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Hallo Ihr Lieben

Eigentlich habe ich aus einem ganz anderen Grund in dieses Forum gefunden. Nun, da ich schon mit einigen von Euch Kontakt aufnahm und auch so die anderen Texte durchlas wurde ich auch mit dem Phänomen der PA konfrontiert. Also dovor hätte ich schwören können das ich so was noch nie hatte. Da bin ich mir jetzt aber gar nicht mehr so sicher. Verdammt, muß ich denn alles mitnehmen nur weils nichts kostet.Aber ich fange am besten mal von vorne an,

Also vor ca. 5 Jahren war ich beruflich sehr eingespannt. Eigentlich arbeite ich hauptsächlich Nachts, und das schon seit 30 Jahren. In spitzenzeiten, meist so gegen Weihnachten war es für mich nicht ungewöhnlich das ich 46 Stunden kein Bett gesehen habe. Da ich das schon über Jahre so machte ( machen mußte) kam ich damit auch immer gut mit klar. Danach kam dann der Januar, wo es was ruhiger wurde. Ich konnte Überstunden abfeiern und hatte so auch mal ein paar Tage frei. Konnte mal ausschlafen. Eigentlich fing es ganz harmlos an. Wenn ich irgendwo angefahren kam und dann austieg, hatte ich so das Gefühl, mein Gleichgewichtssinn sei noch auf fahren eingestellt. So die ersten 5 Schritte mußte ich immer torkeln. So ähnlich als wenn man von der Rolltreppe den ersten Schritt auf festen Boden macht. (nein, das Auto hatte schon gestanden als ich ausstieg). Die Polizei hat mich vielleicht manschmal misstrauig angeguckt.Das fand ich noch ganz lustig.

Irgendwann später jedoch während ich auf der Autobahn fuhr verlor ich plötzlich von einer Sekunde zur nächsten jedlichen Gleichgewichtssinn. Das war nicht mehr lustig. Ich habe bis zu diesem Tag trotz jahrelanger Berufserfahrung nie geahnt wie sehr Autofahren vom Gleichgewichtssinn abhängig ist. Ich mußte mich mit einer Hand krampfhaht am Lenkrad festhalten und mit der anderen seitlich abstützen, sonst wäre ich glatt einfach seitlich umgekippt. Ich befand mich gerade in einer Ausfahrtskurve wo ich auch nicht anhalten konnte, der nächste wäre mir glatt draufgefahren. Auch für das Fahrzeug selber fehlte mir jedes Gefühl. Ich war nicht inder lage zu sagen ich fahre die Kurve jetzt mit 20 oder 120. Ich konnte mich nur anhand des Tachos orientieren. Nach ca 10 Minuten war alles wieder vorbei. Damals machte ich mir das erste mal Sorgen und dachte, wenn das nochmal passiert suchst Du dir mal einen Arzt. Ich muß dazu sagen das ich um Ärtzte eigentlich immer einen großen Bogen mache.Eine Woche später kam es dann wieder ganz anders. Auch während einer Autofahrt sprang plötzlich das Bild vor meinen Augen ganz schnell auf und ab, so das ich zwar noch sehen, aber keine Details mehr erkennen konnte. Mein erster Gedanke war es läge am Auto. Doch als ich anhielt und ausstieg war es immer noch da. ( Es gab zu der Zeit kein Erdbeben und es saß auch kein Specht auf meinem Kopf). Jetzt hatte mein Arzt gewonnen, ich besuchte ihn mal.

Der wußte mich auch direkt aufzumuntern als er meinte das sähe aus wie die Vorboten eines Schlaganfalls. Also durfte ich mich direkt zur Computer Tomographie begeben. Die fanden aber nichts. Ein Tag später startete mein Artzt dann für mich eine Sightsseeingtour durch alle ärtzlichen Branchen. ( erwähnte ich schon wie sehr ich Ärtzte mag).Vom Augenartzt über Ohrenartzt , ein kurzer Ausflug zum Neurologen, die Sehenwürdigkeiten beim Orthopäden bewundert ( könnte ja ein Nerv eingeklemmt sein) bis zum Höhepunkt der Exkursion , dem Kardiologen. Kardiologe deshalb weil ich zwei bis dreimal in dieser Zeit ganz spontan plötzlich Herzrasen bekam, ohne das ich mich überhaupt bewegt hatte. In dem Moment des unvermuteten Herzrasens dachte ich übrigens: Noch ein bisgen schneller und es fliegt auseinander. Keiner konnte was richtiges feststellen, aber jeder wollte wenn es mal geklärt würde dann von mir wissen was es denn nun gewesen sei.Mein Artzt nahm mich 5 Monate aus dem Verkehr. Die Sehstörungen ( springendes Bild was übrigens entstand, ohne das sich meine Augen bewegten) kamen immer seltener und waren nach vier Monaten verschwunden. Irgendwie bekam ich den Verdacht das meine Arbeit und das zu wenige Schlafen daran Schuld seien. Ich Beschloß meine Arbeit etwas zu drosseln. Klappte Anfangs ganz gut. Dann kam es auf der Arbeit nochmal ganz dick. Schwupp, waren sie wieder da. Ab da war ich mir eigentlich sicher den Übeltäter entlarvt zu haben . Ich habe meine Arbeit weiter reduziert wodurch natürlich auch ne Menge Geld verloren geht, aber seit dem war ich in dieser Hinsicht Beschwerdenfrei.

