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Pepe Silva
Hallo Leute,

ich hoffe, Ihr könnt mir helfen. Alles fing in der Nacht zum Donnerstag an. Ich war unruhig, spürte meinen Puls, hatte Herzrasen, mein Blutdruck war so um die 160/95. und wurde leicht panisch und dachte, ich würde in Ohnmacht fallen oder gar sterben. Bin dann aufgestanden und rausgegangen, um frische Luft zu sammeln. Habe mir dabei eine Zig. geraucht (Ich weiß, ist nicht sehr produktiv und gesund), aber es wurde nicht besser, habe dann meine Mutter um 3:00 Uhr morgens aus dem Bett gejagt, die dann darauf sehr panisch wurde (mein Vater ist dieses Jahr an einen Hirntumor gestorben). Habe vielleicht 10 Baldriantabletten und literweise Schlaf- und Beruhigungstee getrunken. Irgendwann schlief ich um 5:00 Uhr morgens ein bis 8:00 Uhr. Bin daraufhin zum Hausarzt gegangen und habe der Frau Doktor mein Problem und die Symptome geschildert. Druckgefühl im Kopf, Nackenschmerzen, innere Unruhe, Panikattacken, Hoher Blutdruck, Herzrasen, Schmerzen im Brustbereich, Todesangst, Gefühl im Ohnmacht zufallen.

Meine Hausärztin hat dann daraufhin meinen Blutdruck gemessen und Blutabgenommen, um es in Labor zu schicken und meinte zur mir, dass Sie der festen überzeugen ist, dass es sich hier um Stress handelt. Immerhin erkrankte mein Vater dieses Jahr in Januar an einen Hirntumor und starb in April, in Mai hatte ich einen Wegeunfall zur Arbeit und musste zweimal operiert werden. Die Lebensversicherung meines Vaters will nicht aufkommen und ein Gerichtverhandlung läuft grad. Die Witwenrente meiner Mutter ist zu wenig, um zu Leben. (Hier musste ich kurz eine Pause einlegen, weil ich wieder eine kleine Panikattacke bekam.) Meine Abschlussprüfung ist Ende November und ich weiß nicht, ob ich genug dafür gelernt habe. Nach der Ausbildung habe ich bis jetzt noch kein Engagement gefunden. Ich wurde für Donnerstag und Freitag krankgeschrieben und sollte mich ausruhen. Am nächsten Tag rief ich in der Praxis an, wegen die Blutwerte und die waren okey. Schilddrüse- und Leberwerte ok.
In der Nacht zum Sonntag bekam ich wieder eine Attacke. Nur Schlimmer, so dass mein Onkel mich abholen musste und wir in die Notaufnahme gegangen sind. Dort wurde ein EKG gemacht und Blutdruck gemessen. EKG war ok. Blutdruck 140/85.
Auch dort sprach ich mit den Arzt. Habe zu Ihn gesagt, dass ich Angst habe, einen Hirntumor zu haben, da mein Kopf weh tat. Er hat es ausgeschlossen, weil die Blutwerte beim Hausarzt ok waren und meinte zu mir, dass ich nicht verrückt sei, aber es doch gut wäre, einen Psychotherapeuten zu besuchen, weil es sich um unbewussten Stress handeln kann. Er gab mir einen Rezept für Doxepin 25, welche ich abends eine halbe Tablette, eine Stunde vor'm Schlafen gehen, nehmen soll. Wenn ich das Bedürfnis habe, es tagsüber zu nehmen, dann darf ich das. Aber nur max. 2,5 Tabletten am Tag. Ich wurde um 5:00 Uhr entlassen und schlief zu Hause wie ein Stein.
Der Montag war ohne irgendwelche Vorfällen, habe die halbe Tablette deswegen nicht genommen und schlief auch gut ein.
Heute (Dienstag), bin morgens ganz normal aufgestanden und zur Berufsschule gegangen. So gegen 13:30 Uhr auf'n Rückweg nach Hause bekam ich eine Panikattacke und musste meinen Wagen an der Autobahn rechts anhalten. Habe Wasser getrunken und versucht mich zu beruhigen. Nach 10 Minuten bin ich weiter gefahren. Es war die schlimmste Autofahrt meines Lebens. Die Panikattacke war zwar weg, aber in mir war eine innere Unruhe, Nackenschmerzen und das Gefühl, ich werde gleich Ohnmächtig. Ich habe es nach Hause geschafft. Habe mir eine halbe Tablette Doxepin gegönnt, bin zum Hausarzt gegangen und habe dort einen Rezept für ein Medikament (ähnlich wie Valium), welches ich in Notfall nehmen soll. Zu Hause angekommen bin ich auf der Couch für 2,5 Std eingeschlafen (Nebenwirkung von Doxepin)
Bin jetzt auf der Warteliste gesetzt worden, aber es kann Wochen dauern, bis ich einen Termin beim Psychotherapeuten kriege.

