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Hallo ihr Lieben,

ich poste hier mal meine Geschichte aus dem Vorstellungsteil der Forums.
Dort hat mir leider niemand etwas zu geschrieben.

Da ich vermute hier richtig zu sein versuche ich es in dieser Rubrik noch einmal.
Vielleicht kommt meine Geschichte jemandem bekannt vor.

Bereits im Vorraus herzlichen Dank fürs lesen.

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Einen wunderschönen guten Morgen zusammen,

da dies mein erster Beitrag in diesem Forum ist bin ich vermutlich noch etwas unbeholfen.
Des Weiteren bin ich mir auch nicht sicher um welche Angst es sich bei mir handelt.

Ich würde gerne eine paar Zeilen schreiben. Vielleicht seid ihr so nett und gebt mir einige Tipps bzw. Starthilfen in welchem Forenteil ich weiterlesen soll bzw. wie ich meine Angst bekämpfen kann.
Ich danke euch bereits jetzt für die Zeit meinen Beitrag zu lesen und wünsche euch noch einen schönen Mittwoch.

Ok, dann fange ich mal an.
Mein Name ist Sharpilino, bin 30 Jahre alt, männlich, lebe in einer wunderschönen Beziehung, teile mit meinem Goldschatz eine Wohnung, hatte ein tolles Elternhaus, bin eigentlich mit meinem Leben zufrieden und glücklich. Ja, eigentlich. Wenn da diese Momente nicht wären. Wie beschreibe ich diese Momente am besten? Ok, ich versuche es mal.

Wenn ich zuhause bin ist alles ok.
Wenn ich arbeiten bin ist alles ok.
Wenn ich alleine irgendwo hinfahre ist alles ok.
Wenn ich jemand neben mir sitzen habe im Auto fängt es an. Es ist ein komisches Gefühl im Magen. Keine direkte Übelkeit. Es ist irgendwie,.... als wäre ich lieber alleine im Auto jetzt.
Kann das schwer erklären.
Das ist nicht bei bestimmten Personen so, sondern generell. Sogar bei meinem Schatz.
Wenn wir zum Beispiel ihre Eltern besuchen fahren (200 km) und sie sitzt neben mir dann habe ich dieses Gefühl auch.
Habe dann immer das Fenster offen damit ich frische Luft bekomme. Hab Angst davor, dass mir schlecht wird. Aber eigentlich gibt es keinen Grund dafür. Warum sollte mir schlecht werden?

Als ich mein Schatz das erste mal traf und wir uns kennen gelernt haben haben wir uns in der Mitte getroffen. Ich habe sie dann abgeholt und wir mussten noch 100 km fahren zu mir.
Als ich sie sah habe ich mich voll gefreut. Dann im Auto war mir auf einmal nach 10 Minuten so komisch dass ich auf dem Seitenstreifen anhalten musste.
Ich vermute das ist die Aufregung die abgefallen ist von mir? Keine Ahnung.

Aber warum verkrafte ich diese Aufregung nicht?
Warum bin ich aufgeregt wenn wir 200km ihre Eltern besuchen fahren?

Das komische ist. Nach den ersten 50km ist alles wieder ok. Dann fahre ich entspannt und geniese die Fahrt. Aber vorher,...... unerträglich. Angst. Nur vor was?

Ich mache es halt immer und immer wieder. Stelle mich der 'Angst' und hoffe das sie verschwindet aber im Gegenteil.

Heute Abend hole ich zum Beispuel meine Eltern vom Flughafen ab.
Ich weis jetzt schon wie es wird. Auf der Hinfahrt (alleine) ist alles ok und im Wartesaal des Flughafens fängt mein Magen wieder an.
Habe jetzt schon Angst davor. Angst. Aufregung, Übelkeitsgefühl.

Oh, mir fällt noch etwas ein. Ich habe nen netten Arbeitskollegen.
Wenn ich mit ihm in der Mittagspause ab und an zum Burger King fahre was zum Essen holen geht es mir genau so.
Ich fahre lieber alleine. Selbst so kurze Wege als jemand bei mir zu haben.

Wisst ihr was ich mir wünsche?
Ich wünsche mir nichts sehnlicher als frei zu sein. Frei von dieser Angst. Ich möchte diese Situationen (Besuch bei Eltern, Freunden, Autofahrten, etc) wieder geniesen können.
Denn eigentlich sind dies schöne Momente. Aber ich kann sie leider nicht geniesen. Ich wüsste nur zu gerne warum ich diesen Stress empfinde. Bei so Kleinigkeiten.

Ah, da fällt mir nochwas ein. Ich habe auch schlimme Flugangst. Weis nicht ob das mit dem o.g. zusammen hängt.
Alles Situationen in denen Leute dabei sind irgendwie. Weis nicht wie es wäre wenn ich selbst fliegen würde. Das habe ich noch nicht getestet.

Dabei habe ich keine Kontaktängste. Habe Freunde. Bin selbstbewusst. Lerne gerne neue Leute kennen. Ich weis nicht was mit mir los ist.

So, das ist nun Sharpilinos Geschichte.
Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich wie ich mein Leben wieder so entspannt leben kann wie es einmal war.

