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Jessyy

Jessyy
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Wer denkt das angst und panik heilbar ist?

05.11.2014 #1


47 Antworten ↓
HeikoEN

HeikoEN
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Ohne Kenntnis der Ursache, wird eine Heilung schwierig.

Leider verhindert das klassische deutsche schulmedizinische System genau das.

Allheilmittel kognitive Verhaltenstherapie lässt nunmal die wahren Ursachen im Trüben.

Was gepredigt wird ist, den Umgang mit der Angst zu erlernen. Schafft man das nicht, bleibt die x-te Schleife in der Tagesklinik oder ambulanter Therapie, ggf. Pillen als Lebensperspektive.

Nunja, wer es mag Smile

Als mündiger Patient sollte man begreifen, dass das eigene Problem in Form von Angst, Depressionen & Co. auch wirklich das EIGENE ist und nicht das des Arztes oder Therapeuts. Sprich: Verantwortung übernehmen.

Um ansatzweise in einen Heilungsprozess zu gelangen, muss man an die Ursache heran, denn Angstzustände, Panik, Depressionen sind ja zu etwas da. Sie sind nicht einfach so im Leben, geschweige denn genetisch bedingt (gen. Disposition ist etwas anderes) und durch Zufall angeflogen gekommen.

Bedeutet also?

Die Angst ist für etwas da. Nur was? Das gilt es herauszufinden.

Wie?

Biographiearbeit. Zusammenhänge verstehen. Kindheit aufarbeiten. Meiner Erfahrung nach gibt das bei 80-90% aller Betroffenen 1-n Einstiegspunkte. Ob der jeweilige Punkte der ist, der dazu führt, dass Angst im Leben ist, muss man mit Hilfe einer geeigneten Therapie herausfinden. Dazu gehört aber nicht die allseits bekannte kognitive Verhaltenstherapie, da diese ja nur lehrt, wie man mit Angst umzugehen hat, woher sie kommt, wie sie funktioniert. Wobei die letzten beiden Punkte gut 80% der Patienten schon nach 1 Std.? 1 Tag? 1 Monat? vergessen ist...traurig aber wahr.

Fazit?

Man muss sich klarmachen, dass die Angst für etwas da ist. Sie hat einen Sinn und einen Zweck. Versteht man das nicht, ist man gefangen in einer Schleife, die sich ggf. auch wiederholt (wie das Forum hier gut zeigt) in Form von n-Therapien, Tageskliniken oder sonstigen "äußeren" Ansätzen, um ja nicht ans "innere" heranzukommen Smile

04.11.2014 23:07 • x 2 #40


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ist eine Panikstörung heilbar?

x 3


Chastitty

Chastitty
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Hallo Kern,

ich denke du hast die Aussage von Gerd nicht so wirklich verstanden.
Da ist in keinster Weise von einer "Bagatelle" die rede.
Und auch ich habe gelernt das Angst etwas ganz normales ist, es ist ein Urinstinkt den wir Menschen brauchen um zu überleben.
Früher sicher mehr als heute.
Die überschiessende Reaktion des Körpers also die Panikattacken, werden hier auch genannt und keinenswegs "schöngeredet",
nur aus seiner Sicht erklärt.

Wie du darauf geantwortet hast finde ich, erstens total verfehlt (wohl aufgrund das du es nicht verstanden hast)
Und zweitens was ich noch schlimmer finde beleidigend und aggressiv.

Nur weil dir die andere Meinung nicht passt muss man nicht so reagieren.
Was sollen wir denn sagen? Ja es ist schlimm und wir fühlen uns schei...e , zum Glück kann ich geheilt werden oder bald ist es ja ganz verschwunden...
Ich finde es immer besser wenn man weiß woran man ist, nur dann kann man gegenwirken und an sich arbeiten.

Ich hoffe stark das ich jetz nicht das Feuer geschürt habe und du falls du antwortest zumindest überhalb der Gürtellinie bleibst.

Einen schönen Abend
Chas


Gerd meinte das

"die überschießende Reaktion des Körpers, die dann auch Panikattacken auslöst"

28.09.2014 19:52 • x 1 #16


Zum Beitrag im Thema ↓


L
SCHWER!zu sagen! Ich denke schon, ABER man muss fest an sich arbeiten. Lebe seit 21 Jahren mit Ängsten. Und es geht. Aber es ist schwierig. Nur wenn man nicht vermeidet und in die Situationen, die uns Angst machen hineingeht, dann, ja dann können wir eine Heilung erhoffen.

x 1 #2


Jessyy
Ja aber im grunde genommen ist es heilbar

#3


Chastitty
Huhu zusammen,

ich meine NEIN. Man lernt damit zu leben, man lernt damit umzugehen.
Es gibt sogar gute Zeiten aber ganz "geheilt" werden. Nein eher nicht.