Tja, und nun laß ich das alles bei Euch hier über PA und jetzt weiß ich gar nichts mehr

Gruß an alle

Chris

27.06.2008 13:24 • 06.07.2008 #1


49 Antworten ↓


hallo chris

auf den ersten blick hört sich das nicht wirklich nach einer panik-attacke an, wobei diese sich natürlich sehr unterschiedlich äussern können.

für mich stellt sich mehr die frage, ob dein körper nicht einfach signalisiert genug ist genug. dein körper und auch deine psyche befinden sich in dauerstress.

vor allem was das schlafen angeht, kann es sehr gut vorkommen, dass man bei zu wenig schlaf hallizunationen hat (diese können sehr kurz sein). auch kreislaufzusammenbrüche sind da nicht selten.

das ganze hört sich für mich mehr nach burn-out und psychsomatischen symptomen infolge stress an.

ich bin aber gespannt, was die anderen dazu meinen.

einen lieben gruss

leaina

27.06.2008 13:34 • #2



Gleichgewichtssinn beeinträchtigt durch Schlafmangel?

x 3


Lysira
Hallo Chris,

ich kann leaina nur zustimmen. Es hört sich für mich eher nach einem Burn-Out an. Du bist komplett überarbeitet und Dein Körper will diesen Stress nicht mehr. Er gibt Dir mehr als deutliche Warnzeichen.

Wenn man dann die Dinge über Panikattacken liest und die Symptome ja auch durchaus ähnlich sind, dann kann man schon ins Grübeln kommen.

Aber kennst Du das, wenn man irgendwo ein Zipperlein hat? Man googlet sich so durch Netz auf der Suche nach dem, was es sein könnte. Liest hier und da, denkt : Genau, diese Symptome hab ich auch und schon hat man plötzlich eine Krankheit, von der man vorher gar nichts wusste In Wirklichkeit ist es nur eine Verspannung. Aber man neigt dazu, sich dann selbst zu diagnostizieren.
Das ist nur ein Beispiel.

Es kann natürlich sein, dass Du auch Panikattacken hast. Ausschliessen kann man gar nichts.

Du könntest ja mal ein paar von den Test machen, die hier angeboten werden. Dann hast du eine Richtung.

Aber ich denke wirklich, dass es bei Dir ein Burn Out ist und damit ist nicht zu spassen. Das kann durchaus zu ernsten Erkrankungen führen. Du solltest Dir dringend Erholung gönnen. Wenn Du kannst, dann mach Urlaub, damit Dein Körper und Deine Seele sich erholen können.

Sicher ist es schlimm, wenn Du weniger verdienst. Aber was nützt Dir das ganze Geld, wenn Du zusammen brichst und gar nichts mehr kannst?

Deine Gesundheit sollte über den Dingen stehen. *find*

Ich wünsch Dir viel Kraft und pass besser auf Dich auf.

LG Lysira

27.06.2008 21:15 • #3


Hi Lysira,

Schöner Name, gefällt mir. Ja , kann schon sein das Du recht hast. Ist halt so, wie wenn man was im Schaufenster sieht und sagt: Ja, das will ich auch haben. Aber weißt Du was mich an dieser Sache so stutzig macht. Diese Beschwerden traten ja erst auf, als das mit dem Stress ja schon vorbei war. Den hatte ich zwar 8 Tage vorher. Aber danach wars ja ruhiger. Deswegen war ich ja noch nicht mal auf Überarbeitet gekommen sondern dachte das Ding in Deinem Kopf das Du Gehirn nennst ist ein Fußballgroßer Tumor

Das mit dem Test ist eine gute Idee allerdings wird er wohl nicht mehr Klappen, weil das mit den Sehstörungen ja schon 5 Jahre her ist.

Es hatte mich jetzt nur rückwirkend interressiert weil ich seit den letzten 5 Jahren beruflich und vor allem privat einige Probleme habe.
Mir kommt das so vor als ob al diese Probleme kleine Zahnräder sind, die zusammen eine Maschine ergeben. Und die arbeitet nicht für mich sondern gegen mich. Und egal welches zahnrad Du rausnimmst, das verdammte Ding läuft einfach weiter.

Viele Grüße und Danke

Chris

27.06.2008 21:50 • #4


Lysira
Zitat:
Schöner Name, gefällt mir.

Danke schön

Zitat:
Diese Beschwerden traten ja erst auf, als das mit dem Stress ja schon vorbei war. Den hatte ich zwar 8 Tage vorher.


Das wundert mich gar nicht. Die meisten Menschen, die sehr viel Stress haben, werden im Urlaub krank. Es kommt dann richtig durch, wenn man zur Ruhe kommt.

Aber die paar Tage reichen einfach auch nicht. Du brauchst sehr viel länger Urlaub. Vielleicht auch eine Kur?

Dein Leben ändern, dass ist natürlich auch wichtig. Es darf so nicht weitergehen.

Du meinst der Test würde nichts mehr bringen? Es geht aber da ja auch um Deinen jetzigen Zustand.
http://www.palverlag.de/Angst-Test-Panikattacken.html

Diese Tests meinte ich.

Zitat:
Mir kommt das so vor als ob al diese Probleme kleine Zahnräder sind, die zusammen eine Maschine ergeben. Und die arbeitet nicht für mich sondern gegen mich. Und egal welches zahnrad Du rausnimmst, das verdammte Ding läuft einfach weiter.

Das hast Du gut beschrieben. Es nützt auch nichts, wenn man z.b. ein paar Tage Urlaub macht (kleines Zahnrad raus ), wenn man dann danach genauso weitermacht.

Die Probleme werden immer mehr und mehr und irgendwann bricht man zusammen.
Also ich denke, Du musst einfach grundlegend was ändern zumindest im Job.

Lieben Gruss
Lysira

27.06.2008 22:03 • #5


Hi Lysira,

Ich komme gerade von der Arbeit und, ich weiß zwar nicht warum, aber ich hatte eine Besch...eidene Nacht. Ich war während der Arbeitzeit mal kurz zuhause vorbei gekommen und hatte noch Deine letzte Nachricht gelesen. Ich weiß nicht ob es etwas in Deiner Nachricht war oder ich mich vielleicht in den letzten Tagen überhaupt zu viel mit der Thematik befasse. Vielleicht habe ich auch was mitbekommen, was ich vielleicht schon wußte, aber nicht hören wollte. Au, ich glaube ich fange an wirres Zeug zu schreiben. Im Moment weiß ich gar nicht wer was von mir weiß und wer nicht.

