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hiiamsanolus
Ist es möglich, dass es einem erst besser gehen kann (trotz Medikamente), wenn man das Umfeld verlässt, welches einen immer wieder runterzieht, damit man einen Erfolg mit den Medikamenten und der Arbeit gegen die Angst spürt?

19.11.2016 20:12 • 20.11.2016 #1


13 Antworten ↓


miriam0707
Natürlich ist es nicht vom Vorteil wenn es Menschen um dich herum gibt die dich runter ziehen.
Bei mir war es ähnlich und ich nehme zu den Menschen die mir nicht gut tun Abstand.
Es kommt allerdings auch immer darauf an wie stabil ich bin, mal lasse ich mich runter ziehen und mal stört mich das garnicht.
Aber im großen und ganzen muss ich sagen das ich seitdem es mir so schlecht geht bezüglich der Angst und Depressionen schon ziemlich"aussortiert" habe was mein Umfeld angeht.
Welches Medikament nimmst du?

19.11.2016 20:50 • x 1 #2



Umfeld beeinträchtigt Genesung?

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Icefalki
Ich würde mal ganz pauschal sagen, dass, wenn man unter schwierigen Bedingungen lebt, sich das nie positiv auswirken kann.

Letztendlich stellt sich dann natürlich auch die Frage, ob auch ein Eigenanteil zu den Schwierigkeiten beitragen könnte.

19.11.2016 20:54 • x 3 #3


EcoDan
kann man nicht direkter sagen: absolut!

es verfolgt keinen sinn, wenn man sich weiterhin mit den dingen/menschen umgibt, durch die man erinnert wird, warum es einem überhaupt dreckig gehen soll. für ein weiterkommen ist ein schlusstrich nicht zu umgehen. meine meinung

19.11.2016 20:58 • x 5 #4


hiiamsanolus
Hmm, ich habe nämlich irgendwie das Gefühl, dass es an dem Haus und meinem Vater liegt.
Meine Kindheit und der Bezug damals zu meinem Vater war nicht gerade das gelbe vom Ei. Meine Schwester lebt jetzt bei meiner Mutter, innerhalb weniger Tage ging es ihr besser, sodass sie schon letztes Jahr wieder zur Schule ging und mit dem Bus fahren kann.
Ich lese und höre nur davon: "Dann stimmt das Medikament nicht." Allerdings hilft mir das Medikament aus dem tiefsten Loch, nur scheinbar stimmt etwas nicht mit den Sachen, die mich dann wieder an so manches erinnern, dass ich wieder nur noch liegen kann....

Eigenanteil eher nicht. Man kümmert sich nicht um mich, belächelt meine Erkrankung und versucht mir einzureden, dass es nur eine Einbildung ist.

Das heißt, dass es mir auch nicht besser gehen kann? Wenn jemand zu euch sagen würde, dass man in seiner Parallelwelt lebt, was würdet ihr davon halten?

Nehme 15mg Mirtazapin zum Schlafen und 37,5mg Tianeurax, welches mir aufgrund meiner Emetophobie verschrieben wurde.

Liebe Grüße!

19.11.2016 21:01 • #5


Es gibt da so ein schönes Freud- Zitat:
"Es ist schwer eine Neurose zu behandeln und sich das Wohlwollen der Angehörigen zu erhalten!"

Man entwickelt seine Neurose,seine Angsterkrankung meist im vertrauten Umfeld und paradoxerweise hilft die Erkrankung die Verhältnisse zu stabilisieren.
Wird man von seiner Neurose befreit,bringt das ein ganzes krankmachendes System durcheinander,indem sich das Umfeld so bequem eingerichtet hat.
Das sorgt für Ärger,denn für das Umfeld wäre es praktischer,wenn alles so bliebe.

Überwindet ein Mensch seine Angsterkrankung und wird selbstbewußter,wird er auch weniger manipulierbar,fügt sich nicht mehr klaglos in seine Rolle.

Das Umfeld hat oft gute Gründe eine solche Entwicklung zu fürchten................