Kennt ihr das auch, hatte ihr das auch, was kann man dagegen tun?

Danke!

13.11.2013 00:05 • 29.08.2017 #1


54 Antworten ↓


Hallo Pepe

auf der Suche nach der Lösung meines Problems bin ich hier auf dieser Seite gelandet und habe mit Interesse Deinen Beitrag gelesen.
Also das was Du schreibst entspricht fast zu 100% meinen Problem. Auch ich habe seit ca. einen 3/4 Jahr Panikattacken unerklärlicher Herkunft.
Mittlerweile habe ich jeden Arzt durch. Alles ohne Befund. Und trotzdem habe ich fast täglich - angefangen mit Schwindel bis zur Panikattacke - damit zu kämpfen. Mittlerweile ist klar woher es bei mir kommt.. von der Psyche!

Ich muss dazu sagen das ich fast 60 Jahre alt bin. Krank war ich nie. Krankenhäuser kannte ich nur von außen. Nix gebrochen oder ersetzt. Ich bin 180cm groß und wiege 78 Kg. Körperlich und Geistig voll fit. Und trotzdem hat es mich im Dezember letzten Jahres eiskalt erwischt..

Irgendwie hatte ich auf einmal Rückenschmerzen. Konnte mich kaum noch bewegen. Die erste Woche konnte ich mich nur aus dem Bett "drehen", wenn ich auf Toilette musste. Mein Arzt verschrieb mir Ibus 600 gegen die Schmerzen. Durfte aber immer nur eine am Tag nehmen. Das war aber zu wenig. Also dachte ich mir, .."ich habe ja noch Tramal tropfen. Nimmste davon nochmal 15 Tropfen." Ich wartete bis meine Frau um 6 Uhr zur Arbeit ging und nahm sie dann mit ein Stück Würfelzucker ein.. Tja, und das war der Anfang meines Leidensweges, der bis heute anhält.

Ich weiß nicht warum, aber urplötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Alles drehte sich. Mein Herz fing an zu rasen und dann war sie da.. die Panikattacke. Ich dachte .."jetzt haste es geschafft. Jetzt stirbst du". Ich sprang aus dem Bett - trotz der Schmerzen, die mir in diesen Augenblick völlig egal waren - und lief in der Wohnung umher. Mein Herz raste bis zum gehtnichtmehr. Ich wartete förmlich darauf, das ich tot umfiel.
In Panik rief ich meine Frau auf dem Handy an. Die war gerade bei ihrer Arbeitsstelle angekommen. Ich sagte ihr was los war und das sie sofort nach hause kommen sollte. Sie rief sofort den Notarzt von unterwegs aus an und beide kamen fast zeitgleich bei mir an.

Nach dem ersten Check sofort ins Krankenhaus. Es folgte eine Reihe von Untersuchungen und nach drei tagen durfte ich wieder nach Hause.
Natürlich nichts gefunden. Blutwerte völlig Ok, HNO ohne Befund, Internist, Neurologe und Augenarzt alles Ok. CT und MTR alles klar. Lunge geröntgt.. alles sauber. Einige Tage später zu Hause; Ich musste auf die Toilette. Es war ca. 19 Uhr. Ich schleppte mich ins Bad und merkte schon, das mit meinen Kreislauf etwas nicht stimmte. Ich schaffte es gerade noch zurück ins Wohnzimmer und sagte zu meiner Frau ".. Schatz, jetzt wird es heftig!" Und plötzlich lag ich am Boden. Ich weiß nicht wie lange ich Ohnmächtig war, aber irgendwann hörte ich meine Frau meinen Namen rufen. Der Rettungswagen brachte mich sofort wieder ins Krankenhaus. Und wieder Untersuchungen und wieder ohne Befund.