Das das mitdem Nachtjob, ich hab zwei davon keine gesunde Sache ist, fällt mir öfters auf. Ich habe mich auch schon öfters gefragt warum ich es mache oder wie es überhaupt dazu gekommen ist. Ich wüßte einen haufen Argumente, die dafür sprechen würden. Aber irgendwie habe ich schon die Vorahnung das die euren kritischen Blicken nicht standhalten.
Ich hab da so meine eigene Theorie. Aber dazu muß ichwas erklären, da ich mir nicht sicher bin, ob Du das auch weißt. Ne, sorry das stiftet nur noch mehr Verwirrungen.

Ich versuchs mal anders. In 3 Wochen habe ich Urlaub. Und ich habe mir Vorgenommen die Sache mit den Jobs für mich selber zu überprüfen und Lösungen zu suchen. Ich bin da aber ein bisgen eingekeilt. Das geht nicht ganz so einfach wie Du es vielleicht erwartet hast. Ich möchte mal vorsichtig behaupten, das mir nicht alle Optionen zu Verfügung stehen. Ich hab hier irgendwo mal das Wort Menschenscheu fallen lassen. Das wirkt sich auf viele Dinge aus.

Das blöde an der ganzen Sache ist, Das mit den jobs so zusammenzu basteln, das es funktioniert, hat furchtbar lange gedauert und mich Anfangs schwer zurück geworfen. Aber das war der scheinbare Ausweg aus der Misere damals mit den vielen Arbeitsstunden und den Beschwerden. Jetzt sieht es schon fast wieder so aus als ob das umsonst war.
Wenn ich so drüber nachdenke, glaube ich fast wirklich das Du es warst der mich gestern Nacht eiskalt erwischt hat. Das soll aber kein Vorwurf sein sondern eher ein Kompliment. Auf Dich muß ich aufpassen, ich seh schon

Das mit bin gerade von der Arbeit gekommen ist auch schon eine Stunde her, sehe ich gerade. Naja, ich schreibe extra langsam. Manche lesen ja auch nur langsam. So , ich mach mal Schluß, ich muß noch ein bisgen denken spielen.

Viele Grüße

Chris

28.06.2008 09:23 • #6


lieber chris

erzähle doch mal etwas von deinen jobs. wann, wie viele, wieso.

sie scheinen ein wichtiger bestandteil deines lebens in finanzieller und therapeutischer hinsicht zu sein. du schreibst, sie dass sie ein scheinbarer ausweg aus deiner misere waren.

ich frage nur, um die hintergründe deiner lebensumstände besser zu verstehen.

lg

leaina

28.06.2008 09:38 • #7


Hi Leaina,

Du bist aber schnell. Kann es sein das wenn ich enter drücke Du schon die Antwort abschickst.

Irgendwie bin ich von Euch gerührt, das Ihr Euch alle so da reinhängt. Bin ich gar nicht gewohnt. Ich muß Dich aber warnen. Ich bin schon etwas müde. Sölltest Du also Rechtschreibfehler finden darfst Du sie ruhig behalten.
Ja,kurz zu der Misere. Das Problem ist bei Nachtarbeit, zumindest bei mir, Das man den Schlaf den man Nachts verliert nicht im selben Verhältnis Tagüber nachholen kann. Wenn man dann noch wie ich mehrmals am Tag rausmußte hat man auch schon mal garnicht geschlafen und ruck zuck war man 48 Stunden auf den Beinen.
Daswar damals eine 6 Tage Woche bei einer Spedition für die ich dann noch einen Nebenjob annahm, der Sonntags war. Nur als Hintergrund: Zu dieser Zeit war ich mit meiner Lebensgefährtin schon nicht mehr zusammen.( Bevor hier einer sagt, Na klar). Mathematik ganz einfach:30 tage pro Monat am Stück. Klappte über ein Jahr ganz gut. Dann hatte ich was weniger zu tun, der Rest steht oben.
Dann fing ich an in dieser Firma zu drossel. Zuerst den Nebenjob gekickt.Dann auf 3/4 Stelle runter. Dann auf 1/2. Ab da wurde es erst erträglich. Dann kam ich mit dem Geld nicht mehr hin. Neuen Nebenjob Bei einem Botenservice angenommen. Irgendwann überschnitten sich beide jobs in den Zeiten durch Veränderungen. Eins von beiden mußte ich dran geben. Hätte ich den Nebenjob gekündigt und bei der Spedition wieder 3/4 gemacht hätte ich wieder in der alten Klappsmühle gesteckt . Also habe ich Nebenjob zum Hauptjob ausgebaut.Ex Haptjob war jetzt Nebenjob.
Wenn ich Euch hier totschreibe, Ihr könnt auch gerne mal 10 Zeilen überspringen, ich merke das eh nicht.

So das wr zu Finaziell und Misere.

Therapeutisch?
Ich weiß nicht. Mansch einer wird mir Wohl die Frage stellen, warum ich nicht Komplett Was anderes am Stück suche.

Erstens ist die Auswahl an Arbeitsplätzen etwas Dünn geworden
Zweitens hatte ich schon ca 10 -12 Arbeitsplätze hinter mir( zwei machten Konkurs, aber nicht weil ich da war) die anderen von der SorteNutzt die Leute aus bis es nicht mehr geht, Arbeitsamt schickt neue)
Die beiden Firmen für die ich jetzt arbeite waren die einzigen vernünftigen, Aber Nachtarbeit.

So, jetzt muß ich erst mal nachschauen ob Du noch wach bist.

