebe ich, das eine Diagnose manchmal " voreilig " getroffen wird...
dann ist man in einer " Schublade "...und " alles " wird dann von DA aus betrachtet...
Ich wünsche Dir viel Glück...
Mut...Lebensfreude und Gelassenheit**
ja, alles " leichter gesagt, wie getan "....
Theorie und Praxis halt..**

auch ein liebes Hallo..
an Dich Zamira
bei einigem was Du schreibst, kann ich voll zustimmen*
Die Hintergründe sind der Auslöser..immer*
da helfen auch keine Medikamente...
dazu hab auch ich eine etwas " andere Einstellung " ..
das war aber schon immer so...nicht erst jetzt
Medikamente jeglicher Art...
nur dann, wenn es nicht anders geht....
und DAS entscheide ICH**
Ecke dadurch schon sehr oft an bei den Ärzten...
aber nicht nur bei ihnen...
selbst im Bekanntenkreis, wenn ich mal Kopfschmerzen hatte...
SOFORT die Frage..willst Du ne Tablette..ich NEEEE**
naja, dann können die Kopfschmerzen ja nicht so doll sein...kam zur Antwort
war vor einigen Wochen in der Reha...
Psychosomatisch....hieß es unter anderem**
ok, hab ich gedacht, da kann ich sicher noch einiges lernen...
was war bei der ersten Panikatacke...
die Ärztin verbrachte ne geschlagene Stunde damit, mich immer wieder aufzufordern ein ( starkes ) Medikament zu nehmen..
ich hatte schon genug mit mir und meiner Panik zu tun...
mußte mich dann noch gegen SIE wehren...
oh mensch, irgendwann war dann meine Wut größer als die Angst...
und ich bin allein auf mein Zimmer...
hab es " durchlebt ".. war heftig*
Doch OHNE Medikament***
Das hätte mich nur " umgehauen "...
Wut gibt auch Kraft
...danach, wurde es besser...ich hatte ja ERLEBT das ich nicht daran sterbe...es DURCH-LEBEN kann...
so heftig hatte ich es dann in der gesamten Reha nicht mehr**
Doch an " Hilfe " diesbezüglich...hab ich da nichts wirklich bekommen...
ausser einige " Leidensgenossen "...
DIE waren Hilfe...durch den Austausch*

Jetzt ist es fast ein Roman geworden...
sage schnell tschüß...
bevor es noch ein Buch wird

einen zufriedenen Tag wünscht Euch...
und mir ...Anne

02.06.2009 12:06 • #7




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