Mittlerweile waren die Rückenschmerzen verschwunden, die Panikattacken sind geblieben. Sie treten völlig unvermittelt auf. Ich sitze z.B. abends auf der Couch und schau mir einen Film an. Auf einmal kommt der Schwindel, das Herz fängt an zu rasen, Panik entsteht. Oder frühmorgens beim Frühstück.. eben noch alles Ok, plötzlich dreht sich die Welt und ich denke ich falle in Ohnmacht.

Mein Hausarzt verschrieb mir auch doxe. Die vertrug ich aber nicht. Deswegen nehme ich jetzt - bei Bedarf - eine viertel Bromazepan. Die sind nicht schlecht. Helfen schnell gegen die aufkommende Panik, machen aber nicht so müde.
Bei meinen letzten Krankenhausaufenthalt verschrieben die Ärzte mir Citalopram 20. Und empfahlen mir die Einweisung in eine Psychiatrische Einrichtung um mein Problem zu lokalisieren. Die Tabletten habe ich bis heute nicht genommen ( ich hätte die Packungsbeilage nicht lesen sollen)
In die Psychiatrische Klinik werde ich wohl gehen müssen, den der Schwindel und die Attacken werden schlimmer. Ich weiß nicht, wohin das noch führen soll.

Pepe, du bist nicht der einzige, der unter diesen Panikattacken leidet. Es gibt sehr viele "Leidensgenossen" Mein Rat an Dich; Lass Dich von Kopf bis Fuß durchchecken. Erst wenn alle Untersuchungen ohne Befund sind, dann wäre es zu Überlegen ob ein Psychiater der richtige Ansprechpartner für Dich ist. Ich vermute, Dein Problem liegt im Psychiatrischen Bereich.

Ich werde ab sofort dieses Forum nutzen, um meine Fortschritte - oder auch nicht - wenn nötig täglich - anderen mitzuteilen. Vielleicht finden sich ja noch andere "Leidensgenossen" die sich hier austauschen wollen. Würde mich freuen..

Peter aus Hanau

13.11.2013 02:38 • x 2 #2



Innere Unruhe, Panikattacken, Gefühl der Fastohnmacht

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hallo ..
ich leide unter angstörung und kann dir sagen das du es auch hast ...
ich habe meinen freund damals auch des öfteren aus dem bett geholt das er mit mir ins krankenhaus fährt ... aber immer wieder haben mir die ärtze gesagt das ich kern gesund sei ..
aber dann hane ich ihnen nach ein paar tagen das nicht mehr geglaubt und bin wieder hin.... und das ständig. -.-
ich weis jetz woher es kommt und meine therapeutin meinte das ich mir das so vorstellen soll:,, in meinem kopf leben kleine männchen , die geschenke verpacken ,, rotes päckchen - blaue schleife ..... und da gibt es ein männchen das ein lila ei macht und so alles durcheinander bringt ... das sind dann die panikatacken ...

ich weiß das es sehr unangenehm ist und man sich sehr schnell in eine situation reinsteigern kann .. das sollte man aber lassen und sich ablenken zb mit pc spielen oder witzige sendungen schauen , das lenkt mich zb . immer ab

ich finde es auch ganz gut das du hier deine angst dastellen kannst und dir i. welche tipps geben lässt oder dich umhörst damit du weißt das du nicht die einzigste bist ...
nur musst du dir auch klar sein das sich die panikatacken von i.was ausgebrochen sind ...
halte dir selber vor augen
.. warum habe ich jetz diese panikatackke ?
.. wodurch wurde sie eben ausgelöst ?

das ist bei einer panikatacke ein auf...---- und ab----- ...........