Viele Grüße Chris

28.06.2008 10:31 • #8


das schnell war einfach nur zufall.

ich lese, was du schreibst und überspringe auch keine 10 zeilen , sonst müsste ich ja nicht fragen.

da ich allerdings im moment grad ein bisschen psychisch am rudern bin (angst), werde ich mich später deinen zeilen eingehender widmen. kann es im moment wie nicht richtig aufnehmen. ich hoffe, du hast dafür verständnis.

28.06.2008 12:04 • #9


Lysira
Hallo Chris,

wenn irgendwas an meinen Worten Dir eine schlechte Nacht beschert hat, dann bedauere ich das sehr. Das ist ganz sicher nicht meine Absicht.
Dennoch finde ich es gut, dass unsere Worte (von wem auch immer) Dich erreichen und Du darüber ernsthaft nachdenkst. Denn viele sind leider einfach auch Beratungsresistent . Das ist meine Erfahrung aus vielen Foren.

Ich bin allerdings auch nicht wirklich sicher, ob Du mich meinst oder da doch zuviel durcheinander geht, wegen der verschiedenen Threads?

Jedenfalls werde ich mir mal die Zeit nehmen und alles zu lesen. Einfach weil ich mir ein besseres Bild machen möchte und bis jetzt wusste ich nur, dass es Dir wegen den Jobs schlecht geht. Aber da steckt wohl einiges mehr dahinter.

Zitat:
Ich hab da so meine eigene Theorie. Aber dazu muß ichwas erklären, da ich mir nicht sicher bin, ob Du das auch weißt. Ne, sorry das stiftet nur noch mehr Verwirrungen.


Eben, ich glaub ich weiss da einiges nicht. Aber ich werd mich durchlesen.


Ich hoffe einfach, dass es Dir für den Moment schon hilft, dass Du siehst es interessieren sich hier einige für Deine Sorgen und Dir das erzählen schon ein bisschen was von der Seele nimmt.

Ich meld mich nochmal, wenn ich auch den Rest von Dir gelesen hab.

Hab einen guten Tag
LG Lysira

Zitat:
Wenn ich so drüber nachdenke, glaube ich fast wirklich das Du es warst der mich gestern Nacht eiskalt erwischt hat. Das soll aber kein Vorwurf sein sondern eher ein Kompliment. Auf Dich muß ich aufpassen, ich seh schon Laughing


*lol* ich bin ganz harmlos

28.06.2008 12:10 • #10


Hallo Ihr Lieben

Ja, ich sehe auch schon das ich das wirr in mehreren Texten verteile. Gleicht einer Schnitzeljagd. Wollte am Amfang auch gar nicht direkt alles erzählen. Manche Probleme von mir erkenne ich aber auch erst seit dem ich mit euch kommuniziere. Ich versuchs mal für Euch zusammen zu suchen, Muß selbst überlegen, wie die Reihenfolge war.

Also ich glaube, das ganze elend hat vor 20 Jahren angefangen.Es gab zwar auch noch andere Probleme (Menschenscheu-ich mag das Wort soziale Phobie nicht, es ist unglücklich gewählt), aber alles nach der Reihe.
Damals lernte ich über einen Bekannten eine Frau kennen. Auf diese Art und Weise lerne ich immer meine Partnerinnen kennen. Also vom Arbeitsplatz oder so. Fremde Frauen spreche ich gar nicht erst an. ( Weiß denn ich ob die einen Baseballschläger im Handtäschen haben?!)

Sie hat mir in der Kennenlernphase erzählt, das Sie und Ihre beiden Schwestern in Ihrer Kindheit Über Jahre vom Vater sexuell mißbraucht wurden.Vater wurde damals verurteilt, Gefängnis, inzwischen ist er tot.
Ich machte mir natürlich Gedanken , wie sich das wohl in unserer Beziehung auswirken würde. Man konnte Ihr aber nichts anmerken, was vermuten ließ das es Probleme geben würde. Sie hatte kurz vorher eine 10 Jährige Beziehung mit einem Mann beendet . Ich dachte, das Thema mit Ihren Problemen ist gegessen.( WER HAT HIER GERADE NAIV GERUFEN ?)
Das erste Jahr gabs keine Anzeichen, dann gings los. Es hat sehr lange gedauert, bis ich überhaupt einen Zusammenhang erkannte. Sie wurde immer unzufriedener, unzählige Vorwürfe in meine Richtung. Ich erkannte es nicht da ich ja wirklich nicht ohne Probleme war. Ich war arbeitslos geworden , und in einer solchen Situation tobt sich meine Menschenscheuheit immer richtig bei mir aus. Vorstellungsgespräche oder noch schlimmer, erster Arbeitstag in einer fremden Firma.

Damals ging es mir so schlecht, das ich das erste mal die Hilfe eines Therapeuten aufsuchte. Es gelang Ihm tatsächlich, mich aus meiner damaligen Situation zu befreien. Allerdings viel ihm auch direkt auf , das meine Beziehung zum scheitern verurteilt war. Ich glaubte ihm nicht da ich sie liebte.
Inzwischen bekamen wir einen Sohn , der heute 16 Jahre alt ist. Ihr ging es immer schlechter. Sie stritt immer öfters mit mir. Manchmal bemerkte ich sowas wie Realitätsverlust bei Ihr. Sie bestriit Dinge die sie gerade vor 10 Minuten gesagt hatte, oder erst vor einem Tag geschahen.
Der Kontakt zu Ihren Schwestern war übrigens Extrem schlecht. Eine lebte im Ausland und meldete sich so einmal pro Jahr. Die andere hatte es übel erwischt. Lebte alleine, machte eineige Therapien und war glaube ich einmal in einer Klinik. Irgend wie waren die miteinander öfters zerstritten und brachen dann immer den Kontakt für längere Zeit ab.

Ich riet meiner Partnerin ebenfalls zu einer Therapie. Bot Ihr meine Hilfe an. Sie nahm die Therapie an, lehnte meine Hilfe ab.

