Hallo LUNA2010,
mir geht es da ähnlich, wobei ich mich nie von der Angst habe einschüchtern lassen.
Ich hatte vor ca. 20 Jahren extreme Angstzustände und habe diese komplett überwunden.
Ganz normales Leben, außer Fliegen - wobei ich dies nicht als Einschränkung gesehen habe, somit für mich keine Ausweich-Angst.
Also, alles normal, Geheiratet, Vater geworden, Haus gebaut, normal (eher zu viel) gearbeitet.
Dann hat es mich, da ich Angst ja nicht zugelassen habe, auf anderem Weg erwischt.
Mitten auf der Autobahn BurnOut durch übermäßigen Stress oder Arbeitseifer oder wie immer man es nennen will. Siehe da, die Angst ist extremer als vorher, Hauptsächlich beim Autofahren zurück.
Ich habe nie damit gerechnet jemals wieder in diesen Kreislauf rein zukommen und trotzdem hat es zugeschlagen.
Was mir nach knapp 3/4 Jahr Krankheit, ich arbeite wieder voll, geholfen hat war ein Klinikaufenthalt, ein guter Psychotherapeut und z.Zt. eine Heilpraktikerin die mich sehr gut mit Globuli behandelt. Meine Nebenschauplätze der Angst wie Magenschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit sind damit so gut wie weg.
Soweit zu meiner Geschichte, nun zu dir
Angst ist immer Sch...., aber wir würden nicht mehr Leben wenn wir diese Angst nicht hätten, ich Behaupte sogar das die "Angstlosen" schon lange Tot sind. Wer aus der Höhle raus schaut wird gefressen. Somit sind wir die wirklichen Starken, wir merken es nur nicht oder fühlen uns nicht so.
Den Umgang mit der Angst lernen ist das wichtigste, was braucht man dafür das muss man raus bekommen.
Mir hilft in erster Linie meine Familie und die Angst-Profis die ich anspreche wenn es mir schlecht geht, den Rest musst du, so schlimm es klingt alleine machen.
Um aus dem Angstkreislauf raus zu kommen ist meiner Meinung nach täglich Sport und nicht vor Situationen ausweichen das wichtigste. Da Problem ist nicht die Angst, die kann man aushalten und diese geht auch irgendwann weg, er Körper kann nicht dauernd auf Angst laufen.
Das Problem ist die Angst vor der Angst!
Such jemanden der dir am Anfang hilft, wenn es besser wird mach aber bitte auch etwas alleine und klammere dich nicht an die Hilfe. DU bekommst die Angst sicher mit der Zeit in den Griff.
Falsch ist auch immer nur das schlechte und schwierige zu sehen, leider ist der Mensch aber so da es in den letzten 1000den von Jahren unwichtig war was gut war, Wichtig war immer sich die Gefahren zu merken und diesen auszuweichen.
Einem Arbeitgeber zu erklären was Angst ist, ist unmöglich. dieser muss sein Unternehmen führen, funktioniert jemand nicht, wird er ausgewechselt, ist bei uns leider so. Einziger Unterschied, du bist unverzichtbar!
Egal wie es ist, ich würde an deiner Stelle mit meinem Therapeuten darüber reden, du hast hoffentlich einen, evtl. geht dieser sogar mit zur Besprechung.
Boot fahren, wie weit musst du das, wie weit schränkt das dein Leben ein? Ist es Wichtig, mit einem kleinen Bott das dich jederzeit ans sicher Ufer bringt anfangen, ist es für dein Leben unwichtig, lass es und denk nicht weiter darüber nach.
Führerschein, ich hätte heute mehr Angst vor der Prüfung als vorm im Stau stehen

Scherz bei Seite, such dir eine Fahrschule die mit Ängstlichen Leuten umgehen kann, kam neulich mal im Fernsehen das es sogar spezielle Fahrschulen gibt die mit Angstpatienten fahren und nach 1 Tag sind diese wieder Fit mit dem Auto. Diese sollten dann auch Angstpatienten zu Prüfung fit machen können. Ist sicher eine super Übung.
Zug, hab ich in der Klinik versucht, mit Therapeut kein Prob, ohne KATASTROPHE. Ich muss aber nicht Zug fahren, wie ist das bei dir? Wenn du den Zug brauchst, lerne mit Begleiter neben dir, dann im selben Abteil, im selben Zug, einen Zug später usw., einfach steigern.
Kinder, das ist ein Thema da wird es schwer einen Rat zu geben. Ich kann da nur auf mich verweisen, meine Mutter hat seit über 50 Jahren Panikartigen,. ich bin froh das ich hier bin und ich denke mein Sohn ist es auch.
Was ich nur gemacht habe nachdem meine Angst wieder kam, ich habe meinen Sohn (Pubertät) gefragt ober er nicht auch mal gerne jemanden hätte (Therapeut) mit dem er sprechen könnte. Zuerst hat er gemeint er braucht keinen Nerven-Klemptner, mittlerweile ist er ganz froh das er einmal im Monat zu einem Jugendpsychologen kann um sich über seine Eltern auszukotzen .
Meine Meinung, wenn du einen liebevollen, starken Partner an deiner Seite hast wie ich, ist ein Kind auch mit Angst kein Problem.
Mach dir weniger Gedanken und wenn nur gute

Jetzt habe ich wieder mal den frühen Schluss nicht gefunden, ich hoffe aber das ich dir bei manchen Dingen helfen konnte
und wünsche dir VIEL GLÜCK nicht nur bei der Angst Bekämpfung.
LG