Ist MEINE persönliche Meinung, das soll jetzt auch nicht runterziehen oder so, wie gesagt es gibt auch gute Zeiten Smile

Liebe Grüße
Chas

x 3 #4


C
Ich bin auch der Meinung, dass Angst/Panik nicht heilbar ist.(Für mich!)
Ich habe es seit 20 Jahren
mal mit besseren Phasen, mal mit ganz schlimmen Zeiten.
Mal kann ich ganz gut damit umgehen, mal gar nicht.
Aber das ist bei jedem Menschen verschieden.
Ich möchte damit niemandem die Hoffnung nehmen.
Es kommt natürlich auf die Ursachen/Auslöser der A/P an.

x 1 #5


A
Hey jessyy, wie geht es dir denn inzwischen oder besser gesagt zur Zeit?

#6


Jessyy
soweit ganz gut und selbst abra?

#7


W
Hallo,

ich habe es seit 30 Jahren....auch mit guten und schlechten Phasen,

leider holt es mich immer wieder ein.

Wichtig ist lernen damit umzugehen und es zu akzeptieren( was mir sehr schwer fällt)


L.G. Waage

#8


A
Bei mir ist es im Moment wechselhaft, jedoch mit guter Tendenz Smile

#9


G
Wunderschönen guten Morgen, gähnen

Angst und Panik gehören doch zu unserem Leben und bewahren uns vor Unheil. Ohne Angst wären wir nicht mehr am Leben.
Nun, jetzt ist der Geist des Menschen so präpariert oder besser gesagt, von der Gesellschaft präpariert worden, dass Angst Schwäche bedeutet.
Man zeige mir einen Menschen, der nie in seinem Leben Angst oder Panik bekommen hat.
Meinereiner hatte vor 20 Jahren wirklich böse Panikattacken mit Angstschüben und das sicher für 2 Jahre. Durch gezieltes und kontinuierliches Arbeiten an mir, zum Teil auch mit SSRI Einnahme konnte ich diese Panikattacken in den Griff bekommen, ja ich kann sagen, sie sind verschwunden.
Das einzige was ich mache, wenn sich gelegentlich eine Unruhe in mir breit macht, ist Gegenzusteuern, das heißt, ich nehme die jeweilige Situation als gegeben hin, nehme sie an und beginne mit Ablenkung und positiven Gedanken. Somit habe ich die unangenehme Situation relativ schnell wieder im Griff.

Fazit: Angst ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, nur die überschießende Reaktion des Körpers, die dann auch Panikattacken auslöst, ist äußerst unangenehm, aber ungefährlich.

Also Freunde, es gilt nicht die Angst zu heilen, sondern mit ihr gemeinsam sinnvoll ein Leben zu gestalten.

LG

euer Gerd Freunde

x 1 #10


K
Zitat:
Fazit: Angst ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, nur die überschießende Reaktion des Körpers, die dann auch Panikattacken auslöst, ist äußerst unangenehm, aber ungefährlich.
Also Freunde, es gilt nicht die Angst zu heilen, sondern mit ihr gemeinsam sinnvoll ein Leben zu gestalten.


@Gerd:
Dieses Bagatellisieren und Kleinreden von ernsthaften Problemen hilft den Betroffenen unheimlich weiter.

Genauso könnte man sagen:

-Alzheimer: ja, Vergessen ist ganz normal und gehört zum Leben dazu.
-Autoimmun-Erkrankungen: Ja, das Immunsystem ist ganz wichtig. Ohne würde es euch noch viel schlimmer gehen.
-Depression: Ohne Trauer, keine Freude
-Schizophrenie: Ohne Fantasie wäre es schlimmer als mit Psychose
-Parkinson: Keine Bewegungsstörung ohne Bewegungsmöglichkeit
-Krebs: Keine Wucherung ohne Wachstum

#11


G
@ Kern

Liebster Kern, es ist mir vollkommen bewusst, dass meine Zeilen nicht von jedem verstanden werden.
Die Menschen, die zu diesem Personenkreis gehören, sollten meinen Beitrag einfach überlesen und bessere schreiben.

Alles liebe und Gute dir Very Happy

x 1 #12


K
@Gerd:
Zitat:
Angst ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, nur die überschießende Reaktion des Körpers, die dann auch Panikattacken auslöst, ist äußerst unangenehm, aber ungefährlich.