Therapie wurde abgebrochen, irgendwann folgte eine zweite. Da ging es etwas besser, dann zog Therapeutin weg, Therapie wieder vorbei.Ich glaub, irgendwann gabs noch eine dritte, ich weiß nicht mehr genau.
Ich selber ging dabei vor die Hunde ( bin halt Tierlieb), suchte mir selbst eine Therapie für mich. Wieder wurde mir die Sinnlosigkeit meiner Beziehung vor Augen geführt, diesmal brach ich die Therapie ab.

Nach zehn Jahren war die Beziehung am ende. Sie fand jemand anders, trennte sich von mir. Sohn blieb bei der Mutter.

Es ging mir nicht sehr gut, aber man hatte mich ja gewarnt.Sie bat mich, Ihr trotz allem meine Freundschaft zu belassen, Ich willigte ein. Alleine schon wegen unserem Sohn. In den folgenden 18 Monaten half ich Ihr noch und kümmerte mich viel um unseren Sohn. Sie dankte es mir mit Verleumdung, Beleidigung, Verletzung. Nach diesem 18 Monaten war ich mit meiner Ktaft am ende. Ich kündigte die Freundschaft, ließ Ihr aber einen Kanal offen, falls etwas mit unserem Sohn wäre, was ich wissen sollte oder was wir gemeinsam beraten müßten. Sie nutzte Ihn dreimal zum beleidigen und verletzen. Ich schloß den Kanal.

Anfangs kam ich trotz allem noch gut mit meinem Sohn zurecht so bis ungefär vor zwei Jahren. Dann ging es mir mal schlecht, ich zog mich 4 wochen von allem zurück. Ich weiß nicht was in diesen 4 Wochen passiert ist, aber mein Sohn ließ mich hängen. Ich organisierte Unternehmungen für uns beide, er wollte liber die Zeit mit seinen Kumpels verbringen. Ich verstand es, war glaube ich auch mal in dem alter. Nach außen hin scheint unser Verhältnis noch normal. Jetzt in den Ferien scheint es sich ein wenig zu verbessern, dafür gehts mir in anderer Hinsicht (siehe: Habe ich schon aufgegeben). wieder schlecht.

Beziihung bin ich seit damals nicht mehr eingegangen. Zweimal erbarmten sich Frauen meiner, wolltwn Freundschaft in Beziehung umwandeln. Ich ergriff die Flucht. Freundschaft ging verloren. Keine Freunde mehr da.

Finanzill bedarf es nur noch weniger Preisteigerungen und ich bin im minus.

Mich beruflich zu ändern kann ich mir einfach nicht mehr antun.

Ich bin am ende

28.06.2008 20:16 • #11


Lysira
Hallo Chris,

Danke für Dein Vertrauen und Deine offenen Worte.

Du hast viel Schlimmes erlebt und am Ende fast alles verloren, was Dir etwas bedeutet hat. Kein Wunder, dass es Dir schwer fällt noch Freude am Leben zu empfinden.

Aber dennoch bist Du stark und läufst nicht weg. Das find ich gut. Du stellst Dich Deinen Problemen und das ist ein guter Weg.

Allerdings schleicht sich da bei mir mittlerweile auch ein anderer Gedanke ein. Kann es sein, dass Deine Arbeit für Dich ein Fluchtpunkt war?
Das Du soviel wie möglich geackert hast, um nicht nachdenken zu müssen?

Sicher, das Finanzielle ist ein Problem, dass will ich gar nicht schön reden, aber es gibt sicher Möglichkeiten trotzdem kürzer zu treten. Ich weiss momentan nicht wie, aber da müsste man einfach mal genauer hinschauen.

Das was Du hast ist Dein Sohn. Sicher, er wird wahrscheinlich beeinflußt und es ist bestimmt auch ein Punkt, dass er lieber mit den Kumpels um die Häuser zieht. Aber er ist da und ich denke, Du kannst es bestimmt schaffen, den Kontakt wieder ein bisschen zu intensivieren. Das würde Euch Beiden gut tun, denke ich.

Es ist alles nicht leicht und ich will Dir auch keine Floskeln um die Ohren werfen. (Das Leben hat so viel zu bieten etc.) Aber ich bin sicher, Du kannst das Ruder noch rumdrehen. Es kostet sicher noch einmal eine Menge Kraft, aber es lohnt sich.

Du hast einen Anfang gemacht, in dem Du hier alles aufgeschrieben hast.

Weisst Du, eine Freundin hat mir mal gesagt, wir können immer eine Entscheidung treffen. Wir haben immer eine Wahl. Wir können uns für das Leben entscheiden oder auch dagegen. Aber die Konsequenzen müssen wir immer bereit sein zu tragen.

Ich habe auch meine Probleme und die Angst ist nur ein Teil. Aber ich weiss wie es ist, wenn alles gut ist. Das ist und bleibt mein Ziel.

Ich will mein Leben leben. Ein zufriedenes Leben. Viel erwarte ich gar nicht mehr. Viel brauche ich auch nicht mehr um zufrieden zu sein.
Die Angst macht bescheiden.

Gib Dich nicht auf.