mache dir keine sorgen .. wenn du wirklich so angst hast das du etwas schlimmes haben könntest wie zb. was ich gerade ehr glaube .. das du denkst du hast ein hirntumor dann lass dich in ein krankenhaus einliefern und die machen dort dann ein CT von deinem kopf ..
hatte ich auch alles schon weil ich es auch so dachte ...

ich bin 24 jahre alt und habe meine panikatakken seid dem tot meiner mutter 2005

13.11.2013 03:18 • x 1 #3


Hallo pepe silva,

dein Problem kommt mir sehr bekannt vor. Mir ging es / geht es genauso.
Gibt es bei euch keine psychiatrische Ambulanz im Krankenhaus zu der du vorab gehen könntest?

Ich weiß wie schwer es ist sich immer wieder zu sagen, dass man körperlich völlig gesund ist, trotzdem versuch ich`s immer wieder. Zwar nicht immer mit Erfolg, aber es wird besser.

Warst du bzgl. deinem Nacken und den Kopfschmerzen mal bei einem Orthopäden?
Oftmals hängt das alles zusammen.

Liebe Grüße

13.11.2013 09:09 • x 1 #4


FraukeB.
Hallo,

ich kenne das auch alles zu gut. Man denkt, man liest seine eigene Geschichte.
Diese Panikattacken sind echt der Hammer, dabei ist ja alles in Ordnung. Ich meine Physisch. Ein Glück.
Es ist "nur" Panik Und die fühlt sich ganz schlimm an.
Bei mir fing alles 2005 an. Ganz heftig. Mit Krankenhaus, 8 Kilo abgenommen usw...Ich konnte nichts mehr alleine machen.
Selbst zum Briefkasten raus ging nicht mehr.
Durch Therapie und großen Familiären Rückhalt, habe ich es dann nach ca. 9 Monaten geschafft da raus zu kommen.
Ich hatte wirklich noch mehr Angst davor Tabletten zu nehmen. Selbst das ging nicht.
Ich bin Stück für Stück weitergegangen. Bin in der Angst geblieben, hab es zugelassen. Das ging nicht sofort, aber immer ein bisschen mehr.
Es war eine Zeit voller Tränen und Kampf. Schlaflose Nächte, nicht mehr gegessen.
Aber ich merkte auch, dass die Attacken weniger wurden und schwächer. Ich konnte wieder lesen, traute wieder mich zu belasten.
Ich hab mir bei einer PA immer wieder gesagt, ich halte das aus, ich bleib da jetzt drin. Du kriegst mich nicht. Ich bin stärker. Ich bin die letzten Wochen nicht umgefallen, ich werde jetzt auch nicht umfallen. Und so unangenehm das im ersten Moment ist, die Attacke lässt dann nach.
Nun hab ich seit ein paar Wochen wieder mir PA´s zu kämpfen. Diesmal konzentriert sich alles aufs Herz. Schrecklich.
Ich mache es wieder wie damals. Und ausser die Nächte, die sind echt noch sehr zäh, geht es am Tag auch schon wieder.

Pepe, du musst dir Zeit geben. Versuche deinen Körper zu verstehen. warum reagiert er so? Mit diesen Symptomen. Warum hab ich Schwindel usw. Dafür gibt es Erklärungen die einem helfen können damit klar zu kommen. Das hat damals meine Therapeutin gemacht, gleich zu Anfang. Damit ich verstehe, warum es sich so anfühlt.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute.

LG
Frauke

13.11.2013 23:02 • x 1 #5


Pepe Silva
Danke für die Antworten. Ich werde am Wochenende zur jede Antwort Stellung nehmen, nur jetzt habe ich keine Zeit. Muss für die letzten Klausuren lernen. Morgen Englisch, Freitag Rechnungswesen, Montag Logistik, Dienstag Wirtschaft...und dann kommt die IHK-Prüfungen. Eigentlich ein falscher Zeitpunkt, um sowas zu bekommen.

