Ist es denn eine bestimmte Fahrt oder irgendeine Fahrt? Wenn's nur ums Üben ginge, kann ich dir empfehlen, die Aktion auf die Nacht zu verlegen, da ist die Autobahn recht leer und man hat nicht nur das Gefühl, jederzeit anhalten zu können, sondern könnte es auch tatsächlich...
Zitat von Miasma:Jetzt stehe ich aber vor meinem größten Problem: AUTOBAHN
Ich habe tierisch schiss vor meiner Reaktion, ich soll als Beifahrer mitfahren und weiß wie ich in dieser Situation komplett ausklinke. Es ist dann kein normaler Gedanke mehr möglich.
Ich habe bzw. hatte dieses Problem nur als Fahrerin. Da gibt's denn auch ein paar Szenarien des Ausklinkens, die niemand erleben möchte. Sie sind natürlich nie eingetreten. Aber für den Beifahrer hält sich der Handlungsspielraum des Ausklinkens eigentlich in engen Grenzen und normale Gedanken sind nicht nötig. Was schwebt dir so vor, was du tun könntest vor Angst? Aus anderen Situationen weißt du ja, dass das mit dem Selbstauflösen, dem Wahnsinn Verfallen etc. nicht so klappt... Vermutlich hast du auch noch nie rumgeschriien, um dich geschlagen oder Schaum vorm Mund gehabt. Und das wird auch nie passieren. Du wirst "nur" Angst haben, die Angst wird am Anfang rasant zunehmen, für 'ne Schrecksekunde wirst du vielleicht denken, dein Leben sei nun zu Ende, und dann wird die Angst abflauen. Wie immer. Wichtig ist nur, dass du dich darauf einstellst, dass du auf der Autobahn zur Zeit noch "normalerweise" Angst bekommst, und dass du die Angst kommen lässt, statt sie bekämpfen zu wollen.
Je nach Temperamt und Stimmung hilft vielleicht auch Übertreibung oder eine paradoxe Intention: Ich werde mich vor lauter Angst in ein Krokodil verwandeln (hat mir eine Therapeutin mal empfohlen). Sobald ich auch nur ein kleines bisschen Angst bekomme, fange ich an, laut zu schreien. Sobald wir auf die Autobahn fahren, werden ich die schlimmste Panikattacke aller Zeiten hinlegen und noch steigern - von wegen nach oben offene Skala, ich werde damit ins Guiness-Buch kommen...
Liebe Grüße
Christina