19.11.2016 21:15 • x 2 #6


Das Umfeld spielt auch eine Rolle aber du kannst davor auch nicht flüchten. Die Probleme nimmst du überall mit hin. Wenn die Probleme allerdings um Umfeld mit verursacht werden sollte man eigene Wege gehen und sich neu ordnen.

19.11.2016 21:19 • x 2 #7


hiiamsanolus
Für diese Antwort, Chingachgook, sollte ich am besten zu dir kommen und dich feste umarmen und Blumen mit Schoki als Dankeschön mitbringen!

Das passt wie die Faust aufs Auge, denn sobald ich wieder selbstständiger war, wieder mehr Vertrauen zu meinem Körper hatte, was die Angst angeht, passierte eine Sache, die mich wieder gekränkt hat, sodass ich wieder von null anfangen konnte.
Als es scheint, als wären die Worte, die mein Bruder gesagt hat, welche mein Vater ausgesprochen hat: "So gestört wie die ist, wird sie niemals ausziehen können", der Wahrheit zu entsprechen.

Mir viel nämlich auf, wenn es mir schlechter ergeht, dann sage ich viel öfters ja und Amen aber nicht meine Meinung.
Vorgestern habe ich meinem Vater die Meinung gesagt und jetzt versucht man mir, mit allen Mitteln ein schlechtes Gewissen zu machen..
_______________

Naja, die Probleme nehme ich sowieso kurz mit in ein anderes Umfeld, da kann ich auch nicht wirklich viel machen.
Allerdings begann alles erst so schlimm, nachdem wir beschlossen haben, dass mein Bruder hier einziehen wird. Ein paar Tage später, weil ich mir natürlich schon einen Kopf gemacht habe, kam die erste richtige Panikattacke.
Als ich noch bei meiner Mutter lebte hatte ich sowas und vorallem als wir nach Hessen gezogen sind, nie irgendein Problem mit. Ich aß im Bus, mir wurde nie übel geschweige denn hatte ich irgendwas an Beschwerden, wo ich jetzt 214782530 Hände brauche....

19.11.2016 21:25 • #8


Es gibt noch einen anderen Satz,@hiiamsanolus,den ich mir sehr gemerkt habe und der von einem Psychologen kam.
Er sagte mir:
"Auf jeden Klienten ,der in Therapie ist, kommen fünf(!) Menschen in seinem Umfeld,die eine Therapie viel nötiger hätten,aber die sich die Therapie ersparen,indem sie ihren eigenen Müll vor die Tür eines anderen schieben!"

19.11.2016 21:48 • x 3 #9


hiiamsanolus
Ich habe beim Lesen, dieses Satzes so Gänsehaut bekommen.
Bei mir in der Familie sind Narzissten weit verbreitet und ich denke, dass es auch daher rührt.
Ich nehme es mir zu Herzen und ich danke euch allen, dass ihr mir jetzt nochmal die Augen geöffnet habt und vorallem dir,
Chingachgook, da du wirklich das heiße in der Kälte getroffen hast!

Also bleibt mir nichts anderes, als meine Sachen und meine Katzen zu packen und mein Leben woanders neu in den Griff zu bekommen!

20.11.2016 00:42 • #10


Robinson
@ hiiamsanolus
Grade mit Narzissten ist es schwer umzugehen wenn man sich nicht Abgrenzen kann. Die sind soo toxisch für uns. Aber die änderst du nicht. Vergiss es! Da hilft nur der der rechte Zeigefinger. Glaub' mir. Ich kenne das.
Habe das auch lange nicht eingesehen.
Bringt dir Tianeptin was? Hab es auch lange genommen, ohne Erfolg.

Gruss Robinson...

20.11.2016 09:35 • #11


alfred
Zitat von hiiamsanolus:
Ist es möglich, dass es einem erst besser gehen kann (trotz Medikamente), wenn man das Umfeld verlässt, welches einen immer wieder runterzieht, damit man einen Erfolg mit den Medikamenten und der Arbeit gegen die Angst spürt?


Wenn das Umfeld mit ein Grund ist das man Probleme hat ja klar.
Das ist wie Symtome bekämpfen aber nicht die Ursache.
Menschen könne wenn sie unsensibel sind sehr verletzen.
Was nutzen Medikamente wenn ich immer wieder von neuem gekränkt werde.
Da hilft meines erachtens nur abkapseln.