13.11.2013 23:43 • #6


@Frauke.

ja es stimmt. Es ist wirklich so, als ob man seine eigene Krankheitsgeschichte liest. Habe schon in anderen Foren mit Leuten geschrieben, die auch unter den Symptomen leiden.
Gerade vor einer halben Stunde habe ich wieder eine PA bekommen und sie dauert an. Weiß nicht wieso. Kam gerade mal wieder beim TV gucken. Blutdruck gemessen 145/95 aber Puls 60. Ich zittere am ganzen Körper, als wäre ich voller Adrenalin. Echt Sch... Gefühl.

Ich sag mir ja auch, das da nix ist. Aber sag das mal meinen Körper. Der reagiert wie er will. Und ich weiß einfach nicht warum.
Bin mal gespannt, wie lange ich das aushalten muss..

Gruß
Peter

14.11.2013 01:38 • #7


FraukeB.
Hallo Peter,

ohje, dann hat es dich aber echt erwischt. Aber auch das kenne ich. Nachts finde ich es ganz besonders gruselig.
3 mal in einer Woche bin ich deshalb auch Nachts ins KH mit Unfallwagen. Hab es nicht mehr ausgehalten.
Hatte dann, beim dritten mal, mit der Oberärztin und der Psychologin vom KH, gute Gespräche.
Man hat mir zuerst geraten, das Blutdruckmessgerät mal ganz weit weg zu legen. Es fällt schwer, aber das hab ich gemacht. Und glaub mir, dass ist besser!
Im KH haben ja die Ärzte und Co. mein Herzrasen und den hohen Blutdruck gemessen. Die halbe Nacht und einmal die ganze Nacht.
Das ist, wenn das Herz und das Blut untersucht wurde und alles Ok ist, wirklich die Angst und Panik.
Ich finde, aus der Erfahrung heraus, dass der Austausch bei dieser "Sache" ganz wichtig ist. Das können wir hier ja machen.
Wie gehts dir denn heute morgen? Konntest du noch schlafen?
Ich hab vor einem Monat den Rekord gebrochen...80 Std. nicht geschlafen Das war echt schlimm. Da bin ich auch ins KH.
Zum Glück hatte die Ärztin Nachtschicht die mich schon kannte. Die hat mich ans EKG und an den Blutdruckmesser angeschlossen und erstmal schlafen lassen. Komischerweise ging es da... Sicherheit.
Zuhause hat mein Körper mich nicht schlafen lassen. 80 Sd. lang. Jedes mal wenn ich kurz vorm einschlafen war, riss mich etwas, mit großer Wucht, wieder hoch. Das waren auch nächtliche PA`s. im Schlaf.
Ich wünsche dir viel Kraft und einen guten Tag.

LG
Frauke

14.11.2013 08:52 • #8


Hej,

ich kenne das auch nur zu gut. Bin zum Glück allerdings noch nie ins Krankenhause deswegen gefahren. Aber ich musste wegen der Attacken mein Auslandssemester abbrechen, was schon ziemlich schade ist.

Wenn ich mal nicht einschlafen kann, versuche ich es mit Übungen, die ich im Feldenkrais gelernt habe. Dazu lege ich unterstützend meine Hände unter die Nieren, also am Rücken und sage mir laut positive Sätze vor wie: Du wirst wieder gesund, du darfst leben, du darfst dich entspannen usw.
Fand ich die ersten Male ziemlich albern, aber irgendwie hat es extrem geholfen.

Der Bachblüten Notfall-Tee hat mir auch geholfen. Und ich denke es kann kein Placebo sein, ich eigentlich dachte, ich hätte den Kraft und Engerie Tee von Bachblüten getrunken Bin aber wahnsinnig müde davon geworden und habe erst später gemerkt, dass es der falsche war. Geschlafen habe ich danach aber super nur leider nachmittags.

14.11.2013 09:24 • #9


Tini213
Kenne ich alles zu gut leider ..... Mir hat geholfen , dass ich mit meinen Attacken rede , klingt komisch , aber wenn ich merke es kommt eine , dann Sage ich , ok komm her Panik ..., was möchtest du ? Komm lass uns reden, kein Problem u.s.w. Ich bleibe dann in der Situation , ist schweer aber es hilft und die Nebenwirkung mit Herzrasen und Co werden dann meist nicht so schlimm .... Ich habe das seit jaaaahren, wenn ich denke nun ist es ausgestanden kommt wieder eine Panik zeit , es dauert dann immer ne zeit bis ich es akzeptiere und bewusst in der Situation bleibe .....

