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PsychoZwerg92
Hey Zusammen.
Ich habe schon einige Themen verfasst. Aber dieses liegt mir echt besonders am Herzen.
Ich leide seit Wochen und das wirklich jeden tag unter Angstschwindel begleitet von Übelkeit. Mal fällt er mir besonders auf und mal eher weniger.
Auslöser dafür ist das ich vor einigen Wochen eine Bronchitis und eine dicke Erkältung hatte. Ich habe ein Antibiotika bekommen was ich nicht vertragen habe und dies führte dazu das ich mitten in der Öffentlichkeit beinahe einen Kreislaufkollaps erlitt.
Ich leide unter einer Sozialphobie und Angst und Panikattacken und das seit vielen Jahren.
Die letzten drei Jahre war alles in Ordnung ich hatte an sich wenig Beschwerden. Doch seit 4 Wochen ist es so schlimm das ich meinen Alltag so normal nicht mehr bewältigt kriege.
Besser gesagt ich drehe mich nur im Kreis und wollte fragen ob Ihr einen Rat für mich habt .
Vielleicht habt ihr ja in einer Therapie bestimmte Übungen gemacht oder könnt mir ein Pflanzliches mittel gegen diesen Horror empfehlen.
Ich freue mich auf jeden fall über antworten.
Vielen Dank im Voraus

28.10.2015 19:44 • 02.11.2015 #1


47 Antworten ↓


RicoBee
Jo, kenne ich. Ich versuche es mit Atemübungen. Wenn ich zu Hause bin, lege ich mich hin und hoffe, dass ich wegpenne, bevor es heftig wird. Und ansonsten... keine Medis, ich versuche, mich damit zu arrangieren. Vermutlich gibt es bessere Methoden

28.10.2015 19:59 • x 1 #2



Hallo Ihr Lieben Habt ihr probleme mit Angstschwindel?

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Kerny
Hi Zwerg,

Angstschwindel ist mir ein vertrautem Begriff. Man sitzt dar beim fernsehen und plötzlich aus dem nichts wird man schwindelig. Oder beim Arbeiteweg schaut man nach rechts über die Strasse und wieder diese erschreckendes Schwindelgefühl. geht es bei dir auch so?

Erfahrungsgemäß eine Depressions Symptom, wenigstens war es mir so diognistiziert nach etliche HNO/Internisten/Neurologischen Besuche wo ich am Ende beim Psychologen landete. Alles war in ordnung mit meine arterielen Durchblutung, Hirnversorgung usw. Nicht mal ein HWS Syndrom. Die Ohren und nebenhüllen? Alles wunderbar.

Hast du das Gefühl das du auf einem Schiff unterwegs bist beim hohen See wenn die Schwindelanfälle passieren? Das Mittelohr kann nach einer Erkältung ein Restbestand enthalten die das sensiblen Innenohrbalancemechanismus beeinträchtigt. Hast du gehor Probleme vielleicht?

29.10.2015 02:46 • #3


PsychoZwerg92
Ich habe nur manchmal ein summen im Ohr aber meine Ohren sind gesund war beim Ohrenarzt.
Meine blutwerte waren alle okay und andere Ärzte besuchen wollt ich eig nicht.
Ich habe wenn ich steh so eiGlGleichgewichtsproblem dann schwank Ich nach vorne und nach hinten.

Ich glaub aufjedenfall das es die Psyche ist gestern hatte ich einen sehr heftigen panikanfall und da hat sich auch der Schwindel verstärkt.

29.10.2015 07:24 • #4


Kerny
Guten Morgen Psychozwerg

Verstehe ja, nimmst du auch ein gewissen knistern der Nackenmuskelatur/Schädelbasis wahr? Öfters kommt es vor das durch Anspannung du unbewußt den Kiefer zusammenklemmst und um die Schultern angespannt bist. Man merkt es kaum bis mann sich richtig bewüßt streckt.

