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Ich bin 41 Jahre alt und habe seit ca. 1,5 Jahren ab und zu Angstprobleme beim Gehen. Fühle mich dann ganz schwach und wacklig auf den Beinen und kann manchmal gar nicht mehr weitergehen. Zeitweise sind die Beschwerden aber auch ganz verschwunden.
Bin allgemein ein eher ängstlicher Mensch. Bin geschieden und alleinerziehend und bin manchmal unsicher, wie ich mein Leben weiter gestalten möchte (z.B. ob ich mir einen neuen Partner suchen möchte oder lieber noch alleine bleibe).

Ich denke diese Angst und Unsicherheit drückt sich durch meine Beschwerden aus.

Hat jemand ähnliche Probleme oder Ratschläge?!
Ob diese Probleme von selber wieder weg gehen?

Danke
Tina

22.10.2012 16:51 • 29.10.2012 x 1 #1


14 Antworten ↓


Eigentlich alle angsterkrankte Leiden und diesem Schwindel und der Angst umzufallen. Diese Symptome der Angst gehen in der Regel nicht vor alleine wieder weg. Allerdings werden sie weniger und gehe auch zuweilen ganz weg, wenn die Ängste therapiert werden und somit verschwinden. Die nebensymptome den Angst sind eben abhängig von der Ursache, eben der Angst. Viele spüren ja die Angst selber eigentlich gar nicht sondern nur diese körperlichen Symptome. Daher ist die Bereitschaft zu einer therapierend die Krankheitseinsicht im Grunde bei den Leuten auch nicht vorhanden.

22.10.2012 17:04 • #2



Angstschwindel (Probleme beim Gehen)

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Hallo Tina!
Bei mir ist auch das größte Problem der Schwindel. Ich hab sowohl den Schwankschwindel als auch ab und zu den blöden Drehschwindel.
Leider kann ich dir keine Tipps geben, wie du damit am besten umgehst. Ich versuche trotz allem meinen Alltag zu meistern. Gehe auch einkaufen und arbeiten, wenn mir schwindelig ist. Fühle mich aber meistens nicht sehr gut dabei und ich habe Angst, dass ich wirklich irgendwann umkippe, weil es sich ja oft so anfühlt, als ob ich kurz davor bin.

Hast du denn schon mal an eine Therapie gedacht? Nimmst du Medikamente?

Liebe Grüße
Taddy

22.10.2012 18:10 • #3


Ich leide auch ganz schlimm darunter. Das ist Schwankschwindel, oder?

22.10.2012 18:52 • #4


Peppermint
Hallo....

Hast du die Hormone checken lassen ?
In deinem alter können das auch schon die Wechseljahre sein...da kann man auch unter Schwindel leiden...

Sprich deinen Frauenarzt mal drauf an....

22.10.2012 18:57 • #5


Huhu,

ja dieser Schwindel ist sehr lästig. Man fühlt sich nicht zugehörig.

Ich hab sonst Schwankschwindel, jetzt isses auch manchmal Liftschwindel.
Habe auch die Vermutung, dass meine Hormone verrückt spielen. Bin allerdings erst 29.

Und angefangen hat es mit 26. Also etwas früh für die Wechseljahre.
Gehe auch arbeiten und mache alles. Der Schwindel verfolgt mich aber wie ein böser Geist.

LG Ruby

22.10.2012 19:33 • #6


Also ich habe die Probleme nur bei längerem Gehen draußen (Spaziergang, Einkauf). Bin einfach unsicher und wacklig auf den Beinen und muss öfters stehenbleiben. Ich fühle mich dann so, als ob ich auf Eis laufe oder balanciere. Manchmal fühlen sich meine Beine dabei ganz schlapp an und meine Füße ganz schwer. Ich gehe aber trotzdem jeden Tag Wege zu Fuß.

Bei mir ist das Problem mit Sicherheit psychisch und nicht hormonell. Es tritt in Belastungssituationen auf und ist zeitweise wieder ganz weg.
Nachdem ich die letzten Monate kaum Beschwerden hatte, ist es bei einem Spaziergang mit einer Freundin vor einer Woche wieder ganz schlimm geworden. Nun denke ich wieder dauernd daran und muss erstmal wieder Vertrauen finden beim Gehen.