14.11.2013 11:22 • x 1 #10


Dini58091
Oh ja, das finde ich Interessant, was ihr so unternehmt, wenn ihr eine Panikattacke habt!
Ich habe sie seit Januar 2012 ca., psychologische Behandlung und Opipramol.
Mutter Kind Kurantrag ist unterwegs und ich warte auf die hoffentliche Genehmigung
Seit ich die Spirale draussen habe und regelmässig Magnesium Brausetabletten zu mir nehme,
geht es mir vieeeel besser. Früher hatte ich alle möglichen Attacken und jetzt bezog es sich
auch arg aufs Herz. Bin komplett durchgecheckt worden!
Wenn ich eine Attacke kriege, sage ich immer "Attacke, mach was du machen willst, aber mir
machst du keine Angst" Und dann bewege ich mich irgendwie. Haushalt oder ich jogge unseren
9 Meter langen Flur hoch und runter und denke zb an "Was kann ich denn morgen kochen" oder ähnliches!
Gestern hatte ich beim Liegen so drei extreme Herzaussetzer/stolperer hintereinander (Extra... (Name weiss ich gar nicht gerade), und
es ist alles durchgecheckt worden und ich setzte mich richtig hin und fing an zu lachen
Kam mir etwas doof dabei vor, aber ich habe einfach gelacht! Es ging dann weg!
Jaaaa, zum Thema Blutdruckmessgerät! Ich habe meins jetzt unserem Nachbarn gegeben! Ich
will das nicht mehr! Das hat mich bekloppt gemacht! Genauso wie dieses ewige Puls spüren
am Hals! Das mach ich noch manchmal, aber es ist vieeeel weniger geworden!
Meine Psychologin sagte auch, dass Sport wohl hilft, weil wir uns da ja schon verausgaben!

Ich werde alles versuchen, dass ich es loswerde. Aber ich habe geschafft, dass es mir schon
vieeeeel besser geht.

Bei Fragen, schreibt mich ruhig persönlich an

Alles alles Liebe und vieeeel Glück und Erfolg weiterhin

14.11.2013 11:52 • #11


kyra96
Hallo,
wir finden und hier alle irgendwie wieder und ich möchte Euch mal ein bisschen Mut machen.
Ich habe das gleich durch wie ihr (deswegen sind wir ja auch hier)
Es ist keine Schande Tabletten zu nehmen, damit man diese Ängste los wird.
Ich selber habe auch Citalopram 20 mg genommen
Peter, die sind wirklich verträglich und helfen Dir. Sollest Du Dich dazu entschließen, dann fang bitte erst mir 10 mg an und erhöhe dann nach 3 Wochen noch mal auf 20. Ich hatte anfangs etwas NW kam mir vor wie trunken und war nur müde.
Habe mich dann eine Woche krank schreiben lassen und dann waren die NW weg. Es hat diese auch nicht jeder.
Bis die Citas ihre ersten Wirkungen zeigt, dauert so 2-3 Wochen. Ich fand sie sehr unterstützend zu meiner Therapie.
Man muss an sich arbeiten, sonst hat die Angst Euch im Griff.
Nach 4 Monaten Citas brauche ich sie jetzt nicht mehr und habe sie vor ca. 4 Wochen mit meinem Psychologen ausschleichen lassen.
Ich habe immer noch Angst, nur bekomme ich zum Glück nur noch relativ selten eine PA.
Stellt Euch Euren Ängsten, zeigt der Angst, wer hier stärker ist
Man hat mir hier im Forum ein Buch empfohlen

Nur Mut! von Dr. med. Claudia Croos-Müller

Ich habe es mir sofort besorgt, und finde es klasse.
Vlt kann es dem einen oder anderen auch weiter helfen.
Ihr schafft dass und seit irgendwann stolz auf Euch.