Das Strecken entspannt die Muskelatur um den Hals und möglicherweise hilft auch mit dem Schwindelanfallen

29.10.2015 09:18 • #5


PsychoZwerg92
Ja ich bin total verspannt. Merk ich auch grade im Nacken und auch die Wirbelsäule tut manchmal weh. Wahrscheinlich kommt es daher das ich ein hohlkreuz hab. Wenn ich sitze zieh ich auch unbewusst den hals nach vorn ist mir grad aufgefallen. Und mit dem kiefer hab ich auch seit längerem Zutun Hab mich aber bisher nicht zum kieferorthopäden getraut ~.~

29.10.2015 09:22 • #6


RicoBee
Bevor du den teuren Weg zum Kiefer-Orthopäden machst, versuch erst mal, die Kiefermuskulatur mit den Fingerspitzen zu massieren. Vielleicht einmal mittags und einmal vorm Schlafen. Beim Sitzen (auch Hohlkreuz) hilft es mir, wenn ich zwischen einem Stuhl und einem Hocker hin und her wechsle. Dann sitze ich nicht den ganzen Tag mehr oder weniger in derselben Position. Beim verspannten Nacken sind auch Kissen und Matratze immer ein Thema.

29.10.2015 09:30 • #7


PsychoZwerg92
Danke für die Tipps allerdings verkrampfe Ich auch schnell wenn ich irgendwo hin gehe und wenns nur in die Küche ist...
Total schlimm ~.~ aber Ich versuche das auch mal mit dem Kiefer Dankeschön

29.10.2015 09:41 • #8


RicoBee
Gern Wenns um ein verkorkstes Gerippe geht, hab ich jahrzehntelange schmerzhafte Erfahrung

29.10.2015 09:43 • #9


PsychoZwerg92
Hach das tut gut nicht allein damit zu sein:)

29.10.2015 09:44 • x 1 #10


RicoBee
Dummerweise gilt da das Prinzip Geteiltes Leid ist halbes Leid nicht. Wenn der Buckel wehtut, dann gleich richtig.

29.10.2015 09:49 • #11


PsychoZwerg92
Haha Buckel wenigstens lohnt es sich einen zu haben spätestens an Helloween xD.
Hast Du auch öfter Kopfschmerzen wegen Verspannungen etc? ._. Das nervt besonders

29.10.2015 09:53 • #12


RicoBee
Jup das ist meist ein widerliches Pulsieren am Kopfansatz bei mir. Da heisst das Spiel dann: Finde die erträgliche Position. Aber das ist weniger geworden, seit ich ernsthaft versuche, mich mehr zu bewegen.

29.10.2015 09:59 • #13


PsychoZwerg92
Ich denke das trägt auch viel dazu bei. Ich würde mich auch gern mehr bewegen hab aber viel zu oft angst allein rauszugehen. _. Und angst davor das dann was passiert

29.10.2015 10:05 • #14


RicoBee
Hey, ich sagte bewegen nicht Märsche machen! Weisste, ich bin grundsätzlich ein fauler Knochen. Deswegen fallen bei mir die morgendlichen Dehnungsübungen und so was auch unter bewegen. Hast du schon mal einfache Balance-Übungen versucht? Also wirklich total einfache, bei denen gar nix passieren kann?

29.10.2015 10:16 • #15


PsychoZwerg92
Nein damit habe ich auch überhaupt keine Erfahrungen gemacht vielleicht kannst du mir ja ein Paar erklären dann probiere ich es auch mal aus

29.10.2015 10:28 • #16


RicoBee
Mache ich, ich hab mir zu Hause ein paar Sachen zusammengestellt. Schicke ich dir heute Abend

29.10.2015 10:31 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

PsychoZwerg92
Cool freu mich

29.10.2015 10:34 • #18


Romulus100
Hab einmal ein sehr schönes Kommentar in einem anderen Forum zum Thema Angstschwindel gefunden:

Hallo ihr Lieben,
jaja, man staunt, dass es so viele Leidensgenossen gibt. Bevor ich diesen Schwindel hatte, habe ich davon noch nieee etwas gehört. Freilich wusste ich, dass es Menschen mit Panikattacken gibt, aber meine Beschwerden waren doch ganz anders.
Vielleicht zwei Hinweise:
1. Unsere Krankheit ist (!) eine Angststörung. Der Witz ist gerade, dass man gar nicht so die Angst (vor etwas Unbekanntem oder konkreten Situationen, wie U-Bahn, Supermarkt, etc.) spürt, sondern dass sich die Angst eben durch den Schwindel ausdrückt. Das erklärt vielleicht auch, dass in einer richtigen Panikattacke bei manchen der Schwindel weniger wird, weil die Angst sich dann auch andere Wege suchen kann.
Diese Angststörungen zeigen sich in typischen Angstsymptomen: Schwindel, Herzrasen, Magen-Darm-Problemen, Kreislaufprobleme, Muskelzucken, leichtes Erschrecken, Übelkeit (diese Symptome hatte ich am Anfang, aber halt vor allem Schwindel). Und zu diesem Symptomen können bei anderen natürlich beliebige weitere hinzu kommen, z. B. Schmerzen, Kopfdruck, Beklemmungsgefühl, Muskelkrämpfe...... (die Liste ließe sich fortsetzen).
2. Solange man glaubt, körperlich krank zu sein, kommt natürlich eine weitere Angst hinzu: Die Angst, (schwer oder für immer) krank zu sein, endlos diese Beschwerden zu haben. Auch diese Angst ist krankhaft, das heißt übertrieben.
Viele von uns, ich zum Beispiel, kennen diese Angst sicher schon von früher. Ich hatte schon seit Jahren immer wieder körperliche Beschwerden ohne Befund. Und immer dachte ich, dass es was ganz Schlimmes sei, bin von Arzt zu Arzt gerannt. Irgendwann, nach einigen Monaten ging's dann wieder von selber weg.
Diese Angst vor der Krankheit kann natürlich die Angst, die den Schwindel erzeugt verstärken. Angst macht Schwindel, Schwindel macht Angst, usw. Was am Anfang stand ist meist unklar.
Nur ganz selten hatte ich auch ein unklares Angstgefühl. Vor Ostern war's zum Beispiel so, dass ich bei einem Osterspaziergang plötzlich heftige Angst vor dem Sommer, der Sonne, der Wärme, etc hatte. Eine völlig surreale Erfahrung, die mir aber deutlich gemacht hat, dass ich außer dem Schwindel noch ein anderes (vielleicht schwindelauslösendes) Problem habe: Angststörung!
3. Es gibt Medikamente, die gegen Angststörungen helfen. Dazu zählen Serotoninwiederaufnahmehemmer, z. B. Seroxat oder Paroxetin. Theorie bei der Schwindeltherapie ist: Wenn die Angst weniger wird (und das bewirkt diese Sorte der Antidepressiva), dann wird auch der Schwindel weniger.
Und ich muss sagen: Es stimmt. Habe schon ziemlich bald mit Seroxat begonnen, aber zu gering dosiert und zu kurzzeitig. Nach Absetzen wurde es wieder richtig heftig. Seit April nehme ich jetzt 30mg und mir geht's jeden Tag besser. Man sollte die Dosis also ruhig bei 30-40mg ansetzen, so wie es die Ärzte und der Beipackzettel auch für Angststörungen empfehlen. (10-20 mg sind eher für depressive Menschen gedacht).
4. Natürlich ist man hilflos und meint, niemand könne einem helfen, man müsse halt selber nur ganz genau auf sich achten, dann könne man schon Zusammenhänge herstellen (z. B. Claudias Darmtheorie, Perles HWS-Theorie oder Kätzchens parallele Schmerzen an den verschiedensten Stellen).
Das ist sooooo typisch. Auch ich habe ständig auf alles geachtet. Einmal dachte ich sogar, ich hätte Hepatitis, weil mein Stuhl plötzlich eher etwas gelblich war. (Blutwerte waren aber ok!), auch die HWS-Theorie war lange mein Ding (zig Therapeuten haben an mir herumgedrückt und gerenkt...), eine Brille habe ich mir verschreiben lassen (vielleicht kommt's ja von den Augen...), plötzlich haben die Muskeln gezuckt....