Habe mir erstmal ein Selbsthilfebuch bestellt. Habe keine Lust auf Therapie. Hatte früher schon 2 Therapien gemacht wegen eines anderen Problems.

Gruß
Tina

22.10.2012 22:38 • x 1 #7


HeikoEN
Meine Erfahrung ist, dass der Schwindel schwindet, wenn man sich erdet.

Ich habe das damals immer so gemacht, dass ich 20 Minuten gelaufen bin. Nicht spazierengehen, aber auch kein ambitioniertes Walking, einfach streng laufen. Der Schwindel war zu 90% nach 5-8 Minuten komplett weg.

Dabei habe ich die Konzentration auf meine Füße gelenkt und die Wahrnehmung des eigentlichen Laufens.

Kommt Schwindel hoch, dann den Blick in die Ferne richten.

Kommt starker Schwindel, dann auch mal einen Moment stehen bleiben und dem Schwindel entsprechen! Klingt komisch, aber hilft! D.h., einfach ganz wenig mitschwanken.

Die ganze Palette der Symptome ist Ausdruck des Nervensystems, welches ja unabhängig vom bewussten Geist arbeitet und damit nicht direkt beeinflußbar ist, auf Angst und Panik. D.h., das Nervensystem hängt sozusagen. Hilft man dem Nervensystem, z.B. durch Tätigkeiten die sehr mit Wahrnehmung bzw. Aktivität zu tun haben, kommt es zurück und es ist wieder ein Gleichtakt von Geist und Nervensystem.

Das hier kann ich empfehlen für das oben beschriebene Laufen:

http://www.ratgeber-panik.de/downloads/ ... offene.pdf

und das hier, wenn man wirklich -nur- etwas gegen Schwindel unternehmen möchte:

http://www.ratgeber-panik.de/downloads/ ... windel.pdf

Das mit dem Training gegen Schwindel funktioniert! Allerdings muss man schon 10-15 Tage trainieren, bis man damit auch Erfolge verbuchen kann.

23.10.2012 08:14 • x 1 #8


Danke für Deine Antwort, aber ich habe den Schwindel ja nur beim Laufen und er entsteht erst, wenn ich länger laufe. Das nervt mich, weil ich gerne zu Fuß gehe und gerne lange Spaziergänge mache.

Habe heute den Trick mit dem Straßenlaternen zählen ausprobiert, den ich beim Notfallkoffer gelesen habe. Außerdem habe ich mir Kalium phosphoricum D6 geholt und gleich ausprobiert. Hatte aber das Gefühl, dass das Laternen zählen mehr geholfen hat. Plötzlich konnte ich ohne Beschwerden normal weiter gehen.

Danke für Eure guten Tipps
Tina

23.10.2012 13:55 • #9


HeikoEN

Toller Beitrag.

Dem ist nichts hinzuzufügen !!

Tina, ich kenne das auch so, dass man den Schwindel immer mehr provozieren sollte.
Wenn Du also nach längerem Marsch Schwindel spürst, dann einfach weiter laufen.
Das sagt sich so leicht, gell?? Ich weiß

Mit den Laternen zählen kannte ich noch nicht.

Man lernt wirklich nie aus und so sollte ein Forum sein. Das man sich gegenseitig wertvolle Tipps gibt.

DANKE AN ALLE USER IM FORUM!

23.10.2012 14:19 • #10


Bin traurig und mutlos. Nachdem ich letzte Woche so gute Fortschritte gemacht habe, fühle ich mich heute wieder ganz elend. Hatte mich getraut die Runde spazieren zu gehen, bei der ich vor 2 Wochen die starken Ängste hatte und kaum weitergehen konnte. Leider hatte ich meine neuen (und wie ich feststellte) zu großen Schuhe an. Damit konnte ich schlecht gehen und es waren so viele Leute unterwegs. Habe total Panik bekommen und bin dann in Etappen nach Hause. Bin dann mit anderen Schuhen noch mal losgegangen, um ein Erfolgserlebnis zu haben, aber damit ging es nicht viel besser, denn ich war noch so ängstlich.

Bin die letzten 1,5 Jahre meistens recht gut damit zurecht gekommen, aber im Moment weiß ich nicht weiter.