14.11.2013 13:50 • #12


Hallo Kyra 96,

Ich nehme seit 17 Tagen Citalopram dura 10 mg, ich hab ganz ordentliche Nebenwirkungen.
Erst habe ich eine Tablette abends genommen, Folge 5 Nächte ohne Schlaf. Habe dann auf morgens umgestellt. Bin sehr schlapp, mein Kreislauf kommt nicht in die Gänge, Übelkeit, Piepen im Ohr. Habe jetzt vor 3 Tagen nach Absprache mit meinem Arzt auf eine halbe Tablette reduziert und hoffe, dass die NW sich bessern.

14.11.2013 14:01 • #13


kyra96
Ich habe sie auch abends genommen, ich hatte diese Probleme zum Glück nicht.
Aber nach 17 Tagen? Vlt solltest Du mit Deinem Doc mal sprechen, dass ihr auf ein anderes Präparat umsteigt?
Kann ja sein, dass Du die Citas nicht verträgst....
LG

14.11.2013 14:07 • #14


Wenn das mit dem Reduzieren nicht besser wird werd ich was anderes bekommen.
Hoff dann fängt nicht alles von vorne an.

Ist auch nicht immer gleich, letzte Woche hatt ich nur gute Tage, da hab ich mich gefühlt als würd mir gar nix fehlen.

14.11.2013 14:13 • #15


kyra96
Du schaffst, glaub an Dich

14.11.2013 14:29 • x 1 #16


Pepe Silva
Es ist wieder soweit! Trotz 25 mg Doxepin, kann ich nicht schlafen. Kopfschmerzen und innere Unruhe und das Gefühl jede Zeit umzukippen machen mich wahnsinnig!

15.11.2013 00:42 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

FraukeB.
Hallo Pepe Silva,

ich kenne das zu gut. Und schon so oft durchgestanden.
Glaub mir, du kippst nicht um. Auch wenn es sich so anfühlt.
Ich wünsch dir viel Kraft. Ich kann auch mal wieder nicht schlafen. hab grad Herzrhythmusstörungen.

LG
Frauke

15.11.2013 01:16 • #18


Hallo ihr lieben.... ich bin Alexa und 37 Jahre alt. Auch ich leide unter panik und angst attaken. Ich sage geren ich habe "macke". Es fing alles im Jahr 2006 an. Mein Sohn war gebroren und ein paar monate später begann der albtraum meines lebens. Ich rannte von arzt zu arzt weil ich dachte ich tu mir noch was an. Erkannte mcih selber nicht... Herzrasen, Schweisausbrüche, Übelkeit Kopfschmerz druck... als ob ein blödes männchen in meinem Kopf drinne ist was nur schlechte sachen zu mir sagt.
Ich mach es mal kurz hier.... also so fing alles an.... es wurde eine Wochenbettdepression diagnostiziert. Ich bekam Opripramol 50mg. Das half auch einigermaßen. Wurde aber nicht richtig gut bei mir. Ich bekam dann Opripramol 100mg. Damit konnte ich leben aber die angst und panik war nie richtig weg. Ich kämpfte jeden tag damit gut zurecht zu kommen. Es ging mal gut mal schlecht aber ich konnte damit leben.... irgendwann sagte ich mir ich will eine tabletten mehr nehmen und legte das zeug in den schrank und nahm nix mehr... es war alles super... 2 jahre... bis diesen sommer... ich fuhr mit meinem Sohn und meinem Freund(nicht der vater meines sohnes) in den urlaub... die erste woche war super... die zweite wollte wir sponatan nach Italien fahren. (von Bayern aus nach Italien). Wir freuten uns... alles war super.... auf halber strecke (wir sind mit dem Auto gefahren) fing alles wieder an... aus heiterem himmel. Volle Panik.... mein freund musste auf der autobahn 2x an raststätten anhalten weil ich völlig zusammen brach... nur panisch war und geheult habe... wollte nur noch nach hause... das ging aber nicht... wir waren 700km von meinem wohnort weg. Ich heulte 5 tage nur noch... wollte nur noch nach hause.... dann auf dem rückweg( mein freund ist schweizer und wohnt dort und ich mit meinem sohn in berlin) bekam ich auch noch dolle zahnschmerzen morgens... musste dann in eine notfallklinik in der schweiz. dann rückflug mit meinem sohn... ich hab schnell im flieger ne opripramol genommen (100mg) und nach ca einer halben std ging es denn ein wenig besser. Nur die opri 100mg haun mich immer voll um wenn ich sie nicht dauerhaft nehme.