Ich wünsch Dir eine Gute Nacht

Lieben Gruss
Lysira

28.06.2008 23:28 • #12


hallo lieber chris und auch hallo lyseria

chris, du hast eine geschichte hinter dir, die dem stärksten menschen, die lebensfreude nehmen kann. akzeptiere, dass depressive gefühle mit zu einer solchen erfahrung gehören. sie sind nichts, wofür man sich schämen müsste, aber gleichzeitig ein persönlicher scheideweg.

im grunde hat lyseria (deren posting mich sehr beeindruckt hat) eigentlich alles gesagt. es liegt jetzt an dir, wie du deinen weiteren weg gestalten willst. willst du aufgeben, freudlos und todessehnsüchtig durchs leben dümpeln, oder willst du irgendwann wieder glücksgefühle geniessen können?

wenn du dich für den zweiten weg entscheidest, wählst du den, der konstruktiv ist, aber auch eine menge kraft, mut und energie kostet. er wird nicht einfach, es wird rückschläge geben, aber ganz sicher auch kleine freuden.

mir persönlich geht es ähnlich wie lyseria. mich machen meine probleme auch bescheiden. oftmals denke ich, dass mich eigentlich gar nichts mehr erfreuen kann, aber bei näherer betrachtung ist das völlig falsch. es sind die kleinigkeit - das wohlige schnurren meiner katze, ihr vertrauen in mich, die berge, die man bei föhnsicht so klar sieht, als wären sie vor der haustür, der blaue see, der durch kleine wellen zum leben erweckt wird.

auch ich kenne die todessehnsucht und hab sie noch nicht überwunden. doch manchmal sage ich mir, wenn du jetzt schon tot wärst, hättest du diesen wunderschönen schmetterling auf der blume nicht mehr sehen oder ein virtuoses lied nicht mehr hören können. sterben kommt früh genug. bis dahin sollten wir all die wundervollen kleinigkeiten, die das leben trotz sorgen und probleme zu bieten hat voll in uns aufsaugen.

in diesem sinne würde ich mich freuen, wenn du den lebensbejahenden weg wählen würdest.

einen herzlichen gruss und einen schönen sonntag

leaina

29.06.2008 09:10 • #13


Hallo Lysira,

vielen Dank für Deine Einfühlsamkeit. Du wirkst auf mich ein wenig wie die Feuerwehr dieses Forums. Überall wos brennt spannts Du ein Netz auf. Das ist sehr lieb von Dir und viele hier sind Dir sehr dankbar dafür, ich nartürlich auch.

Das mit dem gute Nachtwunsch hat geklappt, diesmal gings mir besser.

Das mit der Flucht in die Arbeit könnte sogar stimmen. Grundsätzlich bin ich nämlich gar kein wörkoholic. Hab ich selbst noch gar nicht dran gedacht.

Allerdings das ich stark sei und nicht davonlaufen würde, sehe ich nicht ganz so wie Du.

Zu Deinen Problemen habe ich mich komischerweise noch gar nicht geäußert. Das liegt daran, daß Du sehr kompetent auf mich wirkst. Ich fürchte wenn ich Dir Ratschläge geben würde, käme das dem geplapper eines Kindes gleich. Warte eh schon jeden Tag darauf, das mir mal einer zurückschreibt: Ich solle erst mal vor meiner eigenen Türe kehren.

Habe mich auch schon mit einigen Deiner Texte befaßt. Aber Du warst ja schon sehr fleißig. Ich hinke da noch ein wenig hinterher.

Dafür war ich aber heute auf Deiner Homepage. Großartige Leistung, Kompliment. In dem Zusammenhang, Du weißt ja vielleicht das auch ich in alle Ärtzte verliebt bin, viel mir auch etwas aus meiner Kindheit ein.

Ich war mal im alter von 7 oder 8 Jahren bei einer Zahnärtztin. Die Assistäntin hielt mir den Absaugschlauch in den Mund, während sie gleichzeitig aus dem Fenster sah und das muntere Treiben der Vögel studierte.Die Ärtztin war bei Ihrer Lieblingsbeschäftigung (bohren). Ich weiß nicht ob die *beep* im Laufe der Zeit kleiner geworden sind, oder obs daran lag das ich ja auch kleiner war, aber mit dem Gerät hätte man auch Paßlöcher für Gullideckel in die Straße bohren können. Dann lief, mir der Speichel in die Luftröhre, ich verschluckte mich. Ich bekam keine Luft mehr. Verzweifelt sah ich von einem zum anderren. Ich traute mich nicht was zu sagen. Ich dachte wenn ich mich auch nur ein bisgen bewege verhilft dir die mit dem Bohrer zu einem ewigen Lächeln. Irgendwann bemerkte sie dann doch, das ich sehr blass geworden sei. Sie brach die Behandlung an diesem Tag ab, und wartet wohl noch heute drauf, das ich sie bei ihr fortsetze.


Dein Name geht mir übrigens noch immer nicht aus dem Kopf. Ich mache mal einen Schuß ins Blaue. Elfen und Drachen

Liebe Grüße und viel Erfolg bei Deinen Problemen

Chris

29.06.2008 14:19 • #14


Hallo Leaina,

auch Dir vielen herzlichen Dank, das Du immer zur Stelle bist, wenn man Dich braucht. Ich hatte ein wenig den Eindruck Dich erschreckt zu haben. Das war nicht meine Absicht. Sorry!Dein letzter Absatz war besonders schön. Ich entnehme daraus, das Du auch alleine an einen See gehst, und dort die Schönheit der Natur in Dich aufnehmen kannst? Bei mir klappt das nicht. Aber nicht erst seit dem es mir so mieß geht, sondern das war schon immer so. Wenn ich mit jemand anderes sowas mache, der das mit mir genießen kann, dann gehts schon. Es ist so bei mir, als gäbe es Dinge die nur für vertraute Zweisamkeit gemacht seien. Sehr seltsam. Vielleicht bin ich ja auch schon des Wahnsinns fette Beute.

Das mit dem Scheideweg ist richtig. Ich hoffe das ich noch die Kraft dafür habe. Ich habe schon soviele verlorene Kämpfe hinter mir. Ich versuche mir ein Beispiel an Dir zu nehmen.