Gruß
Tina

28.10.2012 15:15 • #11


HeikoEN
Zitat von TinaL.:
Habe total Panik bekommen und bin dann in Etappen nach Hause. Bin dann mit anderen Schuhen noch mal losgegangen, um ein Erfolgserlebnis zu haben, aber damit ging es nicht viel besser, denn ich war noch so ängstlich.

Bin die letzten 1,5 Jahre meistens recht gut damit zurecht gekommen, aber im Moment weiß ich nicht weiter.

Schraube Deine Erwartungshaltung nicht so hoch.

Es ist doch gut, wenn Du deiner Angst entsprichst!

Damit HÖRST Du auf deine Gefühle. Das ist GENAU richtig.

Denn nichts anderes will ja die Angst in dem Moment, darum ist sie ja überhaupt da!

Angst ist kein schlechtes Gefühl oder überflüssig.

Man sollte sich fragen, warum sie gerade da ist und was sie möchte. Entspricht man ihr, kann das Gefühl VIEL SCHNELLER wieder gehen, als wenn man sich dagegen aufbäumt und noch einen Anlauf nimmt oder noch einen Versuch etc.

Ein Nachmittag auf der Couch im Sonnenschein durchs Fenster ist genauso schön!

Ein Buch dazu, Tasse heissen Tee, kein Radio, kein Fernsehen, kein Computer Einfach nur mal entspannen, sich an dem erfreuen, was ist.

Also, wenn man ein Tag oder auch eine Woche dabei ist, die gefühlt nicht so erfolgreich ist, darf das sein! Wichtig ist nur, sich nicht dagegen aufzulehnen, dagegen anzukämpfen, sich in Selbstkritik wiederzufinden...

Viel Kraft!

28.10.2012 15:35 • #12


Danke für den Trost, aber ich habe Angst immer ängstlicher zu werden, wenn ich der Angst nachgebe.

Hast Du mal eine Therapie gemacht und kennst Dich damit aus?

Tina

28.10.2012 17:29 • #13


HeikoEN
Zitat von TinaL.:
Danke für den Trost, aber ich habe Angst immer ängstlicher zu werden, wenn ich der Angst nachgebe.

Ich glaube nicht, dass das passieren wird.

Vorausgesetzt man bleibt bei der stetigen Wahrnehmung seiner Gefühle und entspricht ihnen.

Denn wie schon gesagt, Angst ist KEIN schlechtes Gefühl. Es ist ein Gefühl genauso wie Mut, Rache, Neid, Liebe, Sehnsucht usw. und möchte nur gesehen werden vom dazugehörigen Menschen.

Denn man sollte sich sonst einmal die Frage stellen, WOFÜR denn Gefühle da sind

Nur in der heutigen Zeit, ist es so gar nicht gut angesehen, seinen Gefühlen zu entsprechen. Die letzten Generationen sind auch gezielt darauf getrimmt, Gefühle VÖLLIG außer Acht zu lassen für ihr leben und nur zu funktionieren, so wie es die Gesellschaft erwartet.

Ich bin FEST davon überzeugt, wenn man seine eigenen Gefühle durchgehend ignoriert und NICHT ihnen entspricht, dass genau dann größere psychische Probleme auftreten.

Ebenfalls halte ich die eigenen Gefühle für den Schlüssel zur Lösung von Ängsten, Depressionen, Zwängen usw.

Zitat von TinaL.:
Hast Du mal eine Therapie gemacht und kennst Dich damit aus?

Nunja, ja, ich habe verschiedenste Therapien gemacht. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie gegen Ängste, die ganz gut geklappt hat und von der ich bis heute Nutzen ziehe.

Auskennen ist ein weiter Begriff. Ich kenne die Zusammenhänge insb. bei Ängsten recht gut und habe relativ viel Literatur gelesen über psychische Probleme und dort wiederum über Ängste und Trauma.

29.10.2012 08:04 • #14


Vielen Dank für Deinen Rat.
Ich werde mich mal nach einer Therapie erkundigen. Ich denke zwar, ich stabilisiere mich auch so wieder, aber die Ängste kommen leider immer wieder........

29.10.2012 15:45 • #15



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