Zitat von Castro:Hallo Heiko. Dein Beitrag gefällt mir gut. Ich hatte in 20 Jahren 4 Therapien. Bis auf eine Therapie, gingen die alle nach dem gleichen Muster.
Exakt!
Das ist auch meine Erfahrung von gut über 80-100 Menschen die ich kenne, die mit Ängsten, Depressionen usw. zu kämpfen haben und deren Biographie bzw. deren "Erkrankungsverlauf" ich kennengelernt habe.
Zitat von Castro:"Gehen sie unter Leute, gehen Sie aus, gehen Sie in einen Sportverein. blablabla.
Dass ich das gar nicht wollte, wurde gar nicht berücksichtigt. Da fiel auch schon mal der Satz. "Sie müssen auch das tun, was ich ihnen sage"
Ja, die lernen wirklich nichts anderes im Studium bzw. in der Ausbildung. Traurig aber wahr. Und da wird nicht ansatzweise über den Tellerrand geschaut. Ich meine, jeder der mal studiert hat weiss, wie das akademisch so läuft. Meine Beobachtung dazu ist aber, dass uns andere Länder um Lichtjahre voraus sind, da dort nicht zählt welchen Zettel mit Titel Du in der Hand hast, sondern einfach zählt was hilft. Aber das geht mir schon zu sehr ins gesellschaftskritische, was hier nichts zu suchen hat, zurück zum Thema

Zitat von Castro:Das sah ich anders. Ich denke unsere Angst möchte uns/mir sagen, dass gerade etwas schief läuft im Leben.
EXAKT!
Sehr gute Erkenntnis.
Wenn ich hier im Forum schon so Sätze lese wie:
"Ich möchte nur, dass alles wieder so ist wie es vorher war!"
Wie oft lese ich diesen Satz hier? Irre.
Aber den Leute ist NICHT klar, dass GENAU DAS (!) ja dazu geführt hat, warum sie die Probleme haben.
Daran sieht man nach meiner Meinung sehr gut, wo die stehen und wie weit es ist mit "Verantwortung tragen können". Offenbar wurde das in der Kindheit schlichtweg NICHT vermittelt. Wahrscheinlich deshlab, weil die Eltern das selber schon nicht konnten.
Mit einem "bewussten" herangehen an die eigenen Probleme, hat das absolut nichts zu tun. Leider befinden diese Menschen sich in der Schleife, hoffen und vertrauen auf das "außen", die diese Verantwortung aber gar nicht tragen können und wollen (Schulmedizin) und man jämmerlich über Monate, Jahre und ggf. Jahrzehnte in einer Angstschleife drinhängt (und stetig auf der Suche ist nach äußeren Umständen, die man für das eigene Problem verantwortlich machen kann).
Zitat von Castro:Geht man mal ganz tief in sich, kommt man oft selbst darauf.
Wie Du oben schreibst. Meine Angst/ Depri ist ganz alleine MEIN Problem.
Das kann ein guter Weg sein!
Zitat von Castro: Allerdings hatte ich auch eine Therapeutin, die einfach klasse war.
Die ging auch mal auf mich ein.
DAS ist der springende Punkt.
Ich meine ganz ernst, dass ein großer Anteil aller Therapeuten im Psychobereich komplett fehl am Platz ist.
Das dramatische daran ist, dass wenn wir über einen Handwerker sprechen würden, es nicht weiter schlimm wäre. Mal 'ne Tapete schief, mal die Scheinwerferbirne vergessen...alles nicht tragisch.
Aber was ich aus meinen Erfahrungen (siehe oben) so ziehe ist, dass der Großteil schlichtweg nicht verantwortungsvoll handelt und be-handelt!
Wichtig ist für mich, dass das alles zu einem eigenverantwortlichen und bewussten (reflektierten) Handeln führen sollte (auch wenn man das schmerzhaft erst im Erwachsenenalter jetzt lernen muss).