Für mich ist dieses Bagatellisieren und Kleinreden absolut obszön und Ausdruck einer eigenen Selbstbetrugs.
Letztlich versucht man sich dadurch doch irgendwie "machtvoll" zu fühlen, obwohl man es nicht ist. Man versucht ein Verständnis zu suggerieren, was man nicht hat.

Ich fände ein "ich habe keine Ahnung" viel sinnvoller und hilfreicher.

Hier werden Leben ruiniert und du kommst mit "Angst gehört zum Leben dazu".

#13


G
Ich sehe, eine seriöses Miteinander ist mit dir nicht möglich, deshalb sei gegrüßt, ich werde deinen naiven und beleidigenden Ausführungen ab jetzt nicht mehr antworten, denn ich sehe, dass du dir dein Leben selber ruinierst.

Trotzdem das Beste für deine Zukunft Wink

#14


K
Seriöses Miteinander?
Ich habe lediglich meine Meinung geäußert und darauf hingewiesen, wie sinnlos diese Bagatellisierung ist.

Naiv und selbstzerstörerisch bist nämlich du.
Indem man nämlich versucht, real existierende Probleme klein- bzw. wegzureden schadet man langfristig nur sich selbst.

Wenn Leute ohne Bezug und Ahnung solch Phrasen von sich geben, ok, kein Problem, denn sie wissen es ja nicht besser.
Aber in einem Betroffenenforum ... seufzen

PS: Kompetenz wäre angebrachter als diese Pseudofreundlichkeit, liebster Gerd, denn

machen wir uns nicht vor:

Solange selbst in einem Betroffenenforum Angststörungen, Panikattacken bagatellisiert und verharmlost werden, werden diese Störungen
NICHT heilbar sein.

#15


Chastitty
Hallo Kern,

ich denke du hast die Aussage von Gerd nicht so wirklich verstanden.
Da ist in keinster Weise von einer "Bagatelle" die rede.
Und auch ich habe gelernt das Angst etwas ganz normales ist, es ist ein Urinstinkt den wir Menschen brauchen um zu überleben.
Früher sicher mehr als heute.
Die überschiessende Reaktion des Körpers also die Panikattacken, werden hier auch genannt und keinenswegs "schöngeredet",
nur aus seiner Sicht erklärt.

Wie du darauf geantwortet hast finde ich, erstens total verfehlt (wohl aufgrund das du es nicht verstanden hast)
Und zweitens was ich noch schlimmer finde beleidigend und aggressiv.

Nur weil dir die andere Meinung nicht passt muss man nicht so reagieren.
Was sollen wir denn sagen? Ja es ist schlimm und wir fühlen uns schei...e , zum Glück kann ich geheilt werden oder bald ist es ja ganz verschwunden...
Ich finde es immer besser wenn man weiß woran man ist, nur dann kann man gegenwirken und an sich arbeiten.

Ich hoffe stark das ich jetz nicht das Feuer geschürt habe und du falls du antwortest zumindest überhalb der Gürtellinie bleibst.

Einen schönen Abend
Chas


Gerd meinte das

"die überschießende Reaktion des Körpers, die dann auch Panikattacken auslöst"

x 1 #16


G
Lieben Dank Chastitty, ganz lieb von dir, aber komm wieder runter, beleidigen kann mich nur jemand, den ich schätze!

Ich werde weiter den Weg der Hilfe gehen, davon kann mich kein "Niemand" abbringen!

Lg

Gerd Blumen

x 1 #17

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Me.heart.love.
Ich glaube eher nicht. ^^Es ist wie bei der Trichotillomanie. Man kann versuchen sich zu trainieren oder es unter Kontrolle halten. Aber ganz loswerden wird man es wohl nicht. (Hab auch beides noch nicht unter Kontrolle.-_-)

#18


Chastitty
Lieb von dir Gerd Smile

Musste mich jetzt wirklich ein wenig aufregen (ich gestehe Smile )

x 1 #19


Black-Sheep
Zitat von Jessyy:
Wer denkt das angst und panik heilbar ist?


Ist Liebeskummer heilbar?

Nein, aber man vergisst das man welchen hatte, mit der Zeit, genauso ist es mit der Angst. wenn man aus der Angstauslösenden Situation raus ist vergisst man das man welche hatte, kann oder will man aus irgendwelchen Gründen nicht aus der Angstauslösenden Situation, muss man lernen damit zu leben.

Gefühle sind nicht "heilbar", auch nicht durch Chemie, aber sie vergehen wenn sie nicht mehr angeregt werden.

.....meine Meinung dazu

x 5 #20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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