Ich fand den Satz auch gut...das andere eher ne Therapie bräuchten die einem das Leben schwer machen.
Mit Familie ist das nicht immer so einfach.
Fremde kann man sich eher vom Leib halten.
Wer kenn das nicht...Menschen die bei einem ständig Ballast abwerfen und selber ihre Probleme dadurch bessern.
Aber dir tut es nicht gut der Mülleimer für andere zu sein.
Ich versuche immer zu sagen wenn ich keine Lußt mehr habe mir ihren Müll anzuhöhren was zur Folge hat das es immer weniger wird.
Die sind dann oft beleidigt aber das wird mir immer weniger zum Problem.

20.11.2016 12:04 • #12


hiiamsanolus
Robinson, meinem Vater trifft eher die harte Sorte, was Narzissmus betrifft. Anstatt nach seiner Schuld zu suchen, versucht er mir ein Gewissen einzureden, dass es meine Schuld sei, dass ich jetzt krank bin. Wäre ich nur faul, weil ich nicht arbeiten gehen will.
Bei ihm geht es in erster Linie darum, dass ich nur da bin, um seine Pfändungsgrenze hoch zu halten. Es gehört zwar nicht hier rein, aber welcher Vater unterschlägt einem Kind, welches krank ist und auf Hilfe von anderen angewiesen ist, Nahrung, Medikamente etc.
Desweiteren war ich nur da, für die Kindergeldnachzahlung, obwohl er seit Monaten nichts mehr für mich bezahlt, hat er jetzt alles gemacht, damit ich nicht mehr an das Geld komme. Er geht einkaufen, nur für sich und das auch noch mit Luxusware. Aber sieht noch nichtmal, dass ich als Tochter hier sitze und noch nichtmal mehr eine Flasche Wasser habe.

Und das soll es nicht verständlich sein, dass meine Depression, die Phobien oder die Angststörung schlimmer wird.

Das Tianeptin hat mir geholfen aus dem tiefen Loch zu kommen. Meine Angst wurde auch weniger, sodass ich dann wieder anfing einmal am Tag spazieren zu gehen. Auch konnte ich endlich wieder warmes Essen essen, also Mittagessen, was ich durch die Panik 11 Wochen nicht konnte. Die Panik und alles was dazugehört wird schlimmer, sobald mein Vater wieder anfängt.

alfred, es ist komisch, dass mir jetzt schon mehr als zwei Leute gesagt haben, dass das Umfeld eine große Rolle spielt. Aber dafür gibt es auch Kliniken, wo man das passende Umfeld hat. Das Dumme bei meinem Vater ist nur, dass es ihm EGAL ist, wie schlecht es mir geht. Er redet einfach weiter, wie schlimm meine Brüder sind, obwohl sie nichts falsches getan haben. Er redet und brüllt rum, aber ist sich null bewusst, dass er dafür die Verantwortung trägt, dass es uns allen schlecht geht. Wenn ich mich von allen isoliere und auch nur runtergehe, um mir ein Toast zu machen, das auch wochenlang, dann geht es mir wundervoll. Sobald ich mich wieder einglieder, wird alles wieder schlimmer.

Keine Ahnung, was ich von dem ganzen noch halten soll. Er ist einfach ein klassischer Narzisst, mit null Gefühlen gegenüber den eigenen Kindern. Er wollte uns nur hier haben, damit er ans Geld kommt und nicht weil er uns so vermisst und geliebt hat. Ich bin schon richtig verzweifelt, weil Wohnungen finde ich in meinem Kreis genauso wenig. Die Zeit beginnt erst wieder im Mai

20.11.2016 16:37 • #13


alfred
Ich bin mit 19 von zu hause weggezogen.
Hatte eine winzige Wohnung mit 24qm ...... aber es war mein Reich.
Da konnte ich endlich mal Luft holen.
Habe da aber zum glück schon gearbeitet und Geld verdient.

20.11.2016 18:29 • #14



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