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Lolly83

Lolly83
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Hi Leute.

Heute habe ich wieder extrem Panik das ich sterbe ich halte es kaum aus.

25.06.2016 #1


92 Antworten ↓
Perle

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Hallo Miriam,

hier im Forum haben User mal darüber geschrieben, dass sie den Umgang mit dem Tod auf diese Weise durchführen und ich fand das gut und habe immer wieder so gedacht, wenn die Todesangst mich überkam. Man kann das üben, die Kontinuität macht es aus. Wenn Du es nur einmal im Jahr machst, dann bringt es gar nichts.

Ich halte übrigens auch viel davon, sich in guten Zeiten mit dem Tod zu befassen. Nicht ständig aber immer mal wieder. Denn wenn wir erst damit anfangen, wenn er vor der Tür steht, werden wir panisch. Egal, ob wir nun selbst betroffen sind oder ein naher Angehöriger oder Freund. Mein Vater befindet sich gerade im Sterbeprozess. Es bringt mir viel, das aktiv zu begleiten, auch wenn es schmerzvoll und anstrengend ist. Ich muss oft weinen, wenn ich wieder zuhause bin. Aber das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Niemand hat behauptet, dass das Umgehen mit dem Tod einfach ist.

Und nun noch etwas, liebe Lolly: Es gibt die Theorie darüber, dass die Angst vor dem Tod eigentlich die Angst vor dem Leben ist. Angst, sich dem Leben zu stellen. Angst, Verantwortung zu übernehmen. Angst, wirklich erwachsen zu sein mit allen Konsequenzen.

Ich persönlich bin mein halbes Leben lang vor dem Leben davon gerannt. Kein Wunder, dass ich eine Angststörung bekam.

So, das waren meine kleinen Denkanstöße.

LG, Martina

19.06.2016 12:48 • #41


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A


Ich halte es kaum aus

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Perle

Perle
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Und damals im Mai war Deine Mutter noch in der Reha, so dass Du mit Ihrer Erkrankung nicht konfrontiert wurdest, sie Dir nicht so sehr vor Augen geführt wurde, richtig?

Lolly, das Problem ist, das wir alle vor dem Tod nicht davon laufen können. Im Innersten weißt Du das auch, aber Du kannst es noch nicht akzeptieren. Es ist ein Entwicklungsprozess, der eine kann es schneller annehmen, der andere kämpft sein halbes Leben damit herum.

Deine Mutter hat ein schweres Schicksalslos erlitten, das stimmt und es schmerzt, das mit ansehen zu müssen und nicht wirklich helfen zu können. Das bedeutet nun aber im Umkehrschluss nicht, dass sie nicht dennoch lebenswerte Momente haben wird. Es benötigt seine Zeit für sie und für Dich, sich mit der neuen Situationen arrangieren zu können. Sich abzufinden und das Beste daraus zu machen.

Ich hatte auch eine Zeit lang Todesangst. Mir hat es geholfen, das mit einem "Schulterzucken" hinzunehmen. Dann bin ich eben tot. Wenn es soweit ist, kann ich es eh nicht mehr ändern und dann interessiert es mich ja auch nicht mehr. Ich bin dann einfach nicht mehr da.

Das mag befremdlich klingen, doch eine gewisse Gelassenheit in allen Lebenslagen hilft uns meist am besten.

LG, Martina gemeinsam

19.06.2016 12:18 • #37


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Restlessheart
Hallo Lolly...das Gefühl kenn ich allzugut...mir hilft es mich abzulenken, damit ich mich da nicht zu sehr hineinsteigere oder versuchs mal was pflanzliches zur Beruhigung zu nehmen...hoffe deine Attacke geht schnell vorbei

#2


Lolly83
Ich hasse es. Letztes ekg Ende Februar habe angst das was übersehen wurde.