Wie heißen Deine beiden Katzen? Ich selbst habe zwar keine Tiere, aber dafür hat meine Schwester 8 Katzen. So langsam gibts schon Stress bei ihr mit den Nachbarn. Zum Glück sehen sich viele ihrer Katzen sehr ähnlich , so das die wahre Stückzahl erst dann herauskäme, wenn sie alle in einer Reihe im Garten nebeneiander säßen.Was ja zum Glück nie passiert.Eine ihrer Katzen mit dem Namen Flecki ist ihr großes Sorgenkind. Er kratzt sich selbst immer im Nacken und hört erst auf, wenn es blutet. Sie war schon sehr oft beim Tierartzt mit ihm, und der letzte Stand der Dinge ist, daß er gegen alles mögliche allergisch ist. Selbst gegen Gräser und Pollen. Ich wußte gar nicht das es so was auch bei Tieren gibt. Nun ja, er bekommt ein Spezialfutter, aber besser wird es dadurch auch nicht.

Liebe Grüße

Chris

29.06.2008 15:06 • #15


hi chris

nun, ich nehme auch nicht alles wahr oder erst sehr langsam wieder. auch das ist irgendwie eine übung. eigentlich ist es sehr einfach, nichts zu sehen, sich nicht erfreuen zu wollen. man kann alle so gut ausblenden, damit die welt grau in grau bleibt. (ist nicht auf dich gemünzt, eher auf mich)

leider wohne ich nicht direkt an einem see - und die seen, die in der nähe wären, sind für mich wegen der agoraphobie schon zu weit weg. aber ich liebe wasser und der blick auf wasser entspannt mich. leider sehe ich den zürichsee im moment nur von weitem, aber gerade heute habe ich festgestellt, dass er auch aus der ferne wunderschön ist. meine ersten schritte, das leben um mich herum wieder wahrzunehmen.

ich spiele mit dem gedanken mir eine anständige kamera zu kaufen, um damit bewusst nach schönen motiven zu suchen.

meine katzen heissen jamie und brianna. er ist ein kleiner grauer halbangora-kater und voll der pascha. sie ist eine kleine scheue tigerin (vermutlich seine schwester - es war damals ein kleines katzen-baby-wirrwarr, so dass man das nicht hundert prozentig sagen kann), aber der absolute wildfang.

och nö! ich hoffe, dass das futter dem katerchen hilft. ist ja so auch kein katzen-leben. armer kleiner kerl.

nochmal zu dir:

Zitat:
Vielleicht bin ich ja auch schon des Wahnsinns fette Beute.


ja, genauso kommen mir deine zeilen vor . quark, du bist traurig, verzweifel und fühlst dich einsam. der wahnsinn wäre eine nette erlösung, aber die kriegst du nicht (nicht ganz ernst gemeint).

ich lese deine zeilen, und ich spüre, dass du noch nicht ganz aufgegeben hast. das ist noch ein kleiner funke, den wir wieder etwas mehr zum lodern bringen könnten.

im übrigen möchte ich dir ein kompliment zu deinem schreibstil machen. ich liebe deine humor, deine ausdrucksweise und deinen zynismus. wenn deine posts vom inhalt her auch noch so ernst sind, so entlocken sie mir doch das eine oder andere lächeln.

bleib dran chris - und vielleicht tust du mir einen kleinen gefallen. guck dich doch mal in deiner umgebung für mich um, ob du etwas siehst, was mir gefallen könnte. bitte schreib mir davon als ersatz für meinen see.

liebe grüsse

leaina

29.06.2008 15:33 • #16


noch vergessen:

Zitat:
Ich hatte ein wenig den Eindruck Dich erschreckt zu haben.


du hast mich kein bisschen verschreckt. womit auch? ich kenne doch deine gefühle aus eigener erfahrung. da ist nichts erschreckendes dran, nur etwas sehr trauriges.

29.06.2008 15:37 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Lysira
Hallo Chris,



Zitat:
vielen Dank für Deine Einfühlsamkeit. Du wirkst auf mich ein wenig wie die Feuerwehr dieses Forums. Überall wos brennt spannts Du ein Netz auf. Das ist sehr lieb von Dir und viele hier sind Dir sehr dankbar dafür, ich nartürlich auch.

*lol* vielen Dank, dass ist sehr sehr lieb von Dir und tut unheimlich gut

Zitat:
Das mit dem gute Nachtwunsch hat geklappt, diesmal gings mir besser.

erleichtert bin

Zitat:
Zu Deinen Problemen habe ich mich komischerweise noch gar nicht geäußert. Das liegt daran, daß Du sehr kompetent auf mich wirkst. Ich fürchte wenn ich Dir Ratschläge geben würde, käme das dem geplapper eines Kindes gleich. Warte eh schon jeden Tag darauf, das mir mal einer zurückschreibt: Ich solle erst mal vor meiner eigenen Türe kehren.


Weisst Du, dass scheint nur so. Ja, sicher habe ich einiges an Lebenserfahrung und ich kann mich auch ganz gut in andere Menschen hineindenken. Aber meine Kompetenz hört spätestens da auf, wo es um mich geht. Denn da weiss ich oft nicht weiter und bin genauso dankbar für Eure Ratschläge. Mir fällt es auch nicht leicht, über mich zu reden. Du wirst auch nicht sehr viel hier von meinen Sorgen finden, dazu fehlt mir oft der Mut. Da seid Ihr viel stärker wie ich.
Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich helfen kann und wenn ich merke, ich bewirke vielleicht bei dem Einen oder Anderen etwas. Aber genauso brauche ich auch Eure Hilfe und Euren Rat. Durch viele Postings hier habe ich gelernt, viel besser mit meinen Ängsten umzugehen. Ich bewundere Leainas Mut z.B. denn soweit bin ich noch lange nicht. Aber es spornt mich an.


Zitat:
Dafür war ich aber heute auf Deiner Homepage. Großartige Leistung, Kompliment. In dem Zusammenhang, Du weißt ja vielleicht das auch ich in alle Ärtzte verliebt bin, viel mir auch etwas aus meiner Kindheit ein.

Das Lob gebührt mir nicht. Ich habe keine Homepage. Verwechslung?