Liebe Grüße und danke noch einmal für das Lesen meiner Geschichte,
Sharpilino

09.09.2010 11:46 • 10.09.2010 #1


6 Antworten ↓


jadi
hallo und willkommen....hast du mal einen unfall erlebt?l

mir selber geht es auch so...sobald ich einsteige und wir fahren los gehts mir die ersten min. auch net gut...erst später legt sich das.....ich weiss nicht wies ist wenn ich alleine fahren würde da ich kein FS habe..... bei mir sind es aber die ängste....mir gehts auch so wenn ich irgentwo hin gehe....lg jacky

09.09.2010 11:52 • #2



Ich würde so gerne wieder frei sein.

x 3


Hey Jadi, schön dass du geschrieben hast.
Nein, ich hatte keinen Unfall. Es ist ein komisches Gefühl und schwer zu beschreiben. Dieses Gefühl ist meist nur im Voraus so. Bevor ich etwas tue.
Wenn ich in der Situation stecke dann geht es nach einiger Zeit weg und alles ist ok.

Ich habe dieses Unwohlsein jedoch nicht nur im Auto. Auch im Flugzeug, Meeting, vor einem Vortrag, auf öffentlichen Veranstaltungen, vor einem Kinobesuch,....
also überall wo Menschen sind in Räumen.

Auf offener Straße, Partys im Freien etc. habe ich nie dieses Gefühl.
Vielleicht kurz vorher bevor es da hingeht bzw. ich irgendwie aufgeregt bin. Aber in der Regel nicht.

Im Moment ist es für mich nicht greifbar. Ich weis zwar das es da ist, aber ich weis noch nicht zu 100% woher es kommt und wie ich es abstellen kann.

Es kommt mir so vor als bin ich inenrlich aufgeregt und unruhig vor etwas.
Und wenn diese Aufregung abfällt oder auch teilweise noch andauert, dann geht es mir so schlecht wie oben beschrieben.

Liebe Grüße,
Sharpilino

09.09.2010 12:32 • #3


jadi
ja teilweise kommt mir das bekannt vor......und meist vergeht es dann auch bei mir ...aber vorher bin ich auch total aufgeregt....nur das die aufregung nicht wie früher ist sondern 1000x extremer....ich muss zum beispiel öfters vorher aufs klo bevor es irgentwo hingeht.....hab komisches bauchgefühl so wie du es beschreibst.....manchmal auch zittern....schwitzen ganz doll........und in der situation vergeht es dann langsam...es ist die angst vor angst......hast du mal drüber nachgedacht eine verhaltenstherapie zumachen...ich glaube das würde dir gut tun.....lg jacky

09.09.2010 12:36 • #4


Was du schreibst erinnert mich auch an mich. Ich dachte bis heute ich bin der einzige Mensch auf der Welt der so ein 'komisches' Problem hat.
Das tut gut Jacky. Schön, dich hier getroffen zu haben.

Über eine Verhaltenstherapie habe ich schon nachgedacht. Jedoch mich noch nicht genauer damit beschäftigt.
Ich dachte die letzten Monate, wenn ich mich nur oft genug diesen Situationen stelle dann gehts von alleine weg.
Aber leider war dem nicht so.
Bin froh auch endlich mal darüber reden zu können. Das ist nun der erste Schritt.

Wie gehst du denn mit den Situationen um Jacky? Gehst du ihnen aus dem Weg oder stellst du dich? Redest du viel darüber?

09.09.2010 12:42 • #5


jadi
das ist auch ganz gut sich der situation zustellen...aber du musst es immer wieder tun...du musst immer wieder mit jemanden mitfahren...und du musst alle symptome zulassen nicht ablenken...nix trinken kein radio mehr aufdrehen....keinen kaugummi kauen oder bonbon lutschen....dich richtig der angst stellen nur so packst du es....es gibt auch sehr gute bücher.......wie das hier links aufgeführt zum beispiel......ängste verstehen und überwinden.....sehr sehr gut....du musst in der schrecklichen situation solange bleiben bis du merkst das die symptome nachlassen....immer immer wieder...so merkt sich dein gehirn das keine gefahr besteht........

09.09.2010 12:47 • #6


Danke für deine Ratschläge.
Ich habe mir gestern das Buch bestellt. Vielleicht kann ich mit dessen Hilfe diese 'unbegründete' Angst besser verstehen.
Durch die Tatsache, dass ich mich besagten Situationen immer und immer wieder stelle merke ich jedesmal,..... oh, so schlimm war es ja doch nicht.

Bisher habe ich wohl den Fehler gemacht und habe Wasser dabei getrunken oder ein Reisekaugummi dabei gekaut.
Die Angst sozusagen noch bestärkt in ihrem Vorhaben.
Werde versuchen das in Zukunft zu vermeiden und, wie du bereits geschrieben hast, die Angst bewusst zulassen und mich ihr zu stellen.

Was kann mir schon passieren? Sterben werde ich daran nicht.

Weist du liebe Jacky, der Wille dieser Qual ein Ende zu setzen ist sehr hoch, denn es kostet mich jedes Mal unnötig Kraft dagegen anzukämpfen.
Ich will das nicht mehr.

Ich habe heute vor 108 Tagen aufgehört zu rauchen (mein aktuelles Projekt, deswegen weis ich die Tage so genau hihi).
Es hat Anfangs Überwindung und viel Kraft gekostet aber es hat sich gelohnt. Denn nun fühle ich mich frei von dem Zeug.

Ich bin mir sicher das ich auch diesen Teufel (die Angst) in den Griff bekommen kann. Schön, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin.

LG,
Sharpilino

10.09.2010 08:42 • #7




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