#3


Restlessheart
auch ich denke immer, dass beim EKG was übersehen werden könnte ( vorallem wenn ich ängstlich bin) aber seit Jahren plagen mich diese Ängste und ich lebe immer noch...ich weiss dass es dir jetzt nicht hilft , wenn ich dir sage, hab einfach Vertrauen, mit deinem Herzen ist alles in Ordnung...bist du grade alleine, dann telefoniere mit jemanden oder beweg dich ( das baut den Adrenalinspiegel ab) versuch deine Konzentration auf etwas anderes zulenken und du dich nicht zu sehr auf deine körperlichen Symptome fixierst...

x 1 #4


Lolly83
Habe magengrummeln und Durchfall. Habe kein herzstolpern und habe angst das mein Herz stehen bleibt

#5


engeline1705
Ich kann dich da gut verstehen. Was ist denn passiert das du jetzt Todesangst hast? Bist du alleine? Weisst du was der Auslöser war?

#6


Lolly83
Das kam einfach so und bin dann voll rein in die Panik. Ich will nicht sterben verdammt

#7


S
Hilft dir das Escitalopram und bisoprolol nicht?

#8


Lolly83
Nehme seit letzten Mittwoch paroxetin

#9


miriam0707
Hallo Lolly, ich hoffe dir geht es bereits besser

#10


Lolly83
Schon aber diese doofen Gedanken das ich doch was schlimmes habe machen mich irre

#11


miriam0707
Das kenne ich... ich weiß es ist schwer, aber versuch dich irgendwie abzulenken. Hast du schon mal an eine Therapie gedacht? Seit wann hast du die Panik schon?

#12


Lolly83
Habe ich ja. War 3 Monate in einer tagesklinik. Habe diese Krankheit seit einem Jahr. Mein Kopf sagt mir das ich eine schlimme Krankheit habe und ich bald sterben werde

#13


miriam0707
Dann hat die Tagesklinik dir also nicht viel gebracht? Was war der Auslöser für deine Ängste?Was machst du denn sonst so? Hast du jemanden mit dem du darüber sprechen kannst?

#14


S
Mit Paroxetin war meine Angst und Unruhe schlimmer. Finde Escitalopram besser. Auch was Gewicht und sexuelle Nebenwirkungen angeht etc

#15


Lolly83
Der Auslöser War letztes jahr der Schlaganfall meiner Mutter. Seitdem ging es mit mir bergab. Schweissausbrüche zittern Durchfall meine brust wurde warm und halt Todesangst jeden tag bis zu 20 mal. Seit Anfang diesen Jahres ist es nicht mehr so schlimm aber wenn dann die angst kommt dann richtig. Würde durchgecheckt 3 ekgs in 6 Monaten und 4 Blutabnahmen alles War in Ordnung. Mein Kopf sagt mir ständig das ich was schlimmes habe. Ich hasse es. Freunde habe ich keine mehr. Bin quasi allein damit. Meine Familie versteht das nicht

#16


miriam0707
Ich nehme Paroxetin seit knapp drei Wochen und muss sagen das ich keine Panikattacken mehr haben, die Gedanken sind halt oft noch da. Aber ich glaube das wird langsam weniger, ich Steiger mich halt nicht mehr ganz so rein. Zugenommen habe ich noch nicht, dass sexuelle stimmt allerdings, da habe ich im Moment einfach keine Lust drauf.

#17

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S
Ja, Traumata sind oft Auslöser.

Eventuell mal den Psychiater nach Buspiron zur Ergänzung fragen, das hilft laut Internet oft als Ergänzung zu SSRI. Therapie hattest du ja schon versucht

#18


S
Zitat von miriam0707:
Ich nehme Paroxetin seit knapp drei Wochen und muss sagen das ich keine Panikattacken mehr haben, die Gedanken sind halt oft noch da. Aber ich glaube das wird langsam weniger, ich Steiger mich halt nicht mehr ganz so rein. Zugenommen habe ich noch nicht, dass sexuelle stimmt allerdings, da habe ich im Moment einfach keine Lust drauf.


Paroxetin hat halt laut Fachbüchern eine hohe Rate an Gewichtszunahme, oft sehr viele kg, wird mit Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten in Verbindung gebracht und soll eventuell Demenz fördern aufgrund der anticholinergen und antihistaminergen Wirkungen. Das ist bei den anderen SSRI nicht so. Daher bevorzugt man eher Escitalopram etc

#19


Lolly83
Ich nehme das paroxetin seit fast 2 woChen muss am Dienstag auf 30mg erhöhen. Ich habe auch noch Diazepam hier aber ich weiß nicht ob ich das zusammen nehmen darf.

#20


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Dr. Christina Wiesemann
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