All das liegt an einem weiteren Hauptproblem: Unsere ständige übertriebene Selbstbeobachtung. Was anderen Menschen gar nicht auffällt, ist für uns gleich etwas Schlimmes oder zumindest etwas, was mit dem Schwindel zusammenhängt.
Und jetzt das Wichtigste: Der Schwindeleffekt entsteht gerade dadurch, dass wir viiiiiiiieeeeeel zu sehr auf unser Gleichgewicht achten. Natürliche Schwankungen erscheinen uns bedrohlich. Wenn wir diese besser akzeptiern können (beim Joggen, Tanzen, Hüpfen...), dann geht's uns besser.... (euch auch?)
Wenn ihr hier ja sagt, dann seid ihr 100%-ig nicht körperlich schwindelkrank. Kein organischer Schwindel wird bei komplexeren Bewegungen besser oder gar im Dunkeln oder mit Alk.!
Je weniger wir auf den Schwindel achten, umso weniger wird er werden.
Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich nur noch dann Schwindel habe, wenn ich kurz mal denke, ich hatte doch mal Schwindel.
Es ist wie beim Treppensteigen. Wenn man nicht darüber nachdenkt, klappt's prima, aber wehe, wenn man sich darauf konzentriert. Oder: Wenn man sich seinen Namen viele Male bewusst laut vorspricht, kommt er einem am Ende ganz seltsam vor!
5. Problematisch ist halt, dass wir schon so lange negative Erfahrungen gesammelt haben: Zu bestimmten Uhrzeiten, zu bestimmten Gelegenheiten und an bestimmten Orten ist uns mehr oder weniger schwindlig. Das bedeutet aber nichts anderes als einen Lernprozess. Schließlich sind wir konditioniert und der Schwindel kommt wie erwartet.
Wichtig ist also, dass man keiner unangenehmen Situation ausweicht. Immer und immer wieder müssen wir alles (!), was zum Leben gehört, tun: Einkaufen, ins REstaurant gehen, ins Kino gehen... Und natürlich ganz besonders die Situationen häufen, in denen uns schwindlig war. Dann wird ganz langsam (!) und mit Hilfe des Seroxats z. B. ein umgekehrter Lernprozess einsetzen: Wir können den Schwindel verlernen. Immer öfter wird es Tage geben, an denen es uns besser geht. Irgendwann vergisst man den Schwindel und wundert sich am Abend, wo denn heute bloß der Schwindel war. Wahrscheinlich kommt er spätestens in diesem Moment!
Es ist wie mit Vokabeln: Irgendwann klappt's ohne Nachzudenken und: Je weniger man nachdenkt, umso besser klappt's!
Fazit:
1. keine Beschäftigung mit dem Schwindel (steigert nur die schädliche Selbstbeobachtung)
2. keine Situation meiden (sonst wird's dort immer schlimm sein, denn wir haben ja nie positive Erfahrungen)
3. Angststörung behandeln (medikamentös, Psychotherapie)
4. sich öfters beweisen, dass man körperlich fit und ok ist: z. B. Joggen, Wandern, Radfahren...
5. keine schnellen Ergebnisse erwarten - nieee aufgeben!
Viele liebe Grüße

29.10.2015 11:54 • x 1 #19


Hallo PsychoZwerg

Kenne das mit dem schwindel nur zu gut
Als erstes war der schwindel da dann kam die angst vor dem schwindel weil ich mir nicht erklären konnte woher er kommt
Habe auch ein hohlkreuz und mir wurden vom Arzt ein paar Übungen gezeigt die diesem entgegen wirken sollen
Wenn du magst kann ich sie dir in einer Nachricht beschreiben
Wenn du den Kopf nach links und rechts neigst knackt es dann leicht?
Wenn ja solltest du dich vielleicht mal einrenken lassen
Ich war auch total verspannt und hatte nacken schmerzen
Heute morgen hat der Arzt mich dann eingerenkt das hat ganz gut geknackt
Er sagte nackenblockaden Können sehr schnell schwindel verursachen und dass man selbst diese Blockaden teilweise abbauen kann indem man die Schulter und Nacken Muskulatur trainiert
Vielleicht probierst du das mal
Ich habe das Gefühl dass der schwindel bei mir weniger ist wenn ich nicht so verspannt bin aber das ist wahrscheinlich auch mehr Einbildung als sonst was

Schöne Grüße

29.10.2015 12:11 • #20



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