Heute wollte ich mit meinem Freund in die schweiz fliegen.... ja ich wollte.... hab mich so sehr gefreut. Heute morgen wieder schweisausbrüche und nur geheult. Mein freund ist extra her gekommen am dienstag damit ich nicht alleine zu ihm fliegen muss. Am flughafen war denn alles okay... bis wir in den warte raum kamen und ich die menschen massen gesehen habe.... dann im flieger der volle horror.... ich musste dann auf dem letzten drücker wieder aussteigen.... ich weiß nicht wie und was ich machen soll..... ich hab angst meinen freund zu verlieren wegen dieser KRANKHEIT.

Jemand anderes auch hier der vielleicht solch erfahrungen hat? Es ist immer wenn ich irgendwo schlechte erfahrungen gemacht habe dann kann ich da nicht mehr hin weil ich glaube es geht mir beim zweiten mal wieder so schlecht. Ich steiger mich so sehr da rein das ich voll panisch werde... ich hab das gefühl ich bekomm wie so ein kleines kind ein bock anfall... schmeiss mich auf den boden und schreie und heule rum.

15.11.2013 23:39 • #19


Hallo "Leidensgenossen"

Tja, also nach dem Abklingen meiner letzten Attacke bin ich dann doch um 2 Uhr nachts ins Bett und versuchte zu schlafen. Ging auch irgendwie aber leider nicht lange. Hatte einen bösen Albtraum ( ging mit einen Messer und Küchenbeil auf irgendwelche Leute los ). Bin dann am nächsten Morgen - also gestern - zum Arzt und hab ihm das alles geschildert. Der war natürlich nicht begeistert, das ich die Medikamente nicht genommen habe. Ich bat um Einweisung in die hiesige Psychiatrie. Das tat er dann auch.

Ich meldete mich dort an und musste ein Vorabgespräch mit einer Psychologin führen. Die Verstand überhaupt nicht was mit mir los ist und was ich zur Zeit durchmache. Sie diagnostizierte eine Mittelschwere Depression, die ich mit meinen Medikamenten behandeln kann und soll. Da ich nicht Suizidgefährdet bin, bestand für sie keine Veranlassung mich stationär aufzunehmen. Ich soll mich an einen Psychologen wenden. Sagte mir aber auch gleich, das es bis zu 8 Monaten dauern kann, bis ich einen Therapieplatz bekommen würde. Na toll, dachte ich mir und sagte ihr "...muss ich mich jetzt noch ein 3/4 Jahr rumquälen bis man mir helfen kann?. Wer weiß, was ich in dieser zeit möglicherweise anstelle." Ich solle meine Medikamente nehmen, Sport treiben und für einen geregelten Tagesablauf sorgen. Arbeiten hat sie mir verboten (verständlicherweise, da ich sehr gerne LKW gefahren bin und das in meinen Jetzigen Zustand natürlich nicht tun sollte und ich auch nicht tun werde)

Also wieder nach Hause und gehofft, das nichts mehr passiert. Komischerweise konnte ich die letzte Nacht einigermaßen durchschlafen.
Auch heute tagsüber bis jetzt 23 Uhr keine großen Probleme. Etwas Schwindel, aber das war noch erträglich.
Am Sonntag fange ich mit den Medikament an. ich habe echt Bammel vor den Nebenwirkungen zumal mein Arzt auch sagte, das sich die Panikattacken am Anfang verstärken können. Ich hoffe es jedoch nicht. Aber was soll ich machen? Ich muss da jetzt durch.
Ich werde mal meine "Erfahrungen" mit dem Medikament hier posten.

Ansonsten finde ich es Super, das sich doch einige Leute hier zusammen finden und sich gegenseitig unterstützen. Danke dafür.

Bis denne und allen eine gute und geruhsame Nacht.

Peter

16.11.2013 00:37 • #20



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