Zitat:
Dein Name geht mir übrigens noch immer nicht aus dem Kopf. Ich mache mal einen Schuß ins Blaue. Elfen und Drachen

Jaaaa, Du hast Recht. Ich liebe Fantasy-Figuren

Zitat:
im übrigen möchte ich dir ein kompliment zu deinem schreibstil machen. ich liebe deine humor, deine ausdrucksweise und deinen zynismus. wenn deine posts vom inhalt her auch noch so ernst sind, so entlocken sie mir doch das eine oder andere lächeln.


Das möchte ich gern unterschreiben. Es geht mir ganz genauso. Es ist immer schön von Dir zu lesen.

Ich hoffe, wir können uns hier gegenseitig noch viel Hilfestellung geben und unsere Blickrichtungen noch oft verändern und erweitern.



Euch noch einen schönen Sonntag und am liebsten mit viel Jubel, weil die Deutschen heut Abend gewinnen.

Lieben Gruss
Lysira

29.06.2008 16:06 • #18


Hallo Leaina

Du bist ja auch schon sehr früh hier unterwegs. Hast Du eine gute Nacht gehabt?

Also ich bin heute erstaunlicher Weise gut gelaunt. Macht mich ja direkt wieder Mißtrauig, hab ich doch gar keinen Grund für.

Mit Deiner kleinen bitte, in meiner Umgebung so etwas wie einen Ersatz für Deinen schönen See zu suchen, hast Du mir aber eine Aufgabe gestellt. Du weißt schon, wo Bonn liegt

Wenn ich mich nicht irre, kannst Du den See von Deinem Fenster aus sehen. Und Berge sieht man auch? Dann laß mich mal schauen, was es bei uns gibt, ich gehe mal zum Fenster. Ja eigentlich sehe ich hier, doch warte, da tut sich was. Unser Nachbar hat sich gerade in den Liegestuhl geworfen, mit der Kehrseite nach oben. Wieso ist der denn schon wieder zu Hause, der arbeitet doch beim Bund. Kein Wunder das ich hier Depris kriege. Hier reichts mir schon, ich gehe mal zum anderen Fenster.

Wow, von hier hat man einen fantastischen Ausblick auf die Firma HARIBO. Ich beobachte gerade wie 30 Gummibärchen sich verzweifelt dagegen wehren in die Tüte gesteckt zu werden. Die armen habens auch nicht leicht, bei denen sieht man garnicht wer Männlein und wer Weiblein ist. Das gibt bestimmt jede Menge peinliche Verwechselungen.
Ich seh schon, hier bringt das nichts. Komm, ich nehme Dich mal an die Hand und wir gehen was durch Bonn.

Es gab hier mal eine Bundesgartenschau, wann war denn das? Ich glaube so 1975. Die hat man auf beiden Seiten des Rheins errichtet. kleine Seen wurden angelegt mit kleinen verspielten Brücken. Auf dem größten der Seen kann man Tretboot fahren. Dann gibt es noch einen Wasserfall und einen japanischen Garten. Der gefält mir persönlich noch am besten. Zumindest im Moment da ich seit einigen Monaten einen Japan Tick habe.

Mir fällt gerade ein, hier unten an den Seen müssen wir ein wenig aufpassen. Es gibt hier einen Schwan, der mich Scheinbar nicht leiden kann. Ich saß hier mal und war Enten am füttern, da fauchte er mich ganz böse von der Seite an. Ich dachte noch, vor so einem kleinen weißen Vogel habe ich doch keine Angst und ignorierte ihn einfach. Dann plötzlich saß ich im Schatten. Ich sah zur Seite und bemerkte das der Schwan seine Flügel ausgespannt hatte. Er maß jetzt ca. 2 Meter in der Breite. Da ich selbst nur 1,75 Meter groß bin hatte er jetzt mir gegenüber einen gewissen strategischen Vorteil. Mir fiel in dem moment noch ein, das ich ja noch dringende Termine hatte und weg mußte. Da hatte der Schwan nochmal Glück gehabt.

Aber keine Angst, jetzt sind wir ja zu zweit. Den fangen wir und richten ihn als Pakettaube ab.

Tja, was gibts sonst noch in Bonn . Zwei berühmte Menschen wurden hier geboren. Beethoven und.....naja, ich halt.

In der Innenstadt gibts dann noch das Poppelsdorfer Schloß, ist ein Museum mit Meteoriten drin. Uberhaupt gibts hier in der Gegend viele Burgen und Schlösser. Eins davon , bei Remagen gehört Thomas Gottschalk. Habe ihn aber noch nie gesehen. Einen Drachenfels gibts auch hier. Ich muß gerade an Lysira denken, die würde sich in dieser mystischen Gegend bestimmt wohl fühlen.

Dann gibts da noch die Museumsmeile, wo ein Museum neben dem anderen ist. Im Sommer sind hier viele open Air Konzerte. Ansonsten denke ich, gibts hier nur noch das übliche wie in anderen Städten auch.

Was mir gerade einfällt, gibt es eigentlich bei Dir Verwandte oder Freunde, die Dich vielleicht mal bei Deinem Weg zum Therapeuten begleiten können? Oder andersrum, Dein Therapeut kennt doch bestimmt Deine Situation. Kann er Dir dann nicht vielleicht mal per Telefon oder meinetwegen auch per Email mal Hilfestellung geben? Sag ihm ich schicke ihm auch ein Geschenk aus Bonn. SCHWANKEULEN

Liebe Grüße von Chris

30.06.2008 11:26 • #19


Lysira
Hallo Chris,

danke, dass Du mich mit Deinem Post grad zum Schmunzeln gebracht hat.

Schön, dass es Dir heut etwas besser geht. Ich wünsch Dir, dass es so bleibt.

Lieben Gruss
Lysira

30.06.2008 12:31 • #20



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